DE558938C - Mehrzellenapparat zur elektrodialytischen Wasserreinigung - Google Patents
Mehrzellenapparat zur elektrodialytischen WasserreinigungInfo
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- C02F1/46—Treatment of water, waste water, or sewage by electrochemical methods
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Description
Die bekannten Zellen zur Entmineralisierung von Wasser durch Elektrodialyse werden
durch zwei Diaphragmen in eine mittlere Kammer für das zu reinigende Wasser und
in zwei Seitenkammern eingeteilt, welch letztere die positive bzw. die negative Elektrode
aufnehmen und die beide von Waschwasser durchflossen werden, das die aus der mittleren
Kammer kommenden Ionen dauernd fortführt.
Bei diesen bekannten Dreizellenapparaten wandern bei der Elektrodialyse die Ionen der
mineralischen Stoffe, aus der Mittelzelle nach den Seitenzellen, aber gleichzeitig auch die
Anionen aus der Kathodenzelle durch die Mittelzelle hindurch nach der Anodenzelle
und die Kationen aus letzterer durch die Mittelzelle hindurch nach der Kathodenzelle.
Hierdurch wird die Reinigung des Wassers in der Mittelzelle ganz erheblich verzögert
und infolge des fortwährenden Zustromes von Ionen überhaupt kein völlig reines Wasser
erhalten. Durch die Spülung der Anodenzelle und der Kathodenzelle wird dieser Nachteil
nicht behoben, da mit dem Spülwasser der Anodenzelle dauernd neue Kationen und der Kathodenzelle dauernd neue Anionen zugeführt
werden, die in der angegebenen Weise durch die Mittelzelle hindurchwandern.
Zweck der Erfindung ist die Beseitigung dieses Nachteiles, und die Zelle nach der
Erfindung enthält hierzu fünf Abteilungen, von denen jede der beiden äußeren eine
Elektrode aufnimmt, deren Polarität der der Elektrode in der angrenzenden, als Waschkammer
dienenden Kammer entgegengesetzt ist. Auf diese Weise werden die in den Waschkammern enthaltenen Ionen nicht nach
der mittleren Kammer, sondern nach den äußeren Kammern hingezogen.
In der Zeichnung ist
Fig. ι eine schematische Darstellung einer bekannten Ausführungsform der elektrodialytischen
Zelle,
Fig. 2 eine Zelle nach der Erfindung.
In Fig. ι ist die elektrodialytische Zelle B
durch die Diaphragmen C und D in drei Abteilungen unterteilt. Die beiden Elektroden A
und K, die in das Waschwasser in den Seitenabteilungen eintauchen, werden aus einem
elektrischen Stromnetz E gespeist. Die durch die Diaphragmen C und D abgegrenzte Mittelkammer
M erhält das zu reinigende Wasser durch einen Trichter N. Eine derartige Zelle
hat die oben beschriebenen Nachteile.
Um die Entmineralisierung des zu reinigenden Wassers zu verstärken und eine längere
Fortsetzung derselben zu ermöglichen, ist eine Unterdrückung dieser Sekundärerscheinung
von Wichtigkeit. Hierzu dient nach der Erfindung die in Fig. 2 dargestellte Zelle.
Diese Zelle enthält statt der drei Abteilungen deren fünf, nämlich zu beiden Seiten
der Mittelkammer M je zwei Elektrodenkam-
mem F, G und H, J, von denen die beiden
äußeren, H und /, von den Waschkammern F und G ebenfalls durch Diaphragmen D3
und D* getrennt sind. Diese können aus Asbest, Hartgummi, Kieselgur, keramischen
Erzeugnissen, Porzellan, Leinwand, Leder o. dgl. bestehen. Jede dieser Abteilungen,
mit Ausnahme der Mittelkammer M, enthält eine Elektrode, deren Polarität der Polarität
to der Elektrode in der Nachbarkammer entgegengesetzt ist. Zu beiden Seiten der Mittelkammer
befinden sich somit, getrennt durch Diaphragmen D1 und D2, Waschkammern, die
Elektroden von entgegengesetzter Polarität enthalten.
Die nachstehende Erklärung der Wirkungsweise des Apparates bezieht sich sowohl auf
die linke wie auch auf die rechte Seite der in Abb. 2 dargestellten Einrichtung.
Betrachtet man die rechte Seite der Fig. 2, so wandern die negativen Ionen oder Anionen aus der Mittelkammer M zur Anode A und gehen dabei durch das Diaphragma D1 hindurch. Sie sammeln sich in der Anodenkammer G.
Betrachtet man die rechte Seite der Fig. 2, so wandern die negativen Ionen oder Anionen aus der Mittelkammer M zur Anode A und gehen dabei durch das Diaphragma D1 hindurch. Sie sammeln sich in der Anodenkammer G.
Währenddessen werden die positiven Ionen oder Kationen aus der Waschkammer G nicht
nach der Kammer/7 hingezogen, wobei sie durch die Mittelkammer M hindurchgehen
müßten, sondern nach der Kathode Ä^1 in
der äußeren Kammer/, die ihnen durch das Diaphragma Ds hindurch den kürzesten Weg
zur negativen Elektrode bietet. Wie bereits gesagt, tritt auf der linken Seite der Fig. 2
die gleiche Erscheinung auf. Durch die AnodeA1 werden die in der Kammer/7 etwa
vorhandenen Anionen durch das Diaphragma D4 hindurch nach der Kammer// gezogen.
Selbstverständlich ist die Erfindung hier nur an einem Beispiel beschrieben und dargestellt,
das lediglich zur Erläuterung dient, jedoch ist sie nicht auf dieses beschränkt, und
man könnte im Sinne der Erfindung noch Einzelheiten daran abändern.
Claims (1)
- Patentanspruch:Mehrzellenapparat zur elektrodialytischen Entmineralisierung von Wasser, dadurch gekennzeichnet, daß zu beiden Seiten der das zu reinigende Wasser aufnehmenden Mittelkammer (M) mittels vier Diaphragmen je zwei Elektrodenzellen (F, H und G, /) hintereinander vorgesehen sind, von denen jeweils die beiden äußeren (H und/) Elektroden enthalten, deren Polarität der Polarität der Elektroden in den benachbarten inneren, als Waschkammern dienenden Zellen entgegengesetzt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR558938X | 1930-06-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558938C true DE558938C (de) | 1932-09-13 |
Family
ID=8941906
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP63136D Expired DE558938C (de) | 1930-06-05 | 1931-05-24 | Mehrzellenapparat zur elektrodialytischen Wasserreinigung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558938C (de) |
| FR (1) | FR711994A (de) |
| GB (1) | GB362328A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3800713A1 (de) * | 1988-01-13 | 1989-08-03 | Battelle Institut E V | Einrichtung zur reinigung von abwaessern mit zahlreichen in mindestens einem behaelter vorgesehenen kammern |
-
1930
- 1930-06-05 FR FR711994D patent/FR711994A/fr not_active Expired
-
1931
- 1931-05-24 DE DEP63136D patent/DE558938C/de not_active Expired
- 1931-05-29 GB GB15758/31A patent/GB362328A/en not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3800713A1 (de) * | 1988-01-13 | 1989-08-03 | Battelle Institut E V | Einrichtung zur reinigung von abwaessern mit zahlreichen in mindestens einem behaelter vorgesehenen kammern |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR711994A (fr) | 1931-09-22 |
| GB362328A (en) | 1931-12-03 |
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