DE559107C - Selbstkassierer mit einer beweglichen Figur, durch deren Bewegung der zu verkaufendeGegenstand dem Kaeufer uebermittelt wird - Google Patents
Selbstkassierer mit einer beweglichen Figur, durch deren Bewegung der zu verkaufendeGegenstand dem Kaeufer uebermittelt wirdInfo
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Description
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein durch eine Münze auszulösender Selbstkassierer,
der eine Figur enthält, die den zu verkaufenden Gegenstand, z. B. eine mit —· 5 Bonbonmasse überzogene Kaugummikugel,
durch selbsttätig gesteuerte Bewegungen dem Käufer übermittelt.
Zur Ausgabe der Gegenstände werden bereits Figuren verwendet, welche einer
menschlichen Figur nachgeahmt sind. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art führen aber die Glieder und die Figur selbst
keine einer Verkaufshandlung entsprechende Bewegungen aus, sondern dienen eigentlich
nur als Staffage.
Es ist nun bekannt, daß Selbstkassierer, bei denen die Bewegung von Figuren ausgelöst
wird, sich besonderer Beliebtheit erfreuen und gern benutzt werden. Um diesen
Zweck zu erreichen, ahmt bei der Erfindung die Figur die Verkaufshandlungen naturgetreu
nach, indem sie die unsichtbare, zu verkaufende Ware erst einem Behälter entnimmt
und sie dann der Ausgabestelle zuführt. Dabei liegen die Antriebsteile derart unsichtbar,
daß der Antrieb der einzelnen Glieder der Figur überhaupt nicht von dem Benutzer des
Selbstkassierers gesehen werden kann.
Der Selbstkassierer kennzeichnet sich dadurch, daß eine rohrförmige, schwingbar
gelagerte Welle durch den Boden einer Zwischenkammer hindurchgeführt ist und die dadurch
bewegliche Figur trägt, so daß der schwingbare Arm sich unabhängig von der Figur bewegen läßt, um bei seinem Hinundherschwingen
den zu verkaufenden Gegenstand aufzunehmen und abzuliefern. Der zu verkaufende Gegenstand fällt aus einer von
der Figur aus zu öffnenden Tür heraus, die durch einen am Ellenbogen gelenkig angeordneten
Arm mit der Figur so in Verbindung steht, daß die durch die Schwingbewegung der Figur geöffnete Tür den zu verkaufenden
Gegenstand einer Schaufel o. dgl. des anderen Armes der Figur überreicht.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnungen in einigen Ausführungsbeispielen näher
erläutert, es bedeutet
Abb. ι eine Vorderansicht des Selbstkassierers,
Abb. 2 eine Ansicht des Selbstkassierers mit teilweise fortgebrochenem Gehäuse,
Abb. 3 eine Vorderansicht des Selbstkassierers nach entferntem Gehäuse,
Abb. 4 eine Hinteransicht des Selbstkassierers,
Abb. 5 einen teilweisen Grundriß von Abb. 4 mit dem Gehäuse im Schnitt,
Abb. 6 einen Schnitt durch die Puppe oder Figur in Verbindung mit einem Teil des Betätigungsgetriebes,
Abb. 7 eine Sonderansicht der Ablieferungsschale,
Abb. 8 einen Schnitt nach Linie 8-8 der .-Abb. i,
Abb. 9 einen Schnitt nach Linie 9-9 der Abb. 2,
Abb. 10 eine teilweise Seitenansicht, um zu zeigen, in welcher Weise die Kugeln der -,
Ausgabevorrichtung übermittelt werden,
Abb. Ii einen Schnitt durch den unteren Teil des Selbstkassierers bei einer anderen
Wirkungsstufe wie in Abb. io.
Das Gehäuse besitzt außer den Seitenwänden ι und 2 (Abb. 8 und 9), die rechts und
links vorgesehen sind, eine Rückwand 3. Das Gehäuse ist im Grundriß rechteckig gestaltet
und stellt bei der gezeichneten Ausführungsform ein Häuschen dar, dessen obere, als
Deckel ausgebildete Wand 5 dachförmig ausgebildet und um Scharniere 6 (Abb. 1) der
Gehäusevorderseite schwingbar ist. Der Deckel greift mit seinem gabelförmigen Ende 7 (Abb. 2) über die Rückwand 3 mit
einer Überlappung 8. Am unteren Ende des Gehäuses ist der Boden 10 vorgesehen, auf
dem die Geldschublade / verschiebbar ist, welche durch eine Öffnung der Wand 12
(Abb. 1) eingeführt und von einer Vorderwand 13 begrenzt wird, die mit einem Schloß
15 (Abb. 2) versehen ist und einen vollkommenen Abschluß des Gehäuses bildet.
Über der Schubkastenöffnung sind weitere öffnungen 16 und 17 (Abb. 1) in der Wand 12
vorgesehen. Die Öffnung 16 ist von dem Schubkasten durch einen Querstreifen 18 getrennt,
der den Münzeneinwurfschlitz 20 besitzt. Beide öffnungen! 16 und 17 sind durch
eine Glasplatte 21 geschlossen, welche in Nuten 22 (Abb. 8) verschiebbar ist. Diese
Glasplatte läßt sich bei geöffnetem Deckel 5 von oben aus in das Gehäuse einführen.
Ein Gußgestell 23 (Abb. 3) wird durch die
Deckelöffnung eingeführt und liegt mit seinem waagerechten Boden 25 in einer Höhe
mit dem sie verdeckenden. Streifen 18 (Abb. 1) der Vorderwand.
Ein nach aufwärts gerichteter Flansch 26 (Abb. 3) ist an der Hinterwand und an den
Seitenwänden vorgesehen und verläuft bei 27 (Abb. 8) diagonal zum· Gehäusegrundriß.
Dem Boden 25 schließt sich ein oben offener Raum an, der durch die Glasscheibe
21 verdeckt ist. Dieser Raum wird durch Seiten- und Rückwände begrenzt, die sich der
Form der Bodenplatte 25 anpassen. Eine Wand 28 (Abb. 8) des oberen Gehäuseteiles
verläuft neben der bereits erwähnten Wand 27. Eine nach hinten geneigte Decke 30 (Abb. 3) bildet die obere Wand des Innengehäuses,
dessen vordere Kanten hinter dem oberen Querstreifen 31 (Abb. 1) liegen. Die
diagonale Anordnung der Gehäusewand 28 bildet eine Kammer 32 (Abb. 8), in der die
zu verkaufenden Gegenstände untergebracht sind. Die Wand 28 besitzt eine öffnung,
welche durch eine durch Scharniere gehaltene Tür 33 (Abb. 3) geschlossen werden kann.
Ein Metallrahmen 35 in"rechteckiger Form
ist an der Unterseite der Gehäusegrundplatte 23 befestigt und trägt einen Federmotor 36
(Abb. 3), dessen Eingriff durch ein verstellbares Gewicht 37 (Abb. 4) geregelt wird.
Die Motorwelle 38 ruht mit ihrem äußeren Ende in einem Lager 40 (Abb. 3), das sich
nach aufwärts in dem Rahmen erstreckt und einen Teil desselben bildet. Auf der Welle 36
sitzt lose ein Kegelrad 41, dessen Nabe 42 (Abb. 4) mit einem Sperrad 43 verbunden ist.
Dieses Sperrad besitzt eine Mehrzahl gleichmäßig verteilter Zähne 45 (Abb. 2 und 14);
bei dem dargestellten Beispiel sind drei Zähne vorgesehen.
Eine Spindel 46 ist in Augen 47 des Lagers drehbar und trägt ein Kegelrad 48, das mit
dem Kegelrad 41 im Eingriff steht. Die Anzahl der Zähne der Räder 41 und 48 ist im
Verhältnis von 1 zu 3 gewählt, so daß bei jedem schrittweisen Vorwärtsgang des Schaltrades
43 die Spindel und die damit verbundene Kurbel 50 eine volle Umdrehung ausführen.
Eine Gelenkstange 51 (Abb. 3 und 9) steht
mit dem einen Ende der Kurbel 50 in gelenkiger Verbindung, und ihr anderes Ende ist in ähnlicher Weise mit dem einen Ende
eines Segmentrades 52 verbunden, das sich bei einem Zapfen 53 ausschwingen läßt, der
am Gehäuseb'oden befestigt ist. Das andere Ende des Segmentrades besitzt Zähne 55
(Abb. 9), die mit einem Stirnrad eines Rohres 57 im Eingriff stehen. Das Rohr ist
auf dem Zapfen 58 (Abb. 3) des Rahmenbodens drehbar.
Das Rohr 57 greift durch den Gehäuseboden hindurch und ist mit dem Bein 60
(Abb. 6) der hohlen Figur, die im nachstehenden als Mann bezeichnet wird, verbunden,
daß es hierfür eine Drehachse bildet. Das andere Bein des Mannes schwingt frei vom
Boden aus. Der Mann besitzt einen Arm, dessen Vorderteil 62 (Abb. 1) an seinem
Ellenbogen 63 gelenkig ist und steht mit seiner Hand in gelenkiger Verbindung mit
dem Handgriff 65 der Tür 33 (Abb. 8), so daß beim Ausschwingen des Mannes gegen
die Tür sich diese öffnet und bei der Rückwärtsschwingung sich wieder schließt. Der
Antrieb des Gegenrades 41 durch das Schaltrad 43 um ein drittel Umlauf veranlaßt die
Spindel 46 und die Kurbel 50, wie bereits erwähnt, eine volle Drehung auszuführen und
unter Vermittlung der Stange 51 und des Segmentrades 52 dieses und damit das
Stirnrad 56 so anzutreiben, daß dadurch der Mann eine Vorwärts- und Rückwärtsbewegung
ausführt und dabei die Tür abwechselnd öffnet und schließt.
Der Hebel 66 ist mit der Motorwelle 38 verkeilt, so daß beim Rückwärtsdrücken des
Hebels die Motorspannung erhöht wird. Der Hebel bewegt sich in einem Bogen, der etwas
mehr als einem Drittel einer vollen Umdrehung entspricht und mit der Bewegung des Kegelrades
41 in der Anzahl der Schaltzähne 45 übereinstimmt. Nach Erreichen seines Endhubes
fällt die Klinke 67 hinter einen der Schaltzähne. Wird dann der Kurbelgriff freigegeben,
dann veranlaßt die Feder 95 den Kurbelarm nach vorwärts zu schwingen und den Hebel freizugeben, worauf der Motor den
Hebel vorwärts treibt und unter Vermittlung der Klinke und des Schaltrades das Kegelrad
41 und Kegelrad 48 dreht, demzufolge der Mann die beschriebene Drehung ausführt.
Der rechte Arm 101 (Abb. 6) des Mannes besteht mit dem Schultergelenk 102 aus
einem Stück. Die Hand dieses rechten Armes trägt eine Schaufel 103, die mit dem
Arm starr verbunden ist und mit deren Hilfe man die Gummikugeln o. dgl. während der
Bewegungen des Selbstkassierers an eine bestimmte Stelle befördern kann. Der Arm
hat so viel genügendes Gewicht, daß er stets seine unterste Stellung einnimmt, wie sie in
Abb. ι dargestellt ist. Natürlich befinden sich dann auch die mit dem Arm verbundenen
Teile, die zum Heben des Armes und zum Fallenlassen der Kugel im geeigneten Zeitpunkt, ebenfalls gewöhnlich in der tiefsten
Stellung. Diese Teile bestehen aus der Drahtstange 105 (Abb. 3 und 6), die geradlinig
durch das Rohr 57 und das Bein 60 greift. Am oberen Ende ist die Stange bei 106 abgebogen und zu einem hakenförmigen
Ende ausgebildet, das mit einem Ansatz 107 des Armes 101 gelenkig verbunden ist. Die
Stange greift außerdem durch den Boden 25 und besitzt eine verstellbare Buchse 108
(Abb. 3).
Um einen Zapfen 111 (Abb. 6) ist ein Schwinghebel 110 beweglich, der von Lagerarmen 112 (Abb. 3) des Gehäusebodens 25 gehalten wird. Der Hebel 110 ist mit einem Arm 113 starr verbunden, der durch einen schraubenartig verdrehten Teil 115 mit dem Zahnradsegment 52 (Abb. 9) in Verbindung steht. Hierdurch wird der Hebel 110 senkrecht zur Bewegung des Zahngetriebes verstellt.
Um einen Zapfen 111 (Abb. 6) ist ein Schwinghebel 110 beweglich, der von Lagerarmen 112 (Abb. 3) des Gehäusebodens 25 gehalten wird. Der Hebel 110 ist mit einem Arm 113 starr verbunden, der durch einen schraubenartig verdrehten Teil 115 mit dem Zahnradsegment 52 (Abb. 9) in Verbindung steht. Hierdurch wird der Hebel 110 senkrecht zur Bewegung des Zahngetriebes verstellt.
Der Hebel 110 besitzt eine Abzweigung 116 (Abb. 6), die in ihrem vorderen Ende
zur Aufnahme der Stange 105 durchlocht ist. Diese Abzweigung 116 kann sich an der
Stange 105 frei verschieben, wird aber in ihrer unteren Lage durch die Buchse 108 begrenzt,
um dann die Stange 105 nach abwärts zu ziehen und das untere Ende des
Armes 101 des Mannes in die in Abb. 1
punktiert dargestellte Lage zu heben, wobei die von der Schaufel aufgenommene Kugel
von dieser Schaufel herabfällt.
Dieser Eingriff des Armes 116 (Abb. 6)
mit der Anschlagbuchse 108 findet bei der Stellung des Mannes vor der geschlossenen
Tür 33 statt. Das Zahnsegment 52 und das Zahnrad 56 (Abb. 3) stehen so miteinander
in Verbindung, daß der Mann sich etwas von seiner äußersten Begrenzungsstelle nach vorwärts
bewegt, wo die Kugel herausfällt, so daß der Mann, wenn er sich in Ruhelage befindet,
mit seinem Gesicht nach vorwärts schaut. Dies erfolgt auch aus dem Grunde, damit der Arm 116 sich wieder um ein gewisses
Stück nach aufwärts bewegt und den Druck auf die Buchse 108 unterbricht sowie
dem Arm 101 gestattet, durch sein Eigengewicht
in die Normallage zurückzukehren.
Der Kopf 117 des Mannes (Abb. 6) ist bei
118 ausschwingbar und besitzt einen Draht 120, der in den hohlen Körper des Mannes
eindringt und eine Umbiegung 121 an seinem unteren Ende besitzt, mit der er den gebogenen
Teil 106 der Stange 105 umgreift. Auf diese Weise wird bewirkt, daß, wenn
die Stange 105 nach abwärts gezogen wird, um eine Kugel freizugeben, der Kopf nach
vorwärts schwingt, in dem Augenblick, in dem die Ablieferung erfolgt, so daß er dem
Käufer zunickt.
An der linken Vorderseite des Behälters ist ein Aufnahmebehälter 122 (Abb. 3) vorgesehen,
in den der Mann die entnommenen Kugeln einlegt. Dies kann so, wie in der Zeichnung dargestellt, ausgeführt werden.
Eine Öffnung 123 (Abb. 3) ist in der Höhe des Bodens vorgesehen, so daß eine Kugel,
die zufällig auf den Boden fällt, durch die Öffnung läuft. Der Boden ist zu diesem
Zweck nach der Öffnung hin geneigt. Die Auslaßöffnung 125 führt in einen knieförmigen
Aufnehmer 126, der mit der Wand 2 verbunden ist und eine Bohrung 127 besitzt,
welche rechtwinklig nach abwärts gebogen ist. Am unteren "Ende der Bohrung sitzt eine
Klappe 128, die um Scharnier 130 ausschwingen kann und einen nach abwärts gerichteten
Lappen 131 aufweist, der genügend Gewicht besitzt, um die Klappe 128 gewöhnlich geschlossen
zu halten und dadurch das Eindringen von Staub zu verhindern.
Fällt eine Gummikugel 132 durch die Bohrung hindurch auf die Klappe 128, dann genügt
das Gewicht der Kugel, um die Klappe so weit zu öffnen, daß die Kugel von vorn, wie aus Abb. 1 und 2 hervorgeht, sichtbar
wird, jedoch öffnet sich die Klappe hierbei nicht so weit, daß die Kugel herausfällt. Um,
die Kugel zu entnehmen, muß der Käufer seine Hand unter das Kniestück führen und
gegen den Lappen 131 einen Druck ausüben, wodurch dann die Klappe sich so weit öffnet,
daß die Kugel in die Hand fällt, wie dies in Abb. 7 zu erkennen ist.
Die Decke 30 (Abb. 3) des Gehäuses erstreckt sich über sämtliche Außenwände des
Gehäuses und ist nach hinten zu einer Rinne 133 (Abb. s) ausgebildet, die sich schräg
nach der rechten Ecke des Selbstkassierers zu erstreckt, wo sich die Kammer 32 (Abb. 8)
befindet. In dieser Kammer ist die Einrichtung vorgesehen, durch die die Gummikugeln
aus einem Speicherbehälter 135 geliefert werden, der in dem Gehäuse über der
Decke 30 an einer Stelle vorgesehen ist, die sich innerhalb der Türöffnung in der Wand 28
befindet, durch die Kugeln in die Schaufel 103 einfallen können, sobald die letztere in
den Türrahmen eingeführt wird.
Die Füllvorrichtung besteht aus einem kastenartigen Körper 137 (Abb. 8 und 10),
dessen obere Ränder mit der Decke 30 bündig liegen. Die Decke besitzt eine öffnung 136
ao in Richtung der Türöffnung. Der Körper besitzt Seitenwände 138, die durch Abstandsstreifen
139 und 140 (Abb. 8) voneinander getrennt sind und eine Rinne 141 (Abb. 10)
bilden, die eine Säule einzelner übereinanderliegender
Kugeln enthält. Der Querschnitt der Rinne ist viereckig, um nur jederzeit eine einzige Kugel in waagerechter Richtung freizugeben.
Die Rinne ist an ihrem äußeren Teil senkrecht angeordnet und mit ihrem unteren Ende nach vorwärts der Tür zu in
einem Winkel abgelenkt, der genügt, um dafür zu sorgen, daß die Kugeln frei rollen,
falls sie nicht durch ein Hindernis gehemmt sind.
Die Rinne 133 (Abb. 5) ist nach dem oben offenen Ende der Rinne 141 zu gerichtet, so
daß die Kugeln die letztgenannte Rinne stets ausfüllen. Um dafür zu sorgen, daß die
Kugeln jederzeit in die Rinne 141 einlaufen, ist eine Rüttelvorrichtung vorgesehen. Dieselbe
besteht aus den Platten 142 (Abb. 10), die an beiden Seiten in Seitenplatten 138 beweglich
sind und durch eine Klappe 143 in Verbindung stehen. Diese Klappe schließt
die Öffnung zwischen den Platten 138 vor der Rinne 141.
Von den Platten 142 erstrecken sich Flügelbleche 145 (Abb.-10), die durch Schlitze 146
der Platte 138 greifen und darauf sich nach rückwärts parallel zu der Außenseite der
Platte 138 zu beiden Seiten der Rinnenöffnung erstrecken. Ein Stab 147 (Abb. 4) erstreckt
sich senkrecht nach aufwärts von der Rüttelvorrichtung durch die Kugelmasse hindurch,
die sich im Speicherbehälter befindet und unterstützt das Freilegen der Kugeln, falls
sie sich in der Rinnenöffnung zusammenballen sollten.
Der Rüttelstab wird in senkrechter Richtung durch eine Gelenkstange 148 (Abb. 2)
hin und her bewegt, die am oberen Ende der äußeren Platte 142 befestigt ist. Die Stange
148 greift durch den Schlitz 150 der äußeren
Seitenplatte 138 und ist am unteren Ende mit dem Kugelarm 93 (Abb. 2) zwischen der
Welle 88 und dem Stift 98 verbunden. Auf diese Weise wird bei jeder Bewegung des
Kurbelhandgriffs 90 der Rüttelstab bewegt, ganz gleich, ob dem Selbstkassierer eine
Kugel entnommen wird oder nicht.
Wird der Kurbelhandgriff ausgeschwun- ■ gen, dann hebt die Stange 148 den Rüttelstab
in die aus Abb. 10 ersichtliche Lage und hebt die über der Klappe 143 vorgesehenen Kugeln,
wobei die Flügel 145 sämtliche Kugeln der einen Seite von der Rinnenöffnung abtrennen
und eine Kugel zwischen den Flügeln so gehalten wird, daß sie in die Rinne fällt, sobald
die vorhergehende Kugel entnommen und Platz für eine neue Kugel entstanden ist.
Der Selbstkassierer ist mit Einrichtungen versehen, die dafür sorgen, daß die Kugeln
nur einzeln am Boden der Rinne 141 entnommen werden. Zu diesem Zweck ist eine
bei 152 drehbar gelagerte Wippe 151 vorgesehen,
die zwischen den Seitenplatten 138 unter der Rinne 141 ausschwingen kann.
Der Rinnenboden hat eine Öffnung 155 (Abb. 10), durch die der kurvenförmige Arm
153 der Stange 151 eingreifen kann. Eine
zweite Wippe 156 ist an ihrem vorderen Ende bei 157 in den Seitenplatten drehbar gelagert
und besitzt einen kurvenförmig aufgebogenen Teil 158, der durch einen Schlitz i,6o der
Wippe 151 hindurchgreift, derart, daß er auch durch die Öffnung 161 des Rinnenbodens
140 in die Kugelablaufbahn eindringen kann. Die aufgebogenen Teile 153 und
158 gelangen abwechselnd in die Rinnenbahn und sorgen dafür, daß die Kugeln nur einzeln
der Rinne entnommen werden können. Ist der Teil 153 in die Kugelbahn eingeschwungen,
so legen sich die Kugeln in der Rinne gegen ihn an, werdeni aber durch den Teil 153
(Abb. 11) an einem Herausfallen aus der Rinne gehindert. Hierbei ist der Arm 158
aus der Rinne 141 zurückgezogen.
An dem hinteren Ende der Wippe 151 ist
eine Betätigungsstange 162 (Abb. 4) vorgesehen; dieselbe besitzt über der Wippe 151
eine Stellmuffe 163 (Abb. 10 und 11) und
eine zweite Stellmuffe 164 über der unteren Wippe 156. Eine Schraubenfeder 165 liegt
zwischen der Unterseite der Stange 156 und einer Abbiegung dieser Stange. Von der Abbiegung
dieser Stange erstreckt sich die Stange nach abwärts bis in die Nähe des Bodens des Selbstkassierers, wo sie durch
ein Loch greift und mit dem Ende des Armes (Abb. 4) des Schwinghebels 110 verbunden
ist. Die Stange 162 besitzt oberhalb und unterhalb des erwähnten Armes Stellmuffen
167 und 168, wodurch dafür gesorgt wird,
daß die Stange synchron mit dem Mann in folgender Weise ihre Bewegung ausführt.
Hat der Mann die Tür geöffnet und befindet sich die Schaufel direkt unter dem vorderen
Ende der Zuführungsrinne, wie dies aus Abb. 3 ersichtlich, dann ist der Arm 113
durch die schraubenförmige Abbiegung 115 (Abb. 3 und 4) so verschoben, daß der Arm
166 nach abwärts bewegt wird und durch die Stellmuffe 167 die Stange 162 hebt.
Die mit der Wippe 156 in Berührung stehende Feder drückt die Stange nach abwärts
und bringt dadurch den Arm 158 durch die Öffnung 161 (Abb. 10 und 11)
zwischen die unterste Kugel 132 und die unmittelbar sich anschließenden höher liegenden
Kugeln.
Ungefähr zu dem Zeitpunkt, zu welchem der Arm 158 sämtliche Kugeln hinter dem
unteren Ende sperrt, hat die Stange 162 eine Höhenlage erreicht, bei der die Stellmuffe 164
die Wippe 151 erreicht hat, die dann ansteigt
mit der Wirkung, den Teil 153 unter den Boden 140 (Abb. 10) zu senken, wobei die unterste
Kugel in die bei geöffneter Tür dargereichte Schaufel fällt.
Bei der umgekehrten Bewegung des Mannes und der Abwärtsführung des Armes 166
kommt dieser mit der Steilmuffe 168 in der
Nähe seines Abwärtshubes in Berührung und drückt die hinteren Enden der Wippen in die
aus Abb. 11 ersichtliche Lage.
Die untere Wippe 156 bewegt sich zuerst durch die Berührung mit der Stellmuffe 164,
so daß der Teil 158 ein Stück senkrecht hochgeht, bevor der Arm 153 ansteigt, und zwar
ist dies eine Folge des toten Ganges, der durch die Lage der oberen Stellmuffe 163 bedingt
ist. Bei der Niederbewegung des Teiles 158 fallen die Kugeln in der Rinne nach abwärts
und werden durch die Wippe 153 gehalten, so daß nunmehr wieder eine neue Kugel
bereit ist, in die Schaufel zu fallen, sofern der Selbstkassierer von neuem bedient wird.
Beim Senken der Kugeln in der Rinne tritt eine neue Kugel aus dem Speicherbehälter in
die Kugelreihe.
Eine Sperrstange 170 (Abb. 9 und 10) ist
in der Rückwand des Gehäuses gelagert und besitzt eine rechtwinklige Abbiegung 171 an
ihrem oberen Ende, die über ein Auge 172 des vorderen Gabelendes 7 des Dachdeckels greift.
Das untere Ende der Stange erstreckt sich rechtwinklig bei 173 nach vorwärts über die
Geldschublade 11 und schwingt um ein genügendes Stück bogenförmig aus, um das Auge
am oberen Ende freizugeben, wenn das untere Ende den Schubkasten durchzieht. Dies hat den Zweck, ein Schließen des Geld-Schubkastens
zu verhindern, bevor die Stange in die Sperrlage mit Bezug auf das Auge 72 gebracht ist, worauf dann der Teil 173 vollständig
innerhalb des Gehäuses liegt und das Schließen der Schublade ermöglicht.
Claims (4)
1. Selbstkassierer mit einer beweglichen Figur, durch deren Bewegung die
Ware aufgenommen und dem Ausgabebehälter zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß eine rohrförmige schwingbar gelagerte Welle (57) durch den Boden einer Zwischenkammer hindurchgeführt
ist und die dadurch bewegliche Figur trägt, derart, daß deren schwingbarer Arm (101) sich unabhängig von der
Figur bewegen läßt, um bei seinem Hinundherschwingen* den zu verkaufenden Gegenstand (Kaugummikugel 132) auf zunehmen
und abzuliefern.
2. Selbstkassierer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zu verkaufende
Gegenstand aus einer von der Figur aus zu öffnenden Tür (33) herausfällt, die durch den einen am Ellenbogen (63) gelenkig
angeordneten Arm (62) mit der Figur so in Verbindung steht, daß die durch die Schwingbewegung der Figur geöffnete
Tür (33) den zu verkauf'enden Gegenstand
(132) einer Scha'ufel (103) o. dgl.
des anderen Armes der Figur übergibt.
3. Selbstkassierer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß hinter
der von der Figur aus zu öffnenden Tür (33) die zu verkaufenden Gegenstände so angeordnet und einzeln freigegeben werden,
daß bei geöffneter Tür immer nur ein Gegenstand der Schaufel (103) o. dgl. zugeleitet
wird.
4. Selbstkassierer nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das
Schaltrad (43) auf der Aufwindewelle (38) des Motors lose angeordnet ist und die Hinundherschwingung der Figur bewerkstelligt
(Abb. 14) wird, auf die eine Klinke (67) einwirkt, um das Rad (43) in
bekannter Weise schrittweise zu drehen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO18427D DE559107C (de) | 1929-08-17 | 1929-08-17 | Selbstkassierer mit einer beweglichen Figur, durch deren Bewegung der zu verkaufendeGegenstand dem Kaeufer uebermittelt wird |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEO18427D DE559107C (de) | 1929-08-17 | 1929-08-17 | Selbstkassierer mit einer beweglichen Figur, durch deren Bewegung der zu verkaufendeGegenstand dem Kaeufer uebermittelt wird |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE559107C true DE559107C (de) | 1932-09-15 |
Family
ID=7354726
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEO18427D Expired DE559107C (de) | 1929-08-17 | 1929-08-17 | Selbstkassierer mit einer beweglichen Figur, durch deren Bewegung der zu verkaufendeGegenstand dem Kaeufer uebermittelt wird |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE559107C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE923628C (de) * | 1952-06-24 | 1955-02-17 | Heinz Goldmann | Warenentnahmevorrichtung fuer Verkaufsautomaten |
| WO1983001330A1 (en) * | 1981-09-30 | 1983-04-14 | Bailey, Frederick, David | Vending machine |
-
1929
- 1929-08-17 DE DEO18427D patent/DE559107C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE923628C (de) * | 1952-06-24 | 1955-02-17 | Heinz Goldmann | Warenentnahmevorrichtung fuer Verkaufsautomaten |
| WO1983001330A1 (en) * | 1981-09-30 | 1983-04-14 | Bailey, Frederick, David | Vending machine |
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