DE559205C - Magazinsprechmaschine mit wahlweise einschaltbarer Plattenwechsel- und Plattenwendevorrichtung - Google Patents

Magazinsprechmaschine mit wahlweise einschaltbarer Plattenwechsel- und Plattenwendevorrichtung

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DE559205C
DE559205C DE1930559205D DE559205DD DE559205C DE 559205 C DE559205 C DE 559205C DE 1930559205 D DE1930559205 D DE 1930559205D DE 559205D D DE559205D D DE 559205DD DE 559205 C DE559205 C DE 559205C
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DE1930559205D
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    • G11B17/00Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor
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Description

Die Erfindung betrifft eine Magazinsprechmaschine, bei der ein vom Triebwerk gesteuerter Plattengreifer zum Zuführen der Schallplatten der Reihe nach aus dem Magazin auf den Plattenteller und ein Plattenwender zum Umkehren der Schallplatten zwecks Abspielens beider Seiten vorgesehen sind.
Bei der bekannten Einrichtung werden die im Magazin gelagerten Schallplatten dadurch zum Spielen ausgewählt, daß bestimmte Drucktasten einer Wählervorrichtung heruntergedrückt werden, die mittels einer Kontaktwalze die Plattenzuführung steuert.
Ferner sind dabei Hilfseinrichtungen vorgesehen, um die periodische Betätigung der Plattenwechselvorrichtung zwecks Wiederholung einer Plattenseite zu verhindern und um nach Wahl eine Plattenwendeeinrichtung einzuschalten.
Nach der Erfindung werden dagegen die benötigten Steuervorgänge zum wahlweisen Ingangsetzen der Plattenwechsel- bzw. der Plattenwendevorrichtung mit einfachenmechanischen Mitteln ermöglicht. Dies erfolgt erfindungsgemäß dadurch, daß eine an sich bekannte Wählervorrichtung mit Drucktasten vorgesehen ist, die durch die Plattenwechselvorrichtung schrittweise fortgeschaltet wird und hierbei je nach Einstellung der Drucktasten mittels eines Hebelgestänges die Kupplung zwischen der nach dem Abspielen einer Schallplattenseite in bekannter Weise für die Dauer einer Umdrehung eingeschalteten Antriebswelle und der Steuerwelle der Plattenwechselvorrichtung aufhebt bzw. einrückt und eine andere Kupplung zwischen Antriebswelle und der Steuerwelle der Plattenwendevorrichtung einschaltet bzw. ausschaltet. Die Wählertasten sind dabei zweckmäßig kreisförtnig auf einer Scheibe angeordnet und ragen in niedergedrückter Lage in die Bahn eines Hebels des Kupplungsgestänges, das beim Fortschalten der Tastenscheibe die Kupplungshebel in die eine oder andere Lage bringt. Eine durch die zeitweilig umlaufende Antriebswelle betätigte Rückstelleinrichtung bringt die niedergedrückten Wählertasten nach dem Abspielen der unteren Seite der zugeordneten Schallplatte wieder in die Ruhelage zurück.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt; es zeigen
Fig. ι eine Seitenansicht einer Steuervorrichtung nach der Erfindung; für das Verständnis der Erfindung nicht wesentliche Teile sind weggelassen,
Fig. 2 eine Aufsicht der Teile nach Fig. 1 und
Fig. 3 bzw. 4 Aufsichten zum Teil im Schnitt derselben Teile der Vorrichtung in verschiedenen Stellungen.
In einem Lager 2 der Grundplatte 1 ist eine drehbare Kurvenscheibenwelle 3 gelagert; sie steht senkrecht und ist gegen Bewegungen in senkrechter Richtung gesichert. Am oberen Ende der Welle 3 ist ein Zahnrad 4 befestigt, das mit einem Zahnradgetriebe über eine Kupplung an sich bekannter Art zusammenarbeitet. Die Kupplung wird nach dem Abspielen einer Schallplatte entweder von Hand oder selbsttätig eingerückt, um das Getriebe für die Dauer einer Umdrehung an den Maschinenmotor (nicht dargestellt) anzuschalten, worauf die Kupplung wieder selbsttätig ausgerückt wird. Während dieser Zeit erfolgen die verschiedenen selbsttätigen Arbeitsgänge, wie Bewegung des Tonarmes, Zuführung einer Schallplatte vom Magazin in die Spielstellung, Auswerfen der abgespielten Schallplatte oder Umkehrung der auf dem Plattenteller befindlichen Schallplatte.
Derartige Getriebe sind bei Magazinsprechmaschinen bereits bekannt.
Auf der Welle 3 ist unterhalb des die Welle antreibenden Zahnrades 4 eine Kurvenscheibe S befestigt; diese bewirkt in bekannter Weise mittels geeigneter Zwischenglieder das Zurückschwenken des (nicht dargestellten) Tonarmes in die Anfangslage.
Auf der Welle 3 ist unterhalb der Grundplatte ι eine Hülse 6 frei drehbar angeordnet, die mit jener gekuppelt werden kann, wie noch beschrieben wird. Auf der Hülse 6 sitzen Kurvenscheiben 7, 8, 9. Diese bewirken beim Umlaufen mit der Welle 3 das Ingangsetzen einer gleichfalls bekannten Schallplattenwechselvorrichtung, die die Schallplatten einzeln aus dem Magazin in Spielstellung bringt.
Mit dem unteren Ende der Hülse 6 ist eine Platte 10 befestigt, an der bei 11 ein bogenförmiger Hebel 12 angelenkt ist. Dieser hat an seiner inneren Kante einen radial vorspringenden Zahn 13. Eine zwischen dem freien Ende des Hebels 12 und einem Zapfen 15 der Platte 10 befestigte Zugfeder 14 sucht den Hebel 12 um seinen Zapfen 11 nach der Welle 3 hin zu bewegen.
Auf der Welle 3 ist unterhalb der den bogenförmigen Hebel 12 tragenden Platte 10 durch einen Splint 19 ein Kupplungsglied befestigt, das die Gestalt einer Hülse 16 mit zwei endseitigen Flanschen 17, 18 aufweist. Unterhalb des Kupplungsgliedes 16 ist eine zweite Hülse 20 frei drehbar angeordnet. Die Hülse 20 trägt eine Kurvenscheibe 21, die zur Steuerung einer gleichfalls bekannten Wendevorrichtung für die auf dem Plattenteller befindliche Schallplatte dient. Am oberen Ende der zweiten Hülse 20 ist eine Scheibe 22 befestigt, und auf der dem endseitig mit Flanschen versehenen Kupplungsgliede 16 zugekehrten Seite der Scheibe 20 ist ein bogenförmiger Hebel 23 angelenkt, der in jeder Beziehung dem vorerwähnten Hebel 12 gleicht. Eine Zugfeder 24 ist zum Verschwenken des bogenförmigen Hebels 23 und seines radialen Zahnes 25 nach der Welle 3 hin vorgesehen. Die beiden gelenkig befestigten Hebel 12 und 23 greifen mittels ihrer radialen Zähne 13 und 25 in entsprechend gestaltete Schlitze 26 und 27 der Flansche ij, 18 des mit der Welle 3 starr verbundenen Kupplungsgliedes 16. Die Anordnung ist derart, daß bei Eingriff des Zahnes 13 des Hebels 12 in den Schlitz 26 der Zahn 25 des anderen Hebels 23 nicht in den Schlitz 27 eingreift, und umgekehrt. Daraus ist ersichtlich, daß bei de'r zeitweiligen Drehung der Welle 3 die Vorrichtung zum Zurückschwenken des Tonarmes immer, die Plattenwechsel- und die Plattenwendevorrichtang dagegen wechselweise betätigt werden, je nachdem welche Nockenhülse 6 oder 20 mit der Welle 3 gekuppelt ist. In keinem Falle können indessen die Kurvenscheiben 7, 8 und 9, d. h. die Plattenwechselvorrichtung und die Kurvenscheibe 21, also die Plattenwendevorrichtung, gleichzeitig in Tätigkeit gesetzt werden.
Zum Bewegen der Kupplungshebel 12 und 23 in und außer Arbeitsstellung dient ein in go einer waagerechten Ebene schwenkbarer Hebel 28, der auf einem senkrechten Zapfen 29 sitzt. An dessen unterem Ende ist ein zweiter waagerechter Hebel 30 befestigt, der mit seinem freien Ende 31 während der vorerwähnten Winkelbewegungen des Hebels 28 in die Bewegungsbahn des freien Endes des Kupplungshebels 12 gebracht werden kann. Die Anordnung ist derart, daß bei der Stellung des Hebels 30 nach Fig. 3 der Kupplungshebel 12 mit seinem Zahn 13 aus dem Schlitz 26 des Flansches 17 ausgehoben ist und gegen die Kraft der Kupplungsfeder 24 gehalten wird. In der anderen Stellung der Hebel 28 und 30 (Fig. 4) liegt letzterer mit seinem Ende 31 außerhalb der Bewegungsbahn des Endes des Kupplungshebels 12, so daß dieser sich unter der Kraft der Feder 24 nach innen bewegen kann und der Zahn 13 in den Schlitz 26 des Flansches 17 eingreift. %\o Das Ende des zweiten Schwenkhebels 30 besitzt einen Drehzapfen 32, der zur gelenkigen Verbindung des Hebels 30 mit einem gekrümmten Lenker 33 dient. Dieser liegt zwischen den Flanschen 17 und 18 des Kupplungsgliedes 16 und ist am anderen Ende mit einem dritten Hebel 34 gelenkig verbunden, der um einen senkrechten Zapfen 35 schwenkbar gelagert ist. Der dritte Hebel 34 ist daher gezwungen, sich entsprechend mit den Hebeln und 30 zu bewegen, und zwar dient er in derselben Weise, wie oben beschrieben, zur
Steuerung des Kupplungshebels 23, der die Kurvenscheibe 21 mit der Antriebswelle 3 verbindet. Die Anordnung ist derart, daß bei Austritt des Schwenkhebels 30 aus der Bahn des Kupplungshebels 12 der Schwenkhebel 34 in die Bahn des Endes des Kupplungshebels 23 gebracht wird, und umgekehrt. Eine Feder 70 sucht die Hebel 28, 30, Lenker 33 und Hebel 34 in der Stellung nach Fig. 4 zu halten.
Die Einrichtung, die dazu dient, die Schwenkhebel 28, 30 und 34 in die eine oder andere Arbeitsstellung zu bringen, und zwar entsprechend dem vorher aufgestellten Plane, besteht aus einer Skalenscheibe 36 (Fig. 1 und 2), die am oberen Ende einer senkrechten Welle 37 angeordnet ist. Die Skalenscheibe 36 trägt eine Gruppe von Tasten 38 o. dgl., deren Zahl um eins größer ist als die Zahl der Schallplatten, die das Magazin der Maschine aufnehmen kann. Diese Tasten sind mit den Ziffern o, 1, 2, 3, 4 usw. bis z. B. 12 bezeichnet, wenn das Magazin zur Aufnahme von zwölf Platten eingerichtet ist. Die Tasten ruhen auf den oberen Enden von Zapfen 39. Mit Ausnahme der mit ο bezeichneten sind alle in Hülsen 40 bewegbar, die an der Skalenscheibe 36 angeordnet sind. Federringe 41 sitzen in Nuten der Zapfen 39 innerhalb der Hülsen und halten die Tasten mittels Reibung in der oberen oder unteren Stellung'zur Skalenscheibe 36. Dicht am unteren Ende der Zapfen 39 sind Scheiben 42 befestigt. Ihr Durchmesser ist bedeutend größer als der der Zapfen 39. Die Anordnung ist derart, daß, wenn eine Taste 38 heruntergedrückt wird, die Scheibe 42 des Zapfens 39 in der Ebene des waagerechten Schwenkhebels 28 der vorbeschriebenen Kupplungsvorrichtung liegt.
Der Welle 37 mit der Skalenscheibe wird jedesmal, wenn eine neue Schallplatte aus dem Magazin in Spielstellung gebracht werden soll, eine bestimmte Winkelbewegung erteilt, die dem Abstande zwischen zwei benachbarten Tasten 38 entspricht. Für diesen Zweck trägt sie an ihrem unteren Ende ein auf ihr festsitzendes Klinkenrad 43, dessen Zähne 44 tangential angeordnet sind und deren Zahl gleich der Zahl der Tasten 38 ist. Ein Winkelhebel 45 ist so angebracht, daß er sich in einer waagerechten Ebene um einen unterhalb der Grundplatte 1 der Maschine liegenden Drehzapfen 46 bewegen kann. Ein Arm 45' des Winkelhebels trägt eine Rolle 47, die mit der Kurvenscheibe 7, die einen Teil der Plattenwechselvorrichtung bildet, zusammenarbeitet, um den Winkelhebel 45 um seinen Drehzapfen beim jedesmaligen Zubringen einer Schallplatte auf den Plattenteller zu verschwenken. Eine Rückzugfeder 48 ist zwischen dem Hebel 45 und einem Haltezapfen 49 angeordnet, um den Hebel 45 in die Normalstellung zurückzubringen.
Am anderen Arme 45" des Winkelhebels 45 befindet sich eine schwenkbare Klinke 50, die beim jedesmaligen Verschwenken des Winkelhebels 45 in einen Zahn 44 des Klinkenrades 43 der Skalenscheibenwelle 37 eingreift. Auf diese Weise wird die Skalenscheibenwelle 37 und die Skalenscheibe um das erforderliche Winkelmaß gedreht, das dem zwischen zwei benachbarten Tasten 38 entspricht.
Eine Feder 51 ist zwischen der Klinkeso und einem Zapfen 52 des Hebels 45 angeordnet. Die Klinke 50 kann sich um ihren Zapfen gegen die Feder 51 bewegen, damit der Hebel 45 in die Stellung nach Fig. 2 zurückkehren kann, nachdem das Klinkenrad bewegt worden ist. Die Feder 51 dient dazu, die Klinke in ihre Normalstellung, nämlich gegen einen Anschlag des Hebels 45, zurückzubringen.
Es ist leicht zu erkennen, daß die Hülse 20 bei dem vorbeschriebenen Kupplungszustande, bei dem der Hebel 34 außerhalb der Bewegungsbahn des bogenförmigen Hebels 23 liegt und der Zahn 25 in Eingriff mit der Ausnehmung 27 des Flansches 18 steht, go mit der Welle 3 gekuppelt ist und die Plattenwendevorrichtung durch die Kurvenscheibe 21 betätigt wird, während die Hülse 6 mit den Nockenscheiben 7, 8 und 9 der Plattenwechselvorrichtung stillsteht. Infolgedessen wird der Winkelhebel 45 nicht bewegt, und es findet keine Bewegung der Skalenscheibe 36 statt.
Eine als Sperrklinke für das Klinkenrad 43 wirkende Blattfeder 53 kann an einem feststehenden Teile der Maschine befestigt sein. Eine Einrichtung ist ferner getroffen, damit jede heruntergedrückte Taste 38 der Skalenscheibe 36 beim Kreislauf der selbsttätigen Arbeitsgänge in die obere Stellung zurückkehren kann. Die Einrichtung für diesen Zweck besteht aus einem Hebel 54, der auf einem waagerechten, an einem Halter 56 der Grundplatte 1 sitzenden Zapfen 55 gelagert ist. Der Hebel 54 trägt an dem einen Ende eine Rolle 57, die mit einem segmentartigen Nocken 58 zusammenarbeitet, der an einer entsprechenden Stelle unterhalb der die Bewegung des Tonarmes steuernden Kurvenscheibe 5 angeo.rdnet ist. Der Schwenkhebel 54 ist so angeordnet, daß er mit seinem freien Ende 54' in der gleichen senkrechten Ebene wie der in Arbeitsstellung befindliche Zapfen 39 liegt. In einem geeigneten Augenblick, etwa bei Beginn der Drehung der Welle 3, wird der Hebel 54 verschwenkt, und sein" freies Ende 54' drückt zwangsläufig den
betreffenden Zapfen 39 nach oben. Die Rückbewegung des Hebels 54 erfolgt mittels einer Gegenfeder 59, die zwischen einem Zapfen 60 des Hebels und einem Zapfen 61 der Grundplatte 1 liegt. Wenn es erforderlich ist, kann auch ein Anschlagzapfen 62 vorgesehen sein, um die Rückbewegung des Hebels 54 unter Einwirkung der Feder 59 zu begrenzen. Es ist zu beachten, daß der Hebel 54 bei jedesmaliger Drehung der Welle 3 verschwenkt wird; die Wirkung tritt aber naturgemäß nur ein, wenn eine heruntergedrückte Taste 38 in der Arbeitsstellung ist.
Vor dem Einstellen der Maschine befinden sich sämtliche bewegbaren Tasten 38 der drehbaren Skalenscheibe 36 in der oberen Stellung. Die Skalenscheibe wird darauf gedreht, bis die Taste 12 einem Zeiger, der der nach Fig. 2 mit A bezeichneten Stellung entspricht, gegenübersteht. In dieser Stellung befindet sich die mit ο bezeichnete, dauernd in der oberen Stellung stehende Taste in der Arbeitsstellung, die mit B bezeichnet ist. Die Schallplatten werden darauf, und zwar jedesmal eine, auf den waagerechten Stapelträger des Magazins gelegt. Wenn z. B. beide Seiten der ersten im Magazin befindlichen Schallplatte gespielt werden sollen, so wird die zuerst zu spielende Seite nach oben gelegt und die Taste 1 heruntergedrückt. Wenn nur eine Seite der zweiten in dem Magazin befindlichen Schallplatte gespielt werden soll, so wird diese Schallplatte auf die erste Schallplatte, die sich auf dem Stapelträger befindet, mit der zu spielenden Seite nach oben gelegt, und die Taste 2 wird nicht heruntergedrückt. Wenn beide Seiten der dritten »Schallplatte gespielt werden sollen, so wird diese Schallplatte auf die vorhergehende Schallplatte gelegt, und zwar mit der zuerst zu spielenden Seite nach oben; die Taste 3 wird dann heruntergedrückt. Dieses Verfahren wird fortgesetzt, bis das Magazin bis zu seinem Fassungsvermögen gefüllt ist, 'd. h. mit zwölf zweiseitigen Schallplatten, wenn die Skalenscheibe zwölf plus eine Taste 38, wie beim dargestellten Ausführungsbeispiel, besitzt. Wenn dagegen das Magazin nicht bis zur Aufnahmegrenze aufgefüllt ist, so wird die Skalenscheibe 36 gedreht, bis die Taste 38, die der Zahl der in das Magazin eingelegten Schallplatten entspricht, in der Stellung A ist. Wenn z. B. nur acht Schallplatten im Magazin sind, wird die Taste 8 durch Drehen der Skalenscheibe 36 in die Stellung^ gebracht; die Taste9 befindet sich in der oberen Stellung, während die Taste 8 gegebenenfalls heruntergedrückt wird, wie es vorher in bezug auf die ein- bzw. zweiseitig zu spielenden Schallplatten angegeben ist.
Nachdem das Magazin gefüllt ist, wird die Plattenzubringevorrichtung über das Magazin gebracht. Nachdem der Motor angelassen ist, verbindet die Kupplung die Getriebe zwischen Maschinenmotor und Nockenwelle, oder sie wird in an sich bekannter Weise von Hand betätigt, damit sich die Nockenwelle 3 dreht.
Wenn das Magazin bis zur Aufnahmemöglichkeit gefüllt ist, befindet sich die Taste ο in der Stellung B nach Fig. 2, die die Arbeitsstellung genannt werden soll. In dieser Stellung berührt der waagerechte Schwenkhebel 28 das untere Ende des Zapfens 39 der erwähnten Taste ο; wenn das Magazin z.B. acht Schallplatten enthält, so wird die nicht heruntergedrückte Taste 9 in der Arbeitsstellung B sein, und der waagerechte Hebel 28 berührt das untere Ende des zugeordneten Zapfens 39. Die Hebel 28, 30 und 34 liegen unter diesen Verhältnissen in der Stellung nach Fig. 4. In dieser Stellung wird der Kupplungshebel 23 für die Plattenwendevorrichtung mit seinem Zahn 25 außerhalb des Schlitzes 27 des Flansches 18 gehalten, da das Ende des Hebels 34 in der Bewegungsbahn des Endes 24 des Kupplungshebels 23 liegt. Der Kupplungshebel 12 der Plattenwechselvorrichtung ist dann in der Einkupplungsstellung; der Zahn 13 greift in den Schlitz 26 des Flansches 17, da der Hebel 30 außerhalb der Bewegungsbahn des Endes des Hebels 12 liegt. Infolgedessen werden bei Drehung der Nockenwelle 3 die Hülse 6 und die Kurvenscheiben 7, 8, 9 mitgedreht, um die oberste Schallplatte (und zwar 12 bei voller Füllung des Magazins) aus dem Magazin auf den Plattenteller zu legen oder in die Spielstellung zu bringen.
Die Kurvenscheibe 5 zur Bewegung des Tonarmes wird immer mit der Nockenwelle 3 gedreht; der Tonarm wird dadurch in bekannter Weise geschwenkt und die Nadel in die äußerste Schallrille der in die Spielstellung gebrachten Schallplatte eingesetzt.
Beim Beginn der Bewegung der Nockenwelle 3 bewegt das nockenartige Segment 58 der Kurvenscheibe 5 den senkrecht verschwenkbaren Hebel 54 gegen die Kraft der Feder 59, aber da die in der Arbeitsstellung befindliche Taste 38 nicht heruntergedrückt ist, bleibt diese Bewegung wirkungslos.
Wenn die Drehung der Nockenwelle 3 annähernd beendet ist, berührt der Plattenzuführungsnocken 7, der sich mit der Nockenwelle 3 dreht, ■ die Rolle 47 des Winkelhebels 45; dadurch wird letzterer um seinen Zapfen verschwenkt. Die Klinke 50 des Hebels legt sich gegen einen Zahn 44 des mit der Tastenscheibenwelle 37 verbundenen Klinkenrades 43 und dreht es um einen Winkel, der
dem Abstand zweier benachbarter Tasten 38 entspricht. Auf diese Weise wird die nächste Taste 38 in Arbeitsstellung gebracht.
Die Nockenwelle 3 wird nach Beendigung des Kreislaufes der selbsttätigen Arbeitsgänge in bekannter Weise stillgesetzt, und die Maschine spielt. Nach dem Abspielen der Schallplatte erhält der Tonarm durch eine exzentrische Auslaufrille eine rückläufige Bewegungsrichtung. Diese Bewegung wird in bekannter Weise ausgenutzt, um die Kupplung zwischen dem Maschinenmotor und der Nockenwelle 3 wieder einzurücken. Wenn die Taste 38, die in der vorher beschriebenen Weise in die Arbeitsstellung gebracht worden ist, nicht heruntergedrückt ist, so ist die am Tastenzapfen 39 sitzende Scheibe 42 wieder außerhalb der Ebene des die Kupplung schaltenden Hebels 28. Infolgedessen tritt keine Bewegung des Hebelsystems 28, 30 und 34 ein. Das Kupplungsglied 16, das fest auf der Nockenwelle 3 sitzt, bleibt mit der Hülse 6, welche die Plattenzubringenocken 7, 8, 9 tiägt, gekuppelt.
Die Drehung der Nockenwelle 3 wird dadurch nochmals in bekannter Weise zum Zubringen einer neuen Schallplatte aus dem Magazin in Spielstellung benutzt; die abgespielte Schallplatte wird in ebenfalls bekannter Weise abgeworfen und der Tonarm in die der neuen Schallplatte entsprechende Anfangslage gebracht. Die Nockenscheibe 7 betätigt wieder bei Beendigung der Bewegung der Nockenwelle 3 den Winkelhebel 45 zwecks Fortschaltung der Tastenscheibe 36 und der Welle 37. Wenn die jetzt in Arbeitsstellung gebrachte Taste heruntergedrückt ist, so legt sich die Scheibe 42 des Tastenzapfens 39 gegen den Rand des waagerechten Hebels 28; die Hebel 28, 30 und 34 werden in die Stellung nach Fig. 3 verschwenkt; in dieser liegt das Ende des Hebels 30 in der Bewegungsbahn des Kupplungshebels 12 der Plattenwechselvorrichtung; der andere Hebel 34 wird dagegen aus der Bewegungsbahn des Kupplungshebels 23 der Plattenwendevorrichtung gebracht, so daß der Zahn 25 in den Schlitz 27 des Flansches 17 eingreifen kann. Wenn das Abspielen der oberen Seile der in Spielstellung befindlichen Schallplatte beendet ist und das Getriebe zwischen Motor und Nockenwelle 3 wieder eingeschaltet wird, so tritt in diesem Falle eine Drehung der Nockenwelle 3 ein, ohne daß eine Bewegung der Hülse 6 und der mit ihr verbundenen Plattenzubringenocken 7, 8, 9 erfolgt; dagegen wird der Plattenwendenocken 21 mit der Nockenwelle 3 gedreht. Infolgedessen wird die in Spiel stellung befindliche Schallplatte gewendet. Der Tonarm wird natürlich wie vorher bewegt und tritt in die erste Schallrille der nunmehr obenliegenden Seite, der Schallplatte ein.
Während der Bewegung der den Tonarm steuernden Kurvenscheibe 5 zusammen mit der Welle 3 legt sich das nockenartige Segment 58 der Kurvenscheibe 5 wieder gegen die Rolle 57 am Ende des Hebels 54, um den Hebel 54 gegen die Kraft der Feder 59 zu verschwenken; das freie Ende 54' des Hebels 7<> legt sich gegen das untere Ende des Zapfens und bringt ihn gegenüber der Skalenscheibe 36 in die obere Lage zurück. Der Hebel 28 kehrt daher wieder in die Stellung nach Fig·. 4 zurück, und zwar unter der Kraft der Feder 70; in dieser Stellung liegt er gegen den Zapfen 39 unterhalb der Scheibe 42.
Infolgedessen wird das Kupplungsglied. 16 wieder mit der Hülse 6, an der die Plattenzubringenocken 7, 8 und 9 sitzen, verbunden und die Hülse 20, an der der Plattenwendenocken 21 sitzt, entkuppelt; während des nächsten selbsttätigen Arbeitskreislaufes wird die nunmehr beiderseits abgespielte Schallplatte entfernt, und die Schallplattenzubringevorrichtung wird in Gang gesetzt, um eine neue Schallplatte aus dem Magazin in Spielstellung zu bringen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Magazinsprechmaschine mit vom Triebwerk gesteuertem Plattengreifer zum Zuführen der Schallplatten der Reihe nach aus dem Magazin auf den Plattenteller und Plattenwender zum Umkehren der Schallplatten zwecks zweiseitiger Abspielung, gekennzeichnet durch eine an sich bekannte Wählervorrichtung (36, 38) mit Drucktasten, die durch die Steuerwelle der Plattenwechselvorrichtung schrittweise fortgeschaltet wird und hierbei je nach Einstellung der Drucktasten (38) mittels eines Hebelgestänges (28, 30, 33, 34) die Kupplung zwischen der nach dem Abspielen einer Schallplattenseite für die Dauer einer Umdrehung eingeschalteten Antriebswelle (3) und der Steuerwelle (6) der Plattenwechselvorrichtung aufhebt (bzw. einrückt) und eine zweite Kupplung zwischen Antriebswelle (3) und der Steuerwelle (20) der Plattenwendevorrichtung einschaltet (bzw. ausschaltet).
  2. 2. Sprechmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerwelle (6) der Plattenwechselvorrichtung und die Steuerwelle (20) des Plattenwenders gleichachsig mit der Antriebswelle (3) angeordnet sind, und daß zwischen ihnen auf der Antriebswelle (3) feste Kupplungsteile (17 bzw. 18), an den Steuerwellen (6 bzw. 20) aber Kupplungshebel (12 bzw. 23) sitzen, die je nach
    Einstellung der Drucktasten durch das Hebelgestänge (28, 30, 33, 34) entgegen der Kraft von Kupplungsfedern (14, 24) wechselweise ausgerückt werden.
  3. 3. Sprechmaschine nach den Ansprüchen ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Drucktasten (38) kreisförmig auf einer Scheibe (36) angeordnet sind, die durch ein von der Steuerwelle (6) der Plattenwechselvorrichtung betätigtes Schaltwerk (7, 43, 45) schrittweise gedreht wird und in niedergedrückter Lage in die Bahn des einen Hebels (28) des die Kupplungsklinken (12, 23) steuernden Gestänges (28, 30, 33, 34) ragen.
  4. 4. Sprechmaschine nach den Ansprüchen ι bis 3, gekennzeichnet durch eine von der zeitweilig in Umdrehung versetzten Antriebswelle (3) betätigte Einrichtung (Schwenkhebel 54, Nocken 58) zum Zurückführen der niedergedrückten Wählertasten (38) in die Ruhelage.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DE1930559205D 1929-10-30 1930-09-05 Magazinsprechmaschine mit wahlweise einschaltbarer Plattenwechsel- und Plattenwendevorrichtung Expired DE559205C (de)

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