DE55932C - Kohlenpresse mit rotirender Formscheibe - Google Patents

Kohlenpresse mit rotirender Formscheibe

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DE55932C
DE55932C DENDAT55932D DE55932DA DE55932C DE 55932 C DE55932 C DE 55932C DE NDAT55932 D DENDAT55932 D DE NDAT55932D DE 55932D A DE55932D A DE 55932DA DE 55932 C DE55932 C DE 55932C
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Germany
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Application number
DENDAT55932D
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L. GRÄTZER in Wien, Kaiser Josefstrafse 6
Publication of DE55932C publication Critical patent/DE55932C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B11/00Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses
    • B30B11/02Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space
    • B30B11/08Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with moulds carried by a turntable
    • B30B11/10Presses specially adapted for forming shaped articles from material in particulate or plastic state, e.g. briquetting presses, tabletting presses using a ram exerting pressure on the material in a moulding space co-operating with moulds carried by a turntable intermittently rotated

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Maschine zur Herstellung von Prefskohlen, welche durch eine zeitweise in Umdrehung versetzte Formscheibe gekennzeichnet ist, deren Formen mit dem zu pressenden Material gefüllt und nach einander unter zwei Stempel oder Kolben geführt werden, von welchen der eine das Pressen des Materials .und der andere das Ausstofsen der geprefsten Kohlen aus der Form bewirkt. Da die fertigen Prefskohlen selbstthätig abgelegt werden, so ist eine ununterbrochene Arbeitsweise und demzufolge die Herstellung in grofsen Massen möglich.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine der Erfindung gemäfs construirte Kohlenpresse dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht derselben, Fig. 2 eine Vorderansicht bei abgenommenem Fülltrichter und Fig. 3 ein Horizontalschnitt in der Ebene der Formscheibe.
Auf einer seitlichen Ausladung a des geeignet geformten Ständers A ist die Formscheibe B um den centralen Bolzen b drehbar angeordnet.
Diese Formscheibe ist nach Art einer Revolvertrommel mit entsprechend geformten Ausbohrungen (den Prefskohlenformen) c und an ihrem Umfang mit Sperrzähnen d versehen. Ueber der Scheibe B ist der Fülltrichter C angebracht, welcher passend auf den als Drehachse für die Formscheibe dienenden Bolzen b mittelst einer Hülse f aufgesetzt wird.
In dem Ständer A sind die Wellen DEF gelagert. Die das Schwungrad G tragende Welle D wird von Hand oder mittelst eines Motors angetrieben; es überträgt durch eine geeignete Uebersetzung g h die Bewegung auf die Welle E, auf welcher der Daumen H und, excentrisch zur Wellenachse, die Kurbel J angeordnet sind.
Die letztere ist in ein Kopfstück i eingelenkt, welches mit einem seitlichen Arm k versehen ist und durch das Gleitstück / am Ständer A geführt wird.
In dem Kopfstück i ist der Prefsstempel K eingesetzt, während der Arm k den Ausstofsstempel L trägt. Die beiden Stempel K und L sind derart gegen einander gestellt, dafs sie genau über zwei auf einander folgende Prefskohlenformen c1 und c2, zu stehen kommen. Die Welle F trägt einen Winkelhebel, dessen Arm m mit einer Führungsrolle m1 versehen ist und durch ein am anderen Arm η hängendes Gewicht η1 oder eine Feder stets gegen den Daumen H angedrückt wird.
Ferner ist auf der Welle F ein Arm M aufgekeilt, welcher zur Bewegung der Schubstange N dient. Letztere trägt eine Sperrklinke ρ, mit welcher sie in die Sperrzähne d der Formscheibe B eingreift, und einen Schieber q, um die geprefsten und ausgestofsenen Prefskohlen aus der Maschine zu entfernen.
Die Schubstange N macht, wie später beschrieben werden soll, eine hin- und hergehende Bewegung und ist zu diesem Zwecke in zwei am Ständer A durch Schraube 0 befestigten Schienen O O1 mittelst der Stifte τνΛ geführt.
Das freie Ende des Armes M ist mit einem Schlitz s versehen, in welchem der Führungsstift r geführt ist. Der Tisch P zum Ablegen der fertigen Prefskohlen und die das Durch-

Claims (1)

  1. fallen des Materials durch die Formen verhindernde Bodenplatte Q sind auf der Drehachse b der Formscheibe befestigt.
    Die Wirkungsweise dieser Kohlenpresse ist folgende:
    Die von der Antriebswelle D auf die Welle E übertragene Bewegung wird durch die Räder g und h ins Langsame' übersetzt; die Rotation der Welle E bewirkt einerseits durch die Kurbel J das Heben und Senken der beiden Stempel K und L, andererseits durch das Zusammenwirken der Theile HmM und N eine intermittirende Bewegung der Formscheibe B.
    In der in Fig. ι gezeichneten Stellung haben die beiden Stempel ihre höchste Stellung; der Arm m steht am weitesten von der Drehachse des Daumens H ab, wodurch der auf der Welle F festgekeilte Arm M bezw. die durch denselben bewegte Schubstange JV in die vordere Endstellung gebracht und die Formscheibe B durch die Klinke ρ derart gestellt worden ist, dafs die eine bereits geprefste Kohle enthaltende Form c2 unter den Ausstofsstempel L und die mit frischer Füllung versehene Form c unter den Prefsstempel K zu liegen kommt.
    Bei der weiteren Bewegung gehen die Stempel allmälig nach abwärts, bis die Kurbel J ihre tiefste Stellung einnimmt, Fig. 3, wobei das Material in der Form c1 geprefst und gleichzeitig die in der Form c2 enthaltene fertige Prefskohle durch den Stempel L ausgestofsen wird und auf den Tisch P gelangt. In derselben Zeit hat sich auch der Daumen H um i8o° gedreht. Die Gewichts- oder Federbelastung n1 zieht den Hebel m in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung zurück, wodurch infolge der Form des Daumens H eine rasche Rückbewegung des Armes M mit der Schubstange JV hervorgerufen wird, so dafs der Schieber q in die Stellung in Fig. 3 kommt, bevor noch die Prefskohle aus der Form c2 durch den Stempel ausgestofsen worden ist. Bei dieser Rückbewegung wird auch die federnde Sperrklinke ρ frei und legt sich vor einen der Sperrzähne d.
    Bei weiterer Bewegung werden die Stempel aus den Formen herausgehoben; hierauf wird durch den Daumen H die Schubstange JV nach vorwärts bewegt, und deren Klinke dreht die Formscheibe so weit, bis die fertige Prefskohle in der Form c1 unter den Ausstofsstempel L und die frischgefüllte Form c unter den Prefsstempel K gelangt; gleichzeitig schiebt der mit der Schubstange JV sich vorbewegende Schieber q die ausgestofsene Prefskohle der Form c2 aus der Maschine auf den Tisch P.
    Auf diese Art wird durch die ruckweise Drehbewegung der aus dem Fülltrichter selbstthätig gefüllten Formscheibe und durch das Ausstofsen und automatische Ablegen der Prefskohlen die Herstellung derselben in ununterbrochener Weise ohne Verlust an Zeit und Kraft ermöglicht.
    An der Schubstange JV kann vortheilhaft eine Bürste oder andere geeignete Abstreifevorrichtung derart angebracht werden, dafs sie bei jeder Umdrehung der Schubstange die Druckfläche des Prefsstempels K von etwa anhaftendem Material reinigt.
    Patent-Ansρrüch:
    Eine Kohlenpresse mit rotirender Formscheibe, bei welcher zwei gleichzeitig auf- und niederbewegte Stempel K und L derart mit einander verbunden sind, dafs der eine das Material in eine der Formen prefst und der andere die geprefste Kohle aus der benachbarten Form ausstöfst, und ferner Schubstange JV durch Klinke ρ die Drehung des Formtisches und durch Schieber q das selbstthätige Ablegen der ausgestofsenen Prefslinge bewirkt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT55932D Kohlenpresse mit rotirender Formscheibe Expired - Lifetime DE55932C (de)

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