DE559343C - Mehrbegriffiges Signal - Google Patents
Mehrbegriffiges SignalInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B61—RAILWAYS
- B61L—GUIDING RAILWAY TRAFFIC; ENSURING THE SAFETY OF RAILWAY TRAFFIC
- B61L5/00—Local operating mechanisms for points or track-mounted scotch-blocks; Visible or audible signals; Local operating mechanisms for visible or audible signals
- B61L5/12—Visible signals
- B61L5/18—Light signals; Mechanisms associated therewith, e.g. blinders
- B61L5/1809—Daylight signals
- B61L5/1818—Daylight signals using mobile coloured screen
Landscapes
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Eyeglasses (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung für drei bzw. mehrbegriffige Signale. Für
die Erläuterung der Einrichtung sei angenommen, daß Grün freie Fahrt, Gelb Vorsieht
und Rot Halt bedeute. Erzeugt man die Signalbilder durch eine Blende mit entsprechenden
Farbscheiben, so wird die Einrichtung, wie aus Abb. 1 ersichtlich, eingerichtet.
ι ist die Blende, die sich zusammen mit einer Kontaktwippe 2 an dem Drehanker 3
eines Zweiphasenrelais mit den Wicklungen 4 und 5 befindet. Da im stromlosen Zustand
des Relais die Kontaktwippe die gezeichnete Mittelstellung einnimmt und bei stromlosem
Zustande das Gefahrsignal, also Rot, erscheinen muß, befindet sich die rote Scheibe 6
in der Mitte der Blende. Nimmt die Wippe die mit 7 punktiert gezeichnete Lage ein, so
tritt die gelbe Scheibe 8 vor die Lichtquelle und bei der ebenfalls punktiert gezeichneten
Lage 9 die grüne Scheibe 10. Die Notwendigkeit, die rote Scheibe bei stromlosem Relais
vor der Lichtquelle zu haben, hat allerdings den Nachteil, daß der Wechsel vom gelben
zum grünen Signal nur über Rot erfolgen kann, während tatsächlich doch die Reihenfolge
der Farben sein soll: Rot, Gelb, Grün. Man hat zwar bereits diese Reihenfolge bei Signaleinrichtungen mit Blende verwendet,
jedoch mußte man in diesem Falle zu einem umständlichen Antriebsmechanismus mit Sperrvorrichtungen u. dgl. greifen, um
zu erreichen, daß im stromlosen Zustand der Einrichtung das Signal rot erscheint. Die
vorliegende Erfindung bezweckt, dasselbe ohne besondere Vorrichtungen nur mit Relais als
Bewegungsmechanismus zu erreichen.
Dies wird gemäß der Erfindung erreicht, wenn die durch die Anker des bzw. der
Relais hervorgerufenen bewegenden Kräfte in bezug auf den Drehpunkt der Blende denselben
Drehsinn haben.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Abbildungen näher erläutert.
Abb. 2 zeigt die Einrichtung im Prinzip. Hierbei ist die Wippe 2 so angeordnet, daß
sie sowohl bei der Drehung in der einen wie in der anderen Richtung die Blende immer in
derselben Richtung dreht. Dementsprechend können die Farbscheiben 6, 8, 10 hier so angeordnet
werden, daß sich die gelbe Scheibe 8 in der Mitte befindet. Die Wippe ist nun so
gelagert, daß sie bei jeder Drehung die Blende um den entsprechenden Winkel dreht. Bei
der Drehung· der Wippe 2 in der Pfeilrichtung 11 muß die Gelbscheibe 8 vor die
Linse 15 gelangen, bei der Drehrichtung 12
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Hermann Arndt in Berlin
und DipL-Ing. Gotthold Rehschuh in Berlin-Charlottenburg.
die grüne Scheibe ίο. Da nun beim Wechsel von Ii zu 12 die Wippe über den toten Punkt
muß und inzwischen die Blende wieder in die gezeichnete Ruhestellung fallen würde, wird
gemäß der Erfindung an einer mit der Blende verbundenen Scheibe 13 eine Bremsvorrichtung
angebracht, die entweder "mechanisch, elektrisch oder elektromagnetisch wirken kann. Beispielsweise bestehe die Scheibe 13
aus Aluminium und bewege sich zwischen den Polen eines Magnets 14, so daß die Einrichtung
nach Art einer Wirbelstrombremse wirkt. Statt dessen könnte man auch für das Gelbsignal
8 ein Langloch verwenden, so daß während der kurzzeitigen Abwärtsbewegung der Blende das Gelbsignal nicht verschwindet.
Zweckmäßig ist es, eine elektromagnetische Bremse zu verwenden, also an Stelle des
gewöhnlichen Magnets 14 einen Elektromaao gneten anzuordnen, da dann durch Stromunterbrechung
die Bremswirkung ausgeschaltet werden kann und infolgedessen die Blende schnell in die Haltstellung gelangt.
Abb. 3 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel, bei welchem zwei Relais für die Bewegung
der Blende verwendet sind. In der gezeichneten Lage befindet sich die rote Scheibe 6
vor der Linse 15. Sobald der Drehanker 3 des einen Relais sich in der Pfeilrichtung
bewegt, wird unter Vermittlung des Zahnsegments 16 und der Wippe 17 der mit der
Blende verbundene Hebel 18 und damit auch die Blende in der eingezeichneten Pfeilrichtung
gedreht, so daß die Gelbscheibe 8 vor die Linse 15 gelangt. Hierbei hat gleichzeitig der
zweite Hebel 19, der ebenfalls mit der Blende fest verbunden ist, eine solche Lage eingenommen,
daß er bei der Drehung des Drehankers
20 am zweiten Relais in der eingezeichneten Pfeilrichtung bewegt wird und dadurch die
grüne Scheibe 10 vor die Linse 15 bringt.
Bezeichnend ist bei dieser Ausführung noch, daß ein fälschliches Arbeiten des Drehankers
20, bevor der Drehanker 3 in Tätigkeit gesetzt worden ist, wirkungslos bleibt, da bei
der gezeichneten Lage der Blende die Wippe bei Drehung in der Pfeilrichtung an dem
Hebel 19 vorbeigleiten würde, also das Signal auf Rot stehenbleibt. Es ist also hierbei eine
Sicherheit für die richtige Reihenfolge im Arbeiten des Relais gegeben.
Abb. 4 zeigt ein anderes Ausführungsbei-, spiel, bei welchem die Sicherheit bezüglich
der richtigen Reihenfolge der Signalbilder in anderer Weise erzielt wird. Die Kontaktwippe
2 dreht, je nachdem welche der Wicklungen des Relais 30 Strom hat, nach der einen
oder anderen Richtung, so daß hierbei entweder das Hilfsrelais 22 oder das Hilfsrelais
23 Strom erhält. Die Einrichtung ist nun hier so getroffen, daß der Anker 24 des Relais
22 an seiner Bewegung verhindert wird durch den Anker 25 des Relais 23. Erst nachdem
Relais 23 angezogen hat, kann Relais 22 anziehen. Oder aber man kann hierbei die Ausführung
so treffen, daß durch Anziehen des Ankers 25 der Anker 24 ein Stück mitgenommen wird, so daß der Luftspalt geringer
wird und er jetzt durch die Wicklung des Relais 22 angezogen werden kann. In jedem
Falle wird dadurch erreicht, daß erst Relais 25 und dann erst Relais 24 anziehen kann.
Die Abb. 5 und 6 zeigen ein weiteres Beispiel, bei welchem die Mittellage des Relais
unter Zuhilfenahme eines Hilfsrelais hervorgerufen wird. Diese Einrichtung, die im besonderen
für Stellwerkseinrichtungen und Blockstrecken in Frage kommt, ist in Verbindung mit einer Blockstrecke erläutert.
In Abb. 5 befindet sich die Blende in der Stellung, bei welcher die rote Scheibe 6 erleuchtet
erscheint. Sobald der Anker 3 in der Pfeilrichtung dreht, nimmt er die Blende 1
mit. Während die Kontaktwippe 2 hierbei gleichzeitig in die Endstellung gelangt, wird
die Blende in der Mittellage an einer weiteren Bewegung verhindert durch den Anker 26
eines Hilfsrelais 27, wobei der Anker sich beispielsweise in der abgefallenen Lage befindet.
Durch die Drehung des Ankers 3 ist gleichzeitig eine Feder 28 gespannt worden. Sobald jetzt das Relais 27 seinen Anker 26
anzieht, wird die Sperre beseitigt, und die Blende 1 gelangt jetzt unter der Einwirkung
der Feder 28 in die Endstellung, in welcher sich die grüne Scheibe 10 vor der Linse 15
befindet.
In Abb. 6 ist die zweckmäßige Verbindung der Einrichtung mit einem Streckenblock
dargestellt.
Hierbei befindet sich die grüne Scheibe 10 vor der Öffnung eines elliptischen Reflektors
29. Das Hauptrelais 30 wird über die Schienen 31, 32 gespeist, das Hilfsrelais 27 über
einen Kontakt 33 am Relais 30 und außerdem über einen Kontakt 34 am Relais 35 der
nächstfolgenden Blockstrecke. Auf diese Weise ist eine Abhängigkeit des grünen Signals von der vorausliegenden Blockstrecke
erzielt. Es wird also jetzt, nachdem ein Zug die Blockstrecke 31, 32 verlassen hat, das
Signal von Rot nach Gelb wechseln, und zwar ohne weiteres dadurch, daß das Relais 30
über die Schienen wieder Strom erhält. Dagegen ist das Wiedererscheinen des grünen
Signals 10 abhängig davon, daß auch die Blockstrecke 41, 42 wieder frei geworden ist.
Hierdurch ergibt sich ein weiterer Vorteil, darin bestehend, daß bei etwaiger Besetzung
der Blockstrecke 41, 42 von der entgegengesetzten Seite das grüne Signal 6 verschwindet,
da das Relais 35 abfallen würde und durch
Unterbrechen seines Kontaktes 34 auch das Relais 27 stromlos macht, wobei dieses (siehe
Abb. 5) durch Abfallen seines Ankers die Blende wieder in die Lage bringt, in welcher
sich die Gelbscheibe 8 vor der Linse 15 befindet.
Man kann naturgemäß diese Einrichtung auch da entsprechend zur Anwendung bringen,
wo mehr als drei verschiedene Signale hervorgerufen werden sollen.
Claims (4)
- Patentansprüche:i. Mehrbegriffiges Signal, insbesondere für Eisenbahnen, bei dem der Wechsel der Signalbilder durch eine mit Farbscheiben versehene, durch Relais bewegte Blende hervorgerufen wird, dadurch gekennzeichnet, daß einerseits die Reihenfolge der Farbscheiben der Reihenfolge der Verkehrsbedingungen, insbesondere bei dreibegriffigem Signal »Fahrt, Vorsicht, Halt«, entspricht, andererseits ein oder mehrere voneinander abhängige, zusammenarbeitende Relais mit in bezug auf den Drehpunkt der Blende gleichsinnigem Drehmoment Verwendung finden.
- 2. Dreibegriffiges Signal nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende durch eine mechanische, magnetische oder elektromagnetische Bremse in ihrer Bewegung verzögert wird.
- 3. Mehrbegriffiges Signal nach Anspruch ι bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Sperrvorrichtung vorgesehen ist, die bei Bewegung der Blende in falscher Reihenfolge zur Wirkung kommt.
- 4. Mehrbegriffiges Signal nach Anspruch ι bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Bewegung der Blende ein zweistelliges Relais verwendet wird und die dritte Stellung der Blende durch ein Hilfsrelais hervorgerufen wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE559343T | 1930-05-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE559343C true DE559343C (de) | 1932-09-19 |
Family
ID=6565610
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930559343D Expired DE559343C (de) | 1930-05-16 | 1930-05-16 | Mehrbegriffiges Signal |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE559343C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2001087A1 (de) | 1970-01-12 | 1971-07-22 | Siemens Ag | Einrichtung zum Befestigen des Phantomlichteffektes bei Lichtsignalen |
-
1930
- 1930-05-16 DE DE1930559343D patent/DE559343C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2001087A1 (de) | 1970-01-12 | 1971-07-22 | Siemens Ag | Einrichtung zum Befestigen des Phantomlichteffektes bei Lichtsignalen |
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