DE559411C - Luftverteilungsgitter fuer Trocken- und Befeuchtungsanlagen - Google Patents

Luftverteilungsgitter fuer Trocken- und Befeuchtungsanlagen

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DE559411C
DE559411C DE1929559411D DE559411DD DE559411C DE 559411 C DE559411 C DE 559411C DE 1929559411 D DE1929559411 D DE 1929559411D DE 559411D D DE559411D D DE 559411DD DE 559411 C DE559411 C DE 559411C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F26DRYING
    • F26BDRYING SOLID MATERIALS OR OBJECTS BY REMOVING LIQUID THEREFROM
    • F26B15/00Machines or apparatus for drying objects with progressive movement; Machines or apparatus with progressive movement for drying batches of material in compact form

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Luftverteilungsgitter für Trocken- und Befeuchtungsanlagen Bei neuzeitig eingerichteten Trockenanlagen mit durch Ventilatoren bewirktem Umlauf der Trockenluft macht sich vielfach die Erscheinung störend bemerkbar, daß die durch die hohe Umlaufgesch-,vindigkeit der Luft bedingten großen Trockenluftmengen das Trokkengut nicht genügend gleichmäßig beaufschlagen. Daraus ergibt sich der Nachteil, daß an den Stellen, an denen die Strömung der Trockenluft schwächer ist, das Gut eine viel längere Trocknungszeit benötigt als an den intensiver beaufschlagten Stellen. Dieselbe Erscheinung ist bei Befeuchtungsanlagen zu beobachten, wo gleichfalls an den von der Feuchtluft schwach beaufschlagten Stellen des Arbeitsguts die Aufnahme der für die richtige Beschaffenheit der Ware erforderlichen Feuchtigkeit verzögert wird.
  • Die geschilderten Übelstände können dazu führen, daß gleichmäßig trockenes bzw. feuchtes Gut praktisch schwer erreichbar ist und man gezwungen wird, z. B. bei der Trocknung das Gut als ganzes über das an sich erforderliche Maß hinaus zu trocknen, damit auf alle Fälle auch die von der Trockenluft weniger intensiv beeinflußten Stellen genügend trocken werden. Dadurch wird in vielen Fällen auch die Beschaffenheit des Guts verschlechtert. Diese Erscheinung macht sich besonders bei den immer mehr in Aufnahme kommenden Kanaltrocknern geltend, bei denen die Trockenluft quer zur Transportrichtung des Trockenguts mit großer, bis zu 8 m/sek. betragender Geschwindigkeit umgetrieben wird. Sie spielt jedoch auch eine Rolle bei Trockenschränken und Trockenkammern, ebenso bei den entsprechend ausgebildeten Befeuchtungseinrichtungen.
  • Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß an der Stelle des Eintritts der Luft in den Behandlungsraum quer zur .Strömungsrichtung der Luft ein Verteilungsgitter angebracht ist, das an den der Lufteintrittsseite zugewandten Kanten der Gitterstäbe mit in den Behandlungsraum hineinragenden Leitflächen versehen ist. Diese Leitflächen sind zweckmäßig verstellbar ausgebildet, damit sich die Breite der Gitterschlitze den jeweils vorliegenden Verhältnissen leicht anpassen läßt. Durch diese Einrichtung wird ein praktisch vollkommen gleichförmiger Luftdurchgang durch den Behandlungsraum erzielt.
  • Die Verwendung von Gittern zur Erzielung einer gleichmäßigen Luftverteilung ist bei Trockeneinrichtungen an sich nicht neu. Bei den bekannten Einrichtungen kommen aber nur geringe Luftgeschwindigkeiten in der Größenanordnung von wenigen Zentimetern in der Sekunde in Frage, da die Luftbewegung dort durch den Wärmeauftrieb erzielt wird. Demgegenüber wird die Erfindung in der Anwendung von Gittern der oben gekennzeichneten Art bei Trocknern oder Befeuchtern erblickt, bei denen die Behandlungsluft durch in größerer Anzahl vorgesehene Gebläse mit hoher, mindestens etwa 3 m/s.ek. betragender Eintrittsgeschwindigkeit in dauerndem Kreislauf durch den Behandlungsraum getrieben wird und bei denen ein Luftumsatz von 2o ooo bis 3o ooo cbm je Stunde auf 1,5 bis 2 m Behandlungsraumlänge in Frage kommt. Bei diesen großen Luftgeschwindigkeiten üben die Gitterschlitze eine düsenartige Wirkung aus, indem die aufgeteilte Luft in scharfen, sich hinter den Schlitzen einschnürenden Strahlen in den Behandlungsraum eindringt und infolge ihrer lebendigen Kraft auch die entferntesten Winkel des Behandlungsraums bespült. Ferner bilden sich infolge der Düsenwirkung unmittelbar hinter den Gitterflächen starke Luftwirbel aus, die gleichfalls auf eine ausgiebige Trocknung des Arbeitsguts an den sonst weniger beeinflußten Stellen hinwirken.
  • In der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung auf einen Kanaltrockner in zwei Ausführungsbeispielen schematisch veranschaulicht.
  • Fig. i zeigt die eine Ausführungsform des Trockners in senkrechtem Längsschnitt, Fig.2 in senkrechtem Querschnitt.
  • Fig. 3 ist eine in größerem Maßstabe gehaltene Einzeldarstellung des. Querschnitts nach Fig. 2.
  • Fig. ¢ zeigt in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellung eine andereAusführungsform. Der den Trockner bildende langgestreckte Kanal i ist durch eine senkrechte Längswand 2 in zwei Hauptabteilungen unterteilt, die bei-3 und q. oberhalb und unterhalb der Längswand 2 miteinander in Verbindung stehen. Die größere linke Abteilung bildet den eigentlichen Trockenraum, durch den das Trockengut in der Längsrichtung hindurchwandert. Das Trockengut besteht in dem der Zeichnung zugrunde gelegten Falle aus Tafeln 5 aus Pappe, Furnierholz o. dgl., die in senkrechten, quer zur Kanallängsrichtung liegenden Ebenen mit gewissen Abständen hintereinander etwa auf den Kanal in der Längsrichtung durchwandernden Gestellwagen untergebracht sind. In der kleineren rechten Abteilung sind in gewissen Abständen voneinander Querwände 6 vorgesehen, in deren runden Durchbrechungen Schraubenventilatoren 7 eingebaut sind. Die Ventilatoren sitzen auf einer gemeinsamen, in der Längsrichtung durch die betreffende Abteilung laufenden Welle io, die von .einem nicht dargestellten Antrieb aus in Drehung versetzt wird. Die Querwände 6 sind, wie Fig. i erkennen läßt, durch schräge Bleche 8 miteinander verbunden, die je von dem unteren Rande der einen Querwand 6 zum oberen Rande der benachbarten Querwand verlaufen. Die zu dem zweiten und dritten Ventilator (in Fig. i von links gerechnet) gehörigen Leitbleche 8 gehen beide von den unteren Rändern der betreffenden Querwände 6 aus und sind oben miteinander verbunden. Eine Querwand ist an der Verbindungsstelle nicht vorhanden.
  • Die beschriebene Einrichtung ergibt, wenn die Ventilatorwellle i o angetrieben wird, die durch die Pfeile angedeuteten Luftkreisläufe für die einzelnen Ventilatoren. Die Luft wird im unteren Teile der die Ventilatoren enthaltenden Kanalabteilung angesaugt und durch die Ventilatoren in den oberen Teil des betreffenden Raumes gedrückt. Von hier streicht die Luft durch die Verbindungsöffnung 3 in den oberen mit 9 bezeichneten Teil der das Trockengut 5 enthaltenden Kanalabteilung, den sogenannten Luftverteilungsraum, und durchströmt dann den eigentlichen Trockenraum senkrecht von oben nach _unten, bis sie durch die öffnung ¢ wieder auf die Saugseite der Ventilatoren 7 tritt. Der gesamte Luftinhalt des Trockenkanals bildet also eine im wesentlichen über die ganze Länge des Kanals sich erstreckende, gleichförmig in senkrechten Querebenen sich umwälzende einheitliche Masse.
  • Damit die Luftmasse das Trockengut im Sinne der Erfindung gleichmäßig bestreicht, ist oberhalb des eigentlichen Trockenraums das Luftverteilungsgitter vorgesehen, das in dem der zeichnerischen Darstellung zugrunde gelegten Falle aus in der Längsrichtung des Kanals sich erstreckenden Leisten oder Schienen i i besteht, die mit gewissen Abständen voneinander, bei der Ausführung nach Fig. 2 in waagerechter, bei der nach Fig. q. in etwas geneigter Ebene, nebeneinander.angeordnet sind. Auf den Unterseiten der Leisten i i sind Winkelschienen 13 vorgesehen, deren nach unten gerichtete Schenkel bei der Ausführung nach den Fig. 2 und 3 schräg einwärts nach den Luftschlitzen zu gerichtet sind, während sie bei der Ausführung nach Fig. q. im wesentlichen senkrecht verlaufen. Die Schienen 13 können in der Querrichtung verschiebbar eingerichtet sein, wodurch sich die Durchtrittsweite der Schlitze des Gitters regeln läßt; sie können auch mit den Schienen i i fest verbunden sein. Auch könnten die letztgenannten Schienen ganz in Wegfallkommen, wenn man die in der Gitterebene liegenden Schenkel der Schienen 13 entsprechend verbreitert. Wesentlich ist, daß durch die aus der Gitterebene heraustretenden Schenkel 12 die düsenartige Wirkung der Gitterschlitze erhöht wird, so daß also die durch die Schlitze tretenden Luftstrahlen oder -bänder eine besondere Einschnürung erfahren. Um diese düsenartige Wirkung zu regeln, können die abwärts gerichteten Schenkel 12 der Schienen schließlich auch schwenkbar eingerichtet sein.
  • Im vorstehenden ist die Luftverteilungseinrichtung in Anwendung auf Trockenvorrichtun, -en beschrieben. Sie kann in genau entsprechender Weise aber auch bei Apparaten Anwendung finden, in denen das Gut nicht getrocknet, sondern durch den Umtrieb feuchter Luft angefeuchtet wird.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE. i. Trocken- oder Befeuchtungsanlage, bei welcher die Luft mittels Ventilatoren im Kreislauf durch den Trockenraum und eine Heizkammer geführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß an der Lufteintrittsstelle des Behandlungsraums ein aus Flachstäben (ii) gebildetes Verteilungsgitter quer zur Strömungsrichtung der Luft eingebaut ist, welches ,an den der Lufteintrittsseite zugewandten kanten der Stäbe mit in den Behandlungsraum hineinragenden Leitflächen (12) versehen ist.
  2. 2. Trocken- oder Befeuchtungsanlage nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitflächen (12) verstellbar sind.
DE1929559411D 1929-06-19 1929-06-19 Luftverteilungsgitter fuer Trocken- und Befeuchtungsanlagen Expired DE559411C (de)

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DE1929559411D Expired DE559411C (de) 1929-06-19 1929-06-19 Luftverteilungsgitter fuer Trocken- und Befeuchtungsanlagen

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DE (1) DE559411C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE933445C (de) * 1950-06-16 1955-09-29 Hermann Haas Sen Maschine zum Klimatisieren von Textilstoffen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE933445C (de) * 1950-06-16 1955-09-29 Hermann Haas Sen Maschine zum Klimatisieren von Textilstoffen

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