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Luftverteilungsgitter für Trocken- und Befeuchtungsanlagen Bei neuzeitig
eingerichteten Trockenanlagen mit durch Ventilatoren bewirktem Umlauf der Trockenluft
macht sich vielfach die Erscheinung störend bemerkbar, daß die durch die hohe Umlaufgesch-,vindigkeit
der Luft bedingten großen Trockenluftmengen das Trokkengut nicht genügend gleichmäßig
beaufschlagen. Daraus ergibt sich der Nachteil, daß an den Stellen, an denen die
Strömung der Trockenluft schwächer ist, das Gut eine viel längere Trocknungszeit
benötigt als an den intensiver beaufschlagten Stellen. Dieselbe Erscheinung ist
bei Befeuchtungsanlagen zu beobachten, wo gleichfalls an den von der Feuchtluft
schwach beaufschlagten Stellen des Arbeitsguts die Aufnahme der für die richtige
Beschaffenheit der Ware erforderlichen Feuchtigkeit verzögert wird.
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Die geschilderten Übelstände können dazu führen, daß gleichmäßig trockenes
bzw. feuchtes Gut praktisch schwer erreichbar ist und man gezwungen wird, z. B.
bei der Trocknung das Gut als ganzes über das an sich erforderliche Maß hinaus zu
trocknen, damit auf alle Fälle auch die von der Trockenluft weniger intensiv beeinflußten
Stellen genügend trocken werden. Dadurch wird in vielen Fällen auch die Beschaffenheit
des Guts verschlechtert. Diese Erscheinung macht sich besonders bei den immer mehr
in Aufnahme kommenden Kanaltrocknern geltend, bei denen die Trockenluft quer zur
Transportrichtung des Trockenguts mit großer, bis zu 8 m/sek. betragender Geschwindigkeit
umgetrieben wird. Sie spielt jedoch auch eine Rolle bei Trockenschränken und Trockenkammern,
ebenso bei den entsprechend ausgebildeten Befeuchtungseinrichtungen.
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Gemäß der Erfindung werden diese Nachteile dadurch vermieden, daß
an der Stelle des Eintritts der Luft in den Behandlungsraum quer zur .Strömungsrichtung
der Luft ein Verteilungsgitter angebracht ist, das an den der Lufteintrittsseite
zugewandten Kanten der Gitterstäbe mit in den Behandlungsraum hineinragenden Leitflächen
versehen ist. Diese Leitflächen sind zweckmäßig verstellbar ausgebildet, damit sich
die Breite der Gitterschlitze den jeweils vorliegenden Verhältnissen leicht anpassen
läßt. Durch diese Einrichtung wird ein praktisch vollkommen gleichförmiger Luftdurchgang
durch den Behandlungsraum erzielt.
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Die Verwendung von Gittern zur Erzielung einer gleichmäßigen Luftverteilung
ist bei Trockeneinrichtungen an sich nicht neu. Bei den bekannten Einrichtungen
kommen aber nur geringe Luftgeschwindigkeiten in der Größenanordnung von wenigen
Zentimetern in der Sekunde in Frage, da die Luftbewegung dort durch den Wärmeauftrieb
erzielt wird. Demgegenüber wird die Erfindung in der Anwendung von Gittern der oben
gekennzeichneten Art bei Trocknern oder Befeuchtern erblickt, bei denen die Behandlungsluft
durch in größerer Anzahl vorgesehene Gebläse mit hoher, mindestens etwa 3 m/s.ek.
betragender Eintrittsgeschwindigkeit in dauerndem
Kreislauf durch
den Behandlungsraum getrieben wird und bei denen ein Luftumsatz von 2o ooo bis 3o
ooo cbm je Stunde auf 1,5 bis 2 m Behandlungsraumlänge in Frage kommt. Bei diesen
großen Luftgeschwindigkeiten üben die Gitterschlitze eine düsenartige Wirkung aus,
indem die aufgeteilte Luft in scharfen, sich hinter den Schlitzen einschnürenden
Strahlen in den Behandlungsraum eindringt und infolge ihrer lebendigen Kraft auch
die entferntesten Winkel des Behandlungsraums bespült. Ferner bilden sich infolge
der Düsenwirkung unmittelbar hinter den Gitterflächen starke Luftwirbel aus, die
gleichfalls auf eine ausgiebige Trocknung des Arbeitsguts an den sonst weniger beeinflußten
Stellen hinwirken.
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In der Zeichnung ist die Erfindung in Anwendung auf einen Kanaltrockner
in zwei Ausführungsbeispielen schematisch veranschaulicht.
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Fig. i zeigt die eine Ausführungsform des Trockners in senkrechtem
Längsschnitt, Fig.2 in senkrechtem Querschnitt.
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Fig. 3 ist eine in größerem Maßstabe gehaltene Einzeldarstellung des.
Querschnitts nach Fig. 2.
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Fig. ¢ zeigt in einer der Fig. 2 entsprechenden Darstellung eine andereAusführungsform.
Der den Trockner bildende langgestreckte Kanal i ist durch eine senkrechte Längswand
2 in zwei Hauptabteilungen unterteilt, die bei-3 und q. oberhalb und unterhalb der
Längswand 2 miteinander in Verbindung stehen. Die größere linke Abteilung bildet
den eigentlichen Trockenraum, durch den das Trockengut in der Längsrichtung hindurchwandert.
Das Trockengut besteht in dem der Zeichnung zugrunde gelegten Falle aus Tafeln 5
aus Pappe, Furnierholz o. dgl., die in senkrechten, quer zur Kanallängsrichtung
liegenden Ebenen mit gewissen Abständen hintereinander etwa auf den Kanal in der
Längsrichtung durchwandernden Gestellwagen untergebracht sind. In der kleineren
rechten Abteilung sind in gewissen Abständen voneinander Querwände 6 vorgesehen,
in deren runden Durchbrechungen Schraubenventilatoren 7 eingebaut sind. Die Ventilatoren
sitzen auf einer gemeinsamen, in der Längsrichtung durch die betreffende Abteilung
laufenden Welle io, die von .einem nicht dargestellten Antrieb aus in Drehung versetzt
wird. Die Querwände 6 sind, wie Fig. i erkennen läßt, durch schräge Bleche 8 miteinander
verbunden, die je von dem unteren Rande der einen Querwand 6 zum oberen Rande
der benachbarten Querwand verlaufen. Die zu dem zweiten und dritten Ventilator (in
Fig. i von links gerechnet) gehörigen Leitbleche 8 gehen beide von den unteren Rändern
der betreffenden Querwände 6 aus und sind oben miteinander verbunden. Eine Querwand
ist an der Verbindungsstelle nicht vorhanden.
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Die beschriebene Einrichtung ergibt, wenn die Ventilatorwellle i o
angetrieben wird, die durch die Pfeile angedeuteten Luftkreisläufe für die einzelnen
Ventilatoren. Die Luft wird im unteren Teile der die Ventilatoren enthaltenden Kanalabteilung
angesaugt und durch die Ventilatoren in den oberen Teil des betreffenden Raumes
gedrückt. Von hier streicht die Luft durch die Verbindungsöffnung 3 in den oberen
mit 9 bezeichneten Teil der das Trockengut 5 enthaltenden Kanalabteilung, den sogenannten
Luftverteilungsraum, und durchströmt dann den eigentlichen Trockenraum senkrecht
von oben nach _unten, bis sie durch die öffnung ¢ wieder auf die Saugseite der Ventilatoren
7 tritt. Der gesamte Luftinhalt des Trockenkanals bildet also eine im wesentlichen
über die ganze Länge des Kanals sich erstreckende, gleichförmig in senkrechten Querebenen
sich umwälzende einheitliche Masse.
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Damit die Luftmasse das Trockengut im Sinne der Erfindung gleichmäßig
bestreicht, ist oberhalb des eigentlichen Trockenraums das Luftverteilungsgitter
vorgesehen, das in dem der zeichnerischen Darstellung zugrunde gelegten Falle aus
in der Längsrichtung des Kanals sich erstreckenden Leisten oder Schienen i i besteht,
die mit gewissen Abständen voneinander, bei der Ausführung nach Fig. 2 in waagerechter,
bei der nach Fig. q. in etwas geneigter Ebene, nebeneinander.angeordnet sind. Auf
den Unterseiten der Leisten i i sind Winkelschienen 13 vorgesehen, deren nach unten
gerichtete Schenkel bei der Ausführung nach den Fig. 2 und 3 schräg einwärts nach
den Luftschlitzen zu gerichtet sind, während sie bei der Ausführung nach Fig. q.
im wesentlichen senkrecht verlaufen. Die Schienen 13 können in der Querrichtung
verschiebbar eingerichtet sein, wodurch sich die Durchtrittsweite der Schlitze des
Gitters regeln läßt; sie können auch mit den Schienen i i fest verbunden sein. Auch
könnten die letztgenannten Schienen ganz in Wegfallkommen, wenn man die in der Gitterebene
liegenden Schenkel der Schienen 13 entsprechend verbreitert. Wesentlich ist, daß
durch die aus der Gitterebene heraustretenden Schenkel 12 die düsenartige Wirkung
der Gitterschlitze erhöht wird, so daß also die durch die Schlitze tretenden Luftstrahlen
oder -bänder eine besondere Einschnürung erfahren. Um diese düsenartige Wirkung
zu regeln, können die abwärts gerichteten Schenkel 12 der Schienen schließlich auch
schwenkbar eingerichtet sein.
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Im vorstehenden ist die Luftverteilungseinrichtung in Anwendung auf
Trockenvorrichtun,
-en beschrieben. Sie kann in genau entsprechender
Weise aber auch bei Apparaten Anwendung finden, in denen das Gut nicht getrocknet,
sondern durch den Umtrieb feuchter Luft angefeuchtet wird.