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Röhrenlufterhitzer Die Erfindung betrifft Röhrenlufterhitzer mit Abstützung
der unteren Rohrenden in ringförmigen, mit Dichtungsstoff gefüllten Tassen.
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Es sind bereits Röhrenlufterhitzer bekannt, bei denen sich die Rohre
mit einem geflanschten oberen Ende auf die obere Platte des Erhitzers legen, während
sie sich mit ihrem unteren Ende auf der Auflagerplatte abstützen. Die oberen und
unteren Auflagerungen der Rohre sind mittels Sandtassen abgedichtet. Infolge der
durchströmenden heißen Gase dehnen sich nun die Rohre in der Länge beträchtlich
aus, wodurch das obere Flanschende von der oberen Platte abgehoben wird, während
das untere Ende des Rohres infolge der Schwerkraft auf der Auflagerplatte verbleibt.
Der Sand strömt nun aus der oberen Sandtasse in den freien Raum unterhalb des Rohrflansches.
Dieser unter den Flansch gelangte Sand oder die Reibung zwischen dem Rohr und der
öffnung der oberen Platte, durch die das Rohr hindurchgeht, oder auch beide Gründe
verhindern die Rückkehr des Rohres in seine ursprüngliche Lage, wenn es sich beim
Abkühlen auf seine normale Länge zusammenzieht. Es. tritt also eine Verschiebung
des Rohres ein, wobei das untere Rohrende von der Auflagerplatte abgezogen wird,
so daß der Sand der unteren Tasse ebenfalls unter das Rohr fließen kann. Bei der
nächsten Ausdehnung wird sich die senkrechte Verschiebung wiederholen und daher
vergrößern. Dies findet bei jeder folgenden Ausdehnung und Zusammenziehung statt,
so daß die Verschiebung des Rohres schließlich so groß ist, daß die Sanddichtungen
nicht mehr wirksam sind. Der Röhrenlufterhitzer muß dann auseinandergenommen und
von neuem zusammengebaut werden. Diese Schwierigkeiten sollen durch die Erfindung
beseitigt werden.
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Gemäß der Erfindung ist der eine Flansch des Tassenringes und das
mit radialem Spiel in die Tasse eintauchende Rohrende mit axial zueinander versetzten,
radial gegeneinandergerichteten, nur über einen Teil des Umfanges reichenden Vorsprüngen
versehen, die in der Betriebsstellung einander übergreifen. Das Rohr kann sich somit
zwar frei durch die obere Platte ausdehnen, aber beim Zusammenziehen nicht aus seiner
ursprünglichen Lage verstellen, weil die Wechselsperrung ein Abheben des unteren
Rohrendes von der Auflagerplatte bzw. aus der Tasse nicht zuläßt. Demnach wird beim
Zusammenziehen des Rohres sein oberes Ende durch die obere Platte nach unten in
die ursprüngliche Lage zurückgezogen. Der Sand kann infolgedessen nicht in beliebiger
Menge unter das Rohr fließen.
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In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch
veranschaulicht.
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Abb. i ist ein senkrechter Schnitt durch ein Rohr eines Röhrenlufterhitzers,
und Abb. a ist ein Schnitt nach Linie 5-5 der Abb. i.
Das in der
Zeichnung dargestellte Rohr des Lufterhitzers besteht aus einem unteren Teil 24,
einem oberen Teil 25 und einer Anzahl Zwischenteilen 26, 26. Die verschiedenen
Rohre des Erhitzers sind auf der Auflagerplatte 27 abgestützt, die Öffnungen z8
aufweist, welche sich mit jedem Rohr decken. Die Platte 27 selbst wird durch das
Mauerwerk 29 getragen. Jede Öffnung 28 hat einen aufwärts ragenden Flansch 3o, der
mit einander gegenüberliegenden, nur über einen Teil des Umfanges reichenden äußeren
Vorsprüngen 31 versehen ist. Der Flansch 30 ist von dem muffenartigen unteren
Ende 32 des unteren Rohrteiles 24 umgeben, wenn letzterer in seine Lage gesenkt
wird. Diese Senkung ist nur möglich, wenn sich die zwischen den inneren segmentartigen
Vorsprüngen 33 des Rohrendes 32 einander gegenüberliegenden Zwischenräume mit den
Vorsprüngen 31,
3 i des Flansches 3o decken. Danach wird der so herabgesenkte
Rohrteil 24 um einen geeigneten Winkel, z. B. 9o°, gedreht, um die Zwischenräume
gegen die Vorsprünge 31, 3 1 zu versetzen, so daß die Vorsprünge 33, 33 unter
die Vorsprünge 31, 31 zu liegen kommen (Abb. 2) und auf diese Weise dein
Rohrteil 24 mit der Auflagerplatte 27 sicher verbinden. Der Ringraum zwischen dem
Flansch 30 und der Rohrmuffe 3a wird mit geeignetem Dichtungsstoff 34 ausgefüllt.
Alle so hergestellten Verbindungen zwischen der Platte 27 und dem unteren Ende der
Rohre werden wirksam mit Sand oder einem anderen geeigneten Stoff a abgedichtet.
Hierzu wird der Sand einfach bis zu der gewünschten Höhe auf die obere Fläche der
Platte 27 gepackt, so daß die Zwischenräume zwischen den muffenartigen Rohrenden
32, 32 der verschiedenen unteren Rohrteile 24, 24 ausgefüllt werden. Eine derartige
Dichtung wird ständig trotz wiederholter Ausdehnung und Zusammenziehung der Rohre
aufrechterhalten, da die oben beschriebene Sperrung zwischen jedem unteren Rohrteil
24 und der Auflagerplatte 27 eine Relativbewegung zwischen diesen Teilen verhindert.
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Am oberen Ende hat jeder untere Rohrteil 24 in an sich bekannter Weise
einen nach Art eines Tassenringes wirkenden Muffenabschnitt 35, in welchen das untere
Ende des angrenzenden Rohrzwischenteiles 7,6 eintaucht. Letzterer sitzt auf
einem Innenflansch 36. Jeder weitere Rohrteil hat eine ähnliche Verbindung mit dem
vorhergehenden. Die übereinanderliegenden ineinandergeschobenen Teile sind ferner
mit einer Wechselsperrung von im wesentlichen der gleichen Bauweise versehen, wie
sie für den unteren Teil jedes Rohres vorgesehen ist. Jeder Muffenabschtiitt 35
hat einander gegenüberliegende innere Vorsprünge, mit denen sich die Zwischenräume
der segmentartigen Flanschen des darüber gesetzten Rohrteiles decken, wenn letzterer
in seine Lage innerhalb des tassenartigen Muffenabschnittes gesenkt wird; hierauf
wird der darüber gesetzte Rohrteil um seine Achse gedreht, um die Flanschen mit
den Vorsprüngen zu sperren. Geeigneter Dichtungsstoff wird in den Raum zwischen
dem Muffenabschnitt 35 und dem in ihm aufgenommenen unteren Ende des anderen Rohrteiles
eingebracht.
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Der letzte oder obere Rohrteil 2g, dessen unteres Ende in dem Muffenabschnitt
35 des darunterliegenden oder zwischenliegenden Rohrteiles 26 eintaucht, ist am
oberen Ende glatt, um durch eine Öffnung 4z der oberen Platte 42 hindurchgehen zu
können. Die Platte 42 ist auf Ansätzen 43 des Mauerwerks unterstützt. Jede Öffnung
41 der oberen Platte hat einen aufwärts ragenden Flansch 44, der das obere Ende
des Rohrteiles 25 mit radialem Spiel umgibt zwecks Aufnahme von Asbest oder einem
anderen geeigneten Dichtungsstoff 45. Jeder obere Rohrteil 25 besieht in bekannter
Weise aus einer hitzebeständigen Speziallegierung, beispielsweise Chromnickelstahl,
damit er die außerordentlich hohen Temperaturen der Gase in diesem Teile des Lufterhitzers
aushalten kann. Zwecks besseren Wärmeaustausches sind die Rohrteile mit Rippen 46
versehen. Die Luft wird durch Ablenkplatten 47, die auf Absätzen' 48 des Mauerwerkes
aufruhen, gezwungen, längs der Kanäle zwischen den Rippen 46 zu strömen.