DE559471C - Lenkvorrichtung fuer eine Kraftpflug-Zugmaschine - Google Patents

Lenkvorrichtung fuer eine Kraftpflug-Zugmaschine

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DE559471C
DE559471C DEM107488D DEM0107488D DE559471C DE 559471 C DE559471 C DE 559471C DE M107488 D DEM107488 D DE M107488D DE M0107488 D DEM0107488 D DE M0107488D DE 559471 C DE559471 C DE 559471C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B69/00Steering of agricultural machines or implements; Guiding agricultural machines or implements on a desired track
    • A01B69/007Steering or guiding of agricultural vehicles, e.g. steering of the tractor to keep the plough in the furrow

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Guiding Agricultural Machines (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf Lenkvorrichtungen für Kraftpflug-Zugmaschinen von solcher Bauart bzw. Räderanordnung, bei der hihtereinandergelegene Treibräder mit Lenkradwirkung sowohl parallel als auch winklig gegeneinander einstellbar sind.
Zu diesem Einstellungszweck sind die Radachsen gemäß einer an sich bekannten Anordnung mit ihrem einen Ende gelenkig gelagert und mit ihrem anderen Ende in einer Kreisbogenführung horizontal verschwenkbar. Beim Furchenziehen mit einer derartigen Kraftpflug-Zugmaschine hat man am Ende jeder etwa geradlinigen Fahrtbewegung dafür Sorge zu tragen, daß die Zugmaschine auf eine benachbarte Fahrtspur gebracht bzw. gelenkt wird, von der dann die umgekehrte Fahrtbewegung zu Beginn der neuen Furche ausgeht. Wenn hierzu die gewöhnlichen,
zo zwangsläufig die Radachsenumstellung bestimmenden Lenksteuerungsmittel — unter Handradbetätigung vom Fahrzeugführersitz aus — angewendet werden, so kann diese Arbeit nur unter erheblichem Kraftaufwand und nicht rasch vorgenommen werden. Die Erfindung geht darauf hinaus, die umständliche Handhabung der Lenkeinrichtung für jene Auslaufstrecken der Fahrtbewegung entbehrlich zu machen und behufs Verschwenkung der Radachsen im Sinne der gewünschten Lenkung den Fahrtantrieb selbst auszunützen.
Gemäß der Erfindung werden die für die Kreisbogenführung der verschwenkbaren Achsenenden vorgesehenen Lagerstücke mit den zwangsläufig von der Lenksteuerung aus einstellbaren Mitnehmergliedern durch sie einschließende lösbare Grenzanschläge verbunden; infolgedessen hat man die Möglichkeit, durch Entfernung des einen oder des anderen Grenzanschlages am Ende der geradlinigen Fahrtbewegung eine rasche Verschwenkung der Radachsen unter der Wirkung des Fahrtantriebes erfolgen zu lassen, ohne daß eine Lenksteuerung benötigt wird. Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung werden die frei beweglichen Achsenenden durch eine Kuppelstange verbunden, die aus lösbar verbundenen Teilen besteht, so daß nach Lösung der Verbindung die Achsen sich unabhängig einstellen können.
Die Zeichnung stellt beispielsmäßige Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dar.
Abb. ι zeigt eine Kraftpflug-Zugmaschine in Seitenansicht, Abb. 2 in Draufsicht,
Abb. 3 in Stirnansicht.
Abb. 4 zeigt die Zugmaschine nebst Lenkeinrichtung in schematischer Darstellung von der anderen Seite gesehen.
Abb. 5 ist ein Schnitt in größerem Maßstabe nach Linie a-a der Abb. 4, und
Abb. 6 ist ein Schnitt in größerem Maßstabe nach Linie b-b der Abb. 4.
Abb. 7 zeigt in Draufsicht schematisch die Zugmaschine in zwei verschiedenen Lagen am Auslaufende der Fahrtstrecke.
Abb. 8 zeigt eine andere Ausführungsform der Lenkvorrichtung.
Abb. 9 ist eine' Draufsicht auf eine Zugmaschine gemäß der Erfindung mit gekuppelten Schwenkachsen.
Die Zugmaschine (Abb. r bis 7) enthält einen rechteckigen Rahmen oder ein Gestell 1 mit Vorder- und Hinterachsen 2, auf denen je ein breites Band 3 angebracht ist. Das eine Ende jeder der Achsen 2 ist durch eine Universalkupplung 4 mit einem Antriebsgliede 5 \*erbunden, das seinerseits durch ein Reduktionsgetriebe von einem auf dem Gestell 1 gelagerten Elektromotor 6 aus angetrieben wird. Bei der in Abb. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform ist den Antriebsgliedern 5 nächst dem Motor 6 ein Zahnradgetriebe 8, 9, 11, 12, 13 und 14 mit wechselbarer Übersetzung vorgeschaltet. Mit 16 ist eine Kupplung auf der Welle 10 bezeichnet. Von der Welle 15 aus überträgt sich der Radantrieb auf die Antriebsglieder mittels -Kettenräder 17, 18, 19, 20 durch Treibketten (Abb. 2).
Das andere Ende jeder der Achsen 2 ist in Lagern 21 (Abb. 5 und 6) drehbar gelagert, die so angeordnet sind, daß sie in Führungen 22 gleiten können, die ihrerseits eine waagerechte Gleitbewegung in bezug auf das Gestell ι ausführen können.
Auf jeder Seite der Lager 21 sind als Grenzanschläge Stifte 23 angebracht, welche gewöhnlich jede Bewegung der Lager 21 in bezug auf die Führungen 22 verhindern. Die Führungen könnten gekrümmt sein, und zwar nach einem Kreisbogen, dessen Mittelpunkt in der entsprechenden Universalkupplung liegt. Die Führungen können aber auch, wie dargestellt, gerade sein, wobei genügend Spiel vorhanden sein muß, der Bewegung der Achsen Raum zu geben.
Die Führungen 22 selbst sind mit dem Steuerrad 24 durch eine geeignete Übertragungsvorrichtung verbunden. Nach Abb. 4 sind die einander zugekehrten Enden der Führungen 22 mit Bohrungen versehen, die Rechts- und Linksgewinde besitzen, in welches eine mit entsprechendem Gewinde versehene Stange 25 eingreift? die den Druck und Zug am einen Ende der Radachsen 2 aufnimmt und die resultierende Kraft auf · das Zugmaschinengestell durch das Drucklager 26 (Abb. 4) überträgt. Ein Kegelrad 27 auf dieser Stange 25 greift in ein Kegelrad 28 auf der Stange 29 des Steuerrades 24. Infolge der Betätigung des Steuerrades zieht die Gewindespindel 25 die beiden Führungen 22 gegeneinander bzw. auseinander, so daß die beiden Achsen 2 um ihre Universalkupplungen 4 schwingen und die Räder entsprechend geschwenkt werden. Hierbei 6g wird vorteilhaft der durch die Führungen auf die Stange 25 übertragene Druck und Zug gegeneinander ausgeglichen. Mit dieser Vorrichtung kann die Zugmaschine also gelenkt und in der Fahrtrichtung gehalten werden.
Die an Ständern 31 (Abb. 1 und 2) angebrachten Rollen 30 dienen zur Leitungslagerung für das Stromzuführungskabel. Auf der Kabeltrommel 38 wickelt sich dieses Kabel auf, wobei ihr durch ein Kettenradgetriebe 39, 40, 42, 43 der Antrieb mitgeteilt wird. ■ Am Ende seiner Bahn und vor Beginn der nächsten Bahn wirkt die Zugmaschine zwecks Verschwenkung der Radachsen in folgender Weise.
Wenn die Zugmaschine sich dem Ende einer Fahrtstrecke nähert, werden die hinteren Stifte 23, durch welche die Lager 21 in Anschlagbegrenzung an den Führungen gehalten werden, herausgezogen, und wenn das Ende erreicht ist, wird der Antriebsmotor 6 der Zugmaschine umgekehrt. Der Motor treibt die Achsen durch die Universalkupplungen an mit dem Ergebnis, daß, da die Lager 21 der Achsen frei sind, diese Achsen sogleich einen Winkel zu der Bewegungsrichtung der Zugmaschine einnehmen. Diese Bewegung wird durch feste Anschläge 32 (Abb. 6) oder durch andere Mittel begrenzt.
In Abb. 7 veranschaulicht das Bild A die Lage der Räder und der Achsen in der einen und anderen Richtstellung; jene nach dem Umkehren des Motors ist in gestrichelten Linien angedeutet. Die Zugmaschine wird · dann ein kurzes Stück, beispielsweise einige Meter, unter einem Winkel zu seiner vorherigen Fahrtrichtung bewegt, wie es in Abb. 7 durch den Pfeil C angedeutet ist. Somit gelangt die Zugmaschine in die Stellung B, der Antriebsmotor wird nunmehr wieder umgeschaltet, wodurch die Achsen geschwenkt werden, bis sie ihre normale Lage einnehmen. Die herausgezogenen Stifte 23 werden wieder in Stellung gebracht, und wenn der Antriebsmotor nunmehr wieder umgeschaltet ist, so ist die Zugmaschine für die nächste Fahrtbewegung betriebsbereit. Die geschilderten Vorgänge wiederholen sich am Ende der Fahrt.
Wenn die Zugmaschine manövriert wird, um die Seitenstellung einzunehmen, so schwingen beide Achsen in einer waagerechten Ebene, und zwar entweder im Sinne der Uhrzeigerdrehung oder entgegengesetzt diesem Sinne. Werden die Achsen durch das Steuerungsgetriebe betätigt, so schwingen sie in entgegengesetzten Richtungen, so daß die
Zugmaschine leichter dem Steuerungsgetriebe folgt.
In Abb. 6 sind die Achse, das Lager und die Führung in ihren normalen Lagen gezeigt. Die strichpunktierten Linien zeigen die Achse und das Lager in der Stellung, die sie einnehmen, wenn sie in bezug auf die Führung bewegt worden sind, um die Schwenkung der Räder zu bewirken. Die gestrichelten Linien
ίο dagegen deuten die Lage an, welche die Achse, das Lager und die Führung einnehmen, wenn sie bewegt worden sind, um die Zugmaschine während der Fahrt zu lenken. Abb. 8 zeigt eine andere Ausführungsform
ig einer Lenkvorrichtung. Hier ist jede Führung 22 durch einen Lenker 33 mit dem einen Arm je eines Winkelhebels 34 verbunden, der am Fahrgestell schwingbar gelagert ist. Die Enden der anderen Arme der Winkelhebel sind in einem Gehäuse 35 untergebracht, das am unteren Ende einer innen mit Gewinde versehenen Hohlstange 36 angebracht ist, in welche eine Gewindespindel 37 eingeschraubt ist, an der das Steuerungsrad 24 befestigt ist.
Die Spindel 37 ist an dem Fahrzeuggestell so gelagert, daß sie keine senkrechte Bewegung ausführen kann. Bei Betätigung des Steuerrades bewegen sich die beiden Winkelhebel 34 £feg;en~ oder auseinander. Dadurch werden die beiden Achsen um ihre Universalkupplungen 4 geschwenkt, so daß auch die Räder etwas geschwenkt werden. Bei diesem Getriebe gleicht sich der auf die Winkelhebel durch die Führungen übertragene Druck und Zug aus, und zwar in dem Steuerkasten 35. In Abb. 8 deuten die Pfeile an, wie die beiden Winkelhebel wirken, wenn die Zugmaschine sich nach rechts bewegt. Wenn sie sich dagegen nach links bewegt, so wirken die beiden Winkelhebel in entgegengesetzten Richtungen an dem Steuerungskasten 35.
Um die Zugmaschine gegen Kippen zu sichern, kann an der Seite derselben eine Führungsrolle 44 vorgesehen sein. Mit 46 ist der Teil bezeichnet, an welchem der Pflug an der Zugmaschine befestigt wird.
Auf jeder Achse kann ein einziges breites Rad angebracht sein oder auch eine Anzahl von Rädern, welche ein einzelnes breites Rad ersetzen. Im letzteren Falle können die Räder auf jeder Achse so miteinander verbunden sein, daß sie gewöhnlich zusammen von einem der Räder aus angetrieben werden, nämlich dem am weitesten von dem Universalgelenk entfernt liegenden und auf die Welle aufgekeilten Rade oder von einer auf der Welle angebrachten Klauenkupplung.
Wenn die Zugmaschine umgekehrt wird, um das Schwenken zu bewirken, werden die Räder, welche an der kleinsten Bewegung teilnehmen, um einen begrenzten Betrag gedreht.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 9 sind die Räder 3 drehbar auf Achsen 47 gelagert, die am einen Ende in Büchsen oder Blöcke 48 eingeführt sind, welche am Fahrgestell bei 49 angelenkt sind. Die anderen Enden der Achsen sind in hohle Walzen 50 eingeführt, die gewöhnlich in den Führungsbüchsen 51 fest in Stellung gehalten werden. Die letzteren sind in bezug auf das Fahrgestell ι verschiebbar angeordnet. Um die Führungen mit den Enden der Achsen zwecks Steuerung zu betätigen und zum Zwecke der Schwenkung der Zugmaschine auszulösen, kann die bereits beschriebene Anordnung verwendet werden. Statt die beweglichen Enden der Achsen in gleitenden Lagern zu halten, können sie aber auch in hohlen Walzen gelagert werden, welche sich drehen, wenn die Achsen betätigt werden, um das Schwenken der Zugmaschine zu bewirken. Die Achsen drehen sich in diesem Falle nicht, während die Räder 3 durch in ihnen eingebaute Elektromotoren angetrieben werden.
Diese Zugmaschine wirkt in ähnlicher Weise wie die erst beschriebene. Während ihrer Rückwärts- und Vorwärtsbewegung wird die Steuerung durch Bewegen der Führungskästen mit den darin befindlichen Achsen in bezug auf das Fahrgestell bewirkt, und um das Schwenken am Ende der Bahn zu bewirken, werden die von den Führungen getragenen Enden der Achsen in bezug auf die Führungen unter der Einwirkung der Zugkraft der Motoren bewegt. Die beiden Achsen können miteinander verbunden werden, wenn die Zugmaschine geschwenkt wird, um zu erreichen, daß die beiden Räder gleichzeitig zur Wirkung kommen. Dies kann z. B. durch Kupplungslenker oder Stangen 57 (Abb. 9) geschehen, die an den den Schwingzapfen 49 gegenüberliegenden Enden der Achsen angebracht sind und teleskopisch ineinander verschiebbar sind. Ihre gegenseitige Lage wird durch eine Stellschraube 58 o. dgl. gesichert, wenn die Zugmaschine geschwenkt wird. Bei der normalen Betätigung der Zugmaschine, d. h. also, wenn sie sich vorwärts und rückwärts bewegt, wird dagegen diese Stellschraube gelockert.
An Stelle eines Elektromotors kann natürlich auch ein anderer Antriebsmotor verwendet werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Lenkvorrichtung für eine Kraftpflug-Zugmaschine mit sowohl parallel als auch winklig gegeneinander einstellbaren Treibrädern, deren an ihrem einen Ende ge- 12» lenkig gelagerte Achsen mit ihrem anderen Ende in einer Kreisbogenführung hori-
    zontal verschwenkbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die für die Kreisbogenführung der verschwenkbaren Achsenenden vorgesehenen Lagerstücke mit den zwangsläufig von der Lenksteuerung aus einstellbaren. Mitnehmergliedern (22) durch sie einschließende lösbare Grenzanschläge (23) verbunden sind, so daß durch Entfernung des einen oder des anderen Grenzanschlags am Ende der geradlinigen Fahrtbewegung eine rasche Verschwenkung der Radachsen unter der Wirkung des Fahrtantriebes erfolgen kann, ohne "daß eine Lenksteuerung benötigt wird.
  2. 2. Ausführungsform der Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Kupplung der einstellbar bzw. frei beweglichen Achsenenden eine Kuppelstange dient, die aus lösbar verbundenen Teilen (57, 58, Abb. 9) besteht, so daß bei Lösung der Verbindung die Achsen sich unabhängig einstellen können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM107488D 1927-11-29 1928-11-24 Lenkvorrichtung fuer eine Kraftpflug-Zugmaschine Expired DE559471C (de)

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