DE559675C - Verfahren zum Betriebe von Brennkraftturbinenanlagen - Google Patents
Verfahren zum Betriebe von BrennkraftturbinenanlagenInfo
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Description
Im Patent 548 632 ist vorgeschlagen worden, das Verfahren zum Betriebe von Brennkraftturbinenanlagen,
die aus einer Verpuffungsbrennkraftturbineneinheit als Eingangsstufe und aus Dauerstromturbinen als
Nachschaltstufen bestehen, so zu handhaben, daß die Feuergase vor Beaufschlagung im
Dauerstrom arbeitender Turbinenstufen durch Übertragung von Wärme als Überhitzungswärme
auf mittels der Turbinenabwärme erzeugten Dampf gekühlt werden. Man verwertete bei dieser Erfindung die Erkenntnis,
daß die im Dauerstrom arbeitenden Turbinenstufen außerordentlich empfindlich gegen hohe
Temperaturgrade sind, so daß sie lediglich von bereits abgekühlten Feuergasen beaufschlagt
werden dürfen; um andererseits das Verfahren nicht unwirtschaftlich zu gestalten,
wird die abzuführende Kühlwärme in Form
ao von Überhitzungswärme auf Dampf übertragen, weil diese Überhitzungswärme restlos
ausgenutzt werden kann. Bei dieser Erkenntnis blieb man im Patent 548 632 nicht stehen, sondern führte eine zusätzliche Sicherung
der von Feuergasen beaufschlagten Dauerstromturbinen ein, indem man die der Verpuffungsbrennkraftturbine nachgeschalteten
Dauer Stromturbineneinheiten gleichzeitig mit Dampf beaufschlagte. Man versprach
sich von dieser Maßnahme eine wirkungsvolle Herabziehung der Temperaturen in den einzelnen
Schaufelrädern bzw Schaufelkränzen.
Vorliegende Erfindung besteht demgegenüber darin, daß die Ausströmgase der Ver-.
puffungsbrennkraftturbine in reinen Gasturbinen im Dauerstrom abgearbeitet werden,
während der durch die Abwärme der Brennkraftturbine erzeugte und überhitzte Dampf
in reinen, von den Dauerstromturbinen getrenntenDampfturbinen entspannt wird. Hierdurch
tritt der technische Fortschritt auf, daß sich die Bauart der Dauerstromturbinen
weitgehend vereinfacht, daß weiter Vermischungen des Dampfes mit den Feuergasen vollkommen ausgeschlossen werden, so daß
einerseits der Dampf in üblicher Weise tief herunterkondensiert werden kann, während
andererseits in den Feuergasen die Bildung schwefel- und schwefligsaurer Erzeugnisse
verhindert bleibt.
Im Wesen des Patents 548 632 liegt es dabei, daß der Dampf durch die Abwärme
der höheren Stufen der Brennkraftturbinenanlage überhitzt wird, während seine Erzeugung
mittels der Abwärme der niederen und insbesondere der letzten Stufen der Anlage vorgenommen wird. Man erreicht hierdurch
hohe Überhitzungsgrade des Dampfes, ohne Beeinträchtigung der Fähigkeit der Feuergase,
Dampf wirtschaftlicher Spannung zu
erzeugen. Zweckmäßig wird auch die durch das Kühlmittel des Brennkraftturbinenteiles
der Anlage aufgenommene Kühlwärme zur Dampferzeugung benutzt. Diese Kühlwärme kann in der verschiedensten Weise ausgenutzt
werden. Beispielsweise kann Kühlöl, das in den Kühlräumen des Brennkraftturbinenteiles
hoch aufgeheizt worden ist, in einem besonderen Wärmetauscher Wärme an ίο Flüssigkeiten niedrigeren Siedepunktes, beispielsweise
an Wasser, abgeben, so daß dieses verdampft und in der im Patent 548 632 näher geschilderten Weise mittels der Turbinenabwärme
überhitzt wird. Es kann aber auch unmittelbar unter Druck stehende Kühlflüssigkeit
in den Kühlräumen der Brennkraftturbine aufgeheizt und in an sich bekannter Weise unter Verdampfung entspannt werden.
Der gebildete Dampf wird dann durch die Tubinenabwärme weiter überhitzt.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführung einer zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens geeigneten Anlage.
Es bezeichnet .1 eine Verpuffungskammer der als Eingangsstufe der Anlage dienenden
Verpuffungsbrennkrafturbineneinheit 2. Die Verpuffungskammer 1 ist bei 3 ummantelt.
Nachdem die in der Verpuffungskammer 1 durch Bildung und Entzündung zündfähiger
Gemische gebildeten Feuergase das Laufrad 4 der Verpuffungsbrennkraftturbine, dem Arbeitstakt
derselben entsprechend, rhythmisch beaufschlagt haben, strömen sie über Leitungsweg
S der reinen Dauerstromturbine 6 zu. Nachdem sie hier entspannt worden sind,
werden sie über Leitungsweg 7 in die Atmosphäre entlassen.
Eine Druckpumpe 8 fördert Wasser aus dem Vorratsbehälter 9 in die Kühlräume der
Brennkraftturbinenanlage; dieses Wasser ersetzt ständig die in Form von Arbeitsdampf
entzogene Wassermenge. Das unter hohem Druck umgewälzte Wasser strömt zunächst
durch Leitung 10 in den Kühlmantel 3 der Verpuffungskammer 1, in der es bis nahe an
den infolge des hohen Druckes \hochliegenden Verdampfungspunkt erhitzt wird. Das aufgeheizte
Wasser fließt dann über Leitung 13 dem Druckminderungsventil 15 zu, um durch
dieses auf den im Kessel 17 herrschenden Druck entspannt zu werden. Da durch die
Druckerniedrigung der Verdampfungspunkt des Wassers unter die Temperatur des zuströmenden
Wassers fällt, geht ein entsprechender Teil des Wassers in Dampf über. Das nicht verdampfte Wasser wird durch die
Umwälzpumpe 16 aus dem Kessel 17 zurückgesaugt
und unter Druckerhöhung über Leitung 14 in den Vorwärmer 12, der in den
Abgasweg der Dauerstromturbine 6 eingeschaltet ist, eingeführt. Das im Vorwärmer 12
aufgeheizte Wasser strömt über Leitung 11 unter Vereinigung mit dem durch Druckpumpe
8 zugeführten Wasser der Leitung 10 zu und beginnt den Kreislauf von neuem.
Der im Kessel 17 gebildete Dampf wird über Leitung 18 den im Abgas weg 5 der Verpuffungsbrennkraftturbine
2 angeordneten Überhitzern 19 und 20 zugeführt. Der überhitzte Dampf wird über Leitung 21 abgezogen
und dient zur Beaufschlagung der reinen Dampfturbine 22. Der Abdampf der HocH-druckdampfturbine
erfährt im Wärmetauscher 23, der ebenfalls im Abgasweg 7 der Dauer-Stromturbine
6 angeordnet ist, eine Zwischenüberhitzung und wird in diesem Zustand über Leitung 24 der reinen Niederdruckdampfturbine
25 zugeführt. Dort gibt er sein Arbeitsvermögen ab und wird im Kondensator 26 niedergeschlagen. Das Kondenswasser
wird über Leitung 27 zum Vorratsbehälter 9 zurückgeführt, nachdem es im Wärmetauscher
28 vorgewärmt worden ist.
Claims (1)
- Patentanspruch :Verfahren zum Betriebe von Brennkraftturbinenanlagen nach Patent 548 632, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausströmgase der Verpuffungsbrennkraftturbine in reinen Gasturbinen im Dauerstrom abgearbeitet werden, während der durch die Abwärme der Brennkraftturbine erzeugte und überhitzte Dampf in-reinen, von den Dauerstromturbinen getrennten Dampfturbinen entspannt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE559675T | 1927-11-18 |
Publications (1)
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|---|---|
| DE559675C true DE559675C (de) | 1932-09-22 |
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|---|---|---|---|
| DE1930559675D Expired DE559675C (de) | 1927-11-18 | 1930-04-18 | Verfahren zum Betriebe von Brennkraftturbinenanlagen |
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Also Published As
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