DE564734C - Fliehkraftmuehle mit zwei um eine gemeinsame Achse entgegengesetzt umlaufenden kegelfoermigen Hohlkoerpern - Google Patents
Fliehkraftmuehle mit zwei um eine gemeinsame Achse entgegengesetzt umlaufenden kegelfoermigen HohlkoerpernInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B02—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
- B02C—CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
- B02C19/00—Other disintegrating devices or methods
- B02C19/0012—Devices for disintegrating materials by collision of these materials against a breaking surface or breaking body and/or by friction between the material particles (also for grain)
- B02C19/005—Devices for disintegrating materials by collision of these materials against a breaking surface or breaking body and/or by friction between the material particles (also for grain) the materials to be pulverised being disintegrated by collision of, or friction between, the material particles
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Description
gebenen
Die Erfindung betrifft Mühlen zum Zerkleinern oder Mahlen von Stoffen, wie Erz,
Zementklinker, Kieselerde ο. dgl.
Der Zweck der Erfindung ist, zum ange-Zwecke eine Fliehkraftmühle zu
schaffen, die ein gegebenes Gut feiner zu mahlen vermag als Fliehkraftmühlen üblicher
Bauart.
Fliehkraftmühlen mit zwei um eine gemeinsame Achse entgegengesetzt umlaufenden
kegelförmigen Hohlkörpern sind bekannt. Auch ist es bekannt, bei solchen Fliehkraftmühlen
die kegelförmigen Hohlkörper in der Achsrichtung verstellbar anzuordnen, um den Austragsspalt zwischen den Rändern der einander
zugekehrten offenen Seiten der Hohlkörper je nach Lage der Verhältnisse verändern
zu können. Die Erfahrung hat jedoch gelehrt, daß Fliehkraftmühlen lediglich mit
ao zwei um eine gemeinsame Achse entgegengesetzt umlaufenden kegelförmigen, in Achsrichtung
verstellbaren Hohlkörpern, deren offene Grundflächen gegeneinandergerichtet sind, und deren Wandungen miteinander
einen Austragsspalt bilden, ein gegebenes Gut mit einer einmaligen Mahlung nicht genügend
fein zerkleinern. Um diesen Mangel zu beseitigen und eine Gewähr dafür zu geben,
daß eine unter Umständen schon genügend feine Zerkleinerung mit einer nur einmaligen
Mahlung des Gutes erzielt wird, sind erfindungsgemäß in den Hohlkörpern Vorrichtungen
angeordnet, die den Mahlraum in mehrere konzentrische Mahlabteilungen zerlegen. In den offenen, einander zugekehrten Enden
eines jeden Hohlkörpers sind in konzentrischer Anordnung dünne breite Ringe befestigt,
so daß einander gegenüberstehende Ringe zwischen sich einen Spalt belassen.
Die Auslaßspalte der Ringe werden vorteilhaft gegeneinander versetzt angeordnet
und in Richtung nach außen von Stufe zu Stufe verengt. Gemäß einem weiteren Merkmal
der Erfindung ist in den Mahlraum axial
nahezu bis in die Mitte ein Saugrohr eingeführt, um ganz feines staubförmiges Gut, welches
durch die Fliehkraft nicht mehr beeinflußt wird, aus dem Mahlraum abzusaugen und von dem übrigen durch die Austragsspalte
hindurchgehenden Mahlgut getrennt zu halten.
Im folgenden soll die Erfindung an einem besonderen Ausführungsbeispiel beschrieben
werden. Es stellen dar:
Abb. ι eine gemäß Erfindung verbesserte Fliehkraftmühle im Längsschnitt,
Abb. 2 im Längsschnitt und vergrößerten Maßstabe die kegelförmigen Hohlkörper zum
Mahlen des Gutes,
Abb. 3 einen Schnitt nach III-III der Abb. 2,
Abb. 4 einen Teil der kegelförmigen Hohlkörper in einer anderen Ausführung.
Auf einer Grundplatte^ sitzen zwei Lagerböcke B, C, von denen der eine, B, ortsfest
und der andere, C, längs einer Geradfüh-
rung 3 verschiebbar angeordnet ist. Zur
Längsverstellung dient die Gewindespindel 4 mit dem Handrad/. Nach geschehener Einstellung
auf der Geradführung wird der Lagerbock C mit einem oder. mit mehreren
Schraubenbolzen 8 festgespannt.
In den beiden Lagern 10 des Lagerbokkes C sitzt eine hohle Welle 11. Eine ebensolche
Welle 12 sitzt in den beiden Lagern 9 des Lagerbockes B. Auf den einander zugekehrten
Enden der Wellen 11 und 12 sind
die kegelförmigen Hohlkörper 14, 15 befestigt.
Wie aus Abb. 1 und 2 ersichtlich, sind erfindungsgemäß
in beiden Hohlkörpern konzentrische Ringe 16, 17, 18 vorgesehen, die,
aus einem Spezialstahl bzw. aus einem widerstandsfähigen
Werkstoff hergestellt, im Querschnitt vorzugsweise recht dünn, jedoch, wie dargestellt, ziemlich breit gehalten werden,
den Mahlraum in mehrere konzentrische Mahlabteilungen aufteilen und untereinander
Auslaßspalte i6a, τ?", i8« frei lassen. Die
Ringe sind so eingebaut, daß sie gegebenenfalls ausgewechselt werden können. Zum
Zwecke, die Ringe konzentrisch ineinander zu halten, könnten, wie in Abb. 3 dargestellt,
z.B. Stehbolzen 19 verwendet werden.
Das zu mahlende Gut wird bei D eingeschüttet und mit einer Förderschnecke 22 in
den Mahlraum hineingebracht. Zum Antrieb des Hohlkörpers 14 in der einen Richtung
ist auf der Hohlwelle 11 die Riemenscheibe ι ia und zum Antrieb des Hohlkörpers 15
(Antrieb, wie üblich, in einer entgegengesetzten Richtung) auf der Welle 12 eine Riemenscheibe
12° vorgesehen. Die Drehgeschwindigkeiten müssen genügend groß sein,
um das eingebrachte Gut der Wirkung der Fliehkraft zu unterwerfen. Das Gut wird nun
in zwei Hälften aufgeteilt, die infolge der entgegengesetzten Drehung der Hohlkörper 14,
15 aufeinander reiben und mahlen müssen. Die Fliehkraft treibt das gemahlene Gut
durch den Spalt i8ffi zwischen den innersten
Ringen 18 hindurch. Dieses durch den Spalt 18« gelangende Gut sammelt sich in dem
zwischen den Ringen 17 und 18 gebildeten.
Ringraum, um in demselben in ähnlicher Weise wie zuvor eine zweite Mahlung durchzumachen,
worauf das noch feiner gemahlene Gut durch den ringförmigen Spalt 17° in den
nächsten, zwischen den Ringen 16 und 17 gebildeten
Ringraum gelangt, hier abermals in einer Weise ähnlich wie zuvor eine Feinmahlung
durchmacht und endlich durch den zwischen den Ringen 16 vorhandenen Spalt 16«
zum Austrag gelangt. Hier sei noch bemerkt, daß es sich praktisch empfiehlt, die Austragspalte
16*, 17«, 18« nicht in einer gemeinsamen
Ebene, sondern zueinander versetzt anzuordnen. Ein ortsfestes Gehäuse 2 5 umgibt
die sich drehenden Hohlkörper 14, 15 und leitet das gemahlene Gut bei 26 ab; beispielsweise
zu einem Sichter, der das Gut, soweit es eine gewisse Feinheit besitzt, abschneidet,
dahingegen das übrige, noch verhältnismäßig grobe Gut wieder zum Einlauf D zurückschickt.
Bei der Drehung der kegelförmigen Hohlkörper 14 und 15 strebt das Gut infolge der
Fliehkraft nach den Innenwandungen, an denen es sich, wie es die punktierten Linien
27 veranschaulichen, unter einem gewissen Winkel zur Drehachse stauen muß. Der eben
erwähnte Winkel beträgt im Durchschnitt ungefähr 330. Auf den Ringen 16 und 17
baut sich das Gut, wie mit den punktierten Linien 28, 29 angedeutet, in ganz ähnlicher
Weise auf. Hierdurch werden die Innenflächen der Ringe 16, 17, 18 und Hohlkörper
14, 15 vor unmittelbarer Abnutzung geschützt.
Tatsächlich erfolgt eine unmittelbare Abnutzung lediglich zwischen den einander zugekehrten
Flächen der Ringe 16, 17, 18, d.h.
beim Durchgang des Gutes durch die ringförmigen Spalte 16«, 17°, i8ß entsteht eine
gewisse Reibung, derzufolge die Ringe an den Kanten abgenutzt werden, jedoch ist diese
Abnutzung offenbar die einzige wirklich bemerkenswerte Abnutzung. Bei den ersten Versuchen
wurden, wie in Abb. 4 dargestellt, verhältnismäßig starke Ringe 30 verwendet. Es ergab sich jedoch, daß die Abnutzung
zwischen den einander zugekehrten Flächen derartiger Ringe übermäßig groß ist. Es
wurden alsdann breite Ringe von der bei 16, 17 und 18 dargestellten Art eingesetzt, und
zwar mit dem Erfolg, daß sich die Abnutzung als wesentlich geringer erwies. Somit wird
jetzt Ringen von der Art der bei 16 dargestellten Ringe der Vorzug gegeben.
Bei Verwendung mehrerer Ringe ist es nun ohne weiteres möglich, die Austragspalte i6ß,
I7a, 18° verschieden groß zu halten, also
z. B. den Spalt zwischen den Ringen 18 am größten zu gestalten, so daß noch verhältnismäßig
grobes Gut hindurch kann. Dieses noch verhältnismäßig grobe Gut wird in dem Mahlraum zwischen den Ringen 17, 18 einer
weiteren Mahlung unterworfen, und wenn nun der Spalt 17« etwas enger gehalten wird als
der ersterwähnte Spalt i8fl, wird in den dritten
Mahlraum zwischen den Ringen 17, 16 ein entsprechend feineres Gut hineingelangen.
Der noch engere oder engste Spalt i6a der
äußersten Ringe 16 läßt nur ganz fein gemahlenes Gut zum Austrag gelangen.
Wenn die Abnutzung zwischen den sich gegenüberstehenden Ringen schon weit vorgeschritten
ist, oder aus irgendwelchen anderen Gründen eine Regelung der Weite der
Austragspalte ΐ6α, ij", ΐ8α sich als notwendig
erweisen sollte, kann durch Drehung des Handrades der eine Hohlkörper relativ zum
anderen axial verstellt werden.
Wie aus Abb. ι hervorgeht, ist die Welle 12 ziemlich weit in den Hauptmahlraum hineingezogen. Auf seinem inneren Ende ist das Rohr 12 mit einem Sieb 32 versehen. Das andere Ende des Rohres wird einem Sauggeblase o. dgl. angeschlossen, um das staub· förmige Gut, auf welches die Fliehkraft keinen Einfluß hat, abzuziehen. Somit werden zwei Sorten Gut gewonnen, nämlich ein Gut, wie es durch den ringförmigen Schlitz i6a zum Austrag gebracht wird, und ein Gut, wie es der Maschine durch die Hohlwelle 12 entzogen wird.
Wie aus Abb. ι hervorgeht, ist die Welle 12 ziemlich weit in den Hauptmahlraum hineingezogen. Auf seinem inneren Ende ist das Rohr 12 mit einem Sieb 32 versehen. Das andere Ende des Rohres wird einem Sauggeblase o. dgl. angeschlossen, um das staub· förmige Gut, auf welches die Fliehkraft keinen Einfluß hat, abzuziehen. Somit werden zwei Sorten Gut gewonnen, nämlich ein Gut, wie es durch den ringförmigen Schlitz i6a zum Austrag gebracht wird, und ein Gut, wie es der Maschine durch die Hohlwelle 12 entzogen wird.
Da die Ringe 16, 17 und 18 die einzigen
Teile der Mühle sind, welche einer nennenswerten Abnutzung unterliegen, empfiehlt es
sich, sie auswechselbar anzuordnen. Die Ringe selbst können auf jede einfache zweckentsprechende
Art und Weise befestigt werden, sofern es nur möglich bleibt, sie, wenn es die Umstände erfordern, einfach, leicht
und bequem herauszunehmen und zu erneuern.
Claims (4)
1. Fliehkraftmühle mit zwei um eine gemeinsame Achse entgegengesetzt umlaufenden
kegelförmigen, in Achsrichtung verstellbaren Hohlkörpern, deren offene Grundflächen gegeneinander gerichtet
sind, und deren Wandungen miteinander einen Austragsspalt bilden, dadurch gekennzeichnet,
daß in den Hohlkörpern den Mahlraum in konzentrische Mahlabteilungen zerlegende Vorrichtungen angeordnet
sind.
2. Fliehkraftmühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den offenen
einander zugekehrten Enden eines jeden Hohlkörpers konzentrisch dünne breite Ringe befestigt sind und einander gegenüberstehende
Ringe zwischen sich einen Spalt belassen.
3. Fliehkraftmühle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Auslaßspalte der Ringe gegeneinander versetzt sind.
4. Fliehkraftmühle nach Anspruch 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein in die
Mitte des Mahlraumes axial hineinragendes Saugrohr.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET39105D DE564734C (de) | 1931-07-07 | 1931-07-07 | Fliehkraftmuehle mit zwei um eine gemeinsame Achse entgegengesetzt umlaufenden kegelfoermigen Hohlkoerpern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET39105D DE564734C (de) | 1931-07-07 | 1931-07-07 | Fliehkraftmuehle mit zwei um eine gemeinsame Achse entgegengesetzt umlaufenden kegelfoermigen Hohlkoerpern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE564734C true DE564734C (de) | 1932-11-22 |
Family
ID=7560390
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET39105D Expired DE564734C (de) | 1931-07-07 | 1931-07-07 | Fliehkraftmuehle mit zwei um eine gemeinsame Achse entgegengesetzt umlaufenden kegelfoermigen Hohlkoerpern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE564734C (de) |
-
1931
- 1931-07-07 DE DET39105D patent/DE564734C/de not_active Expired
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