DE56483C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schräggoldschnitt an Karten - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schräggoldschnitt an Karten

Info

Publication number
DE56483C
DE56483C DENDAT56483D DE56483DA DE56483C DE 56483 C DE56483 C DE 56483C DE NDAT56483 D DENDAT56483 D DE NDAT56483D DE 56483D A DE56483D A DE 56483DA DE 56483 C DE56483 C DE 56483C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
disks
gold
card
cards
rollers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT56483D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. kufner in München
Publication of DE56483C publication Critical patent/DE56483C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B26HAND CUTTING TOOLS; CUTTING; SEVERING
    • B26DCUTTING; DETAILS COMMON TO MACHINES FOR PERFORATING, PUNCHING, CUTTING-OUT, STAMPING-OUT OR SEVERING
    • B26D3/00Cutting work characterised by the nature of the cut made; Apparatus therefor
    • B26D3/02Bevelling

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Machines For Manufacturing Corrugated Board In Mechanical Paper-Making Processes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 11: Buchbinderei.
Bekanntlich wird der Schräggoldschnitt bei Karten gegenwärtig durch Schrägschneiden der Kartenränder hergestellt. Durch letzteres werden aber die Ränder im Gefüge gelockert, oft auch ausgefranzt u. s. w., so dafs der Schräggoldschnitt kein schönes Aussehen erhält und die Ränder rasch stumpf und unschön werden. Aufserdem ist das Schrägschneiden mittelst Messers umständlich und erfordert nachträglich ein eigenes Glätten.
Durch das in der Folge beschriebene Verfahren soll nun das Schrägschneiden und das nachfolgende Glätten vollständig vermieden werden. Beides geschieht vielmehr gleichzeitig, und zwar in folgender Weise:
Die Karte kommt mit der oder den abzuschrägenden Kanten zwischen zwei Walzen oder Scheiben (Fig. 1 beiliegender Zeichnung), von denen die untere (1) glatt und die obere (2) eine Abschrägung hat. Durch den Druck der Scheibe 2 auf den Kartenrand wird derselbe schräg zusammengedrückt und so in einfachster Weise die Kantenabschrägung erreicht. Es wird hier bewirkt, dafs diese viel gröfsere Festigkeit, ja gröfsere Festigkeit als das Kartengefüge an sich erhält, weil der Rand fest geprefst wird. War also bei den bisherigen Schräggoldschnitten ein leichtes Abstofsen der äufseren Ränder möglich, so ist dies bei vorliegendem Verfahren nicht mehr der Fall. Dasselbe hat auch noch den Vortheil, dafs man die Abschrägungen gleichzeitig mit erhaben oder vertieft geprägten Verzierungen versehen kann, indem man der schrägen Fläche der Scheibe 2 eine entsprechende Prägung giebt.
Durch die Anwendung zweier entgegengesetzt umlaufender Scheiben erreicht man nach Fig. 3, 4 und 5 eine Abkantung. Hat man bisher den Schrägschnitt mit den üblichen Vorrichtungen auf einmal nur auf einer Seite vollziehen können, so kann dies bei vorliegendem Verfahren auf zwei gleichlaufenden Kanten gleichzeitig geschehen. Fig. 6 zeigt einen Längenschnitt der dabei benutzten Maschine, Fig. 7 einen Querschnitt derselben. Sie besteht aus zwei Lagerböcken A, in welchen die Achsen des Getriebes und der Messer und Prägescheiben so gelagert sind, dafs sie zum Einsetzen und Auswechseln anderer Scheiben auf- und abwärts verstellt werden können. Auf den Achsen a a sitzen diejenigen Walzen, welche das entsprechend breite Kartenstück fassen und in die Maschine einführen. Sie tragen auch gleichzeitig die Scheiben für die Bandführung ii, durch welche die Karten durch die Maschine gebracht werden. Um diese Führung vollständig sicher zu gestalten und die Karten in jeder Stellung so fest zu halten, dafs sie durch die Einwirkung der Messer und der Scheiben nicht verrückt werden können, wird die Bandführung i folgendem!afsen eingerichtet: Das obere und untere endlose Band i (am besten starke Gummibänder) läuft je über die oder mit den Führungsscheiben s, von denen zwei oder mehrere Bewegung durch das Getriebe erhalten, und zwar mit der Geschwindigkeit der Schneide- und Prägescheiben. Die Scheiben 5 sind auf ihrer Achse verstellbar, damit die Bänder i für schmälere Karten enger zusammen, für breitere Karten weiter aus einander ge-

Claims (2)

stellt werden können. Damit die Bänder nun gleichmäfsig fest auf einander geprefst werden und vollständige Geradeführung erreicht wird, sind zwischen den Längsschienen nn, die an den Querschienen F auf- und abstellbar sind, Röllchen χ angeordnet. Werden die oberen und unteren Schienen η gegen einander geprefst, nötigenfalls unter Anordnung von Federn, so drücken die Röllchen die Bandführungen gegen einander, wodurch eine sichere Führung erzielt wird. Entsprechend der Verstellbarkeit der Bänder i auf ihren Führungsscheiben sind auch die Längsschienen mit den Röllchen seitlich verstellbar. Haben die Einführungswalzen den Kartenstreifen gefafst, so kommt derselbe zunächst an die Messerscheiben k, Fig. 6, welche den Streifen auf die erforderliche Breite schneiden. Hierauf gelangt derselbe unter die Prefsscheiben ι und 2 (Fig. 1) der Achse c, welche die Kartenränder durch Pressen abschrägen. Soll die Karte am Rand eine Prägung erhalten, so wird eine passende Prägscheibe verwendet. Das Prägen kann gleichzeitig mit dem Abschrägen erfolgen oder mittelst eigener Scheiben auf· der Achse d. Will man eine weitere Abschrägung oder Abkantung herstellen, so bringt man auf der Achse d oder e Scheiben nach Fig. 4 oder 5 an. Neben dem Abkanten können auch bei entsprechender Anordnung gleichzeitig farbige Ränder hergestellt werden. Bei sämmtlichen Prefs- und Prägescheiben arbeiten eigentlich nur die oberen, während die unteren als Widerlager dienen. Die in beschriebener Weise bearbeitete Karte gelangt nun am Ende des Führungsbandes zu den Auswerfwalzen v, welche rasch umlaufen. Diese Walzen können auch vor- und zurückstellbar, je nach der herzustellenden Karte, angeordnet werden. Der zweimalige Durchgang der Karten durch die Maschine stellt dieselben vollständig fertig. Ferner können durch entsprechend mehr Scheibenpaare und Führungsbänder auch zwei, drei oder mehr Karten der Breite der Maschine nach auf einmal durch die Maschine geführt ■werden. Es bekommen dabei die mittleren Scheiben die aus Fig. 8 und 9 ersichtliche Form, wobei also eine Scheibe mit zwei Abschrägungen zwei Ränder schrägt. Die in der Zeichnung dargestellte Maschine hat ein Zahnradgetriebe und wird damit ein sicheres Arbeiten gewährt. Wichtig ist, dafs die Gold- oder auch farbige Schrägung sofort vollständig fertig aus der Maschine kommt, indem man die Karten vorher mit einem entsprechenden Goldoder Farbenrand versieht und diesen dann durch das Schrägpressen sofort in den Schräggoldschnitt u. s. w. umwandelt. Mufste man also früher zuerst die Ränder schräg schneiden, glätten und dann färben oder vergolden, so bedarf es jetzt nur des einfachen Farben- oder Gold Vordruckes auf der Karte, welcher nach dem Durchgang der Karten durch die Prefsscheiben in den Gold- oder Farbenschrägschnitt umgewandelt wird. Pa te ν τ -Ansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von einfach schrägen, farbig oder vergoldet schrägen Rändern an Karten, dadurch gekennzeichnet, dafs die event, mit Farben- oder Goldeinfassung versehenen Kartenränder durch eine abgeschrägte, event, mit Gravirung versehene Scheibe oder Walze schräg geprefst bezw. gedrückt werden.
2. Eine Maschine zur Ausführung des unter 1. gekennzeichneten Verfahrens, bestehend aus den auf den rotirenden Achsen b c event, d e gelagerten verstellbaren Messerscheiben und Prefs- und Prägescheiben von der Form nach Fig. 1, 4 und 5 in einfacher oder mehrfacher Anordnung, zwischen welchen der zu bearbeitende Karton durch die endlosen Transportbänder i durchgeführt wird, welche durch die zwischen verstellbaren Längsschienen η gelagerten Rollen χ gegen einander gedrückt werden.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT56483D Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schräggoldschnitt an Karten Expired - Lifetime DE56483C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE56483C true DE56483C (de)

Family

ID=330921

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT56483D Expired - Lifetime DE56483C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schräggoldschnitt an Karten

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE56483C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2619221A1 (de) Vorrichtung zum maschinellen herstellen von rillen
DE56483C (de) Verfahren und Maschine zur Herstellung von Schräggoldschnitt an Karten
CH466957A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Filtereinsätzen
DE2708739A1 (de) Ein- oder beiseitig wirkendes bandstahlmesser, vorzugsweise zum abschaelen von spaenen oder holzwolle und/oder zur faserritzung und verfahren zur herstellung desselben
DE3106551C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Möbelteilen aus winkelig zusammengesetzten Einzelteilen
DE3444519C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Bearbeitung von im Querschnitt vorzugsweise kreisförmigen Stäben u.dgl., insbesondere aus Holz
DE934973C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Tischlerplatten, Sperr-holztueren u. dgl. mit einer Mittellage aus Spiralkoerpern zur Versteifung der aussen liegenden Deckplatten oder Schichten
DE1202965B (de) Messer fuer die Holzzerspanung
DE3305666A1 (de) Kontinuierliche kalibriermaschine fuer granitplatten
DE508847C (de) Verfahren zur Herstellung von daubenartigen und aehnlichen Arbeitsstuecken fuer Faesser, Kuebel o. dgl. aus einem Rohmaterialstreifen von Fasermaterial
DE591290C (de) Verfahren zur Herstellung von Sperrholzplatten
DE496291C (de) Riller fuer Pappen und Wellpappen
DE2810565A1 (de) Kantenanleimmaschine
DE502388C (de) Maschine zum Bearbeiten oder Verzieren der Raender von Papier und aehnlichen Stoffen
DE592232C (de) Kammschneidemaschine
DE65313C (de) Hobel zur Herstellung schmaler Stäbchen
CH463940A (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Filtereinsätzen
AT365506B (de) Holzbearbeitungsmaschine zur herstellung von kantholz od. dgl.
DE532070C (de) Maschine zum Zurichten von ebenen Druckplatten
DE19926261A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Holzwollefasern
DE520969C (de) Fraesmaschine, insonderheit fuer Buerstenhoelzerstiele
DE2334883C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Kunststoff-Platten, die eine Kehlung mit einer hochglanzpolierten Oberfläche aufweisen, insbesondere zum Herstellen von Kunststoff-Kegelbahnen
DE404735C (de) Stanze mit umlaufenden Stanzwerkzeugen zum Einschneiden von Pappe
DE446407C (de) Papierbeschneidemaschine
DE38388C (de) Absatz-Beschneidemaschine