DE564954C - Verfahren zur Herstellung nicht explosiver, fuer katalytische Umsetzungen geeigneterGas-Dampf-Gemische von konstanter Zusammensetzung - Google Patents

Verfahren zur Herstellung nicht explosiver, fuer katalytische Umsetzungen geeigneterGas-Dampf-Gemische von konstanter Zusammensetzung

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DE564954C
DE564954C DEI29955D DEI0029955D DE564954C DE 564954 C DE564954 C DE 564954C DE I29955 D DEI29955 D DE I29955D DE I0029955 D DEI0029955 D DE I0029955D DE 564954 C DE564954 C DE 564954C
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gas
constant composition
production
explosion limit
vapor
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Expired
Application number
DEI29955D
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English (en)
Inventor
Dr Johannes Brode
Dr Otto Drossbach
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F23/00Mixing according to the phases to be mixed, e.g. dispersing or emulsifying
    • B01F23/10Mixing gases with gases
    • B01F23/12Mixing gases with gases with vaporisation of a liquid

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung nicht explosiver, für katalytische Umsetzungen geeigneter Gas-Dampf-Gemische von konstanter Zusammensetzung Bei katalytischen Prozessen ist es bekannt, nicht explosive Gas-Dampf-Gemische dadurch herzustellen, daß die gesamte für den Prozeß erforderliche sauerstoffhaltige Gasmenge über die auf eine bestimmte Temperatur erhitzten Ausgangsstoffe geleitet wird, oder daß die Menge der zu verdampfenden Stoffe durch Rotamesser oder ähnliche Vorrichtungen gemessen und den Reaktionsgasen zugeführt wird. Diese Methode bereitet aber große Schwierigkeiten, insbesondere wenn man unreine bzw. gefärbte oder sehr hochschmelzende Stoffe, z. B. Rohnaphthalin oder Anthracen, verdampfen will, da, abgesehen davon, daß die aus Glas bestehenden Teile der Meßvorrichtung den hochmolekularen heißen Stoffen nicht standhalten, sich die Verunreinigungen in den Meßvorrichtungen absetzen und bei undurchsichtigen Flüssigkeiten der Schwimmer des Rotamessers nicht beobachtet werden kann.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ein für katalytische Umsetzungen geeignetes nicht explosives Gas-Dampf- Gemisch konstanter Zusammensetzung erhält, wenn man eine aus Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen bestehende und durch die Menge der zu verdampfenden Stoffe für die Erreichung des unterhalb der unteren Explosionsgrenze liegenden Gas-Dampf-Gemisches bestimmte Gesamtgasmenge in zwei Teilgasströme zerlegt, von denen der eine durch oder über die erhitzten umzusetzenden, verdampfbaren und brennbaren, insbesondere unreinen Stoffe geleitet wird, und zwar in der Weise den Gasstrom zerlegt, daß das in dem zur Verdampfung dienenden Teilgasstrom entstehende Gas-Dampf-Gemisch über der oberen Explosionsgrenze liegt und hierauf beide Teilströme wieder zu einem Gas-Dampf-Gemisch vereinigt. Bei den meisten in Frage kommenden Stoffen verhält sich das Gewicht des brennbaren Stoffes in I cbm Sauerstoff oder eines sauerstoffhaltigen Gasgemisches an der oberenExplosionsgrenze zudem Gewicht an derunterenExplosionsgrenze annähernd wie 10: 1. I Wird demnach ein Teilgasstrom, dessen Volumen weniger als Io 01o des Gesamtgasstromes beträgt, durch oder über die so hoch erhitzten Ausgangsstoffe geleitet, daß ein Gas-Dampf-Gemisch entsteht, das über der oberen Explosionsgrenze liegt, so kann beim Vereinigen der beiden Teilströme nur ein Gemisch entstehen, das unter der unteren Explosionsgrenze liegt, wenn die Temperatur des Verdampfers, die vom Schmelzpunkt bzw. vom Dampfdruck der umzusetzenden Stoffe abhängt, richtig eingestellt ist.
  • Infolge der Verzweigung des Gasstromes ist die den Verdampfer durchstreichende Gasmenge nur gering. Hieraus ergibt sich der Vorteil, daß sich ein mechanisches Mitreißen von Verunreinigungen des zu verdampfenden Materials durch an sich bekannte Maßnahmen, die als solche nicht Gegenstand der Erfindung sind, in besonders günstiger Weise vermeiden läßt. So ist es z. B. zweckmäßig, die Temperatur des Verdampfers bzw. der Gase so hoch zu halten, daß schon ein langsamer Gasstrom genügt, um die gewünschte Menge der Ausgangs stoffe mitzuführen, ein mechanisches Mitreißen von Verunreinigungen aber vermieden wird.
  • Bei dieser Arbeitsweise ist es ferner auch leicht möglich und vorteilhaft, den Gasstrom zu filtrieren, indem man z. B. die Dämpfe durch ein Gefäß leitet, das mit gekörntem Bimsstein gefüllt ist.
  • Ist die Temperatur der verdampfenden Ausgangsstoffe festgelegt, so kann die mitgeführte Menge von Dampfen genau durch das Volumen des darüber- oder durchgeleiteten Gasstromes reguliert werden. Im Verdampfer zurückbleibende Verunreinigungen werden entfernt.
  • Man kann bei beliebigen Drucken arbeiten.
  • Beispiel I Ein Luftstrom von 30 cbm in der Stunde wird so verzweigt, daß 29 cbm direkt zu einem Kontaktofen geführt werden, während 1 cbm nach Vorwärmung auf I500 durch geschmolzenes Rohnaphthalin von I500 geleitet wird, wobei er sich mit etwa 800 g Naphthalin belädt. Es entsteht dabei ein Naphthalin-Luft-Gemisch, das über der oberen Explosionsgrenze liegt. Dieses Naphthalin-Luft-Gemisch leitet man noch durch eine Filtriereinrichtung, die mit gekörntem Bauxit beschickt ist, und vereinigt es dann mit den direkt zum Ofen geleiteten 29 cbm Luft.
  • Es entsteht ein Gemisch von 27 g Naphthalin in I cbm Luft; dieses liegt unter der unteren Explosionsgrenze. Im Verdampfer zurückbleibende Verunreinigungen werden entfernt und durch frisches Rohnaphthalin ersetzt. Soll der Teilluftstrom von I cbm in der Stunde nicht durch das geschmolzene Rohnaphthalin geleitet werden, sondern über dieses, so muß die Temperatur des Rohnaphthalinverdampfers auf etwa 2000 gesteigert werden. Die Heizung des Verdampfers geschieht zweckmäßig durch gesättigten Wasserdampf, dessen Temperatur durch Einhaltung eines bestimmten Druckes genau festgelegt ist.
  • In gleicher Weise kann man verfahren, wenn man genau regulierte Gasgemische mit Dämpfen von Benzol, Acenaphten, Anthracen, Phthalsäureanhydrid, Phenolen usw. herstellen will.
  • Es ist nur nötig, die Temperatur des Verdampfers von Fall zu Fall besonders festzulegen.
  • Bei hochsiedenden Stoffen, z. B. Anthracen, erfolgt die Heizung des Verdampfers vorteilhaft durch siedendes Diphenyloxyd bzw. gesättigten Diphenyloxyddampf von bestimmtem Druck.
  • Beispiel 2 Ein Luftstrom von 2 cbm/Stunde wird auf 2600 erhitzt und durch geschmolzenes, etwa go0/,iges Anthracen von 2600 geleitet. Die Luft belädt sich dabei mit I,5 kg Anthracen; es entsteht also ein nicht explosives Gasgemisch, dessen Zusammensetzung über der oberen Explosionsgrenze liegt. Dieses Gasgemisch wird mit einem Luftstrom von IOO cbmlStunde vereinigt; es entsteht einAnthracendampf-Luft-Gemisch, das seiner Zusammensetzung nach unter der unteren Explosionsgrenze liegt. Dieses Gasgemisch kann direkt für die katalytische Oxydation von Anthracen zu Anthrachinon verwendet werden. Die Heizung des Anthracenverdampfers erfolgt durch gesättigten Diphenyloxyddampf von Atmosphärendruck.

Claims (1)

  1. PATENTAN SPRUCH : Verfahren zur Herstellung nicht explosiver, für katalytische Umsetzungen geeigneter Gas-Dampf-Gemische konstanter Zusammensetzung, dadurch gekennzeichnet, daß die gesamte aus Sauerstoff oder sauerstoffhaltigen Gasen bestehende und durch die Menge der zu verdampfenden Stoffe für die Erreichung des unterhalb der unteren Explosionsgrenze liegenden Gas-Dampf-Gemisches bestimmte Gasmenge in zwei Teilgasströme zerlegt wird, von denen der eine durch oder über die erhitzten umzusetzenden, verdampfbaren und brennbaren, insbesondere unreinen Stoffe geleitet wird, und zwar in der Weise zerlegt wird, daß das in diesem Teilgasstrom entstehende Gas-Dampf-Gemisch über der oberen Explosionsgrenze liegt, worauf dieses Gas-Dampf-Gemisch wieder mit dem anderen Teilgasstrom vereint wird.
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