DE565737C - Vorrichtung zum Reduzieren von pulverfoermigen Erzen, insbesondere Eisenerzen - Google Patents

Vorrichtung zum Reduzieren von pulverfoermigen Erzen, insbesondere Eisenerzen

Info

Publication number
DE565737C
DE565737C DE1930565737D DE565737DD DE565737C DE 565737 C DE565737 C DE 565737C DE 1930565737 D DE1930565737 D DE 1930565737D DE 565737D D DE565737D D DE 565737DD DE 565737 C DE565737 C DE 565737C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
retort
gas
walls
ores
rings
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930565737D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Application granted granted Critical
Publication of DE565737C publication Critical patent/DE565737C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B13/00Making spongy iron or liquid steel, by direct processes
    • C21B13/08Making spongy iron or liquid steel, by direct processes in rotary furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Muffle Furnaces And Rotary Kilns (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Reduzieren von pulverförmigen Erzen, insbesondere Eisenerzen Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Reduzieren von pulverförmigen Erzen, insbesondere Eisenerzen, unter Aufrechterhaltung von Unterdruck in einer von außen beheizten, im wesentlichen gasdichten, metallischen, drehbaren Retorte.
  • Um eine gleichförmige Reduktion und reines Metall zu erhalten, ist es notwendig, die Retorte gleichmäßig zu beheizen, die Erze gleichmäßig durch die Retorte zu befördern und die Retortenwände gasdicht abzuschließen. Bei den bekannten Ausführungen wird die Retorte unmittelbar mit Brennern beheizt, wodurch eine gleichmäßige Erhitzung der Retorte unmöglich ist. Auch in den verbesserten Anlagen, in welchen nicht die Flamme, sondern die Heizgase die Retortenwände bestreichen, ist eine gleichmäßige Erhitzung der Retortenwände nicht möglich.
  • Um einen gasdichten Abschluß der Endwände der Retorte herzustellen, wurde ein Abdichten durch Stopfbüchsen versucht, wobei sich die Endwände der Retorte mit dieser drehen. Diese Stopfbüchsen lassen eine Ausdehnung der Retorte bei Erwärmung nicht zu. Ferner ist es bei einer derartigen Ausbildung auch schwer, das Arbeitsgut laufend einzubringen, ohne die Druckverhältnisse in der Retorte zu ändern.
  • Um eine gleichmäßige Förderung des Arbeitsgutes durch die Retorte zu gewährleisten, ohne daß die pulverförmigen Erzteilchen von dem abziehenden Gasstrom mitgenommen werden, teilte man die Retorte durch Querwände in mehrere Abteilungen. Dabei wird das Gut beim Drehen der Trommel in offenen Taschen emporgehoben, aus denen es auf einer schrägen Platte in die nächste Abteilung fällt. Da die einzelnen Kammern durch die Taschen gegeneinander offen sind, so herrschen in der ganzen Retorte im wesentlichen die gleichen Arbeitsverhältnisse.
  • Um ein möglichst reines Metall durch Reduktion zu erhalten, ist gemäß der Erfindung die Retorte in mehrere gasdicht gegeneinander abgeschlossene Abteilungen zum Zwecke der Reduktion in mehreren Stufen bei verschiedenen Temperatur- und Druckbedingungen unterteilt. In den feststehenden Endwänden sind auf Führungsbolzen Abdichtungsringe angeordnet, die nachgiebig durch die Führungsbolzen umgebende Federn gegen die Endflächen der drehbaren Retorte gedrückt werden, wobei die Führungsbolzen zwecks Zuführung eines Schmiermittels zur Reibungsfläche der Abdichtungsringe hohl sind. Die Querwände zwischen den einzelnen Abteilungen und an den Enden der Retorte besitzen zur Förderung des Arbeitsgutes im unteren Teil eine üffnung zum Füllen von an sich bekannten kreisförmigen Taschen, während von den Platten getragene Trommeln im oberen Teil eine öffnung zum Entleeren der Taschen in die nächste Kammer bzw. außerhalb der Retorte haben. Diese Anordnung verhindert das Durchdringen von Gas und Luft durch die OOuenvände. Um die Retorte ist eine Anzahl im Abstand voneinander befindlicher, ringförmiger Heizkörper angeordnet, die mit einer dünnen Hülle aus feuerbeständigem, wärmeausstrahlendem Stoff umkleidet sind und in denen ein zugeführtes Gasluftgemisch mit an sich bekannter flammenloser Oberflächenverbrennung verbrennt und die Retorte, ohne sie zu berühren, hauptsächlich durch Wärmestrahlung heizt. Ferner ist eine Anzahl Leitungen angeordnet, welche einzeln an Saugpumpen angeschlossen sind und zu bestimmten Stellen der Retorte führen zwecks zwangsläufiger Entfernung der darin befindlichen Gase. Diese Leitungen liegen innerhalb eines durch die Retorte laufenden Rohres, das in den Endwänden fest gelagert ist und außerdem die auf ihr angebrachten Querwände der Retorte dreht. Die feststehenden Endwände haben in bekannter Weise mit feuerbeständigem Stoff ausgefütterte Trommelteile, die durch die Abdichtungsringe hindurchragen und das durch die hohlen Führungsbolzen zugeführte Schmiermittel gegen zu starke Erwärmung schützen.
  • Durch die gleichmäßige Beheizung durch Wärmestrahlen, durch den gasdichten Abschluß der Retortenwände, durch die Unterteilung der Kammern in mehrere Stufen bei verschiedenen Temperatur- und Druckbedingungen sowie durch schnelles Absaugen der entstehenden Gase erhält man ein Metall großer Reinheit, weil keine sekundären Reaktionen mit den Gasen stattfinden. Die Gase stören nicht den Verlauf der Reduktion, noch verändern sie die Metalle an der Oberfläche. Es ist möglich, die Reduktion auch bei niedrigen Temperaturen vorzunehmen, und man erhält ein reines, fein verteiltes Metall in einem Bruchteil der Zeit, die bisher für den Prozeß unter den besten Bedingungen erforderlich war.
  • In der Zeichnung ist: Abb. i ein senkrechter Längsschnitt durch die Vorrichtung, Abb. 2 ein Querschnitt nach der Linie 2-2 der Abb. i, w Abb. 3 ein ähnlicher Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. i, Abb. 4 eine abgebrochene Ansicht der Ableitungsröhren für das Gas in der Retorte in vergrößertem Maßstab, Abb. 5 ein Schnitt nach der Linie 5-5 der Abb. 4, Abb. 6 ein senkrechter Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb. i, Abb. 7 ein Schnitt durch- die.Retorte mit Heizmitteln im Schnitt gezeigt, Abb. 8 ein senkrechter Schnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform eines Heizringes, Abb.9 ein senkrechter Schnitt durch eine weitere Ausführungsform eines Heizringes, Abb. io ein senkrechter Schnitt nach der Linie 13-13 der Abb. 9, Abb. i i eine Ansicht einer abgeänderten Anordnung der Heizringe, Abb. 12 ein senkrechter Schnitt durch die Retorte, Abb. 13 ein Schnitt nach der Linie 16-16 der Abb. 12, Abb. 14 ein anderer senkrechter Schnitt durch die Retorte und ' Abb. 15 ein Schnitt nach der Linie 18-i8 der Abb. 14.
  • Die Anlage 2o besitzt eine in einem Ofen 24 angeordnete Retorte 21 von zylindrischer oder anderer Form, die drehbar und etwas schräg gelagert ist, um das Arbeitsgut von dem Einlaßende 22 nach dem Auslaßende 23 zu fördern. Sie besteht vorzugsweise aus einer Chromstahllegierung. Dieser Stoff ist jedoch nicht Gegenstand der Erfindung. Der Ofen besitzt eine längliche Kammer 25, die durch feststehende Endplatten 26, 27 abgeschlossen ist. Die Wände des Ofens bestehen aus feuerbeständigen Ziegeln oder ähnlichem Stoff und die Endplatten aus isoliertem Metall. Die Endplatten 26, 27 der Retorte sind gegen die drehbare Retorte in solcher Weise abgedichtet, daß Änderungen in der Form der Retorte und der damit zusammenarbeitenden Teile ermöglicht werden.
  • Die Abdichtungsvorrichtung besteht an jedem Ende aus einem Flansch 28, der fest mit der Retorte verbunden ist. Er sitzt auf einem Ring 2,811, der aus Lagermetall, wie Phosphorbronze, besteht und eine verhältnismäßig große Lagerfläche besitzt. Er wird von einem ringförmigen, nicht drehbarem, frei schwebenden Abdichtungsring 29 unterstützt, der wiederum durch eine Anzahl beweglicher Führungen 29a in der feststehenden Endwand der Retorte getragen wird. Die Führungsbolzen 29a gehen durch den Abdichtungsring 29 hindurch und wirken mit der Lagerfläche zusammen. Sie sitzen verschiebbar in den Enden der Retorte. Die Enden der röhrenförmigen Führungsbolzen 29a befinden sich in den Gehäusen 29U an den Außenseiten, der Endwände. Innerhalb der Gehäuse befinden sich Federn 29c, die auf Scheiben 29d wirken und die Abdichtungsringe 29 nachgiebig gegen den Lagerring 28a drücken. Durch die Schmierbüchsen 29e wird ein Schmiermittel, wie Graphit, der Lagerfläche zugeführt, Um Überhitzung des zähflüssigen Schmiermittels zu vermeiden, werden die Lagerringe 29 hohl ausgeführt und durch Wasser gekühlt.
  • Um die Abdichtungsringe und die feststehende End;@-and zu verbinden, werden irgendwelche Mittel nachgiebiger Art verwendet, die flüssigkeitsdicht sind und eine begrenzte Bewegung in Längsrichtung zur ketorte ausführen können. Sie bestehen vorzugsweise aus einem Ring 3o aus wärmebeständigem Stoff, wie z. B. Asbest. Dieser Ring ist in dem Abdichtungsring 29 befestigt und ragt über diesen hinaus und steht mit der Endwand der Retorte in Berührung. Für diesen Zweck ist an der Endwand ein passender Sitz in Form eines ringförmigen Flansches 31 vorgesehen. Die Endwände 26, 27 der Retorte sind zur Vermeidung von Wärmeverlust isoliert und dienen gleichzeitig dazu, die Abdichtungsmittel gegen Wärme zu schützen. Der Flansch 31 ist von kleinerem Durchmesser als die Retorte und von genügender. Breite, um in die Retorte hineinzuragen. In dem Flansch befindet sich Isolierstoff 31a.
  • Außerhalb der Retorte ist an ihrem einen Ende ein Rad 32 angebracht, das von einer Kraftduelle angetrieben wird und die Retorte mit gleichmäßiger Geschwindigkeit dreht. Zur drehbaren Unterstützung derselben sind in bestimmten Abständen der Retorte Unterstützungsmittel, z. B. Schienen 33, und mit diesen zusaminemvirkende Rollen 3311 angeordnet.
  • Die Enden 21a der Retorte werden durch radial sich erstreckende Flügel 35 in mehrere kreisförmige Taschen 37, 38 unterteilt, die Fördermittel darstellen.
  • Diese flügelartigen Teile enden in Längsrichtung der Retorte gegen innen zu bei 39 und gegen die Achse zu bei 40. Bei 39 sind diese Fördertaschen durch feststehende Scheiben 36 abgeschlossen. Ein leichter Spielraum ist zwischen den Scheiben und den radialen Taschenwänden 3 5 belassen. Die Taschen der Fördermittel 37, 38 werden bei 4o durch zylindrische Verschlußglieder4z bzw.42 abgeschlossen. Letztere sind auf einer feststehenden Röhre 43 festgemacht. Die Röhre läuft in der Mitte durch die Retorte und ist in ihren Enden an, den, Flanschen 44 der Endplatten befestigt. Die Verschlußglieder 41, 42 können auch unmittelbar an den Endplatten befestigt sein. Jedes der Glieder 4r, d.2 wird von einer der Scheiben 36 unterstützt, durch die sich das Rohr 43 erstreckt. Am oberen Teil hat das Glied 41 eine Öffnung 46, welche die Verbindung zwischen einer oberen Fördertasche und einer schräg nach unten durch die Endplatte 26 hindurchgehenden Gleitbahn herstellt. Der untere Teil des Gliedes 41 hat eine Öffnung 48 in der Scheibe 36, welche die Verbindung mit den Fördertaschen vermittelt. Das Arbeitsgut in der Retorte ist bestrubt, durch die öffnung ¢8 in eine untere Tasche der Fördervorrichtung 37 zu gelan-und wird von dieser Tasche bei Drehung der Retorte nach oben um den Verschluß 41 herum gehoben, bis die Tasche in Deckung mit der Öffnung 46 tritt, worauf das Arbeitsgut aus der Tasche auf die Gleitbahn 47 fällt. Es findet also durch die Drehung der Tasche eine fortlaufende Bewegung des Arbeitsgutes durch die Retorte statt. Am Einlaßende der Retorte ist ein Trichter 52 angeordnet, dessen unteres Ende sich durch eine Öffnung des Verschlußgliedes 42 erstreckt, so daß das Gut von der Endwand 27 getrennt ist und nach vorwärts bewegt wird. Der Trichter 52 kann unmittelbar in die Retorte durch die Gleitbahn 53 entladen werden.
  • Um ein Durchsickern des Arbeitsgutes aus den Fördervorrichtungen 37 , 38 zu v erhindern, ist ein Ring 61 zwischen den Verschlußgliedern 41 bzw. 42 vorgesehen, welcher längs seines äußeren Umfanges an der Retortenwand befestigt ist. Auf diese Art wird eine ringförmige Tut 6ra geschaffen, in deren unterem Teil sich etwa durchsickerndes Arbeitsgut ansammelt. In einem richtig konstruierten Ofen ist dieses Durchsickern vernachlässigend klein.
  • Die Retorte 21 ist in eine Anzahl hintereinanderliegender Kammern 56 bis 59 durch eine Anzahl Querwände 55 unterteilt, wobei die Querwände Fördermittel darstellen und entsprechend den Fördervorrichtungen 37, 38 ausgebildet sind. Jede der Teilwände schließt eine Scheibe 6o ein, die an der Wand der Retorte befestigt ist und eine Anzahl radialer Wände Goa mit freien Kanten 63, 64 besitzt. Die Kanten 63 liegen nach der Achse zu und die Kanten 64 nach dem Einlaß zu. Durch diese radialen Wände wird eine Anzahl Fördertaschen 55a (Abb. 2) gebildet,. die konzentrisch zur Retorte liegen. An den Kanten 63, 64 werden die Fördertaschen durch Verschlußglieder abgeschlossen, welche je eine Scheibe 66 einschließen, die auf der feststehenden Röhre 43 vorgesehen ist und mit den freien Kanten 64 zusammenwirkt. Jede Scheibe 66 trägt zum Abschließen der Taschen eine zylindrische Trommel 67, die mit den Kanten 63 zusammenwirkt und oben eine Öffnung 68 für die Entleerung der Taschen besitzt. Jede Scheibe hat eine untere Einlaßöffnung 69, durch welche das Arbeitsgut in eine untere Tasche der Fördervorrichtung 5.5a gelangt und bei Drehung der Retorte nach oben über die Trommel 67 gehoben wird, bis es aus der obersten Lage durch die Öffnung 68 nach unten auf die schräge Förderbahn fällt und in die nächste Kammer übertritt. Es wird also am Ein- und Auslaßende der Retorte sowie bei den Zwischenwänden 55 eine zwangsläufige Bewegung des Arbeitsgutes gesichert unter Bedingungen, welche das Durchdringen von Luft oder Gas weitgehend verhindern.
  • Um weiterhin einen luftdichten Abschluß der Retorte herzustellen, sind die Gleitbahnen 47 und 53 je mit einer Anzahl im Abstand befindlicher Schwingklappen-74 72 versehen, die durch beliebige Mittel untereinander verbunden sind. Die Schwingklappen sind so angeordnet, daß sie zur Verhinderung des Luftzutritts die Durchgänge abwechselnd öffnen und schließen.
  • Innerhalb der Röhre q.3 läuft eine Anzahl Röhren 73 bis 76, von denen jede mit einer der Abteilungen 56 bis 59 durch die Wand der Röhre 43, welche durch- Teilwände 77 entsprechend den Kammern 56 bis 59 unterteilt ist, in Verbindung steht: Zur Herstellung einer Verbindung zwischen den. Röhren und den Retortenkammern hat die Röhre 43 Öffnungen 78 in der dem Arbeitsgut abgelegenen Wand, wie in Abb. 5 gezeigt, um zu verhindern, daß Teilchen des Arbeitsgutes in die Röhre ,.3 gesaugt werden. Die Röhren 73 bis 76 können in beliebiger Weise, z. B. übereinander, entlang einer Seite innerhalb der Röhre 43, angeordnet sein.
  • Außerhalb der Retorte stehen diese Röhren mit einzelnen Saugpumpen 8o bis 83 in Verbindung, die von beliebiger Konstruktion sein können und zur Verminderung des Druckes in der Retorte bzw. in den Retortenkammern dienen. Durch diese Anordnung kann ein Druckgefälle in der Retorte aufrechterhalten werden mit Drücken, die oberhalb oder unterhalb des atmosphärischen Druckes liegen und in den aufeinanderfolgenden Kammern 56 bis 59 verschieden sind.
  • Zum Erwärmen der Retorte ist eine Anzahl im Abstand voneinander befindlicher Heizzonen in der Ofenkammer vorgesehen, welche kreisförmig um die Retorte verlaufen. Die Zonen haben die Form im Abstand voneinander befindlicher Ringe, wobei die Breite der Ringe und der Abstand veränderlich sind, um ein gewünschtes Temperaturgefälle aufrechtzuerhalten. Diese Heizflächen oder -zonen aus feuerbeständigem, wärmeausstrahlendem Stoff sind besonders für gleichmäßige Wärmeausstrahlung geeignet, wobei es gleichgültig ist, ob die Wärme von außen oder innen diesen Zonen zugeführt wird. Da die Zonen Ringform aufweisen, kann irgendeine Retortenkammer oder ein Teil einer Kammer ringsherum gleichmäßiger Temperatur durch Wärmestrahlung und Wärmeleitung ausgesetzt werden. Dieses Ergebnis wird weiterhin durch Drehung der Retorte begünstigt. Da die Gase zwangsläufig aus der Retorte entfernt werden, wird die Erwärmung des Gutes durch Wärmestrahlung verbessert.
  • Jede Zone 9o schließt einen Ring 91 ein, welcher in die Wand des Ofens eingesetzt ist oder in die Kammer 56 desselben ragt. Die Ringe bestehen aus einer porösen Masse eines feuerbeständigen. Stoffes und sind an der Außenseite gasdicht. Es können z. B. Stücke 92 aus Karborundum und Zirkon oder Graphit in einer gasdichten Wand aus feuerbeständigem Stoff eingeschlossen sein. Zweckmäßig werden die Stücke mit einem Bindemittel, wie Teer, gemischt und dann zu einem Ring geformt und bei einer Temperatur gebrannt, welche höher liegt als diejenige, welcher der Ring ausgesetzt wird. Dabei werden die Kohlenwasserstoffe des Bindemittels verflüchtigt, so daß ein stark poröser, hitzebeständiger Körper entsteht. Die Risse an den Flächen des Ringes werden mit feuerbeständigem Stoff ausgefüllt, um glatte Flächen zu liefern. Schließlich können: die Außenflächen des Ringes glasiert werden, um sie gasdicht zu machen. Die Fläche 93 des Ringes, die in Berührung mit der Ofenwand, steht, kann unglasiert bleiben und wird dann gegen die Ofenwand, abgedichtet. Die Glasur kann durch Zement an irgendeiner Stelle verstärkt werden, wenn besondere Druckverhältnisse vorliegen.
  • Der untere Teil des Ringes 93 hat eine Vertiefung 95 (Abb. 2) mit gegenüberliegenden Wänden 96. Diese Vertiefung steht in; Verbindung mit der Brennerdüse 97. Letztere liefert luftgemischtes Gas in richtigem Verhältnis durch die gegenüberliegenden Teile 92a des Ringes. Die Düsen können Teile eines einzelnen Brenners 98 sein. Um den Brenner in dem Ring dicht abzuschließen, wird hitzebeständiger Zement 99 benutzt, der von einem Block Zoo unterstützt wirrt, welcher auf einer Platte 1o1 ruht.
  • Die Verbrennungsgase treten durch die Öffnungen 117 in den oberen Teil des Ofens. Diese Öffnungen befinden sich zwischen benachbarten Ringen und stehen mit einer Umlaufleitung 117a in der Ofenwand in Verbindung. Mit Hilfe dieser Leitung werden die Verbrennungsprodukte dem Einlaßende der Retorte zugeführt, wo sie die Retorte spiralförmig umspülen, da, dieser Teil des Ofens nicht mit Heizringen ausgerüstet ist. Auf diese Weise wird ein Temperaturgefälle erhalten, das für die Reduktion von Mineralien wünschenswert ist. Die spiralförmige Führung der Gase wird durch segmentartige Platten 118, 11811 hervorgerufen, die im oberen und unteren Teil der Ofenkammer zwischen der Wand des Ofens und der Retorte angeordnet sind. Um ein Mischen der Gase in den, spiralförmigen Führungen iig und in den Heizringen zu verhindern, hat die Retorte eine Anzahl ringförmiger Rippen 120, die in entsprechende Vertiefungen der Ofenhand reichen. Ein ähnlicher Flansch 122 ist am Einlaßende der Retorte vorgesehen, um das Eindringen von Luft in die Ofenkammer und eine Oxydation des Gutes in der Retorte zu verhüten. Von den spiralförmigen Führungen strömen die Verbrennungsprodukte nach, dem Auslaß 123.
  • In Abb. 8 ist eine abgeänderte Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Dort sind die Ringe so angeordnet, daß die verbrauchten Gase an. einen Punkt abgegeben werden, wo die Temperatur der Gase genügend gefallen ist, so daß den Ringen Wärme nicht mitgeteilt werden kann. Der Ring gia hat Öffnungen oder ist bei gib zwischen seinen oberen und unteren Teilen nicht glasiert. Die verbrauchten Gase, welche die Ringe bei gib verlassen, ziehen durch Kanäle 2.1a in der Wand des Ofens 24 ab und von da außerhalb der Ringe in den Auslaß 117. Die Kanäle 24a können durch die Ringe selbst abgeschlossen werden. In diesem Falle erwärmen die abziehenden Gase die oberen Seitenteile 24b des Ofens, wodurch sie den Wärmeverlust durch Strahlung vermindern und eine sehr gleichmäßige Erwärmung der Retorte 21 ermöglichen.
  • In den Abb. g und io ist eine weitere Anordnung der Ringe gi gezeigt. Die äußere Form 1.15 schließt einen: röhrenförmigen Teil 146 aus feuerbeständigem Stoff ein, der unten erweitert ist und eine Umhüllung 147 darstellt. Oben besitzt der Teil 146 die Form eines Ringes i-1.8, welcher die heißen Verbrennungsprodukte von der Kammer 147 um die Retorte führt, um sie durch die Öffnungen 149 austreten. zu lassen, von wo sie durch Kanäle 115 in die Umlaufleitung 117 strömen. Die Kammer 147 ist unten bei i 5o offen zwecks Aufnahme eines hohlen Ziegels I5 i. Letzterer ist unten offen, und sein oberes geschlossenes Ende 152 befindet sich im Abstand von der inneren Wand 153 des röhrenförmigen Teiles. In dem hohlen Ziegel 151 befindet sich ein Brenner 15q., der eine Anzahl gegenüberliegender Düsen 155 hat, die in einer Ebene im rechten Winkel zu der Achse des röhrenförmigen Teiles 145 liegen. Eine Platte i 5q aus feuerbeständigem Stoff, die auf einer Platte 159a ruht, dient zur Unterstützung des hohlen Ziegels und schließt zu gleicher Zeit den Boden des röhrenförmigen Teiles 1.15 ab. Das röhrenförmige Glied 145, das auch den hohlen Ziegel 151 einschließt, ist zweckmäßig mit porösem, feuerbeständigem Material 16o gefüllt. Diese Füllung kann aus Stücken bestehen, auf welche das durch die Öffnung 156 hindurchgeblasene Gasluftgernisch auftrifft, so daß es mit Oberflächenverbrennung verbrennt. Die Stückgröße der feuerfesten Füllung i6o wird entsprechend der nötigen Durchlaßgeschwindigkeit und zum Zwecke eines guten Temperaturausgleichs in: dem röhrenförmigen Glied 145 vorher bestimmt. Es kann z. B. der Raum 161 unmittelbar um den Hohlteil 151 herum mit kleinen Stücken bepackt sein, um eine örtliche durchgreifende Oberflächenverbrennung herbeizuführen. Größere Stücke können zum Ausfüllen des übrigen Raumes des röhrenförmigen Gliedes benutzt werden. Diese schaffen genügend Zwischenraum, so daß der Gasfluß nicht durch Reibung unnötig behindert wird. Sollte die innere Wand 153 etwas zu dick sein, so kann sie mit Öffnungen versehen «-erden:, durch welche die glühende, feuerbeständige Füllung i6o unmittelbar hitzestrahlend auf die Retorte einwirken kann. Diese Öffnungen können in der Größe verschieden sein, um gleichmäßige Erwärmung der Retorte und Strahlung herbeizuführen.
  • In Abb. i i ist eine etwas abgeänderte Anordnung der Heizringe dargestellt, und zwar sind dort die Heizringe 165 im schrägen Winkel zur Retorte angebracht, so daß die wirksame Hitzezone jedes. Ringes durch ihre projizierte Fläche 16(j bestimmt wird. Infolge der Drehung der Retorte wird dadurch eine äußerst gleichmäßige Erwärmung erzielt. Die Ringe können so angeordnet sein, daß ihr Zwischenraum durch die projizierten Flächen überbrückt wird, oder es können der Neigungswinkel, die Breite der Ringe und ihr Zwischenraum so gebildet werden, daß eine Temperatursteigerung oder ein Temperaturgefälle erhalten wird.
  • In Abb. i2 und 13 ist eine besondere Ausführungsform der Teilwand 167 für eine drehbare Retorte 168 gezeigt. Letztere kann aus einer Anzahl Abteilungen 169 bestehen, die bei 170 miteinander verbunden sind, z. B. durch einen ringförmigen Flansch 171. An der Verbindungsstelle 170 ist eine Nut vorgesehen, in welche die Kante einer Scheibe 174 verschiebbar eingreift, die ihrerseits fest auf der Röhre 43 sitzt und einen gasdichten Abschluß sichert. Im Unterteil hat die Scheibe eine Öffnung 175, die derart in Übereinstimmung mit dem Neigungswinkel des Arbeitsgutes angeordnet ist, daß durch das Arbeitsgut selbst, wie in gestrichelten Linien gezeigt, ein Abschluß erzielt wird. Ein Flansch 177 kann innerhalb der Öffnung 175 die N; ut ausfüllen.
  • In den Abb. 14 und 15 ist eine weitere Ausführungsform der Erfindung gezeigt, welche eine Teilwand 178 mit einer Öffnung 179 für den Durchgang des Arbeitsgutes aufweist. Zwischen der Kante der Scheibe und. der Wand der Retorte befindet sich ein kleiner Spielraum, wie bei 18o angedeutet.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: r. Vorrichtung zum Reduzieren von pulverförmigen Erzen, insbesondere Eisenerzen, unter Aufrechterhaltung von Unterdruck in einer von außen beheizten, im wesentlichen gasdichten, metallischen, drehbaren Retorte, dadurch gekennzeichnet, daß diese Retorte in mehrere gasdicht gegeneinander abgeschlossene Abteilungen (56, 57, 58, 59) zum Zwecke der Reduktion in mehreren Stufen bei verschiedenen Temperatur- und Druckbedingungen unterteilt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch Abdichtungsringe (29), welche auf Führungsbolzen (29a) in den feststehenden Endwänden verschiebbar angeordnet sind und durch die Führungsbolzen umgebende Federn (29c) nachgiebig gegen die Endflächen der drehenden Retorte gedrückt werden, wobei die Führungsbolzen hohl sind für die Zuführung eines Schmiermitels zur Reibungsfläche der Abdichtungsringe.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Querwände (36, 66) zwischen den einzelnen Abteilungen und an den Enden der Retorte für die fortlaufende Förderung des Arbeitsgutes im unteren Teil eine Öffnung (q.8, 69) zum Füllen von an sich bekannten kreisförmigen Taschen aufweisen, während von den Platten getragene Trommeln (q.0, 67) im oberen Teil eine Öffnung (d.6, 68) zum Entleeren der Taschen in die nächste Kammer bzw. außerhalb der Retorte haben zum: Zwecke, das Durchdringen von Gas und Luft durch die Querwände zu verhindern. q.. Vorrichtung nach Anspruch r, gekennzeichnet durch eine Anzahl im Abstand voneinander befindlicher ringförmiger Heizkörper (92), die mit einer dünnen Hülle aus feuerbeständigem, wärmeausstrahlendem Stoff umkleidet sind und in denen ein zugeführtes Gaslnftgemisch in an sich bekannter flammenloser Oberflächenverbrennung verbrennt und die Retorte, ohne sie zu berühren, hauptsächlich durch. Wärmestrahlung heizt. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine Anzahl Leitungen (73 bis 76), welche einzeln an Saugpumpen (8o bis 83) angeschlossen sind und zu bestimmten Stellen der Retorte führen zwecks zwangsläufiger Entfernung der darin befindlichen Gase. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitungen (73 bis 76) innerhalb eines durch die Retorte laufenden Rohres (q.3) liegen, das in den Endwänden fest gelagert ist und außerdem die feststehenden Querwände (36, 66) der Retorte trägt. 7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die feststehenden Endwände in bekannter Weise mit feuerbeständigem Stoff ausgefütterte Trommelteile haben, die durch die Abdichtungsringe hindurchragen und das durch die hohlen -Führungsbolzen (29a) zugeführte gegen zu starke Erwärmung schützen.
DE1930565737D 1930-02-11 1930-02-11 Vorrichtung zum Reduzieren von pulverfoermigen Erzen, insbesondere Eisenerzen Expired DE565737C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE565737T 1930-02-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE565737C true DE565737C (de) 1932-12-09

Family

ID=6567373

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930565737D Expired DE565737C (de) 1930-02-11 1930-02-11 Vorrichtung zum Reduzieren von pulverfoermigen Erzen, insbesondere Eisenerzen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE565737C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3575400A (en) * 1968-06-20 1971-04-20 Jack G Fisher Rotary longitudinal kiln apparatus

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3575400A (en) * 1968-06-20 1971-04-20 Jack G Fisher Rotary longitudinal kiln apparatus

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2332093C3 (de) Pr27 07 72 Japan 74605 72 Beschickungs- und Entleerungsvorrichtung fur einen Drehschmelzofen zur Abtrennung und Wiedergewinnung metallischen Zinks
DE565737C (de) Vorrichtung zum Reduzieren von pulverfoermigen Erzen, insbesondere Eisenerzen
DE506340C (de) Ofenanlage zum Reduzieren von Metall-, besonders Eisenoxyden unter Gewinnung festen,nicht geschmolzenen Metalls
DE1451148B1 (de) Vorrichtung zum unmittelbaren Wärmetausch im Gegenstrom zwischen einem schüttfähigen Gut und Gasen
DE1471575B1 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Verkoken bzw. Entgasen kohlenstoffhaltigen Materials und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE622472C (de) Vorrichtung zur Destillation von Metallen
DE3210511A1 (de) Industrieofen
DE2133100A1 (de) Verfahren und Drehofen zum Reduzieren von Metalloxyden
AT92552B (de) Drehretorte zum ununterbrochenen Schwelen.
DE526083C (de) Einrichtung zur Destillation fester Brennstoffe
DE371152C (de) Ofen zur Gewinnung von Roheisen und anderen Eisenlegierungen aus ihren Erzen mittels Reduktion
DE350572C (de) Drehretorte zum ununterbrochenen Schwelen bituminoeser und anderer entgasbarer Stoffe mit festliegendem Flammrohr
DE665777C (de) Drehbare Trommelfeuerung fuer minderwertige Brennstoffe
DE482712C (de) Drehbare Tieftemperatur-Destillationsretorte
DE261608C (de)
DE1813283A1 (de) Drehofen
DE655856C (de) Kanalschwelofen
DE597279C (de) Rotierender Muffelofen
DE599277C (de) Drehrohrofen mit luftgekuehlten Einbauten
DE2001592A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Behandeln von Erzen und anderen festen Materialien
DE719377C (de) Mit einer Schutzgasatmosphaere arbeitender, mit Heizrohren versehener Gluehofen
DE547091C (de) Rotierender Ofen zum Schmelzen von Eisen und Metallen mit schraegliegender Dreh- und Ofenachse
AT21168B (de) Verfahren und Ofen zur Herstellung von Eisenschwamm aus einem Gemisch von Eisenerz und Kohle.
DE627951C (de) Die Verwendung eines in zwei Zonen unterteilten ringfoermigen Tunnelofens zur Reduktion von Eisenerzen
AT156253B (de) Retorte und Retortenanlage zur Behandlung von festen, flüssigen, gas- oder dampfförmigen Rohstoffen bei Temperaturen bis zu 1000° C.