DE566083C - Zusatzeinrichtung fuer Selbstanschluss-Fernsprechapparate - Google Patents
Zusatzeinrichtung fuer Selbstanschluss-FernsprechapparateInfo
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-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04M—TELEPHONIC COMMUNICATION
- H04M17/00—Prepayment of wireline communication systems, wireless communication systems or telephone systems
- H04M17/02—Coin-freed or check-freed systems, e.g. mobile- or card-operated phones, public telephones or booths
- H04M17/026—Constructional features
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Description
Die Erfindung betrifft eine Zusatzeinrichtung für Selbstanschluß-Fernsprechapparate,
welche dazu dient, den Gebrauch des Apparates erst nach Münzeinwurf zu ermöglichen.
Die Zusatzeinrichtung kann an Selbstwähler-Postapparaten der üblichen Art angebracht
werden, ohne an diesen irgendwelche Eingriffe oder Änderungen vornehmen zu müssen.
Die Einrichtung ist besonders für Gastwirtschaften, Läden u. dgl. geeignet, in denen
die Gespräche sonst meist am Ladentisch kassiert werden, was eine erhebliche Belastung
für den Wirt oder Verkäufer bedeutet.
Bei der vorliegenden Einrichtung wird das die Nummernscheibe sperrende oder abschließende
Mittel (mechanische Sperre oder Klappe) durch Einwurf einer Münze ausgelöst, so daß es die Scheibe zum Wählen freigibt.
ao Während dieses Prinzip an sich bekannt ist, unterscheidet sich die vorliegende Erfindung
von den bekannten Einrichtungen dadurch, daß die Wiedersperrung der Nummernscheibe
nach Beendigung des Gesprächs durch Einhängen des Hörers erfolgt.
Weitere Kennzeichen der Erfindung bestehen in der besonderen Ausgestaltung des
hierzu erforderlichen Mechanismus und gehen aus der folgenden Beschreibung und den An-Sprüchen
hervor.
Beispielsweise Ausführungsformell der Erfindung sind in der beiliegenden Zeichnung
dargestellt. Darin zeigt:
Abb. ι einen Selbstwähler-Telephonapparat mit einer Sperrvorrichtung, bei welcher die
Sperrung der Wählerscheibe durch einen Sperriegel erfolgt,
Abb. 2 einen Längsschnitt durch die Sperrvorrichtung
der Abb. 1.
Abb. 3 einen Querschnitt längs der Linie A-B der Abb. 2 (von links gesehen) — dabei
sind nur die zur Sperrung des Sperriegels in der Offenstellung dienenden Teile gezeich- '
net —,
Abb. 4 einen Querschnitt längs der Linie C-D der Abb. 2 (von links gesehen"),
Abb. 5 eine andere Ausführungsform einer Sperrvorrichtung; der Apparat ist in einen
durch eine Klappe verschließbaren Behälter eingebaut.
In den Abb. 1 bis 5 ist 1 der eigentliche
Telephonapparat, 2 die Telephongabel, 3 der Hörer und 4 die Wählerscheibe.
Gemäß der Ausführung nach Abb. 1 bis 4 steht der Apparat auf einer gemeinsamen
Grundplatte 5 mit dem Kasten 6, der die Sperrvorrichtungen enthält und aus welchem
der Riegel 7 herausragt, welcher in der Ruhestellung des Apparates (wenn der Hörer auf
der Gabel aufliegt) in eine Aussparung der Wählerscheibe 4 eingreift. Der Sperriegel 7
gibt die Wahlerscheibe nach Einwurf der erforderlichen Münze in den Schlitz 8 des Gehäusedeckels
und Herunterdrehen des seitlich am Gehäuse angebrachten Hebels 9 — bzw. bei Weglassung dieses Hebels 9 durch Her-
unterdrehen des Sperriegels selbst — frei. Der Hebel 9 ist auf einer Welle ip. befestigt,
die im Gehäuse 6 glagert ist. Auf der Welle 10 ist ein flacher Behälter 11 befestigt, der
zur Aufnahme der Münze dient. Beim Einwurf der Münze in den Schlitz 8 wird ein am
Gehäusedeckel drehbar gelagerter Hebel 12' nach unten gedreht und dadurch sein Arm 12"
nach links gedreht (Abb. 2 strichpunktierte Stellung). Dabei wird ein Hebel 13, der vorher
unter dem Einfluß der Feder 14 gegen den Hebel 12" gedrückt wurde, nach vorn geschoben
und sperrt dabei den Hebel 12 in der strichpunktierten Stellung. Dadurch, daß der
Hebel 12 seitlich aus seiner Normallage herausgedreht ist, wird der Sperrstift 15 freigegeben,
der auf der Welle 10 befestigt ist, so daß die Welle 10 durch Herunterklappen des
Handhebels 9 nach vorn gedreht werden kann.
Durch Drehen der Welle 10 wird mittels der Zahnräder 16, 17 und 18 die gleichfalls
im Gehäuse gelagerte Welle 19 gedreht und dadurch der Sperriegel 7 aus der Wählerscheibe
herausgedreht, so daß die Wählerscheibe zur Benutzung zugänglich ist.
Auf der Welle 10 ist ferner eine Kurvenscheibe 20 einstellbar angebracht, auf welche
eine Hülse 21 aufsetzt, die beim Drehen der Welle 10 in die Entriegelungsstellung angehoben
wird und dadurch mit einem verstellbaren Anschlag 22 die Telephongabel hochdrückt.
Der Riegel 7 ist durch eine Sperrklinke 23, die unter Wirkung einer Feder 24 in das
Zahnrad 18 eingreift, gegen Rückdrehen gesichert. Wird nach beendetem Gespräch der
Hörer 3 auf die Gabel 2 aufgelegt, so drückt er auf eine in der Hülse 21 senkrecht bewegliehe
Stange 25, die ihrerseits die Sperrklinke aus dem Zahnkranz 18 herauszieht. Nun
kann die Welle 10 wieder mittels des Handhebels 9 in die Verriegelungsstellung zurückgedreht
werden. Diese Rückdrehung kann auch selbsttätig durch Federwirkung 28 erfolgen.
Beim Zurückdrehen wird die Welle 10 auf folgende Weise wieder mit dem Sperrstift 15
verriegelt. Ein auf der Welle 10 befestigter Hebel 26 bewegt sich bei ihrer Rückbewegung
nach hinten und oben und drückt dabei mit seinem freien Ende 26' gegen das untere Ende
27' eines Hebels 27. Dieser Hebel 27 wird dadurch mit seinem oberen Ende nach hinten
bewegt und zieht den Hebel 13 aus dessen Sperrstellung, so daß dieser in seine ursprüngliche
Lage zurückkehrt, nachdem der Sperrstift 15 in seine höchste Lage zurückgekehrt
ist. Auf diese Weise ist die Welle 10 und damit der Handhebel 9 von neuem gesperrt.
Um eine Kontrolle über die Zahl der geführten Gespräche zu ermöglichen, ist ein
Zählwerk 31 vorgesehen, das bei jedesmaligem Vorwärtsdrehen der Welle 10 durch
die Hebel 29, 30 um eine Einheit vorrückt.
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 5 ist der eigentliche Telephonapparat 1 in einem
durch eine Klappe 35 verschließbaren Behälter 33 untergebracht. Der Behälter 33 ist
durch eine Wand 34 in zwei Teile unterteilt. In dem linken Teilbehälter steht der Telephonapparat,
in dem rechten sind die gleichen Teile wie in dem zwischen der rechten Gehäusewand
und der Schnittebene C-D der Abb. 2 liegenden Behälterteil untergebracht.
Beim Herunterdrehen des Handhebels 9 wird durch ein nicht gezeichnetes Gestänge der
Verschluß riegel 36 zurückgeschoben, so daß die Klappe 35 geöffnet werden kann. In der
Offenstellung wird die Klappe gegen die Wirkung einer Feder 37 durch die Sperrvorrichtung
38, 39 gehalten. Dazu greift ein Hebel 40 mit einem Ansatz 39 in eine Aussparung
des Hebels 38, der an der Klappe 35 angreift. Der Hebel 40 ragt aus dem Behälter 33 heraus
und trägt an seinem herausragenden Ende einen verstellbaren Anschlag 41. Dieser
Hebel 41 ist derart unterhalb der Telephongabel 2 angeordnet, daß beim Niederdrücken
der Gabel der Hebel 40 gesenkt wird und dabei den Hebel 38 wieder freigibt, so daß die
Klappe 35 unter Wirkung der Feder 37 zuschlägt und damit die Wählerscheibe dem Gebrauch
entzieht.
Auch bei dieser Ausführungsform wird die Gabel 2 beim Öffnen der Klappe 35 in ihrer
oberen Stellung verriegelt. Dazu dient der Riegel 42, der mittels eines Gestänges von
der an der Klappe angebrachten Führung 43 aus bewegt wird. Für den Riegel 42 kann
noch ein besonderer — nicht gezeichneter — Schutzkasten vorgesehen sein, der vorteilhaft
an der Decke des Gehäuses 33 verschiebbar angeordnet wird.
Claims (8)
- Patentansprüche:i. Zusatzeinrichtung für Selbstanschluß-Fernsprechapparate, bei der durch Einwurf einer Münze eine in die Nummernscheibe eingreifende Sperre ausgelöst wird, dadurch gekennzeichnet, daß diese Sperre (7) nach Beendigung des Gespräches durch Einhängen des Hörers wieder selbsttätig mit der Nummernscheibe in Eingriff gebracht wird.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, da^ durch gekennzeichnet, daß die Sperre (7) durch Drehen einer mit ihr über Welle und Zahnrad in Verbindung stehenden Welle (10). ausgelöst werden kann, die mit Sperrvorrichtungen (18, 23) versehenist, welche die Welle (io) erst nach Einwurf der erforderlichen Münzen zur Drehung freigeben.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, bei welcher nach dem Abheben des Hörers und nach dem Auslösen des Sperriegels die Hörergabel in ihrer oberen Stellung festgehalten wird, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sperrung der Gabel (21) in ihrer oberen Stellung eine Stange dient, welche mittels einer auf der Welle (10) sitzenden unrunden ScHeibe (20) durch Drehen der Welle in senkrechter Richtung bewegt werden kann.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrriegel (7) nach der Auslösung durch eine Sperrvorrichtung — Zahnrad (18) und Sperrklinke (23) — gegen Rückdrehung gesperrt wird.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb des Hörers ein Gestänge (25), welches mit der Sperrklinke (23) in Verbindung steht, derart angeordnet ist, daß durch Auflegen des Hörers auf die Gabel der Zahn der Sperrklinke (23) mittels des Gestänges(25) aus dem Zahnkranz des Sperrades herausbewegt wird.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis S, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle (10) unter dem Einfluß einer Feder (28) steht, die die Welle in ihre Ruhelage (Eingriftsstellung) des Sperriegels (7) zu drehen sucht.
- 7. Zusatzeinrichtung für Selbstanschluß-Fernsprechapparate, bei welcher der eigentliche Fernsprechapparat in einem durch eine Klappe verschließbaren Behälter angeordnet ist, der erst nach Münzeinwurf geöffnet werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (35) in ihrer geöffneten Stellung gegen die Wirkung einer Feder (37) verriegelt und diese Verriegelung durch Niederdrücken der Hörergabel ausgelöst wird.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Auslösen der Verriegelung dienende Gestänge mit einem Arm aus dem Behälter herausragt, derart, daß beim Niederdrücken der Hörergabel der Arm (41) von der Gabel abwärts bewegt wird und dabei die Verriegelung löst.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW82999D DE566083C (de) | 1929-06-22 | 1929-06-22 | Zusatzeinrichtung fuer Selbstanschluss-Fernsprechapparate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW82999D DE566083C (de) | 1929-06-22 | 1929-06-22 | Zusatzeinrichtung fuer Selbstanschluss-Fernsprechapparate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE566083C true DE566083C (de) | 1932-12-12 |
Family
ID=7611602
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW82999D Expired DE566083C (de) | 1929-06-22 | 1929-06-22 | Zusatzeinrichtung fuer Selbstanschluss-Fernsprechapparate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE566083C (de) |
-
1929
- 1929-06-22 DE DEW82999D patent/DE566083C/de not_active Expired
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