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Übertragungsanordnung mit mechanischen Filtern Die Erfindung bezieht
sich auf eine Übertragungsanordnung mit mechanischen Filtern, die mit Schwingungsquellen
in Verbindung stehen und je eine bestimmte Frequenz übertragen.
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Verschiedene Arten mechanischer Wellensiebketten und bestimmte Anwendungen
derartiger Siebketten auf Trägerwellensignalanlagen sind schon in Vorschlag gebracht
worden. So wurde beispielsweise vorgeschlagen, eine Anzahl derartiger Siebketten
zu einem gemeinsamen abschließenden Gliede zusammenzuordnen, das beispielsweise
der empfangende Teil einer Multiplexsignalanlage sein kann.
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Es ist ein besonderer Zweck der Erfindung, im Ruhezustand festgehaltene
Teile der mechanischen Wellensiebketten zur Übertragung der Schwingungen freizugeben
und dann eine Umwandlung der Schwingungen in elektrische Schwankungen zu schaffen.
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Nach einer besonderen, noch zu beschreibenden Ausführungsform der
Erfindung sind mehrere mechanische Schwinger von je verschiedener Frequenz über
geeignete mechanische Siebketten an eine gemeinsame Umsetzungsvorrichtung angeschlossen,
die zur Umwandlung aller der mechanischen, selektiv an sie weitergegebenen Schwingungen
in elektrische Schwankungen zum Zwecke der Übermittlung dient. Eine neuartige Gattung
von Modulierungsanordnung ist vorgesehen, so daß die mechanischen Schwingungen entsprechend
auszusendenden Signalen gesteuert «-erden. In der beiliegenden Zeichnung ist als
Beispiel das Sendeende einer Multiplexträgertelegraphenanlage nach der Erfindung
dargestellt.
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Die dargestellte Anlage veranschaulicht zwei telegraphische Trägerverkehrswege,
die sich in jeder Hinsicht mit Ausnahme der benutzten Trägerfrequenz gleichen. Es
kann natürlich jede beliebige Anzahl zusätzlicher Verkehrswege dadurch vorgesehen
werden, daß die dargestellten verdoppelt werden, mit der Ausnahme, daß die Trägerfrequenzen
der verschiedenen Verkehrswege aus klarliegenden Gründen alle verschieden sein müßten.
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Die beiden Verkehrswege bestehen aus den mechanischen Schwingern V1,
Y2, den entsprechenden mechanischen Siebketten F1 und F2 und dem Umsetzer T zur
Umwandlung der mechanischen Schwingungen in elektrische Schwankungen, die über einen
beliebigen Stromkreis L, der die übliche Multiplextelegraphenleitung sein kann,
übermittelt werden können. Ein Verstärker A, der eine beliebige Anzahl oder Anordnung
von Vakuumröhren enthält, kann nach Belieben eingefügt sein.
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Die Schwinger hl und h-2 sind als Ausführungsbeispiel in der Form
von Kastenscheiben dargestellt, die an einer vom Motor 2 getriebenen Welle i befestigt
sind. Die Erfindung ist nicht auf die im Ausführungsbeispiel gezeigte Schwingerform
beschränkt. Die Trägerfrequenz für jeden Verkehrsweg wird durch die Umlaufgeschwindigkeit
der Welle t und durch die Anzahl von Rasten in
den Scheiben bestimmt,
so daß durch Anbringung verschiedener Rastenanzahlen uf den verschiedenen Scheiben
verschiedene Trägerfrequenzen hergestellt werden. Mit den Rasten in den Scheiben
arbeiten .die Glieder 3 und 4 zusammen, die durch den Umlauf der Scheiben in Schwingung
versetzt «erden. Die Glieder 3 und 4 dienen dazu, an die Siebketten F' und F2 die
durch die Schwinger Z'' und V2 erzeugten mechanischen Schwingungen anzulegen. '
"' Die Siebketten F' und F2 sind das Gegenstück der elektrischen Bandsiebkette,
die aus einer Reihenkapazität und einem -'L\Teberischlußzweig besteht, der Induktänz,
un#I, L1,apazität im Nebenschluß zueinander enthält.
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In der Zeichnung stellen die Zickzacklinien Elastizitäten und die
kleinen Kugeln Massen dar. Die abschließenden Kuppelfedern und Massen haben die
Werte 2k bzw. ztn, obgleich die entsprechenden Glieder der Zwischenabschnitte der
Siebketten die Werte k bzw. zfa haben.
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Die Reihenelastizitäten K usw. entsprechen den Reihenkapazitäten in
dem- elektrischen Gegenstück. Es ist bekannt, daß durch richtige Bemessung der Werte
dieser Glieder die Siebketten derart hergestellt werden können, daß sie praktisch
ohne Schwächung Schwingungen von allen Frequenzen zwischen zwei vorher bestimmten
Grenzen übertragen und Schwingungen aller anderen Frequenzen hochgradig schwächen
und praktisch verlöschen lassen. Die Konstanten der Siebkette F' lassen sich auf
diese Weise derart bemessen, daß die Siebkette Schwingungen der bei Toi erzeugten
Frequenz weitergibt und auch ein ausreichend breites Band von Frequenzen zu einer
oder beiden Seiten der Trägerfrequenz übermittelt, damit sich ein Signalgeben bei
der gewünschten Geschwindigkeit durchführen läßt.
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Die Konstanten der Siebkette F2 sind gegenüber denjenigen der Siebkette
F' unterschiedlich bemessen, so daß die Siebkette F2 Schwingungen der gleichen Frequenzen,
wie Siebkette F' überträgt. nicht weitergibt, sondern selektiv die bei h2 erzeugten
Schwingungen und solche anderen Frequenzen weitergibt, wie sie zur Übertragung von
Signalen auf dem entsprechenden Verkehrsweg benötigt werden.
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Die Umsetzungsvorrichtung 77 schließt die Stange 5 und den Elektromagneten
6 ein. Der Stange 5 lassen sich Schwingungen in der Drehrichtung um die Achse 7,
7 durch die Ausgangsglieder 8 und g der betreffenden Siebketten F' und F2 mitteilen.
Die Stange 5 übernimmt deshalb Schwingungen von allen durch die Siebketten übermittelten
Frequenzen. Beim Schwingen veranlaßt die Stange 5 den Anker#io des Elektromagneten
6 in der Nähe des Magnetpoles zu schwingen und so entsprechende elektromotorische
Kräfte in der Wicklung des Magneten zu induzieren. Die Wicklung hat einen Dauermagneten
als 'c`rn, um ein Ruhefeld herzustellen. Die in der Wicklung 6 erzeugten elektromotorischen
Kräfte werden dein Eingangskreis des Verstärkers A zugeführt, und die verstärkten
Wellen werden Tier Leitung L aufgedrückt.
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Die Endabschnitte der Siebketten F' und F = sind an die Stange 5 in
Reihe angeschlossen, was dadurch angedeutet ist, daß die Ausgahgseridabschnitte
beider Siebketten die gleiche Bewegung haben wie der Strom durch die Endabschnitte
elektrischer Siebketten, die so geschaltet sind. Um die Endimpedanz der Siebketten
dieser Anschlußart besser anzupassen, werden die Siebketten durch eine Mitte-Nebenschluß-Schaltung
abgeschlossen, d. h. die Endkuppelrnasse und Elastizität haben je die doppelten
Werte der Zwischenabschnitte der Siebketten. Auf Wunsch können die Siebketten mit
ihren Endabschnitten parallel miteinander und gemeinsam mit der Umsetzungsvorrichtung
verbunden werden, in welchem Falle die Siebketten durch eine Mitte-Reiheschluß-Anordnung
abgeschlossen werden: Wenn bei den beschriebenen Anordnungen der Motor 2 mit der
richtigen konstanten Geschwindigkeit in Umlauf gesetzt wird, werden Schwingungen
der betreffenden verschiedenen Frequenz von den Schwingern V' und V 2 aus beständig
über die Siebketten F' und F= auf die Stange 5 übertragen. Um diese Schwingungen
entsprechend telegraphischen Signalen, die gesendet werden sollen, zu steuern, sind
Anschläge i i und 12 zur Beeinflussung eines Bestandteiles der betreffenden Siebkette
vorgesehen. Diese Anschläge sind für gewöhnlich durch die Federn 13 und 1.4 schräg
gestellt"so daß sie auf den mittleren Reihengliedern der Siebkette unter hinreichendem
Druck aufliegen, um die Bewegung dieses Gliedes zu hindern. Solange also entweder
der Anschlag i z oder 1,2 nur dem Einfluß der schräg stellenden Feder unterliegt,
wird das mittlere Glied der entsprechenden Siebkette ortsfest gehalten, und es werden
keine Schwingungen durch die Siebkette auf die Stange 5 übertragen. Die Übermittlung
von Schwingungen in jedem Verkehrswege läßt sich deshalb durch umschichtige Entfernung
des entsprechenden Anschlages aus der Berührung mit dem Siebkettengliede und dadurch
steuern, daß man den Anschlag abwechselnd auf dem Siebkettengliede aufruhen läßt.
Die Mittel zur Steuerung der Anschläge sind auf der Zeichnung als Elektromagneten
15 oder 16 dargestellt, die mit Tasten 17 oder i8 in einen örtlichen Stromkreis
eingeschlossen
sind. Beim NTiederdrül;-ken der Taste 17 z. B. wird der Magnet 15
erregt,
hebt den Anschlag aus dem Eingriff n fit dem Siebkettengliede und läßt die Schwingungen
frei durch die Siebkette F1 nach der Stange 5; gehen. Wenn Taste 17 losgelassen
wird und der Elektromagnet 15 abfällt, kommt der Anschlag i i zur Anlage
auf dein Siebkettengliede, läßt dessen Schwingung aufhören, und die entsprechenden
Schwingungen werden von der Stange 5 ferngehalten. Anschlag 12 kann in gleicher
Weise durch Elektromagnet 16 und Taste 1ä gesteuert werden, um die Übermittlung
von Schwingungen durch Siebkette F= zu regeln.
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Für die Anschläge i i und i-2 können andere Steuervorrichtungen Verwendung
finden.