DE567189C - Verfahren der Dreifarbenphotographie, bei welchem zwei verschieden farbenempfindliche Halogensilberschichten untrennbar uebereinandergegossen sind - Google Patents

Verfahren der Dreifarbenphotographie, bei welchem zwei verschieden farbenempfindliche Halogensilberschichten untrennbar uebereinandergegossen sind

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DE567189C
DE567189C DEL72651D DEL0072651D DE567189C DE 567189 C DE567189 C DE 567189C DE L72651 D DEL72651 D DE L72651D DE L0072651 D DEL0072651 D DE L0072651D DE 567189 C DE567189 C DE 567189C
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    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00—Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/26—Silver halide emulsions for subtractive colour processes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)

Description

  • Verfahren der Dreifarbenphotographie, bei welchem zwei verschieden farbenempfindliche Halogensilberschichten untrennbar übereinandergegossen sind Bekanntlich macht die richtige Belichtung der drei für die subtraktive Dreifarbenphotographie erforderlichen Teilfarbenauszüge sowie weiterhin ihre genaue Deckung nach Umwandlung in ihre zugehörigen Farben Schwierigkeiten. Das Bestreben, diesen Nachteil zu beseitigen, ist nicht neu und wurden bereits Verfahren beschrieben, die mit mehreren untrennbar übereinanderliegenden Halogensilberschichten von verschiedener Farbenempfindlichkeit arbeiten (s. britisches Patent 2r:.5 i9$). Diese gelangen daher durch einmalige Belichtung und Entwicklung unmittelbar zu den in einzelnen Schichten übereinanderliegenden Teilfarbensilberbildern.
  • Bei den bekannten Verfahren kann unter Umständen mit bestimmten Trennungsvorgängen eine Gesamthärtung der Gelatine eintreten, die das Eindringen von Behandlungsflüssigkeiten erschwert und dadurch eine unterschiedliche Beeinflussung der in verschiedenen Höhenlagen liegenden Teilbilder leichter beherrschbar macht. Eine Zwangsläufigkeit, die z. B. nur die Weiterbehandlung des oberen Teilbildes ermöglicht und dabei ein Übergreifen der Behandlung auf das untere Teilbild ausschließt, ist hierdurch nicht gegeben. Die Erfindung bezweckt nun diese Zwangsläufigkeit dadurch zu erzielen, daß die Absperrung der in verschiedenen Schichten liegenden Teilbilder voneinander durch Härtung nur der zwischen diesen Teilbildern liegenden bzw. nur der diese Teilbilder einhüllenden Gelatine erfolgt. Es wird hierdurch z. B. ermöglicht, das untere Teilbild von jeder weiteren Behandlungseinwirkung auszuschließen, so daß das obere Teilbild in beliebiger Weise weiterbehandelt werden kann. Zur Erzielung von Dreifarbenbildern bringt man zweckmäßig eine dritte Emulsionsschicht auf die Rückseite des Films auf, in der das dritte Teilfarbenbild erzeugt wird.
  • Man kann nach einer weiteren besonders einfachen Ausführungsart des vorliegenden Verfahrens zweckmäßig beide Teilfarbenbilder der Doppelemulsion in einer einheitlichen Grundfarbe, z. B. Blaurot, einfärben und dann nach Absperrung des unteren Teilfarbenbildes das obere Teilfarbenbild allein mit einem entsprechend geeigneten Farbstoff, z. B. Blaugrün, nachfärben, so daß man durch die Mischung der beiden Farbstoffe das obere Bild in seine zugehörige Grundfarbe, z. B. Reinblau, spektral richtig umfärbt. Benützt man für diese Erzielung einer Grundfarbe aus einer anderen Grundfarbe durch Umfärbung einen sauren Farbstoff, während für die einheitliche Ersteinfärbung ein basischer Farbstoff gewählt wurde, so ist es möglich, für die Absperrung des unteren Teilfarbenbildes die gesamte Gelatine zu härten. Die Neigung des sauren Farbstoffes, mit dem basischen eine chemische Verbindung einzugehen, ist entsprechend stark, so daß bei geringfügiger oberflächlicher Erweichung der gehärteten Gelatine, z. B. durch Zusatz von Säure zum Farbbade, das gesamte obere basische Farbstoffbild, aber auch nur dieses, den sauren Farbstoff an sich zieht.
  • Die Härtung der Gelatine nach dem Einfärben des unteren Teilfarbenbildes in der Weise, daß sie hierauf alle Farbstofflösungen abstößt, kann entweder mit physikalischen Mitteln, d. h. bekannterweise durch Licht, oder auf chemischem Wege hervorgerufen werden.
  • Gemäß der Erfindung kann z. B. eine das untere Teilbild gegen eine weitere Bädereinwirkung schützende Härtung durch Lichtwirkung erzielt werden. Der Film, der zwischen den beiden übereinandergegossenen Emulsionen in an sich bekannter Weise eine inaktinische Zwischenschicht, die etwa # gleichzeitig als Rotfilter dient, besitzt, wird nach dementsprechenden Färben des unteren Teilbildes mit Bichromatlösung lichtempfindlich. gemacht und von der Rückseite belichtet. Die dadurch erzielte Härtung reicht nur durch die untere Schicht bis zur iiiaktinischen Zwischenschicht, so daß das obere Teilbild umgefärbt werden kann, ohne daß das untere Teilbild verändert wird. Man kann auch der Zwischenschicht, die in diesem Falle nicht inaktinisch gefärbt zu sein braucht, Körper zusetzen, deren oxydierende oder andersartig die Gelatine gerbende Wirkung man erst nach erfolgter Einfärbung des unteren Teilbildes durch ein chemisches Bad auslöst. So z. B. wurde für nachträgliche Gelatinehärtung von anderer Seite ein Zusatz von Formalinbisulfit vorgeschlagen. Nach dem Hervorrufungs- und Einfärbungsprozeß, der möglichst alkalisch geführt wird, würde in diesem Falle ein Säurebad .eingeschaltet, das nur in der Zwischenschicht Formalin frei macht und durch die dadurch bewirkte Härtung derselben das untere Teilbild gegen weitere Farbbadwirkungen absperrt. Aber auch ohne Zusatz irgendwelcher besonderer Körper zur Gelatine und bei unmittelbar ohne jede ZzvischenschichtübereinandergegossenenEmulsionen kann man die beiden Teilfarbenbilder durch Härten der zwischen ihnen gelegenen Gelatine auf chemischem Wege vermittels des entwickelten Silbers voneinander isolieren. Der hierbei sich abspielende Reaktionsvorgang sowie allgemein die Durchführung des Verfahrens, vermittels übereinandergegossener Emulsionen ohne jegliche üb-ertragung lediglich durch Bäder zu einer zwangsläufig selektionsrichtig eingefärbten Dreifarbenphotographie zu gelangen, wird durch nachstehendes Ausführungsbeispiel erläutert.
  • Für die Aufnahme bedient man sich zweckmäßig, wie bereits erwähnt, eines beiderseitig emulsionierten Films. Es ermöglicht dies vermittels einer beliebigen optischen Bildteilung von beiden Seiten zu belichten und somit die Belichtungszeit abzukürzen, andererseits erleichtert es wesentlich den Einfärbeprozeß sowie gewünschte Korrekturen an den erzielten Farben. Als günstigste Anordnung wurde gefunden, wenn man auf der einfach emulsionierten Seite das Blaufilternegativ, auf der anderen doppelt emulsionierten Seite durch entsprechende Filtrierung des Lichtbündels und auf Grund der verschiedenen Sensibilisierung der beiden untrennbar übereinandergegossenen Emulsionen, in deren unteren Schicht das Grünfilter- und in der oberen Schicht das Rotfilterbild entstehen läßt. Das einseitig befindliche Blaufilterbild wird, nachdem der Film entwickelt und zur Unterbrechung der Entwicklung sauer gebadet, aber nicht fixiert wurde, nach einer beliebigen Methode, z. B. durch Tonung mit Vanadium oder über eine Beize mit einem gelben Farbstoffe angefärbt und vor der weiteren Behandlung des Films fixiert und durch einen Lacküberzug geschützt, oder man behandelt den Film durch bloßes Schwimmenlassen einseitig weiter.
  • Die doppelschichtige Seite des Films, die das Rot- und Blauteilbild als schwarze Silberbilder in noch unverändertem Bromsilber gebettet enthält, wird nun z. B. nach der letztgenannten Durchführungsart der Gela.tinehärtung über entwickeltes Silber- mit einem Beizenbade behandelt, welches die beiden Silberbilder in Beizenbilder verwandelt, die basische Farbstoffe binden, aber durch Entwickler nicht reduzierbar sind. Während die bestehenden bekannten Beizenverbindungen fast durchgängig durch reduzierend wirkende Substanzen, wie Entwickler, zu Metall reduziert werden, wurde eine geeignete entwicklerbeständige Beize nach dem Verfahren in einer Silberkupferrhodanidverbindung gefunden, die dadurch entsteht, daß man das Silberbild in einer mit Ammonoxalat versetzten Lösung von Kupfersulphat und Rhodanammon bleicht. Färbt man nun mit einem bläulichroten Farbstoff ein, so fällt dieser wohl an das Beizenbild, nicht aber an das unverändert gebliebene Bromsilber an; da dieses keine Beizeneigenschaft besitzt. Hierauf setzt man den Film dem Tageslicht aus und entwickelt, wonach das unveränderte Beizenfarbenbild nunmehr in schwarzes Silber eingebettet ist. Dieses Silber ermöglicht nun eine bildmäßige Gerbung der Gelatine, wie eine solche z. B. auch beim Bromöldruck praktische Ani vendung fin- i det. Als geeignetes Bad hierfür kann man eine Lösung von Chromsäure, Bromkali und Kupfersulfat benutzen. Es bleicht das Silberbild aus und härtet zugleich die Gelatine an diesen Stellen, so daß diese nach dem Klären, i Waschen und Trocknen wäßrige Farbstoff-Lösungen abstoßen. Läßt man die so behandelte Doppelschicht auf einer Lösung eines sauren blaugrünen Farbstoffes schwimmen oder badet sie darin, so erfolgt bekannterweise ein bildmäßiges Aufsaugen des Farbstoffes an den nicht gehärteten Gelatinestellen. Diese Im.-bibation des Farbstoffes kann unter diesen Umständen nur in das an der Oberfläche gelegene Beizenbild erfolgen, da alle anderen Stellen durch die bildmäßige Gerbung abgesperrt sind und die Farblösung abstoßen. Es entsteht somit in der oberen Schicht ein reinblaues Teilbild, bestehend aus der Mischung des ursprünglichen bläulichrot gefärbten Beizenbildes mit dem nur in dieses :eingedrungenen blaugrünen Imbibationsfarbstoffbildes.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren der Dreifarbenphotographie, bei welchem zwei verschieden farbenempfindliche Halogensilberschichten untrennbar übereinandergegossen sind und die Umwandlung der vermittels einer Belichtung in den Emulsionsschichten hervorgerufenen Teilfarb@enauszüge in die entsprechenden Teilfarbenbilder ohne Übertragung lediglich vermittels chemischer Bäder erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrung der in verschiedenen Schichten liegenden Teilbilder voneinander durch Härtung einer zwischen den Teilbildern liegenden Gelatineschicht bzw. aller nicht am Ort der Teilbilder liegenden Gelatine erfolgt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwei verschieden farbenempfindliche Halogensilberemulsionen untrennbar übereinandergegossen auf einer Seite des Films liegen und eine dritte Emulsionsschicht sich auf der anderen Seite dieses Films befindet.
  3. 3. Verfahren nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Einfärbung der beiden Teilfarbenbilder der Doppelschichtemulsionen in der zwischen diesen gelegenen Gelatine eine farbstoffundurchlässige, gehärtete Schicht hervorgerufen-wird, die das untere Teilfarbenbild nach dem Färben absperrt, so daß das ungehärtete darüberliegende Teilfarbenbild allein mit einer anderen Farbe eingefärbt werden kann. q..
  4. Verfahren nach den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß diese beiden Teilfarbenbilder in der untrennbaren Doppelschicht zunächst durchgängig in einer Grundfarbe gefärbt werden, wofür ein Farbstoff gewählt wird, der es ermöglicht, auf Grund von Farbadditionen, d. h. durch Nachfärben vermittels eines entsprechend gewählten zweiten Farbstoffes, nur eines der beiden Teilfarbenbilder in seine zugehörige Grundfarbe spektralrichtig umzufärben.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß die zwischen den beiden Teilfarbenbildern der Doppelemulsion gelegene Gelatine vermittels des in ihr gelagerten Bromsilbers bzw. Silbers durch einen härtenden Bleicher nach Art eines Ozobrombleichers bildmäßig gegerbt wird.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die in der Doppelschicht durch Belichtung gebildeten Teilbilder nur entwickelt, in besondere Beizenbilder, die durch den Entwickler nicht reduzierbar sind, verwandelt und blaurot angefärbt werden, worauf dann das verbliebene unfixierte Bromsilber zu Silber entwickelt und über dieses eine bildmäßige Gerbung der Gelatine erzeugt wird, so daß nach dem Fixieren und Trocknen des Films eine Imbibation vön blaugrünem saurem Farbstoff nunmehr in dem an der Oberfläche gelegenen roten Beizenbilde erfolgen kann, wodurch dieses allein zu einem reinblauen Farbbilde sich umfärbt. RERUN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI
DEL72651D 1928-08-15 1928-08-16 Verfahren der Dreifarbenphotographie, bei welchem zwei verschieden farbenempfindliche Halogensilberschichten untrennbar uebereinandergegossen sind Expired DE567189C (de)

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