DE568941C - Verfahren zum Vertikalrichten eines abweichenden Bohrloches mittels Richtkeiles und Klinometers - Google Patents
Verfahren zum Vertikalrichten eines abweichenden Bohrloches mittels Richtkeiles und KlinometersInfo
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- DE568941C DE568941C DE1929N0030705 DEN0030705D DE568941C DE 568941 C DE568941 C DE 568941C DE 1929N0030705 DE1929N0030705 DE 1929N0030705 DE N0030705 D DEN0030705 D DE N0030705D DE 568941 C DE568941 C DE 568941C
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B7/00—Special methods or apparatus for drilling
- E21B7/04—Directional drilling
- E21B7/10—Correction of deflected boreholes
-
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- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
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- E21B7/04—Directional drilling
- E21B7/06—Deflecting the direction of boreholes
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Description
AUSGEGEBEN AM
26. JANUAR 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5 a GRUPPE 18
im Haag, Holland*)
Verfahren zum Vertikalrichten eines abweichenden Bohrloches mittels Richtkeiles und Klinometers
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1929 ab
Bei Tiefbohrungen, namentlich für die Petroleumgewinnung, ist es von großer Wichtigkeit,
daß die Bohrlöcher soweit wie möglich mit der Vertikalen zusammenfallen. Dieses Ziel ist jedoch bisher praktisch niemals
oder nur selten erreicht worden, so daß die Richtung der Bohrlöcher in der Regel von
der Vertikalen abweicht. Die Erfindung beseitigt diesen Übelstand und ermöglicht es,
ein Bohrloch in die gewünschte Richtung zu bringen oder es in dieser fortführen zu
können.
Es ist schon vorgeschlagen worden, einem Bohrloch mittels eines Richtkeiles und eines
Klinometers eine Abweichung von seiner ursprünglichen Richtung zu geben. Es sind jedoch
bisher noch keine praktisch brauchbaren Einrichtungen bekanntgeworden, um einen solchen Richtkeil derart ansetzen zu können,
ao daß ein schiefes Bohrloch wieder in die Vertikale
zurückkehrt. Gemäß der Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß der Richtkeil in an sich bekannter Weise an einem besonderen
Rohrgestänge befestigt ist und mit Hilfe dieses Gestänges gemäß den Klinometerangaben
in die richtige Lage verdreht wird.
In der Zeichnung sind einige Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht, auf
welche diese jedoch nicht beschränkt ist.
In Abb. ι stellt 1 den untersten Teil einer
bereits vorhandenen Bohrrohrreihe in dem Augenblick dar, wo es angebracht erscheint,
dem Bohrloch eine andere Richtung, nämlich die vertikale Richtung, zu geben. Gemäß der
Erfindung wird in diese Bohrrohrreihe eine zweite engere Reihe 2 eingelassen, an deren
Unterseite ein Richtkeil 3 befestigt, vorzugsweise eingeschraubt ist. Hierbei ist es nicht
nötig, den Stand des Richtkeiles hinsichtlich der Nordsüdrichtung zu bestimmen; es kommt
vielmehr darauf an, ihm eine solche Lage zu geben, daß seine Symmetriefläche mit der der
Abb. ι entsprechenden Abweichungsfläche des Bohrloches zusammenfällt, so daß er in dieser
Fläche eine Ablenkung des Bohrloches in die gewünschte Richtung bewirkt. Unter Abweichungsfläche
wird hier eine vertikale Fläche verstanden, in welcher die Mittellinie
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Alphons Gerard Hubert Straatman im Haag.
des Bohrloches an der betreffenden Stelle liegt. Ferner sind am Richtkeil selbst oder
an einem besonderen Organ Vorkehrungen getroffen, um den Richtkeil hinsichtlich eines
Clinometers, ζ. B. einer Säureflasche, zu orientieren. Da diese Orientierung ein wesentliches
Kennzeichen der Erfindung bildet, sei im folgenden näher hierauf eingegangen:
Falls man das in der Zeichnung mit 4 bezeichnete, unabhängige Hilfsorgan verwendet,
welches später mittels einer Greifvorrichtung für sich allein, d. h. ohne das Rohr 2, wieder
apigezogen werden kann und z. B. mit einer oder mit mehreren besonderen Unebenheiten
oder hervorstehenden Teilen versehen ist, die auf dem Bleiboden, mit welchem der Mantel
der Säureflasche versehen ist, leicht einen Eindruck zurücklassen, so kann man die
Symmetriefläche der Richtung auf verhältnismäßig0 einfache Weise in bezug auf die Abweichungsf
äche orientieren und den Stand des Richtkeiles nötigenfalls korrigieren. Hierzu muß in erster Linie die Lage des Teiles 4
in bezug auf den Richtkeil bekannt sein. Diese Lage kann beim Einschrauben oder Einsetzen
des Keiles und Hilfsorgans eingestellt werden. Vorzugsweise versieht man das Organ
mit zwei, je einen verschiedenen Eindruck hinterlassenden, kennzeichnenden Organen,
z. B. mit einem vorzugsweise auf einer Mittellinie gelegenen dreieckigen und einem
viereckigen, hervorstehenden Teil; man läßt diese Mittellinie bei der Einbringung in das
Rohr 2 mit der Symmetriefläche durch den Richtkeil zusammenfallen und notiert, welches
der beiden hervorstehenden Organe dem verjüngten Ende des Richtkeiles am nächsten
liegt. Hierauf läßt man das Rohr 2· in das Rohr ι ein, bis der Richtkeil den Boden erreicht
und führt die Säureflasche in das Bohrloch ein. Ist der Richtkeil gut angeordnet,
d. h. fällt seine Symmetriefläche mit der Abweichungsfläche zusammen, dann werden die
über die beiden Eindrücke der kennzeichnenden, hervorstehenden Teile laufende Linie und
die lange Achse der Ellipse, gemäß welcher der Spiegel der Säure sich an der Innenwand
der Flasche zwischen dem geätzten und dem ungeätzten Teil abzeichnet, in der Abweichungsfläche
liegen. Auch muß sich dann der Eindruck des markierenden Organs, welches an der Seite liegt, nach der die ursprüngliche
Abweichung stattfand, an jener Seite der Ellipsenmittellinie befinden, welche mit dem
niedrigsten Punkt des Säurespiegels übereinstimmt. Ist dies nicht der Fall, dann ist die
Abweichung zwischen Symmetriefläche und Abweichungsfläche gleich dem Winkel zwischen
Mittellinie und Längsachse der Ellipse, so daß man sofort die richtige Korrektur
in der Lage des Richtkeils anbringen kann, indem man das Rohr 2 hebt und um den gewünschten
Winkel verlegt. Die Säureflasche oder ein anderes Klinometer wird hierauf aufgezogen
und ein Bohrmeißel entsprechend dem Raum zwischen Richtkeil und gegenüberliegender
Bohrlochwand eingelassen. Dieser Meißel wird dann eine Richtung einnehmen, welche von der Richtung der vorhergehenden
Bohrung abweicht, und zwar sich mehr der Vertikalen nähert als diese (siehe Abb. 2). Das Bohrloch wird hierauf in der
üblichen Weise mittels eines Nachnahmebohrers auf die gewünschte Größe gebracht,
wobei dieser dem bereits gebohrten, kleineren Loch folgen wird. Die erzielte Richtungsänderung
wird im allgemeinen gering sein, was auch mit Rücksicht auf die Einführung des Bekleidungsrohres wünschenswertist. Durch
periodische Wiederholung des beschriebenen Verfahrens nach Bohrung einer bestimmten
Strecke kann man das Bohrloch nach Belieben der Vertikalen näher bringen oder auch
mit ihr zusammenfallen lassen.
Es sei bemerkt, daß der Richtkeil bei dem 8g Verfahren gemäß der Erfindung nur zur Führung
des kleineren Bohrers dient, so daß dieser wenig beschädigt wird.
Das beschriebene Verfahren kann auf verschiedene Arten ausgeführt werden, ohne von
dem Prinzip der Erfindung abzuweichen. So wird man, wie bereits bemerkt, jedes geeignete
Klinometer verwenden köniien, sofern dieses, dem Prinzip der Erfindung gemäß, in bezug
auf den Richtkeil orientiert werden kann. Auch kann die Art der Orientierung selbst
sehr verschieden sein, indem man beispielsweise statt des beschriebenen Hilfsorgans 4
jedes andere Organ verwendet, das zur Ermittelung der-Symmetrieflachenlage 'des Riehtkeiles
in bezug auf die Abweichungsfläche dienen kann. Man kann sogar den Richtkeil ohne Hilfe eines Zwischenorgans direkt nach
dem Klinometer orientieren, obwohl in der Praxis der Gebrauch eines solchen Zwischenorgans
vorzuziehen sein wird, weil dann alle zur Orientierung nötigen Teile leicht aus dem
Bohrloch entfernt werden können. Schließlich kann auch nach Einstellen des Richtkeiles
in verschiedener Weise weitergebohrt werden, ohne von dem Prinzip der Erfindung abzuweichen. In Abb. 3 ist beispielsweise
eine Methode gezeigt, bei der der Meißel an einer besonderen Bohrstange S befestigt ist,
die in einem Führungsstück umläuft, welches sich zwischen dem Richtkeil und der Bohrlochwand
klemmen kann, so daß die Beschädigung des Keiles auf ein Mindestmaß beschränkt wird.
Auch kann man bei einem bekleideten schiefen Bohrloch derart verfahren, daß man
die Bohrwand an einer Stelle durchbohrt und
von hier aus die Bohrung in einer anderen Richtung fortsetzt. In diesem Falle kann das
Hilfsorgan 4 so gewählt werden, daß bei seiner Entfernung der Richtkeil von Rohr 2
entfernt wird und somit festzementiert werden kann.
Claims (2)
- PATENTANSPUUCIMi:i. Verfahren zum Vertikalrichten eines abweichenden Bohrloches unter Verwendung eines Richtkeiles und eines Klinometers, mittels dessen die Lage eines Keilstückes in bezug auf die Abweichung des Bohrloches bestimmt werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß der Richtkeil (3) in an sich bekannter Weise an einem besonderen Rohrgestänge (2) befestigt und mit Hilfe dieses Gestänges gemäß den KIinometerangaben in die richtige Lage verdreht wird. ao
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Orientierung des Richtkeiles in bezug auf das Klinometer ein mit dem Keil lösbar verbundenes Hilfsorgan verwendet, welches auf dem Klinometer eine Aufzeichnung hinterläßt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2258530A GB356404A (en) | 1930-07-26 | 1930-07-26 | Method and apparatus for deflecting a slanting bore-hole into a vertical direction |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE568941C true DE568941C (de) | 1933-01-26 |
Family
ID=10181803
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1929N0030705 Expired DE568941C (de) | 1930-07-26 | 1929-07-27 | Verfahren zum Vertikalrichten eines abweichenden Bohrloches mittels Richtkeiles und Klinometers |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE568941C (de) |
| GB (1) | GB356404A (de) |
| NL (1) | NL26635C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0380909A3 (de) * | 1989-02-01 | 1992-03-11 | Eastman Teleco Company | Verfahren und Kernbohrwerkzeug zum Abteufen von Bohrungen in unterirdische Gesteinsformationen |
-
0
- NL NL26635D patent/NL26635C/xx active
-
1929
- 1929-07-27 DE DE1929N0030705 patent/DE568941C/de not_active Expired
-
1930
- 1930-07-26 GB GB2258530A patent/GB356404A/en not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0380909A3 (de) * | 1989-02-01 | 1992-03-11 | Eastman Teleco Company | Verfahren und Kernbohrwerkzeug zum Abteufen von Bohrungen in unterirdische Gesteinsformationen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB356404A (en) | 1931-09-10 |
| NL26635C (de) | 1931-11-16 |
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