DE569310C - Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus entglastem Glase - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus entglastem Glase

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DE569310C
DE569310C DET38098D DET0038098D DE569310C DE 569310 C DE569310 C DE 569310C DE T38098 D DET38098 D DE T38098D DE T0038098 D DET0038098 D DE T0038098D DE 569310 C DE569310 C DE 569310C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C10/00Devitrified glass ceramics, i.e. glass ceramics having a crystalline phase dispersed in a glassy phase and constituting at least 50% by weight of the total composition
    • C03C10/0018Devitrified glass ceramics, i.e. glass ceramics having a crystalline phase dispersed in a glassy phase and constituting at least 50% by weight of the total composition containing SiO2, Al2O3 and monovalent metal oxide as main constituents

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus entglastem Glase Bisher haben die Versuche. geformte Glasprodukte in technisch brauchbarer Weise zu entglasen, nicht zu einem Befriedigenden Resttltat geführt.
  • Versuchte man, den geformten Glaskörper nach der Entnahme aus der Form zu entglasren, so ließ sich hierbei eine Deformierung nicht vermeiden, weil zur Einleitung der Kristallisation- der Glasgegenstand bis zur Erweichung Mieder erhitzt werden mußte. Die dann eintrctende Kristallisation steigert die Temperatur durrlh die frei werdende Kristallisationswärme. so daß die ursprünglichen ; Umrisse verschwinden und die Produkte dadurch entwertet werden. \Venn jedoch durch genatteste Temperaturregelung es sich erreichen ließe, daß der geformte Glasgegenstand die ursprüngliche Form behält. so tritt infolge der Volumkontraktion bei der Kristallisation Lunkerbildung ein. durch welche die @@@@@@@@@@@@ Festigkeit der Produkte sehr beeinträichtigt wird.
  • Bei bestimmten Formen z.B. hei Platten oder Pflastersteinen. ließ sielt zwar die Eaitglasung in der Form selbst bewerkstelligen. obne daß Deformierung oder Lunkerbildung eintri, jedoch ist dieser Prozeß dadurch verteuert daß besondere Zusatztwärme zur Erhitzung des Formstückes samt (Irr Form auf längere Zeit bis zum Eitritt de#r hi-ist:illis:ttion erforderlich ist. und ferner dadurch. daß die Formen bei der Dauerbeanspruchung bei Temperaturen bis iooo C sehr bald unbraucltbar werden. Die Mittel. diesen starken Verschleiß an Formenmaterial zu verringern. z.B. durch Anstriche. kosten Zeit und Geld. ohne daß ein großer Erfolg damit erzielt werden kann.
  • Wird dagegen die Kristallisation nicht vollkommen durchgeführt. so daß kristalline und amorphe Phase nebeneinander bestehen. so ist das Produkt nicht verwertbar. weil die mechanische Festigkeit nicht groß genug ist.
  • Es,9 ist daher nur möglich. in ökonomischer Weise zu brauchbaren Produkten zu gelangen. wenn die Kristallisation in die Zeit der Formebung. Entnahme- aus der Form und Verbringung in den Kühlofen verlegt wird. und zwar so. daß (ein plastischer Kristallbrei durch den Druck bei Gier Forngebung in die Form hineingepreßt wird.
  • Unter ßenutzung der bekannten Tatsaciicn. daß man die Kristallisation einer Glasschmelze durch Einbringen von festen Teilchen älttllicher Zusamnivusetzuntg befördern kann. und daß beim Kristallisieren von Kalknatrongläsern sich ß und Pseudowollastomt bildet.
  • elingt es nach vorliegendem Verfahren, einen Schon bei det- Formung und der Kühlung des getormten Werkstückes kristallisierenden Glasduß zu erzeugen. wenn man Glasabflälle, besonders des gebräuchlichen Natronkalkglases. mnit I'scndciwalla@tonitschlackc bis zu !; Teiden auf 100 Teile Glasabfälle mischt und diese bis zur Schmelztemperatur von etwa 1380 erhitzt. Det Wollastonit löst sich in der Glasschmelze, jedoch offenbh:ir so. daß ,t#iit hri@tnll;#,itter bzw. ;eilt mögen nicht zerstört wird. Wenn die Schmelze -nämlich auf die. zur Verformung geeignete Temperatur, die sich nicht von der bei gewöhnlichen Kalknatrongläsern üblichen unterscheidet, abgekühlt wird, so setzt eine so starke Kristallisation ein. daß während der Form-. gebung und bis zum Eintreten der zur Entnahme aus der Form genügenden Abkühlung sich der ganze Preßling kristallin ausgebildet hat, so daß bis zur Verbringung in den Kühlofen die Kristallisation abgeschlossen ist.
  • Die besten Resultate wurden erreicht, wenn als Zusatz zu den zerkleinerten Kallcnatronglasabfällen gemahlene Wollastonitschlacke zugefügt wurde, die nicht mehr als 8 % Tonerde enthielt und außerdem einen Phosphor-Behalt aufwies, so daß die Analyse z. B. etwa folgende Durchschnittszusammensetzung ergab:
    SiO2 45,4
    Ah 03 . 5,6
    (Fc..03 0,6)
    Ca O 47,8
    P o,6
    Eine Schlacke von dieser Zusammensetzung und in dieser morphologischen Ausbildung fällt z. B.. bei der Schmelze von Phosphoritenunter Verwendung geeigneter. Zuschläge zwecks Darstellung von Phosphor und dessen Verbindungen.
  • Sollte sich bei der Abkühlung der Schlacke ß-Wollastonit bilden, was nur in besonderen Fällen, z. B. bei vanadinhaltigen Schlacken vorkommt, so genügt eine langsame Erhitzung über 12oo° C, um die ß-Form in die a-(Pseudo :-Form überzuführen. .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Gegenständen aus entglastem Glase, gekennzeich net durch die Verwendung eines Glases. welches erhalten wird durch Schmelzung der Bestandteile oder der Scherben eines gewöhnlichen Kalknatronglases in Mischung mit geeigneten -Mengen. vorzugsweise mit i o bis 45 Teilen. bezogen auf i oo Teile der vorerwähnten Stoffe, einer vonriegend aus Pseudowollastonit bestehenden. außerdem aber bis zu 80-o Tonerde und ferner Phosphor enthaltenden Schlacke, wobei nötigenfalls noch Sand, Soda und Feldspat zur Regelung der Zähigkeit der Schmelze zuesetzt werden-CD
DET38098D 1931-01-03 1931-01-03 Verfahren zur Herstellung von Gegenstaenden aus entglastem Glase Expired DE569310C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007231B (de) * 1953-05-20 1957-04-25 Dr Fritz Albrecht Verwendung von SiO-armen Glasfluessen als Hartstoffe
DE1082016B (de) * 1959-04-08 1960-05-19 Jenaer Glaswerk Schott & Gen Verfahren zum Herstellen kristalliner Sinterkoerper aus Silikatglaspulver und danach hergestellter Sinterkoerper

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007231B (de) * 1953-05-20 1957-04-25 Dr Fritz Albrecht Verwendung von SiO-armen Glasfluessen als Hartstoffe
DE1082016B (de) * 1959-04-08 1960-05-19 Jenaer Glaswerk Schott & Gen Verfahren zum Herstellen kristalliner Sinterkoerper aus Silikatglaspulver und danach hergestellter Sinterkoerper

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