DE569727C - Regelungseinrichtung fuer Kraftmaschinen, insbesondere fuer Turbinen mit elektrischen Stromerzeugern - Google Patents
Regelungseinrichtung fuer Kraftmaschinen, insbesondere fuer Turbinen mit elektrischen StromerzeugernInfo
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- DE569727C DE569727C DES100046D DES0100046D DE569727C DE 569727 C DE569727 C DE 569727C DE S100046 D DES100046 D DE S100046D DE S0100046 D DES0100046 D DE S0100046D DE 569727 C DE569727 C DE 569727C
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- turbines
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D21/00—Shutting-down of machines or engines, e.g. in emergency; Regulating, controlling, or safety means not otherwise provided for
- F01D21/02—Shutting-down responsive to overspeed
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Eletrric Generators (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
7. FEBRUAR 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Ja 569727 KLASSE 14c GRUPPE 8os
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Juli 1931 ab
Trotz aller Verfeinerungen in den Reglerbauarten läßt sich mit den bisherigen Mitteln
eine Aufgabe der Regelungstechnik nicht zufriedenstellend lösen, nämlich die Verkürzung
des Zeitraums, der zwischen einem Regelimpuls und der Regehvirkung liegt. Die Ansprechzeiten
sind zu groß und die Regelgeschwindigkeiten zu klein, als daß es möglich wäre, die Änderung einer Zustandsgröße, die
sich als Regelimpuls auswirkt, schon im Entstehen abzufangen. Die erforderlichen Zeiten
liegen, soweit man das rechnerisch erfassen kann, in der Größenanordnung von Bruchteilen
von Sekunden; da die Drehzahlregler Massenwirkungen ausgesetzt sind, so ist ein bestimmter Drehzahlabfall unvermeidlich, ehe
eine Regelwirkung einsetzt.
Die Erfindung bezieht sich auf die Aufgabe, stoßartige Belastungsänderungen so
ao schnell abzufangen, daß eine wesentliche Drehzahländerung nicht eintritt, und zwar
macht sie von einer Erscheinung Gebrauch, die bei einem Lastwechsel eintritt. Als Beispiel
hierfür sei eine Turbine mit elektrischem Stromerzeuger gewählt. Der Stromerzeuger
ist mit einer bestimmten Leistung belastet und die Dampfzufuhr zur Maschine so eingestellt,
daß Gleichgewicht zwischen der von der Turbine entwickelten Leistung und der Belastung des Stromerzeugers besteht. Wird
nun der Stromerzeuger plötzlich belastet, so übt das Feld desselben auf den Läufer eine
bremsende Wirkung aus. Der Läufer hat also die Neigung, gegenüber dem Turbinenläufer
zurückzubleiben. Hierdurch wird auf die Kupplung zwischen Stromerzeuger und Turbine
eine Kraft ausgeübt, die bestrebt ist, die beiden Kupplungshälften gegeneinander zu
verschieben. Diese Erscheinung wird gemäß der Erfindung für den Regelvorgang ausgenutzt
werden, und zwar ist zwischen Turbine und Stromerzeuger eine in der Umfangsrichtung
elastische Kupplung zwischengeschaltet, von der mindestens ein Teil mit dem Einlaßventil der antreibenden Turbine gekuppelt
ist. Im allgemeinen wird man diese Regelung nicht als alleinige Regelung verwenden,
sondern sie parallel zum Drehzahlregler arbeiten lassen, so daß normale Lastschwankungen
durch den Drehzahlregler ausgeglichen werden, während die Regeleinrichtung nach der Erfindung nur bei Stoßlast in
Tätigkeit tritt. Diese Einrichtung kann selbstverständlich in gleicher Weise, wie sie bei
einer plötzlichen Belastung eingreift, auch bei einer plötzlichen Entlastung eingreifen und
verhindert dann das Ansprechen des Schnellschlußreglers.
*} Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Kurt Halle in Berlin-Siemensstadt.
Bei !größeren Maschineneinheiten wird es schwierig sein, die Kupplung so auszubilden,
daß sie eine Bewegung ihrer beiden Kupplungshälften gegeneinander zuläßt. In einem
solchen Fall kann man sich damit helfen, daß man einen besonderen Hilfsstromerzeuger
vorsieht, der ebenfalls mit der Turbinenwelle gekuppelt ist und parallel zum Hauptstromerzeuger
arbeitet, also an dessen Lastschwan- «o kungen genau teilnimmt. Dann kann man die
Kupplung zwischen dem Hilfsstromerzeuger und der Turbine zur Auslösung der Stoßregelung
verwenden.
Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Abb. 1 bis 3 dargestellt, und zwar
zeigt die Abb. 1 schematisch den Aufbau der Kupplung, Abb. 2 ihren Zusammenbau mit
der Regelung, während die Abb. 3 eine derartige Einrichtung zeigt, bei der die mechaao
nische Kraftübertragung durch eine hydraulische Kraftübertragung ersetzt ist.
Auf der mit 1 bezeichneten Stromerzeugerwelle sitzt die Kupplungshälfte 2, auf der
Turbinenwelle 3 die Kupplungshälfte 4. An »5 den Kupplungshälften sind Bolzen 5 und 6
befestigt, die durch Federn 7 untereinander verbunden sind. Die von der Welle 3 entwickelte
Drehkraft wird also über die Scheibe 4, die Bolzen 6 und die Federn 7 auf die Bolzen 5 und von diesen über die Kupplungsscheibe
2 auf die Welle 1 übertragen. Da die Kupplung nicht starr, sondern elastisch
ist, so ist eine Verdrehung der Kupplungshälften 2 und 4 gegeneinander möglich. Diese
wird zur Einleitung eines Regelvorganges verwendet. Zu diesem Zweck liegt innerhalb
der Wellen 1 und 3 eine Schieberstange 8, die an ihrem Ende einen Steuerstift 9 trägt.
Diesem ist eine Steuerhülse 10 zugeordnet, wie es aus der allgemeinen Regeltechnik bekannt
ist. Die Schieberstange 8 trägt eine Gewindescheibe 11 und ist durch Feder und Nut
12 an der Drehung verhindert. Das der Gewindescheibe 11 zugeordnete Muttergewinde
ist in eine Büchse 19 der Kupplung 4 eingeschnitten. Tritt eine Verdrehung der Scheiben
2 und 4 gegeneinander ein, so wird hierdurch eine Längsbewegung der Schieberstange
8 und damit des Steuerstiftes 9 hervorgerufen, wodurch in bekannter Weise über einen Kraftkolben das Einlaßventil der Turbine
verstellt wird. Falls diese Steuerung nicht parallel zum Drehzahlregler arbeitet,
kann man sie auf besondere Ventile arbeiten lassen. Jeder über die Kupplung übergeleiteten
Leistung entspricht'ein bestimmter Ausschlag des Steuergestänges, also auch eine bestimmte
Ventilöffnung.
Die Steuerung nach der Abb. 3 ist grundsätzlich in der gleichen Weise aufgebaut. Die
Welle 3 ist in diesem Fall mit einer Bohrung 13 versehen, in die durch eine Leitung 14
Drucköl eingeleitet wird.' Sie mündet in Bohrungen 15 aus, denen Gegenbohrungen 16 in
einer festen Hülse 17 an der Scheibe 2 entsprechen. Jede Verschiebung der Kupplungshälften 2 und 4 gegeneinander bewirkt eine
Veränderung des freien Durchgangsquerschnittes zwischen den Bohrungen 15 und 16,
also auch eine Veränderung des Öldruckes in der Bohrung 13. Diese Änderungen können
z. B. über einen Membrantaktgeber 18 auf das Regelorgan übertragen werden. Auch in
diesem Fall kommt der Steuerimpuls schon zur Wirkung, ehe eine merkliche Drehzahländerung
der Turbine eingetreten ist.
Claims (4)
1. Regelungseinrichtung für Kraftmaschinen, insbesondere für Turbinen mit
elektrischen Stromerzeugern, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kraftmaschine (Turbine) und Stromerzeuger eine in
Umfangsrichtung elastische Kupplung zur Stoßregelung zwischengeschaltet ist, von
der mindestens ein Teil ftiit dem Einlaßventil der antreibenden Kraftmaschine gekuppelt
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoßregelungseinrichtung
parallel zur normalen Drehzahlregelung geschaltet ist.
3. Einrichtung nach Ansprvch 1, -dadurch
gekennzeichnet, daß . die Stoßregelungseinrichtung zur Beeinflussung besonderer Stoßregelungsventile dient.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Maschinensatz
ein dem Hauptstromerzeuger parallel geschalteter Hilfsstromerzeuger über eine elastische Kupplung gekuppelt
ist, von der die Stoßregelungsimpulse abgeleitet werden.
Hierzu l Blatt. Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES100046D DE569727C (de) | 1931-07-29 | 1931-07-29 | Regelungseinrichtung fuer Kraftmaschinen, insbesondere fuer Turbinen mit elektrischen Stromerzeugern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES100046D DE569727C (de) | 1931-07-29 | 1931-07-29 | Regelungseinrichtung fuer Kraftmaschinen, insbesondere fuer Turbinen mit elektrischen Stromerzeugern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE569727C true DE569727C (de) | 1933-02-07 |
Family
ID=7522781
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES100046D Expired DE569727C (de) | 1931-07-29 | 1931-07-29 | Regelungseinrichtung fuer Kraftmaschinen, insbesondere fuer Turbinen mit elektrischen Stromerzeugern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE569727C (de) |
-
1931
- 1931-07-29 DE DES100046D patent/DE569727C/de not_active Expired
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