DE570687C - Anlassaggregat fuer Kurzschlussankermotoren - Google Patents
Anlassaggregat fuer KurzschlussankermotorenInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
- H02K—DYNAMO-ELECTRIC MACHINES
- H02K7/00—Arrangements for handling mechanical energy structurally associated with dynamo-electric machines, e.g. structural association with mechanical driving motors or auxiliary dynamo-electric machines
- H02K7/20—Structural association with auxiliary dynamo-electric machines, e.g. with electric starter motors or exciters
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- Power Engineering (AREA)
- Control Of Eletrric Generators (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
18. FEBRUAR 1933
18. FEBRUAR 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Ve 570687 KLASSE 21 d2 GRUPPE 23 oi
A 60352 Vlllb/Jid2
Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 2. Februar
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*) Anlaßaggregat für Kurzschlußankermotoren
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17, Januar 1931 ab
Wenn viele an ein Netz angeschlossene Kurzschlußankermotoren gleichzeitig hochlaufen
sollen, ergibt sich für das Netz eine plötzliche große Strombelastung, die oft störend empfunden wird. Man kann "diesen
Stromstoß vermeiden, indem man in bekannter Weise ein Umformeranlaßaggregat verwendet,
das aus zwei miteinander gekuppelten Synchronmaschinen M und G nach Abb. 1
besteht. Der Generator G wird auf die anzulassenden Kurzschlußankermotoren geschaltet
und im Stillstand mit Gleichstrom erregt. Der Umformer fährt asynchron hoch und nimmt die Kurzschlußankermotoren mit. Wenn
das Aggregat in die Nähe der synchronen Drehzahl kommt, wird der Motor M gleichstromerregt
und damit in Tritt geworfen. Dadurch wird auch die Spannung von G genau
synchron mit dem Netz ΛΓ. Sind die Phasenlagen in Übereinstimmung gebracht, so kann
der Schalter vS' geschlossen, der Generator G
durch passende Erregung vollständig entlastet und vom Netz abgeschaltet und das Anlaßaggregat
stillgesetzt werden.
Es entsteht nun dabei die Frage, auf welche Art die Phase des Synchrongenerators G mit
der Phase des Netzes Λτ in Übereinstimmung"
gebracht werden kann. In der Häuptsache sind hierfür drei Methoden bekanntgeworden.
Nach der ersten wird in einem der beiden Statorkreise eine phasenverschobene Zusatzspannung
erzeugt (z. B. durch Quererregung im Rotor oder durch Drehregler). Die zweite
Methode sieht eines der beiden Gehäuse drehbar vor. Beide Methoden bedingen anormale
Maschinen oder zusätzliche Apparate. Nach der dritten Methode wird die Lage des Generatorpolrades
verdreht durch Veränderung der Motorerregung.
Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit der dritten Methode und untersucht die zweckmäßigste
Dimensionierung von Generator und Motor, um mit Maschinen, die gegenüber der normalen Ausführung nicht verteuert sind,
den erforderlichen Verdrehungswinkel des Generatorpolrades zu erreichen.
Abb. 2 zeigt das ^ffr-Diagramm des Synchrongenerators.
Es bedeuten
λ Verhältnis der Längsfeld- zur Ouerfeldleitfähigkeit, .
ο A Leerlauf AW ... AJV9,
T1 S tänder Streuung,
AWg Ankerrückwirkung (für 1Z1 Nennlast
g = AWn),
01 bis ο 4 = AWg (1+T1) für 1U bis 4/4 Last unter dem φ-Winkel aufgetragen.
01 bis ο 4 = AWg (1+T1) für 1U bis 4/4 Last unter dem φ-Winkel aufgetragen.
Man erhält die Erregung der Größe und Phase nach in den Strecken ο A, 1 H1, 2 JJ2,
3 H3, 4 Ji4 für Leerlauf bis Vollast. Es ergibt
sich in bekannter Weise, daß sich das Polrad mit zunehmender Belastung im Sinne
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Pr. Arthur Mandl in Berlin-Schnneberg.
der Drehrichtung verdreht. Abb. 2 ist für cos φ = o,8 gezeichnet. Der Verdrehungswinkel β zwischen Halblast und Vollast
ist in Abb. 3 abhängig von dem Verhältnis
~AW~T~±~~\ au%etragen· Der für normal
ausgelegte Synchrongeneratoren gültige Bereich liegt etwa zwischen 0,6 und 1. Danach
ergibt sich ein Wert β von etwa 9 bis 10 elektrischen Graden. Durch eine ganz anormal
ausgelegte Maschine mit vergrößertem Luftspalt könnte man es erreichen, daß der
Wert
A iV0 · λ
bis etwa zum Werte 2 an-
.4 ir„ (1 +
steigt.' Dann würde der Wert β etwa j°
betragen. Es wird jedoch weiter unten gezeigt, daß sich eine Verringerung bis β = 7°
nicht lohnt.
Das AW-Diagramm für einen z. B. mit
cosf=: 1,0 laufenden Motor zeigt Abb. 4.
ο G stellt die Leerlaui-AW .., AW0 · /t vor.
. Die Ankerrückwirkung AWg (1 -j- T1) ist für
1Z4 bis 4/4 Last in den Strecken 01 bis 04
aufgetragen. Das Polrad dreht sich von Leerlauf bis. Vollast von ο G über 1 G-2 G-3 G
nach 4 G, also entgegen der Drehrichtung. Die beiden Verdrehungen von Motor- und Generatorpolrad
finden demnach in umgekehrter Richtung statt und addieren sich. Die Verdrehung des Motorpolrades könnte klein gehalten
werden durch sehr große Leerlauferregung ο G.
Abb. 5 zeigt das AW-Diagramm für den
Synchronmotor nach der vorliegenden Erfindung. Es bedeuten ο G-AW0 · λ und ο r
bis ο 4' die Ankerrückwirkung der Wattkomponente */4 bis 4Z4 AWnw (1 + η) für 1Z4
bis 4/4 Vollast. Die Leerlauf-AW ... ο G
= AW0'?> sind so klein gewählt, daß sich für
den stark untererregten Leerlaufbetrieb des Umformers (Dreieck ο GM0, wobei die Ordinate
von M0 den Wattstrom zur Deckung aller Leerlaufverluste bedeutet) gerade noch
eine kleine Überlastbarkeit ergibt. In der Regel ist der mechanisch kleinstmögliche
Luftspalt hierfür mehr als ausreichend. In bekannter Weise arbeitet der Motor bei Halblast
mit ungefähr cos φ = ι, und sind die Polräder
so aufgekeilt, daß dann in diesem Betriebsfall die vom Generator erzeugte Spannung
in der Phase mit der Netzspannung übereinstimmt. Abb. 5 zeigt, daß es durch passende Übererregung des Motors von Halblast
bis Vollast und durch passende Untererregung von Halblast bis Leerlauf tatsächlieh
möglich ist, das Polrad in richtigem Sinne und in erforderlichem Ausmaß zu verdrehen,
so daß bei allen Belastungen zwischen Leerlauf und Vollast lediglich durch Veränderung
der Erregung des Synchronmotors die Übereinstimmung zwischen Generatorspannung und Netzspannung erreicht wird.
In Abb. 6 ist die Strecke GM4, die ein Maß
für die Übererregung bei Vollast darstellt, in ihrem Verhältnis zur Wattkomponente der
Ankerrückwirkung bei Nennlast^Wmv (1 -{- T1-)
in Abhängigkeit vom Verhältnis -j-ψ—
aufgetragen für die Winkel β = 7, 8, g, 10'-von
Abb. 3. Man sieht, daß die Änderung des Winkels β in diesem Bereich keine Rolle
spielt. Es lohnt sich also nicht, den Generator irgendwie anormal auszulegen.
Um nun das Übererregungsverhältnis
A. Π 2171' '·>
in erträglichen Grenzen zu halten, wird der Motor erfmdungsgemäß mit so kleinem Luftspalt
so ausgelegt, daß die Abszisse in Abb. 6
°" kleiner als 0,5 bleibt. s
Der Anlauf vollzieht sich wie folgt: Nachdem das Aggregat in Tritt gefallen
ist, wird die Generatorspannung auf die Höhe der Netzspannung einreguliert. Dann wird
in bekannter Weise die Motorerregung verändert, wodurch die Phase der Generatorspannung
mit der Netzspannungsphase in Übereinstimmung gebracht wird. Dann kann der Schalter S (Abb. 1) stoßfrei, gegebenenfalls
durch ein Nullspannungsrelais, geschlossen werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Aggregat zum Anlassen von Kurzschlußankermotoren, das aus einem asynchron anlaufenden Synchronmotor und einem mit diesem gekuppelten Synchrongenerator besteht, deren Polräder so miteinander gekuppelt sind, daß bei ungefähr Halblast und cos φ— ι am Motor Netz- und Generatorspannung ungefähr in Phase sind, und deren genaue Phasenübereinstimmung durch Veränderung der Motorerregung hergestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Synchronmotor mit so kleinem Luftspalt ausgeführt ist, daß das Verhältnis der wirksamen Leerlauferregung AW0 λ zur Wattkomponente der Ankerrückwirkung AW,m (i-f-Ti) kleiner als 0,5 ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA60352D DE570687C (de) | 1931-01-17 | 1931-01-17 | Anlassaggregat fuer Kurzschlussankermotoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA60352D DE570687C (de) | 1931-01-17 | 1931-01-17 | Anlassaggregat fuer Kurzschlussankermotoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE570687C true DE570687C (de) | 1933-02-18 |
Family
ID=6942229
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA60352D Expired DE570687C (de) | 1931-01-17 | 1931-01-17 | Anlassaggregat fuer Kurzschlussankermotoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE570687C (de) |
-
1931
- 1931-01-17 DE DEA60352D patent/DE570687C/de not_active Expired
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