DE573899C - Strangpressverfahren - Google Patents

Strangpressverfahren

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C23/00Extruding metal; Impact extrusion
    • B21C23/21Presses specially adapted for extruding metal
    • B21C23/211Press driving devices

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Strangpreßverfahren Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zum Strangpressen unter Verwendung von Pressen mit kurbeltriebartigem Verlauf der Stempelbewegung und bezweckt eine besonders vorteilhafte Ausnützung des Arbeitshubs solcher Pressen für die eigentliche Preßarbeit.
  • Das Neue der Erfindung besteht darin, daß man niedrige Preßstempelgeschwindigkeiten erzeugende Abschnitte der Kurbelkreisbewegung zu Beginn und am Ende des Arbeitshubs oder nur am Ende des Arbeitshubs aus der eigentlichen Preßarbeit ausschaltet.
  • Pressen mit kurbeltriebartigem Verlauf der Stempelbewegung sind dadurch ausgezeichnet, daß die Preßstempelgeschwindigkeit bei Ingangsetzung der Kurbel in der oberen Totpunktlage mit Null einsetzt, im ersten Drittel des Kurbelkreisquadranten sehr gering ist und am Ende des ersten Kurbelkreisquadranten ein Maximum erreicht, um im zweiten Kurbelkreisquadranten in umgekehrter Folge, aber nach dem gleichen Gesetz wie im ersten Kürbelkreisquadranten wieder auf die Geschwindigkeit Null zu sinken. Beträgt z. B. für eine bestimmte Kurbelpresse der z Graden des Kurbelkreises entsprechende Stößelhub nach 6o° Kurbeldrehung 17 mm und bei 9o° Kurbeldrehung 2o mm, so ist bei Beginn der Kurbelbewegung der einer Kurbelumdrehung von a Graden entsprechende Stößelhub nur 0,4 mm, und die bei der weiteren- Vorwärtsbewegung der Kurbel durch je z Grade der- Kurbelkreisbewegung erzeugten Stößelhübe erreichen erst nach einer Kurbeldrehung von 30° den Wert von ro mm. Dieselben Geschwindigkeitsverhältnisse bestehen, nur in umgekehrter Folge, für den zweiten Kurbelkreisquadranten.
  • Es sind also in den beiden Kurbelkreisquadranten, die den Arbeitshub zusammensetzen, zwei Abschnitte träger Preßstempelgeschwindigkeiten vorhanden.
  • Es wurde nun gefunden, daß diese geschwindigkeitsträgen Abschnitte, in den Preßvorgang einbezogen, die Ursache einer Reihe bei dem Strangpressen mit Kurbelpressen auftretender Mängel sind und daß umgekehrt durch die Ausschaltung dieser beiden Abschnitte das Strangpressen mit Kurbelpressen wesentlich verbessert werden kann.
  • Es wurde bereits vorgeschlagen, bei Kurbelstrangpressen den ganzen Kurbelhub für den Preßvorgang auszunützen, einerseits um Gewicht und Abmessungen der Presse möglichst niedrig zu halten, andererseits um, wie man glaubte, den Anfangsstoß beim Aufsetzen des Preßstempels auf den Block zu verringern. Dieser Vorschlag übersieht ein sehr wichtiges Erfordernis für das Strangpressen von erst bei höheren Temperaturen formbaren Metallen, wie Eisen und Stahl, nämlich, daß eine gewisse Mindestanfangsgeschwindigkeit angewendet werden muß, damit das zuerst in die Spritzdüse eintretende Metall nicht einfriert und so dem weiteren Ausspritzen des Blocks keinen zu großen Widerstand bietet. Wenn aber nach dem genannten Vorschlag der geschwindigkeitsträge Abschnitt in den Preßvorgang einbezogen wird, so hat dies zur Folge, daß der Preßvorgang mit außerordentlich träger Geschwindigkeit eingeleitet wird. Dazu kommt noch, daß das Ausspritzen nach dem Auftreffen des Preßstempels auf den Block ja gar nicht unmittelbar einsetzt, weil der Block erst den Aufnehmer ausfüllen und . das Pressengestell erst unter Spannung gesetzt werden muß.
  • Ähnliche Nachteile treten ein, wenn der letzte Abschnitt des Arbeitshubs in den Freßvorgang eingeschlossen wird. Diese machen sich dadurch geltend, daß der Preßdruck am Ende des Hubs stark zunimmt und daß in diesem Teil des Hubs die höchst beanspruchten Teile des Strangpreßwerkzeugs, wie der Lochdorn, die Matrize und die Aufnehmerbüchse, ihre stärkste Abnützung erfahren.
  • In der Zeichnung sind in den Abb. i bis q. bekannte Arten der Ausnützung des Arbeitshubs von Kurbelpressen für die Preßarbeit (Abb. r und 2) solchen nach der Erfindung (Abb. 3 und 4) gegenübergestellt. Die Kreise stellen die Kurbelkreise dar. Die verschiedene Länge der Radien dieser Kreise ist durch die Art der Ausnützung des Arbeitshubs für die Preßarbeit bedingt. DieKurbelkreisabschnitte, welche für die Preßarbeit ausgenützt werden, 'sind in zehn gleiche Sektoren geteilt. Unter den Kurbelkreisen sind die zu vierpressenden Blöcke, die für sämtliche ¢ Abbildungen als gleich groß vorausgesetzt sind, im Schnitt dargestellt. Den io Sektoren des Kurbelkreises. entsprechen io Blockabschnitte, d. h. diese stellen die den Sektoren entsprechenden Hubabschnitte dar.
  • In Abb. i sind die Verhältnisse an einer Kurbelpresse veranschaulicht, bei welcher der Hauptteil der Kurbelkreisbewegung im zweiten Kurbelkreisquadranten für die Preßarbeit ausgenützt wird. Diese bei Kurbelstrangpressen häufig verwendete Ausnützung des Kurbelhubs bedingt bei sehr einfacher Bauart der Fresse einen sehr großen Kurbelkreisradius. Abb. i zeigt, daß der letzte dem letzten Sektor der Kurbelkreisbewegung entsprechende Blockabschnitt sehr kurz, oder mit anderen Worten, daß die Preßgeschwindigkeit in dem letzten Blockteil außerordentlich gering ist.
  • In Abb. 2 sind die Verhältnisse bei einer Kurbelstrangpresse mit vollständiger Ausnützung des Kurbelhubs für die Preßarbeit dargestellt. Der Kurbelkreisradius ist gegenüber dem der Abb. i nur halb so groß, ein Vorteil, dem der Nachteil einer erheblich komplizierteren Bauart der Presse gegenübersteht. Was aber praktisch noch mehr ins Gewicht fällt, ist, daß - wie aus Abb. 2 hervorgeht - nun auch der dem ersten Sektor der Kurbelkreisbewegung entsprechende Blockabschnitt sehr kurz ist, daß also nicht nur am Ende, sondern auch am Anfang der Preßoperation eine außerordentlich träge Preßstempelgeschwindigkeit besteht, die, um eine unzulässige Verlängerung der Gesamtausspritzzeit zu verhindern, durch übergroße Geschwindigkeiten in den anderen Sektoren ausgeglichen werden muß, wie dies ja auch aus einem Vergleich der Blockabschnitte der Abb. i und 2 deutlich zu entnehmen ist.
  • In Abb. 3 sind die Verhältnisse bei einer Strangpresse gemäß der Erfindung dargestellt, bei der eine möglichst vollkommene Ausnützung des Kurbelhubs, jedoch unter Ausschaltung der geschwindigkeitsträgen Abschnitte, sowohl zu Beginn als auch am Ende des Kurbelhubs angestrebt ist. Vergleicht man die Kurbelkreise der Abb. 3 und Abb. 2, so ergibt sich, daß nur eine verhältnismäßig geringe Vergrößerung des Kurbelkreisradius gegeriüber Abb. 2 notwendig ist. Aus dem Vergleich der Blockabschnitte der Abb. 3 und Abb. 2 ergibt sich ferner, daß in Abb. 3 die Länge der einzelnen Blockabschnitte eine ziemlich weitgehende Angleichung gefunden hat, daß mit anderen Worten in Abb. 3 nicht die beträchtlichen Unterschiede in den Ausspritzgeschwindigkeiten der verschiedenen Blockabschnitte bestehen wie in Abb. 2.
  • Das angeführte Erfindungsbeispiel genügt, um z. B. erkennen zu lassen, daß auch bei Ausschaltung des geschwindigkeitsträgen Abschnitts am Ende des Hubs in Abb. i der erhebliche Unterschied in den Preßgeschwindigkeiten zu Beginn und am Ende des Preßvorgangs wesentlich herabgesetzt werden kann.
  • Was nun die praktische Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung betrifft, so sind, um den geschwindigkeitsträgen Abschnitt zu Beginn der Kurbelkreisbewegung aus der Preßarbeit auszuschalten, keine bebesonderen Einrichtungen nötig; es kann sich nur darum handeln, bei gegebener Blocklänge entweder den Hub der Presse zu vergrößern oder bei gegebenem Kurbelhub die Blockhöhe zu vermindern.
  • Um jedoch den geschwindigkeitsträgen Abschnitt am Ende des Kurbelarbeitshubs aus der Preßarbeit auszuschalten, müssen die Pressenkonstruktionen dein Erfindungszweck erst angepaßt werden.
  • In der Zeichnung sind in den Abb. .4 bis 1o Ausführungsbeispiele von Pressenbauarten dargestellt, die zur Ausführung der Verfahren nach der Erfindung geeignet sind und die insbesondere gestatten, den geschwindigkeitsträgen Abschnitt am Ende des Arbeitshubs aus der Preßarbeit auszuschalten, und zwar ist in den Abb.4 bis 5 eine Kurbels.trangpresse einfachster Bauart gezeigt, bei der eine gleichgerichtete Bewegung von Matrize und Preßstempel nach Beendigung der Preßarbeit dadurch ermöglicht wird, daß die Matrize auf dem Kolben einer im Pressentisch angeordneten hydraulischen Vorrichtung befestigt ist, sowie daß in der Druckflüssigkeitszu- und -ableitung dieser hydraulischen Vorrichtung ein Ventil eingebaut ist, welches nach. Beendigung der Preßarbeit durch besondere-Schaltmittel geöffnet wird und Druckflüssigkeit austreten läßt, so daß die Matrize im- letzten Hubabschnitt der Bewegung des Preßstempels folgen kann.
  • Abb. 4 stellt eine Seitenansicht der Presse, teilweise im Schnitt, unmittelbar nach Beendigung der Preßarbeit dar.
  • Abb. 5 ist eine ähnliche Ansicht der Presse wie in Abb. 4 und zeigt die Presse in der unteren Totpunktlage der Kurbel.
  • In dem Kopfteil des Pressengestells i ist der Kurbelbetrieb 2, 3, 4 angeordnet und mittels des Kugelgelenks 5 mit dem Pressenstößel 6 verbunden, der in bekannter. Weise im Rahmen des Pressengestells geführt ist. An dem Pressenstößel 6 ist der Preßstempel 7 und an diesem der Lochdorn 8 befestigt.
  • Auf dem Pressentisch g ist der Druckwasserzylinder io befestigt. Der Werkzeugträger i i bildet den zu dem Druckwasser.-zvlinder io gehörigen Kolben und ist mit einem ringförmigen Ansatz versehen, der in Verbindung mit einem mittels der Schrauben 16 auf dem Druckwasserzylinder io befestigten Flanschring 15 den Hub des Werkzeugträgers nach oben begrenzt. Auf dem Werkzeugträger ii ist mittels der Schrauben r2 der Aufnehmer 13, in dessen Bohrung die Matrize 14. enthalten ist, befestigt.
  • Die Druckwasserzu- und -ableitung 17 des Druckwasserzvlinders io gabelt sich in die Leitungen 18 und ig, von denen die Leitung 18 an -ein Sicherheitsventil angeschlossen ist, während die Leitung ig mit dem unteren Hohlraum 2o des Ventilgehäuses 21 eines am Pressenrahmen befestigter- gesteuerten Rückschlagventils verbunden ist. Das Ventilgehäuse 21 ist durch eine eine zentrale Bohrung enthaltende horizontale Zwischenwand in den unteren Hohlraum 2o und den oberen Hohlraum 22 geteilt. In dein Ventilgehäuse 21 ist der Ventilstößel 23 vertikal so angeordnet, daß der Ventilteller 24 sich im unteren Hohlraum 2o befindet und der Ventilschaft durch eine Bohrung der oberen Ventilgehäusewand aus dem Ventilgehäuse herausragt. An dem freien Ende des Ventilschafts ist eine Scheibe 25 befestigt, die als Gegenlager für eine Druckfeder 26 dient, welche bestreb ist, den Ventilteller an den Ventilsitz in der Zwischenwand des Ventilgehäuses zu pressen.
  • An dem Stößel 6 ist mittels der Schrauben 27 ein Winkelstück 28 befestigt. An dem über den Pressenrahmen hinausragenden Schenkel 28' dieses Winkelstücks ist eine Stellschraube 2,9 befestigt, deren Achse mit der Achse des Ventilstößels 23 zusammenfällt. Seitlich aus dem oberen Hohlraum 22 führt eine Leitung 30 in den Hohlraum 31 eines Druckflüssigkeitsspeichers 32. 33 ist der zu dem Druckwasserspeicher 32 gehörige Kolben, dessen Stange 34, durch eine -Bohrung des Speicberdeckels 35 führend, mit den Gewichten 36 belastet ist, die einen konstanten Flüssigkeitsdruck im Druckspeicher erzeugen.
  • Die Wirkungsweise der Presse ist wie folgt: Nachdem die Kurbel 2, 3, 4 die in Abb. 4 gezeigte Stellung erreicht hat, wobei der Block bis auf einen geringen Preßrest b zu dem Rohr c ausgepreßt ist, trifft die Stellschraube 29 auf den Ventilstößel 23, wobei dieser gegen den Druck der- Druckfeder 26 und der im Druckwasserraum des Zylinders io befindlichen Druckflüssigkeit gesenkt wird. Bei der weiteren Abwärtsbewegung des Stößels 6 kann sich nunmehr der die Matrize 14 und den Aufnehmer 13 tragende Werkzeugträger i i zusammen mit dem Preßstempel 7 nach abwärts bewegen, bis die Kurbel ihre aus Abb. 5 ersichtliche Totpunktstellung erreicht hat. Die dabei aus dem Druckwasserraum des Zylinders i o verdrängte Druckflüssigkeit fließt durch die Hohlräume des Ventilgehäuses 21 und durch die Leitung 30 in den Flüssigkeitsraum 31 des Druckspeichers 32. Die Druckbelastung 36 des Druckspeichers 32 ist so groß bemessen, daß, wenn der Stößel 6 im Rückhub in seine Ausgangsstellung zurückkehrt, der Werkzeugträger i i durch die Wirkung des Druckspeichers in die aus Abb.4 ersichtliche oberste Stellung zurückkehrt.
  • Man kann die hydraulische Vorrichtung statt mit dem Pressentisch auch mit dem Pressenstößel verbinden, mit der Wirkung, daß nach Beendigung der Preßarbeit der Preßstempel und der Lochdorn der weiteren Bewegung des Stößels 6 in die untere Totpunktlage nicht folgen, sondern stehenbleiben.
  • In den Abb.6 bis io ist der Erfindungsgedanke an einer Pressenbauart dargestellt, bei der die Matrize mit dem Block gegen den Preßstempel bzw. gegen Preßstempel und Lochdorn und der Preßstempel bzw. Preßstempel und Lochdorn entgegengesetzt: zur Bewegungsrichtung der Matrize bewegt werden und, nachdem beide Werkzeuge in die Aüsspritzstellung gelangt sind, eines der Werkzeuge stillsteht, während das andere zum Zweck des Ausspritzens seine Bewegung fortsetzt, und zwar stellt Abb. 6 eine Seitenansicht der Presse, -teilweise im Schnitt, in der Ausgangsstellung dar.
  • Abb. 7 ist eine ähnliche Ansicht der Presse, teilweise im Schnitt, in der Stellung unmittelbar nach Beendigung des Lochens und vor Beginn der Preßarbeit.
  • Abb. 8 ist eine Seitenansicht der Presse wie Abb. 6 und 7 und zeigt die Stellung der Presse unmittelbar nach Beendigung der Preßarbeit.
  • Abb. 9 ist eine Ansicht der Presse von der der Abb.8 entgegengesetzten Seite in der gleichen Arbeitsstellung wie Abb. B.
  • Abb. io ist eine Seitenansicht der Presse, teilweise im Schnitt, in der Stellung, nachdem die Kurbel die untere Totpunktlage erreicht hat.
  • Zn dem Kopf des Pressengestells i ist der Kurbelbetrieb 2, 3, 4 angeordnet, der mittels des Kugelgelenks 5 mit dem Lochdornträger 37 verbunden ist, an dem der Lochdorn 8 befestigt ist. Der hohle, den Lochdorn führende Preßstempel7 ist an dem Preßstempelträger 38 befestigt, der als zylindrisches, oben offenes Gefäß ausgebildet ist, das im Pressenrahmen geführt ist und in seiner zylindrischen Bohrung den Lochdornträger 37 führt. Ein Stahlring 39, der, mit Schrauben 4o befestigt, auf dem Preßstempelträger aufgesetzt ist, und der Boden 41 des Preßstempelträgers 38 begrenzen Relativbewegungen des Preßstempelträgers gegenüber dem Lochdornträger.
  • 9 ist der Pressentisch, 42 ist der in dem Pressenständer geführte Träger des Werkzeugunterteils, auf dem mittels der Schrauben 12 der Aufnehmer 13 befestigt ist, der in seiner Bohrung die Matrize 14 aufnimmt. 43, 44 und 43', 44@ ist ein Kniehebelgelenkpaar, dessen eines Schenkelpaar 43, 43' mit dem Werkzeugunterteilträger 42 und dessen winkliges Schenkelpaar 44, 44' mit dem Pressenständer gelenkig verbunden ist. Die Enden 45, 45' des winkligen Schenkelpaares 44, 44' sind ebenfalls gelenkig mit den Verbindungsarmen 46, 46' verbunden, die auf eine Schubstange 47 wirken. Die Schubstange ist im Lager 48 geführt und mit dem anderen Ende an der als Rollenträger ausgebildeten Kapsel 49 befestigt. So, So' sind auf Zapfen der Kapsel49 laufende Rollen, auf welche die auf der Kurbelwelle befestigte Kurvenscheibe 51 einwirkt.
  • Die Wirkungsweise der Presse ist wie folgt: Die Kurvenscheibe 5, ist so ausgebildet und auf der Kurbelwelle angeordnet, daß die Presseaus einer Stellung der Kurbel vor der oberen Totpunktlage in Gang gesetzt werden kann (Abb. 6). Diese Anordnung hat den Vorteil, daß ein Teil des Rückhubs der Kurbel ausgenützt wird, um den Pressentisch anzuheben. Bei der Bewegung der Kurbel aus ihrer Stellung vor der oberen Totpunktlage in diese erfahren Preßstempel und Matrize zwar eine gleichgerichtete Bewegung. Da aber durch die für die Tischbewegung gewählten Übertragungselemente (Kurvenscheibe und Kniehebel) die Matrize erheblich rascher bewegt wird wie der Preßstempel, so wird schon in diesem Bewegungsabschnitt der Kurbel die angestrebte Annäherung von Stempel und Matrize zum Teil erreicht.
  • Bei der in Abb.7 gezeigten Stellung der Kurbel 2, 3, 4 und der Kurvenscheibe 5i sind die Kniehebelgelenkpaare 43, 44 und 43', 44' vollkommen gestreckt und der Block a gelocht. Bei der weiteren Bewegung der Kurbel in die Stellung der Abb. 8 bleiben die Kniehebelgelenkpa.are 43, 44 und 43', 44' gestreckt, während der Preßstempel die Preßarbeit verrichtet, indem der von der Kurbel angetriebene Lochdornstößel 37 den Preßstempelträger 38 mit dem Preßstempel 7 vorwärts bewegt.
  • In der Stellung der Abb. 8 und 9 hat die Kurbel die untere Totpunktlage noch nicht erreicht. Damit nun der Preßstempel_ im letzten Hubabschnitt seine Bewegung fortsetzen kann, ist es erforderlich, den Werkzeugträger i i unmittelbar beim Eintritt der Kurbel in den letzten Hubabschnitt zu senken. Zu diesem Zweck ist die Kurve 5 i so ausgebildet, daß unmittelbar nach Beendigung des Auspressens die' Kapsel 49 gehoben wird. Das Anheben der Kapsel 49 hat zur Folge, daß die Kniehebelgelenkp-aare 43, 44, 43', 44' aus der Strecklage herausgebogen werden, wobei der Werkzeugunterteilträger mit der Matrize gesenkt wird. Durch zweckentsprechende Ausbildung der Kurvenscheibe kann man es einrichten, daß die Geschwindigkeit der rückläufigen Bewegung der Matrize gleich oder größer ist als die Geschwindigkeit, mit der der Preßstempel seine Bewegung im letzten der Preßarbeit folgenden Hubteil ausführt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Strangpreßverfahren für Pressen mit kurbeltriebartigem Verlauf der Stempelbewegung, dadurch gekennzeichnet, daß niedrige Preßstempelgeschwindigkeiten erzeugende Abschnitte der Kurbelkreisbewegung zu Beginn und am Ende des Arbeitshubs oder nur am Ende des Arbeitshubs aus der eigentlichen Preßarbeit ausge schaltet werden. 2. Strangpresse zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß der Preßstempel einerseits und die Matrize andererseits so eingestellt `sind, -daß das Auspressen des Blocks beendet ist, bevor die Kurbel die untere Totpunktstellung erreicht hat, und daß Arbeitsmittel vorgesehen sind, welche bewirken, daß im letzten der Ausspritzperiode folgenden Teil des Arbeitshubs Preßstempel und Matrize entweder stehenbleiben oder sich voneinander entfernen oder eine gleichgerichtete Bewegung ausführen.-3. Strangpresse nach Anspruch?" .dadurch gekennzeichnet, daß der Preßstempel oder die Matrize (1q.) an dem Kolben (i i) oder Zylinder einer mit dem Stößel oder Pressentisch (9) verbundenen hydraulischen Vorrichtung (io) angeordnet sind, deren Flüssigkeitsinhalt sich in der Ausspritzperiode nicht ändert, und daß an der hydraulischen Vorrichtung (io) ein Ventil (2¢) angeordnet ist, welches durch besondere oder vom Kurbeltrieb abgeleitete Schaltmittel (29) nach Beendigung des Auspressens geöffnet wird und dabei Druckflüssigkeit aus der hydraulischen Vorrichtung austreten läßt. q.. Strangpresse nach Anspruch ä, bei der die Matrize gegen den Preßstempel und der Preßstempel entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung der Matrize bewegt werden und, nachdem beide Werkzeuge in die Preßstellung gelangt sind, eines der Werkzeuge stillsteht, während das andere zum Zweck des Auspressens seine Bewegung fortsetzt, dadurch .gekennzeichnet, daß die für die Bewegung des bei Ausspritzbegirm feststehenden Werkzeugs vorgesehenen Antriebsmittel (q.3 bis 51) unmittelbar nach Beendigung der Preßarbeit die rückläufige Bewegung dieses Werkzeugs einleiten, wobei deren Geschwindigkeit so bemessen wird, daß sie entweder gleich oder größer als die Geschwindigkeit ist, mit der das von der Hauptkurbel (3) angetriebene Werkzeug (7) seine Bewegung im letzten der Ausspritzperiode folgenden Teil des Arbeitshubs ausführt. 5. Strangpresse nach Anspruch q., bei der das Werkzeug, welches das Ausspritzen des Blocks bewirkt, durch den Kurbeltrieb und das Gegenwerkzeug durch vom Kurbeltrieb abgeleitete und gesteuerte sekundäre Antriebsmittel bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Presse in einer Stellung der Kurbel (3) vor der oberen Totpunktlage in Gang gesetzt wird und die sekundären Antriebsmittel (q.3 bis 5i), welche die Kurbelbewegung auf das Gegenwerkzeug übertragen, so ausgebildet sind, daß däs Gegenwerkzeug in dem Kurbelkreisabschnitt vor der Totpunktlage bis zur Totpunktlage der Kurbel schon einen Teil seines Arbeitshubs ausführt.
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