DE574174C - Einrichtung zum Fernuebertragen plastisch wirkender Bilder - Google Patents
Einrichtung zum Fernuebertragen plastisch wirkender BilderInfo
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- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
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Description
Es sind stereoskopisch wirkende Fernsehanordnungen bekannt, die zwei Verbindungskanäle zwischen Sender und Empfänger verwenden,
von denen der eine Kanal für das rechte und der andere für das linke Bild bestimmt
ist.
Gegenstand der Erfindung ist die Erzielung desselben stereoskopischen Effektes unter Anwendung
nur eines Verbindungskanals zwisehen Sender und Empfänger. Dies ist für
den Fall der drahtlosen Übertragung von besonderer Wichtigkeit. Da an der Empfangsstation
die rechten und linken Bilder von dem Beobachter praktisch gleichzeitig gesehen werden müssen, so wird die Geschwindigkeit
der Übertragung so gewählt, daß die Wechsel der rechten und linken Bilder im wesentlichen innerhalb der Sehträgheit des
Beobachters erfolgen. Bei der Übertragung
ao einfacher Bilder sind 14 bis 18 Bilder in der
Sekunde nötig, um eine genügende Flimmerfreiheit zu erhalten. Bei dem vorliegenden
System für stereoskopische Bilder sind jedoch schon mit etwa 12 rechten und 12 Hnken
Bildern in der Sekunde zufriedenstellende Ergebnisse zu erhalten, wenn dabei abwechselnd
ein rechtes und ein linkes Bild wiedergegeben wird.
Bei einer Ausführungsform des angegebenen Verfahrens werden die einzelnen rechten
und linken Bilder über den Verbindungskanal in der Weise gesendet, daß die verschiedenen
Bildzeilen, nach denen jedes Bild abgetastet und zusammengesetzt wird, in geeigneter
Reihenfolge übertragen werden. So wird z. B. erst die erste Zeile des linken Bildes,
dann die erste Zeile des rechten Bildes, darauf die zweite Zeile des linken Bildes,
dann die zweite Zeile des rechten Bildes usf. abgetastet und zusammengesetzt.
Die Kennzeichen der Erfindung mögen nun. in Verbindung mit geeigneten Verfahren und
Anordnungen an Hand der Abbildungen erläutert werden.
Die Abtastscheibe nach Abb. 1 ist mit zwei spiraligen Sätzen von Löchern, Linsen oder
Spiegeln 10, 11 versehen. Jeder Satz erstreckt
sich ungefähr über die Hälfte der Scheibe. Der Satz 11 liegt jedoch dem Mittelpunkt
der Scheibe näher als der Satz 10. Der relative radiale Abstand der Spiralen ist durch
die Punkte 12 und 13 angedeutet, die in waagerechter Richtung entfernt voneinander
angeordnet sind und etwa den Punkten entsprechen, in denen ein Beobachter das stereoskopische
Bild sieht, da die Spiralen beim
Drehen der Scheibe abwechselnd an den Punkten 12 bzw. 13 vorbeilaufen. Die Größe
des Abstandes der Punkte 12 und 13 kann beliebig und muß nicht notwendig gleich dem
Abstande der menschlichen Augen sein.
Eine Art der Verwendung der Scheibe nach Abb. ι auf einer Sendestation ist aus Abb. 2
ersichtlich. Die von den beiden Spiralen der Scheibe 14 bestrichenen Bildfelder sind bei
to 15 und 16 angedeutet. Für diese sind zwei
Lampen 17 bzw. 18 so angeordnet, daß jede durch die ihr zugeordnete Spirale hindurchleuchtet
und mit Hilfe einer Linse 19 bzw. 20 einen Lichtstrahl über den Gegenstand 21
!5 führt. Lichtempfindliche Zellen 22, 23 nehmen das von dem Gegenstande reflektierte
Licht auf und geben die entsprechenden elektrischen Werte auf den Übertragungsweg.
Die Anwendung der entsprechenden Scheibe ao auf einer Empfangsstation zeigt Abb. 3.
Scheibe 14 und Bildfelder 15, 16 entsprechen
der Abb. 2; neben den Feldern 15, 16 sind
hinter der Scheibe zwei Neonlampen 24, -25 oder andere Entladungsröhren angeordnet,
a5 die durch die eintreffenden Signale gesteuert werden. Der ein Stereoskop oder eine ähnliche
Vorrichtung 26 benutzende Beobachter betrachtet die beiden von den Lampen 24 und
25 hervorgerufenen Bilder und sieht nur ein einziges plastisches Bild des Gegenstandes.
Da das von der dem Mittelpunkte näher liegenden Spirale wiedergegebene Bild ein wenig kleiner ist als das von der äußeren
Spirale wiedergegebene, so wird es zweckmäßigerweise durch eine Vergrößerungslinse
betrachtet, so daß dann die beiden Bilder gleich groß erscheinen.
Abb. 4 zeigt eine andere Ausführungsform einer Scheibe 24, bei der die beiden Spiralen
28 und 29 auf der gleichen Hälfte der Scheibe angeordnet sind. Die Bildfelder werden hier
jedoch auf entgegengesetzten Hälften der Scheibe betrachtet. Die Punkte 30 und 31
deuten die Mittelpunkte dieser Felder -an. Diese Scheibe kann im Sender nach Abb. 2
oder im Empfänger nach Abb. 3 Verwendung finden, wenn die beiden Bilder durch eine geeignete
stereoskopische Einrichtung kombiniert werden. Diese Ausführungsform ist zur Erzielung einer übertriebenen stereoskopischen
Wirkung besonders nützlich, da die beiden Sehpunkte erheblich weiter auseinanderliegen
als die menschlichen Augen. Sollen
iJxagen^werden.f-,so kann man in Verbindung
mit den Spiralen auf der Sende- und Empfangsstation geeignete Filter für ein Zweifarben-
oder ein Dreifarbenverfahren vorsehen. So kann z. B. bei einem Zweifarbenverfärben
auf beiden Stationen die innere Spirale auf der Scheibe 14 ein rotes und die
äußere Spirale ein blaues Filter erhalten. In diesem Falle sieht der Beobachter abwechselnd
ein blaues linkes Bild und ein rotes rechtes Bild. Durch die Sehträgheit wird die Wirkung
eines farbigen stereoskopischen Bildes hervorgerufen.
Wenn ein Dreifarbenverfahren angewendet werden soll, so wird zweckmäßig eine Scheibe
benutzt, wie sie Abb*. S zeigt. Die Scheibe 32 ist mit drei äußeren Spiralen 33, 34 und 35
und mit drei inneren Spiralen 36, 37 und 38 versehen, deren Bildfelder durch die Punkte
39 und 40 angedeutet sind. Die drei Spiralen jeder Gruppe sind mit roten, grünen bzw.
blauen Filtern versehen, so daß sich dem Beobachter nacheinander rechte und linke Bilder
jeder Farbe darbieten. So können die Filter z. B. in einer solchen Reihenfolge angeordnet
werden, daß sich dem Beobachter auf der Empfangsstation farbige Bilder in folgender
Reihenfolge darbieten: ein rotes rechtes Bild, ein blaues linkes Bild, ein grünes rechtes Bild,
ein rotes linkes Bild, ein blaues rechtes Bild und endlich ein grünes linkes Bild. Offenbar
können aber auch andere Vertauschungen der farbigen Bilder benutzt werden, um den gewünschten
optischen Effekt des Vermischens der drei Farben zu erhalten.
Abb. 6 zeigt eine Scheibe 41 mit zwei Spi- go ralen 42 und 43 von Lichtdurchgangsöffnungen,
von denen die eine für das linke und die andere für das rechte Bild bestimmt ist. Jede
Spirale erstreckt sich im wesentlichen über die ganze Scheibe und ergibt ein Bildfeld,
dessen Mittelpunkt für die Spirale 42 bei 44 und für die Spirale 43 bei 45 angedeutet ist.
Die entsprechenden Abtastöffnungen jeder Spirale liegen auf verschiedenen aber benachbarten
Halbmessern der Scheibe. Der Winkel zwischen diesen Halbmessern ist aber immerhin
so groß, daß immer je eine Zeile eines der Bilder durch eine öffnung abgetastet wird,
also entsprechende Zeilen der beiden Bilder nacheinander übertragen werden, z. B. erste
Zeile des linken Bildes, dann die erste Zeile des rechten Bildes usw.
Wenn die mittels einer solchen Scheibe gesendeten stereoskopischen Bilder farbig übertragen
werden sollen, so können im Falle eines Zweifarbenverfahrens die geeigneten
Filter auf jeder Spirale Anwendung finden. So kann z. B. die Spirale 43 ein rotes und die
Spirale 42 ein blaues Filter erhalten, wie dies oben in Verbindung mit den Scheiben nach
Abb. ι und 4 erläutert wurde.
Bei einer anderen Ausführungsform der Scheibe können die Abtastöffnungen jeder
Spirale für ein Zweifarbenverfahren verdoppelt oder für ein Dreifarbenverfahren verdreifacht
und dann mit den geeigneten Lichtfiltern versehen werden. Auf diese Weise wird
in einem Dreifarbenverfahren ζ. Β. eine Zeile des linken Bildes der Reihe nach zuerst durch
eine Öffnung mit einem Rotfilter, dann durch eine Öffnung mit einem Grünfilter und darauf
durch eine öffnung mit einem Blaufilter abgetastet. Darauf wird die entsprechende
Zeile des rechten Bildes in gleicher Weise durch Filter dieser drei Farben abgetastet
usw.
to Obgleich im vorstehenden mit Öffnungen versehene Scheiben beschrieben worden sind,
so können diese Scheiben oder ihnen äquivalente Abtastvorrichtungen auch mit Linsen,
Spiegeln oder deren Äquivalenten versehen werden.
Claims (7)
1. Einrichtung zum Fernübertragen plastisch wirkender Bilder durch zwei
Vollbilder abtastende bzw. wiedergebende Abtast- und Zusammensetzvorrichtungen oder Gruppen von solchen, dadurch gekennzeichnet,
daß sowohl die auf der Sendeseite als auch die auf der Empfangsseite vorhandenen beiden zur Lichtaufnahme
bzw. Lichtwiedergabe geeigneten elektrischen Organe mit der fernen Station über ein und denselben Verbindungsweg
elektrisch verbunden sind.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die beiden Lochspiralen in der Abtastscheibe bzw. äquivalente Zerlegeranordnungen abwechselnd
immer eine Zeile des rechten und' eine Zeile des linken Bildes . übertragen.
3. Einrichtung nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden
Lochspiralen in der Abtastscheibe bzw. äquivalente Zerlegeranordnungen abwechselnd
immer ein ganzes rechtes und ein ganzes linkes Bild übertragen.
4. Einrichtungen nach den Ansprüchen 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die zu betrachtenden Bildfelder bzw. Bildfenster
auf dem gleichen Scheibenradius im Abstand der beiden Spiralen waagerecht angeordnet
sind.
5. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zu so
betrachtenden Bildfelder auf entgegengesetzten Scheibenhälften auf dem gleichen Durchmesser entweder nur beim Sender
oder beim Sender und Empfänger angeordnet sind.
6. Einrichtung zur Übertragung stereoskopischer Bilder in natürlichen Farben
nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Lochspiralen
mit einander entsprechenden Grundfarbenfiltern versehen sind.
7. Einrichtung zur Übertragung stereoskopischer Bilder^ in natürlichen Farben
nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Spiralen in mehrere e5
Gruppen unterteilt und diese Gruppen je mit entsprechenden Grundfarbenfiltern
versehen sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB2023428A GB321441A (en) | 1928-07-11 | 1928-07-11 | Improvements in or relating to television apparatus and the like |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE574174C true DE574174C (de) | 1933-04-10 |
Family
ID=10142582
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB144439D Expired DE574174C (de) | 1928-07-11 | 1929-06-30 | Einrichtung zum Fernuebertragen plastisch wirkender Bilder |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE361393A (de) |
| DE (1) | DE574174C (de) |
| FR (1) | FR676189A (de) |
| GB (3) | GB321441A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE752763C (de) * | 1938-07-11 | 1953-02-02 | Fernseh Gmbh | Verfahren zur UEbertragung farbiger Fernsehbilder unter Verwendung einer speichernden Bildsenderoehre mit Kathodenstrahlabtastung und eines in den optischen Strahlengang eingeschalteten bewegten Farbfilters |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE912368C (de) * | 1938-10-08 | 1954-05-28 | Aeg | Vorrichtung zur gleichzeitigen Beobachtung von vorzugsweise verschiedenfoermigen Oszillogrammen, die auf vier verschiedenen Bildschirmen aufgezeichnet werden |
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1929
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE752763C (de) * | 1938-07-11 | 1953-02-02 | Fernseh Gmbh | Verfahren zur UEbertragung farbiger Fernsehbilder unter Verwendung einer speichernden Bildsenderoehre mit Kathodenstrahlabtastung und eines in den optischen Strahlengang eingeschalteten bewegten Farbfilters |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB321441A (en) | 1929-11-11 |
| FR676189A (fr) | 1930-02-19 |
| BE361393A (de) | |
| GB322823A (en) | 1929-12-11 |
| GB322822A (en) | 1929-12-11 |
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