DE575558C - Schaltungsanordnung fuer vermaschte Leitungsnetze - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer vermaschte Leitungsnetze

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DE575558C
DE575558C DESCH90580D DESC090580D DE575558C DE 575558 C DE575558 C DE 575558C DE SCH90580 D DESCH90580 D DE SCH90580D DE SC090580 D DESC090580 D DE SC090580D DE 575558 C DE575558 C DE 575558C
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02HEMERGENCY PROTECTIVE CIRCUIT ARRANGEMENTS
    • H02H7/00Emergency protective circuit arrangements specially adapted for specific types of electric machines or apparatus or for sectionalised protection of cable or line systems, and effecting automatic switching in the event of an undesired change from normal working conditions
    • H02H7/26Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured
    • H02H7/28Sectionalised protection of cable or line systems, e.g. for disconnecting a section on which a short-circuit, earth fault, or arc discharge has occured for meshed systems

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  • Keying Circuit Devices (AREA)

Description

Um die beim Unterspannungsetzen von elektrischen Netzen auftretenden Schwierigkeiten zu vermeiden, sind verschiedene Verfahren bekannt. So wird z. B. das Netz, so-5. bald es spannungslos geworden ist, durch Kuppelschalter in mehrere Einzelnetze zerlegt, von denen jedes für sich unter Spannung gesetzt wird. Die Kuppelschalter werden automatisch eingeschaltet, sobald auf beiden Seiten des Netzes Spannung vorhanden ist. Dieses Verfahren hat den Nachteil, daß die Schalteinrichtungen zum Aufteilen und Kuppeln des. Netzes nicht in der Zentrale, sondern innerhalb des Netzes untergebracht werden müssen und daß eine große Zahl von Schaltern vorgesehen werden muß, die für die Kurzschlußleistung des Netzes auszulegen sind. Außerdem müssen die Schalter mit einer verhältnismäßig komplizierten so und empfindlichen Relaiseinrichtung ausgerüstet sein, die mannigfachen Störungen, beispielsweise durch Erschütterungen u. dgl., ausgesetzt ist.
Ein anderes bekanntes Verfahren besteht darin, sämtliche Speiseleitungen an eine gemeinsame, sogenannte Speiseleitungssammelschiene zu legen, die, nachdem alle Maschinen auf die Maschinensammelschiene paralle! arbeiten, über einen Kupplungsschalter plötzlieh mit der Maschinensammelschiene verbunden wird, wodurch dann sämtliche Speisepunkte des Netzes augenblicklich Spannung erhalten. Der Nachteil dieses Verfahrens besteht darin, daß die erforderlichen Kupp-
lungsschalter außerordentlich groß und teuer 3S ausfallen, so daß man aus Gründen der Betriebssicherheit vielfach gezwungen ist, zwei derartige Schalter parallel zu legen, von denen der eine als Reserve dient. Dies bedingt einen doppelten Kostenaufwand für die *° an sich schon teuren Kupplungsschalter.
Ein weiteres Verfahren besteht darin, in die Stromkreise der einzelnen Stromerzeuger Lastbegrenzungswiderstände zu legen und das Netz über diese Widerstände in mehreren Stufen einzuschalten. Der Nachteil dieser Anordnung besteht darin, daß derartige Lastwiderstände außerordentlich große Dirnen-: sionen erreichen und daß es notwendig ist, für das stufenweise Kurzschließen, der Widerstände verhältnismäßig große und kostspielige Überbrückungsschalter vorzusehen. Man hat bereits vorgeschlagen, in elektrischen Netzen mit mehreren Speisepunkten diese nacheinander an das Netz zu legen. Man hat dabei aber dieKupplungsschalter der einzelnen Netz" teile geöffnet und die Vermaschung bis zum Einschalten sämtlicher Speiseleitungsschalter aufgehoben. Dadurch werden die einzelnen Speiseleitungsschalter sehr stark beansprucht, da. jedesmal die volle Last eines Netzteiles eingeschaltet werden muß.
Um diese Nachteile zu vermeiden, schlägt die Erfindung vor, die nach dem Spannungsloswerden des Netzes geöffneten Speiseleitungsschalter, oHne daß die Vermaschung des Netzes aufgehoben wird, selbsttätig nacheinander wieder einzuschalten. Es werden also
sämtliche Verbraucher zunächst durch eine einzige Speiseleitung an Spannung gelegt. Dadurch wird zwischen die Verbraucher und die Stromquelle der Widerstand des Netzes und der Speiseleitungen dazwischengeschaltet. Diese rufen einen Spannungsabfall hervor, der keine zu großen Stromstöße- aufkommen läßt und daher keine übermäßigen Beanspruchungen der Schalter verursacht.
ίο Beim Einschalten der übrigen Speiseleitungen wächst dann der Strom im Netz allmählich an, da immer ein größerer Teil der Abnehmer durch eine kürzere und mit geringerem Widerstand behaftete Leitung versorgt wird. Die während des gesamten Einschaltvorganges auftretenden Stromstöße bleiben dann weit geringer, als wenn die Vermaschung vor der Wiederinbetriebnahme aufgehoben würde. Ein weiterer Vorteil ist der, daß die notwendigen Schalter lediglich zum Einschalten, jedoch nicht zum Unterbrechen von Strömen zu dienen brauchen und infolgedessen verhältnismäßig billig ausfallen. Ferner ist es möglich, sämtliche Schaltorgane innerhalb von be-
»5 dienten Stationen anzuordnen, wo sie jederzeit besichtigt und instand gehalten werden können.

Claims (6)

  1. Patentansprüche:
    i. Schaltanordnung für vermaschte Leitungsnetze mit mehreren Speiseleitungen, die über Speiseleitungsschalter auf ein gemeinsames Verbrauchernetz arbeiten, dadurch gekennzeichnet, daß die nach dem Spannungsloswerden des Netzes geöff-' neten Speiseleitungsschalter (6), ohne daß die Vermaschung des Netzes (ii) aufgehoben wird, selbsttätig nacheinander wieder eingeschaltet werden. 4»
  2. 2. Schaltanordnung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Beginn der Einschaltung von der Wiederkehr der Spannung an der Sammelschiene (5) oder von dem Schaltzustand der die Sammelschienen (5) speisenden Maschinen (4) abhängig ist.
  3. 3. Schaltanordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Speiseleitungsschalter (6) mit Druckluftantrieben versehen sind, wobei das Ein-' schalten der Schalter durch nacheinander erfolgendes öffnen der Ventile der Druckluftantriebe bewirkt wird.
  4. 4. Schaltanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Speiseleitungsschalter (6) als Messerhebelschalter ausgebildet sind.
  5. 5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß alle mit elekirischen Antriebsvorrichtungen ausgerüsteten Speiseleitungsschalter (6) mit Abhängigkeitskontakten derart versehen sind, daß durch das Einlegen eines Schalters jeweils der nächstfolgende eingeschaltet wird.
  6. 6. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durch elektrische Antriebsvorrichtungen betätigten Speiseschalter (6) durch eine Schalt- 7" walze o. dgl. nacheinander betätigt werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DESCH90580D 1929-06-11 1929-06-11 Schaltungsanordnung fuer vermaschte Leitungsnetze Expired DE575558C (de)

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