DE577834C - Verfahren zur Verfluessigung kondensierbarer Gase aus Gasgemischen - Google Patents

Verfahren zur Verfluessigung kondensierbarer Gase aus Gasgemischen

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DE577834C
DE577834C DEI29840D DEI0029840D DE577834C DE 577834 C DE577834 C DE 577834C DE I29840 D DEI29840 D DE I29840D DE I0029840 D DEI0029840 D DE I0029840D DE 577834 C DE577834 C DE 577834C
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DEI29840D
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Dipl-Ing Fritz Markau
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D5/00Condensation of vapours; Recovering volatile solvents by condensation
    • B01D5/0033Other features
    • B01D5/0039Recuperation of heat, e.g. use of heat pump(s), compression

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Separation By Low-Temperature Treatments (AREA)

Description

  • Verfahren zur Verflüssigung kondensierbarer Gase aus Gasgemischen Bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich um die Verflüssigung von Gasen aus Gasgemischen, deren Anteil an kondensierbaren Gasen verhältnismäßig hoch und deren Anteil an nicht kondensierbaren Gasen relativ niedrig ist, beispielsweise hochproentige Chlor-Luft-Glemische. Um zu einer möglichst weitgehenden Verflüssigung des kondensierbaren Bestandteiles einer Gasmischung zu gelangen, hat man gewöhnlich das Gasgemisch ein- oder mehrstufig komprimiert, und zwar auf eine solche Druckhöhe, daß bei darauffolgender Abkühlung mittels Kälte eine möglichst weitgehende Verflüssigung des kondensierbaren Gasbestandteils eintreten mußte, worauf man den Gasrest durch ein Ventil unter Druck abblasen ließ. Die Höhe des Kompressionsdruckes und der anzuwendende Kältegrad wurden bestimmt durch den Grad der Vollkommenheit der Verflüssigung, welcher angestrebt wurde.
  • Um nicht unnötige Verdichtungsarbeit zu leisten, wurde bei mehrstufiger Kompression die hierbei erzeugte Überhitzungswärme zwischen den einzelnen Stufen durch Wasser-oder Luftkühlung beseitigt. Die Gasmenge blieb jedoch dem Gewichte nach bis zur vollen Kompressionshöhe unverändert.
  • Gegenstand der Erfindung ist nun ein Verfahren zur Verflüssigung kondensierbarer Gase aus Gasgemischen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß im Gegensatz zu der vorbeschriebenen Methode tunlichst nach jeder Kompressionsstufe bei dem Kältegrad, der für den gewollten Endzweck nötig ist, nicht nur die Kompressionswärme in üblicher Weise abgeführt wird, sondern daß auch eine möglichst weitgehende Verflüssigung der verdichteten kondensierbaren Gase durch Kälte erfolgt.
  • Hierdurch wird lerreicht, daß sich das Ansaugevolumen der nächsthöheren Kompressionsstufe ganz erheblich vermindert, so daß weitere Kompressionsarbeit nur noch auf den Rest des Gasgemisches zu verwenden ist, was eine erhebliche Ersparnis an Kompressorarbeit bedeutet. Die verschiedenen Kompressionsstufen werden zweckmäßig in einem Kompressor vereinigt, dessen Kompressionsverhältnisse wegen der niedrigen Ansaugetemperatur größer, als es sonst zulässig wäre, gewählt werden könnten, was die Anzahl der Kompressionsstufen vermindert bzw. gestattet, höhere Enddrücke zu erreichen.
  • Diesem Verfahren liegt also neben der stufenweisen Verdichtung der Gedanke der stufenweisen Verflüssigung zugrunde.
  • Geht man beispielsweise von einem Gasgemisch von 760mm abs. Druck und I50 C aus, welches 1 cbm (Ioool) umfassen möge, worin 95 Volumprozent kondensierbaren Gases (entsprechend 9501) und 5 Volumprozent nicht kondensierbaren Gases (z. B. Luft, entsprechend # 501) enthalten seien, und komprimiert man nun dieses Gasgemisch auf beispielsweise 1600 mm Hg abs., ohne daß eine Verflüssigung eintritt, so verkleinert sich dieser eine Kubikmeter im umgekehrten Ver-1000 # 760 hältnis der abs. Drucke auf = 475 1 1600 Gasgemisch.
  • Diese 4751 sind also von der zweiten Stufe des Kompressors anzusaugen. Nach der Kompression von 760mm auf I6oommHg abs.
  • Druck soll aber nicht nur die Kompressionswärme abgeführt werden, sondern es soll eine weitere Abführung von Wärme durch Abkühlung durch irgendein Kältemittel, und zwar im Falle dieses Beispieles auf minus 200 C erfolgen.
  • Hat nunmehr die eine Komponente des Gasgemisches bei minus 200 eine Tension von 1400 mm Hg, dann wird ein erheblicher Teil dieser Gaskomponente verflüssigt, und es verbleibt ein Restgemisch, in welchem die Partialdrucke für die Gaskomponente 1400 mm Hg und für den Luftanteil 200 mm Hg betragen. Da die Luftmenge, welche ursprünglich in dem 1 cbm Gasgemisch vorhanden war, auch jetzt noch vorhanden sein muß, es sind ursprünglich 501 gewesen, so wiegen diese ursprünglichen 501 - 64 g.
  • Diese 64 g Luft sind jetzt noch vorhanden.
  • Dieselben haben einen Partialdruck von 200 mm Hg, unterliegen aber dem gesamten Druck von 1600 mm Hg, demnach nehmen sie ein Volumen ein von 50.760 = 23,5 1.
  • 1600 Die volumetrische Zusammensetzung des Restgasgemisches entspricht nach der vorangegangenen Verflüssigung den Partialdrucken, was bedeutet, daß im Restgasgemisch 1400/1600 = 87,5 Volumprozent Gas enthalten sind und 200 Goo =12,5 omprozn Luft enthalten sind.
  • Wenn nun die I2,5 Volumprozent Luft, wie oben gezeigt, 23,51 darstellen, so stellen die 87,5 Volumprozent 1641 Gas dar, was zusammen I87,51 Restgasgemisch ergibt.
  • Soll dieses Restgasgemisch nun in einer zweiten Stufe einer weiteren Druckerhöhung ausgesetzt werden, so hat diese zweite Stufe nicht 4751 anzusaugen und zu verdichten, sondern nur noch 187,51. Das sind nur noch 40 % derjenigen Gasmengen, die ohne eine Zwischenverflüssigung hätten angesaugt werden müssen. Diese zweite Stufe hat daher nur noch 40 °/0 von der Arbeit zu leisten, die ohne Verwendung einer Zwischenkühlung zu leisten gewesen wäre. Dieses Spiel wiederholt sich in der nächsthöheren Stufe von neuem, so daß von Stufe zu Stufe eine entsprechende weitere Verminderung der Kompressionsarbeit eintritt.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H : Verfahren zur Verflüssigung kondensierbarer Gase aus Gasgemischen unter Anwendung mehrstufiger Kompression, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den einzelnen Kompressionsstufen nach Abführung der Kompressionswärme leine weitgehende Verflüssigung der kondensierbaren Gaskomponente durch Kältemittel erfolgt:
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