DE578785C - Verfahren zur Erhoehung der Lagerbestaendigkeit mineralgarer Leder - Google Patents

Verfahren zur Erhoehung der Lagerbestaendigkeit mineralgarer Leder

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DE578785C
DE578785C DEC41855D DEC0041855D DE578785C DE 578785 C DE578785 C DE 578785C DE C41855 D DEC41855 D DE C41855D DE C0041855 D DEC0041855 D DE C0041855D DE 578785 C DE578785 C DE 578785C
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    • C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C9/00—Impregnating leather for preserving, waterproofing, making resistant to heat or similar purposes
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C14—SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14C—CHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00—Tanning; Compositions for tanning
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Description

  • Verfahren - zur Erhöhung der Lagerbeständigkeit nuneralgarer Leder Bekanntlich können mineralgare Leder, welche einer weiteren Verarbeitung zugeführt werden sollen, selbst in nassem Zustande nicht längere Zeit aufbewahrt oder -gelagert werden (z. B. Chromleder nur 2 bis 3 Tage), ohne daß eine. starke Beeinträchtigung ihrer Beschaffenheit in verschiedener Hinsicht, beispielsweise Färbbarkeit, eintritt. Dies wird in der Praxis als ein arger übelstand empfunden, da man Chromleder in unfertigem Zustand weder stapeln noch versenden kann, wie das z. B. bei lobgarem Leder üblich ist, und wodurch es der Chromfeinlederindustrie ungeheuer erschwert wird, den wechselnden Geschmacksrichtungen hinsichtlich Farbe und Zurichtung in kürzester Zeit gerecht zu werden. Man hat sich bisher vielfach mit Vorschlägen abgegeben, wie diesem übelstande abgeholfen, d. h. mineralgaren Ledern eine mehr oder weniger unbegrenzte Lagerfähigkeit in halbfertigem Zustande ohne ungünstige Veränderung gegeben werden könnte, doch war allen dahinzielenden Bemühungen ein Erfolg nicht beschieden.
  • Es hat sich nun im Laufe umfangreicher Versuchsreihen gezeigt, daß die gesuchte Lagerfähigkeit mineralgarer Leder erreicht wird durch Behandlung derselben mit verhältnismäßig leicht löslichen Substanzen, welche den PH-Wert im Leder unbeeinflußt lassen und den unter Altern des Leders bekannten Vorgang sekundärer Veränderungen in der Bindungsart des Gerbstoffes verhindern oder verlangsamen. Als besonders geeignet kommen in Frage: neutrale Alkalisalze einfacher und kondensierter aromatischer Sulfosäuren, wie sie durch Sulfonierung aromatischer Kohlenwasserstoffe, ihrer Homologen und Kondensationsprodukte mit Carbonylverbindungen erhalten werden, sowie wasserlösliche Kohlehydrate. Besonders günstige Ergebnisse werden durch Verwendung von Mischungen der genannten Stoffe erzielt, und zwar beispielsweise Mischungen von Kohlehydraten, Fettstoffen und einem beliebigen Lösungsmittel, oder aber Sulfosäuren, Kohlehydraten und einem beliebigen Lösungsmittel.
  • Derartig behandelte Leder können dann längere Zeit feucht, halbfeucht oder aufgetrocknet beliebig lange gelagert werden, ohne daß deren Färbbarkeit und Zurichtbarkeit dadurch beeinflußt würde.
  • Es sind zwar bereits Gerbverfahren bekannt, bei denen sulfonierte öle oder aromatische Sulfosäuren Verwendung finden. Es ist außerdem bekannt, bei der sogenannten Nahrung des Leders das Eigelb durch suspendiertes Casein zu ersetzen. Von diesen bekannten Verfahren unterscheidet sich das vorliegende dadurch, daß es kein Gerbverfahren darstellt, sondern daß es sich dabei lediglich um eine Nachbehandlung fertig gegerbter Mineralleder zur Erteilung einer Lagerbeständigkeit handelt.
  • Man hat auch vorgeschlagen, trockne Leder jeder Art, sogar vorzugsweise mineralgares Leder, das keinerlei besondere Präparation erfahren hat, wieder durch und durch naß 'zu bekommen durch die Anwendung von spezifischen Netzmitteln. Die letzteren befinden sich also im Aufweichbade und nicht im Leder selbst.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren sollen aber mineralgare Leder selbst durch Imprägnieren mit den angegebenen Stoffen, die Netzmittel nicht zu sein brauchen, Lagerbeständigkeit erhalten. Außerdem werden nach dem bekannten Verfahren die verwendeten Netzmittel bei der nachfolgenden Operation des Gerbens, Färbens usw. dem Leder wieder vollständig entzogen, während im vorliegenden Verfahren die. verwendeten Stoffe im Leder verbleiben sollen.
  • Ausführungsbeispiele i. Chromgares, feuchtes Leder wird in einer 5°Joigen Lösung von benzolsulfosaurem Natrium so lange belassen, bis es davon vollständig durchbissen ist, was bei Bewegung i1_ bis a/4 Stunden, ohne Bewegung 3 bis 6 Stunden, je nach Stärke der Haut beansprucht. Darauf wird das Leder gut ausgereckt und feucht oder aufgetrocknet gelagert.' 2. Chromgares, feuchtes Leder wird in einer 5 °1oigen Lösung von naphthalin-2, 6-disulfosaurem Natrium gemäß Beispiel i behandelt.
  • 3. Chromgares, feuchtes Leder wird in einer Lösung von 5 kg dinaphthyhnethandisulfosaurem Natrium und 2 kg Türkischrotöl in ioo 1 Wasser gemäß Beispiel i behandelt.
  • q.. Chromgares, feuchtes Leder wird in einer Lösung von 5 kg Traubenzucker und :2 kg Türkischrotöl in ioo 1 Wasser gemäß Beispiel i behandelt. Was Alaunleder anlangt, so liegen die Verhältnisse insofern anders, als diese Leder einige Zeit trocken lagern müssen, um sie nachher färben und zurichten zu können. Diese Lagerfähigkeit ist jedoch zeitlich begrenzt, beispielsweise bietet ein genau q. Wochen gelagertes Alaunleder bereits Schwierigkeiten in der Färberei, obgleich diese Lager- bzw. Reifungszeit notwendig ist. Längeres Lagern, wie etwa 2 bis 3 Monate, verändert das Leder bereits so, daß eine gleichmäßige Färbung selbst mit den bewährtesten Hilfsmitteln unmöglich ist. Diese Schwierigkeit wird behoben, wenn gleich nach der Gerbung vor der Reife die Leder wie folgt behandelt werden: 5. Alaungares, ungereiftes Leder wird in einer Lösung von 5 kg naphthalinsulfosaurem Natrium und 3 kg Türkischrotöl in ioo 1 Wasser gemäß Beispiel i behandelt, getrocknet und beliebig lange gelagert.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Erhöhung der Lagerbeständigkeit mineralgarerLeder, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben in ungefärbtem Zustande mit Salzen, insbesondere neutralen Alkalisalzen, aromatischer Sulfosäuren behandelt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben mit Mischungen von Salzen aromatischer Sulfosäuren mit Kohlehydraten, gegebenenfalls unter -Zusatz, von Lösungsmitteln, behandelt werden.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Fettstoffe, wie Seifen oder sulfonierte Öle, zu den Behandlungsbädern zugesetzt werden.
DEC41855D 1928-08-23 1928-08-24 Verfahren zur Erhoehung der Lagerbestaendigkeit mineralgarer Leder Expired DE578785C (de)

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DE750988C (de) * 1937-01-26 1953-03-02 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zum Gerben mit Aluminium enthaltenden Gerbstoffen

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FR680715A (fr) 1930-05-05
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