DE579070C - Rohr- oder Verbundmuehle - Google Patents

Rohr- oder Verbundmuehle

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DE579070C
DE579070C DEL75003D DEL0075003D DE579070C DE 579070 C DE579070 C DE 579070C DE L75003 D DEL75003 D DE L75003D DE L0075003 D DEL0075003 D DE L0075003D DE 579070 C DE579070 C DE 579070C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C17/00Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
    • B02C17/18Details
    • B02C17/22Lining for containers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerkleinern von Gut aller Art in Rohroder Verbundmühlen.
Bei der bisherigen Zerkleinerung harter Materialien in Rohr- bzw. Verbundmühlen wird durch die Drehung der Mühle und das dadurch entstehende Umwälzen der aus Mahlgut und Mahlkörpern bestehenden Mühlenfüllung durch gegenseitigen Schlag, Stoß und
to Reibung der Mahlgutteile und der Mahlkörper eine Zerkleinerung des Mahlgutes herbeigeführt. Von ganz besonderer Bedeutung im Zerkleinerungsverfahren ist die Reibung, und zwar namentlich die rollende und gleitende Reibung. Diese Reibung gewinnt mit der Zerkleinerung auf Mahlfeinheit immer mehr an Bedeutung.
Die sich umwälzende Mühlenfüllung kann in zwei Teile zerlegt werden, und zwar in den ruhenden und in den fließenden Teil. In den meisten Fällen wird ein geringer Teil durch die Zentrifugalkraft einer Fallbewegung ausgesetzt, und diese Bewegung geht zumeist in kürzester Zeit auch auf den
as fließenden Teil der Füllung über. Die Mühlenfüllung kann als ein in sich loser, rotierender Körper aufgefaßt werden, bei welchem der fließende Teil durch die bei der Mühlendrehung entstehende Böschung in Bewegung gesetzt wird und dabei in sich arbeitet. Der ruhende Teil dagegen wird durch die Drehung der Mühle bis zum Böschungsabfall gehoben, verbleibt dabei aber mehr oder weniger im Zustande der Ruhe und bildet einen Kern, um den sich die Mühlenfüllung dreht. Dieser Kern leistet also keine Mahlarbeit.
Nun ist es bekannt, durch Anordnung von Hohlräumen, die am Mahlkammerumfang angeordnet werden, der Mühlenfüllung während der Mühlendrehung nahezu über den ganzen Querschnitt der Füllung eine zusätzliche abwärts gehende Bewegung zu erteilen, so daß dadureh der bisher mehr oder weniger ruhende und feststehende Teil der Mühlenfüllung ebenfalls mit zur Arbeitsleistung herangezogen wird. Diese Wirkung tritt nun mit größerer Sicherheit und besserem Erfolg ein, wenn erfindungsgemäß die Hohlräume sich von ihren Einlauföffnungen aus so weit entgegengesetzt zur Drehrichtung der Mühle erstrecken, daß sie sich erst nach Überschreiten des tiefsten Punktes vollständig füllen. Die Höhe dieser Hohlräume nimmt radial gemessen von der nahe dem Mühlenumfange liegenden Einlauföffnung aus zu. Zweckmäßig sind diese Einlauföffnungen der Hohlräume außer für den Eintritt des Mahlgutes auch für den- der Mahlkörper weit genug.
In gleicher Weise erhält durch die zwangsweise herbeigeführte Bewegung der ruhenden Mahlgut- und Mahlkörperteile auch der darübergelagerte fließende Teil der Mühlenfüllung eine zweite zusätzliche Bewegung, so daß auch dadurch wieder eine verbesserte Mahlwirkung eintritt.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil des Verfahrens Hegt ferner darin, daß durch das Einlaufen des Gutes bzw. des Gutes und der

Claims (3)

Mahlkörper die in den Hohlräumen befindliche Luft- oder Gasmischung ausgetrieben und durch die Mühlenfüllung gedrückt wird. Dadurch tritt eine sehr wertvolle Kühlung des Gutes und der Mahlkörper ein. Durch die damit verbundene Lüftung des Gutes wird außer der Kühlung weiter erreicht, daß die aus den Hohlräumen austretende Gas- oder Luftmenge nicht unerhebliche Mengen feinster Staubteilchen mitreißt, die alsdann leicht abgesaugt werden können. Die Bewegung der ganzen Mühlenfüllung vor dem Rost gibt die Möglichkeit, größere Mengen zerkleinertes Gut abzuführen. Das gleichzeitige Benutzen des erzeugten Luftdruckes durch das Füllen der Hohlkörper mit Gut und Mahlkörpern begünstigt wesentlich den Rostdurchlaß. Durch Verkleinern oder Vergrößern der Hohlräume in den HohlkÖrao pern ist die Bewegung vor dem Rost und damit wieder die Lüftung zu verändern. Die Hohlkörper können auch so angebracht werden, daß die Wirkungen als Einzelerscheinungen auftreten. Der bestgeeignete Querschnitt für den Hohlkörper ist der Umriß einer Nieren- oder Ellipsenform, welche an der spitzen Seite die öffnung erhält, welche wiederum der Füllungsgeschwindigkeit angepaßt ist. Auch halbrunde und eckige Formen haben zu brauchbaren Ergebnissen geführt. Der Hohlkörper kann außerhalb oder innerhalb des Mühlengehäuses angeordnet werden und kann auch auf der ganzen Länge der Mühle oder in einzelnen Kammern oder in Teilen derselben angeordnet sein. In vielen Fällen ist es zweckmäßig, eine oder mehrere Seiten des Hohlkörpers durch die Wandung1 oder Panzerung der Mühle zu ersetzen, ohne die Wirkung zu beeinträchtigen. Auch unterteilte, nebeneinander oder übereinander gelagerte Hohlkörper dieser Art ergeben die angegebene Wirkung. Die Zeichnung veranschaulicht eine beispielsweise Ausführungsform zur Ausübung des Verfahrens. Abb. ι zeigt einen Teilquerschnitt einer Mühle mit Hohlkörpern, Abb. 2 zeigt einen Teilquerschnitt einer Mühle mit unterteilten Hohlkörpern, Abb. 3 zeigt einen Längsschnitt einer Dreikammermühle mit eingebauten Hohlkörpern in der zweiten und dritten Kammer. Der Mühlenzylinder 1 der Abb. 1 ist mit Hohlkörpern 2 versehen, bei Drehung der Mühle in Drehrichtung 3 wird die Mühlenfüllung 4 in Bewegung versetzt und rotiert in sich, wie die Pfeillinie 5 anzeigt. Die Mühlenfüllung 4 zerlegt sich bei Drehung der Mühle in zwei Teile, den fließenden Teil 6 und den ruhenden 7. Durch Drehung der Mühle und Füllen der Hohlkörper 2 wird der ruhende Füllungsteil in Bewegung versetzt, und zwar in Pfeilrichtung 8. Der auf dem ruhenden Teil. 7 lagernde fließende Teil 6 erhält eine Zusatzbewegung in Pfeilrichtung 8. Die aus den Hohlkörpern durch die Mühlenfüllung ausgestoßene Luft durchstreicht die Mühlenfüllung entgegengesetzt der Pfeilrichtung und kühlt somit die Mühlenfüllung 4. Die Abb. 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit unter- 7» teilten Hohlkörpern 9. In Abb. 3 sind die Hohlkörper nur im zweiten Raum 10 und dritten Raum 11 angeordnet. Die Hohlkörper 12.sind im zweiten Raum 10 durchgehend von Wand zu Wand angeordnet, wohingegen im 7& dritten Raum 11 die Hohlkörper 13 in ihrer Länge unterteilt sind. Die Hohlkörper 13 werden an geteilten Ringen 14 gehalten. Diese geteilten Ringe können durch Zwischenlagen in der Teilfuge oder am Umfang im Mühlen- 80· zylinder festgeklemmt werden. In besonderen Fällen wird man die bereits bestehenden Auspanzerungen belassen und die Hohlkörper an diesen anbringen. Vor den Rostplatten 15 und 16 finden ebenfalls die Bewegungen wie in Abb. 1 gezeichnet statt. Der Rostdurchlaß wird dadurch gefördert. In der zweiten Kammer 10 drückt die Luft, welche aus den Hohlkörpern 12 ausgestoßen wird, direkt durch den Rost 15, wohingegen in der dritten Kammer 11 die Luft der Hohlkörper 13 durch die Mühlenfüllung und. dann teilweise durch den Rost 16 gedrückt wird. Paten.tansi'rüche: 9s
1. Rohr- oder Verbundmühle mit am Mahlkammerumfange angeordneten Hohlräumen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlräume sich von ihren Einlauföffnun- >oa gen aus so weit entgegengesetzt zur Drehrichtung der Mühle erstrecken, daß sie sich erst nach Überschreiten des tiefsten Punktes, vollständig füllen.
2. Rohr- oder Verbundmühle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Höhe der Hohlräume radial gemessen von der nahe dem Mühlenu'mfange liegenden Einlauföffnung aus zunimmt.
3. Rohr- oder Verbundmühle nach An- no· spruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlauföffnungen.der Hohlräume außer für den Eintritt des Mahlgutes auch für den der Mahlkörper weit genug sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEL75003D 1929-05-04 1929-05-04 Rohr- oder Verbundmuehle Expired DE579070C (de)

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DE (1) DE579070C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE960146C (de) * 1942-07-23 1957-03-14 Arno Andreas Mahlvorrichtung mit schnellaufendem Schlagleistenrotor und ortsfesten Aufprallstellen
DE976312C (de) * 1949-05-11 1963-06-27 Jean A Slegten Kugelrohrmuehle

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE960146C (de) * 1942-07-23 1957-03-14 Arno Andreas Mahlvorrichtung mit schnellaufendem Schlagleistenrotor und ortsfesten Aufprallstellen
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