DE580915C - Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat-Ammoniumphosphat-Gemischen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat-Ammoniumphosphat-Gemischen

Info

Publication number
DE580915C
DE580915C DE1930580915D DE580915DD DE580915C DE 580915 C DE580915 C DE 580915C DE 1930580915 D DE1930580915 D DE 1930580915D DE 580915D D DE580915D D DE 580915DD DE 580915 C DE580915 C DE 580915C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
sulfur
phosphoric acid
acid
solution
ammonium
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930580915D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
CHRISTIAN JOHANNES HANSEN DR
Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
CHRISTIAN JOHANNES HANSEN DR
Heinrich Koppers GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by CHRISTIAN JOHANNES HANSEN DR, Heinrich Koppers GmbH filed Critical CHRISTIAN JOHANNES HANSEN DR
Application granted granted Critical
Publication of DE580915C publication Critical patent/DE580915C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C05FERTILISERS; MANUFACTURE THEREOF
    • C05BPHOSPHATIC FERTILISERS
    • C05B7/00Fertilisers based essentially on alkali or ammonium orthophosphates

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat-Ammoniumphosphat-Gemischen Es sind neuerdings eine Reihe von Verfahren vorgeschlagen worden, um durch Erhitzen von Ammonsalzen der schwefligen Säure oder Ammoniumthionaten, insbesondere Ammoniumthiosulfat, gegebenenfalls zusammen mit Rhodanammonium, mit Phosphorsäure auf über dem Schmelzpunkt des Schwefels liegende Temperaturen und unter Druck Ammonsulfat-Ammonphosphat-Gemische und Schwefel zu erzeugen.
  • Verwendet man hierzu technische Phosphorsäure, insbesondere solche, die aus Rohphosphaten mit Schwefelsäure hergestellt worden ist, so zeigt sich jedoch der große Übelstand, daß der Umsetzungsvorgang in Druckgefäßen technisch nur schlecht durchgeführt werden kann, da der gleichzeitig entstehende Schwefel nicht zusammenschmilzt und daher aus den Autoklaven nur schlecht oder überhaupt nicht abgelassen werden kann.
  • Es hat sich nun gezeigt, daß die Ursache hierfür in gewissen unvermeidlichen Verunreinigungen der technischen Phosphorsäure liegt, und zwar sind es vor allem deren Gehalte an Aluminium-, Eisen- und Kalksalzen sowie an Kieselfluorwasserstoffsäure. Diese aus der Phosphorsäure praktisch nicht entfernbaren Beimengungen kommen bei dem Umsetzungsvorgang im Autoklaven, wobei sich auch die Kieselfluorwasserstoffsäure größtenteils unter Bildung von Kieselsäure hydrolysiert, zusammen mit dem Schwefel zur Ausfällung; sie mengen sich infolgedessen dem ausgeschiedenen Schwefel in feinster Verteilung bei und verhindern das Zusammenlaufen der einzelnen Schwefeltropfen zu einer gleichmäßig geschmolzenen fließenden Masse.
  • Erfindungsgemäß wird nun dieser Übelstand dadurch behoben, daß der Zusatz der Phosphorsäure zu der umzusetzenden Salzlösung nicht im Autoklaven vorgenommen wird, sondern die Zumischung außerhalb der Umsetzungsapparatur erfolgt. Hierbei scheidet sich, wenn von einer thiosulfathaltigen Lösung ausgegangen wird; alsbald eine gewisse Menge Schwefel ab, welche gleichzeitig die in der Phosphorsäure enthaltenen, den Autoklavenprozeß störenden Verunreinigungen enthält. Die klare Flüssigkeit wird nunmehr von dem Schwefel und den damit ausgefallenen Verunreinigungen abgetrennt und sodann durch Erhitzen unter Druck zersetzt. Hierbei scheidet sich infolge Fehlens der störenden Verunreinigungen der Schwefel in vollständig reiner Form als homogene flüssige Masse ab, die bei hinreichendem Innendruck im Autoklaven ohne weiteres aus diesem durch die üblichen Ablaßventile ausfließt.
  • Der vorher abgeschiedene, die Verunreinigungen der Phosphorsäure enthaltende Schwefel kann beispielsweise durch Extraktion mit Schwefelkohlenstoff usw. auf reinen Schwefel verarbeitet werden, oder man kann ihn nach vorheriger Trocknung verbrennen, um die zur Herstellung der Ammonsalzlösungen erforderliche schweflige Säure zu gewinnen. Aus dem Rückstand kann man etwa darin enthaltene Phosphorsäure oder Phosphate wieder gewinnen. Falls lediglich sulfit- bzw. bisulfithaltige Lösungen zur Verwendung gelangen, ist es zweckmäßig, um die Möglichkeit einer Schwefelausscheidung herbeizuführen, diese Lösungen durch Behandeln mit Schwefel teilweise oder ganz in Thiosulfat bzw. Thiosulfat-Polythionat-Lösungen überzuführen, aus welchen sich bei der Zugabe von Phosphorsäure die Verunreinigungen derselben zusammen mit Schwefel ausscheiden können.
  • Wird aus dem zur Verwendung kommenden Phosphorsäure Thionat-Gemisch die Kieselfluorwasserstoffsäure nicht oder nicht genügend ausgefällt, so werden gemäß der Erfindung dem Gemisch vor der Abtrennung der bei dem Vermischen der Thiosulfatlösung und der Phosphorsäurelösung ausfallenden Festkörper Salze solcher Metalle zugesetzt, deren Verbindungen mit Kieselfluorwasserstoffsäure in der Mischlösung unlöslich sind. Vorzugsweise werden dazu Kaliumsalze, beispielsweise Kaliumsulfat, verwendet. Beispiel z Zu einer Lösung von 348,45 kg Ammonsulfit in 6oo kg Wasser werden 32 kg Schwefel bei normaler oder mäßig erhöhter Temperatur zugefügt, und diese Mischung wird so lange gerührt, bis der Schwefel vollkommen aufgelöst ist. Hierauf werden zu der Lösung 435 kg einer 45 °/oigen wäßrigen Phosphorsäurelösung zugegeben, wobei etwa 2o kg Schwefel innerhalb 1 Stunde aus der Lösung ausfallen. Ferner wird zusammen mit dem Schwefel der Lösung noch 1,5 kg Kaliumsulfat zur Entfernung der Kieselfluorwasserstoffsäure und ihrer Salze zugeführt.
  • Hiernach wird der ausgefallene Schwefel zusammen mit den gleichzeitig niedergeschlagenen Verunreinigungen der Phosphorsäure aus der Lösung entfernt und diese nunmehr etwa 4 Stunden auf 16o' unter Druck erhitzt, wobei 44 kg geschmolzener Schwefel und 1350 kg einer Lösung entstehen, die 264,3 kg Ammonsulfat und 230 kg Monoammonphosphat enthält. Aus der Lösung können die Salze in üblicher Weise durch Eindampfen in fester Form gewonnen werden. Beispiel 2 Zu einer Lösung von 444 kg Ammoniumthiosulfat in 444 kg Wasser werden 435 kg einer 45 °/oigen wäßrigen Lösung von technischer Posphorsäure und 11/, kg Kaliumsulfat zugegeben. Hierbei scheiden sich aus der Lösung etwa innerhalb x Stunde etwa 30 kg Schwefel ab, der zusammen mit den gleichzeitig niedergerissenen Verunreinigungen der Phosphorsäure abfiltriert oder in sonstiger Weise aus der Lösung abgeschieden wird. Nunmehr wird die klare Lösung etwa 4 Stunden auf 16o' unter Druck erhitzt. Man erhält dann etwa 98 kg geschmolzenen Schwefels und 1195 kg einer Lösung, die 264 kg Ammonsulfat und 230 kg Monoammonphosphat enthält und in der üblichen Weise auf festes Salz verarbeitet wird. Beispiel 3 Zu einer Lösung von 74z kg Ammoniumthiosulfat und' 228 kg Ammoniumtrithionat in der gleichen Menge Wasser werden 435 kg einer 45 °/oigen wäßrigen Lösung von technischer Phosphorsäure zugegeben sowie 1,5 kg Kaliumsulfat. Nach etwa 2 Stunden scheiden sich aus der Lösung etwa 6o kg Schwefel ab, der zusammen mit den gleichzeitig niedergeschlagenen Verunreinigungen der Phosphorsäure aus der Lösung entfernt wird. Die letztere wird darauf etwa 4 Stunden auf 16o' unter Druck erhitzt. Man erhält dann 196 kg geschmolzenen Schwefels und 218o kg einer Lösung, die 661 kg Ammonsulfat und 23o kg Monoammonphosphat enthält. Beispiel 4 Zu einer Lösung von 76,1 kg Rhodanammonium und 9,96 kg Ammoniumthiosulfat in 300 kg Wasser werden 87o kg einer 45 %igen wäßrigen Lösung von technischer Phosphorsäure zugegeben sowie 1 kg Kaliumsulfat. Man läßt die Lösung etwa 1 Stunde stehen und filtriert dann den sich abscheidenden Schwefel, etwa 6o kg, und die gleichzeitig niedergeschlagenen, festen Verunreinigungen aus der Lösung ab. Nunmehr wird die letztere etwa 4 Stunden auf etwa 18o' unter Druck erhitzt, wobei man etwa 68 kg geschmolzenen Schwefels erhält und 1415 kg einer wäßrigen Lösung, die 132 kg Ammonsulfat und 461 kg Monoammonphosphat enthält. Bei dieser Reaktion entstehen ferner noch 44 kg Kohlensäure, die aus dem Autoklaven abgeblasen werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: . 1. Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat- und Ammoniumphosphat-Gemischen aus Lösungen der Ammonsalze der schwefligen Säure, der Thioschwefelsäure und der Polythionsäuren in An- oder Abwesenheit von Rhodanammonium durch Umsetzen mit technischer Phosphorsäure bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes des Schwefels und unter Druck, dadurch gekennzeichnet, daß die zu verarbeitenden Salzlösungen außerhalb der Zersetzungsapparatur mit der technischen Phosphorsäure vermischt werden, worauf der dabei ausgeschiedene Schwefel zusammen mit den das Zusammenlaufen des Schwefels verhindernden Verunreinigungen der Phosphorsäure abgetrennt und danach die klare Lösung durch Erhitzen unter Druck zersetzt und schließlich aus der Lösung nach Abtrennung des abgeschiedenen Schwefels festes Salz in üblicher Weise gewonnen wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle des Vorliegens von Lösungen, die nur Ammonsalze der schwefligen Säure enthalten, diese einer Vorbehandlung mit Schwefel .unterzogen werden, zum Zweck, hierbei so viel Thiosulfat zu erzeugen, daß beim Zusatz der Phosphorsäure die zur Entfernung der Verunreinigungen derselben erforderliche Schwefelabscheidung ermöglicht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem Phosphorsäure-Thionat-Gemisch vor der Abtrennung der bei der Vermischung anfallenden Festkörper Salze solcher Metalle zugesetzt werden, deren Verbindungen mit Kieselfluorwasserstoffsäure in der Mischlösung unlöslich sind.
DE1930580915D 1930-09-23 1930-09-23 Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat-Ammoniumphosphat-Gemischen Expired DE580915C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE580915T 1930-09-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE580915C true DE580915C (de) 1933-07-18

Family

ID=6570935

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930580915D Expired DE580915C (de) 1930-09-23 1930-09-23 Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat-Ammoniumphosphat-Gemischen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE580915C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2726182A1 (de) Verfahren zur herstellung von phosphorsaeure
DE102007005285B4 (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumheptamolybdat
DE4327401A1 (de) Verfahren zur Entfernung von Blei und Cadmium aus Phosphorsäure
DE1952751B2 (de) Verfahren zur hydrometallurgischen verhuettung von schwefel haltigen nickelkonzentraten
DE2902914C2 (de)
DE2603652C3 (de) Kontinuierliches Verfahren zur gleichzeitigen Herstellung von konzentrierter Phosphorsäure oder von Phosphaten und eines granulierten NPK-Düngemittels
DE3134847A1 (de) "verfahren zur gewinnung cadmium-freier rohphosphorsaeure"
DE580915C (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumsulfat-Ammoniumphosphat-Gemischen
DE721410C (de) Herstellung technisch reiner Alkaliphosphate
DE489651C (de) Verfahren zur Herstellung von hochprozentigem Dicalciumphosphat
DE2538992B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Lactamen
DE2129658A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Oximen
DE2145321B2 (de) Verfahren zur herstellung von kaliumperoxydisulfat
DE3029349A1 (de) Verfahren zur herstellung von borsaeure aus bor-natrium-kalzium-erz (ulexit)
DE568086C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln
AT204576B (de) Verfahren zum Aufschluß von Rohphosphaten
DE340595C (de) Verfahren zur Herstellung eines Duengemittels
DE1216267B (de) Verfahren zur Gewinnung von Ammoniak aus Kohlendestillationsgasen in Form von Diammoniumphosphat
DE2425953B2 (de) Niedrig bauende Siebmaschine
DE123860C (de)
DE522061C (de) Verfahren zur Herstellung von Eiweissspaltprodukten
DE532293C (de) Verfahren zur Gewinnung von wertvollen Duengesalzen
DE515850C (de) Verfahren zur Gewinnung von Cyaniden und Ferrocyaniden
DE741684C (de) Verfahren zur Gewinnung von reinen wasserloeslichen Aminosaeuren
DE654458C (de) Verfahren zur Herstellung von Indigweiss bzw. dessen Alkalisalzen