DE581907C - Verfahren zur Blau- oder Schwarzfaerbung der Oberflaeche von gehaertetem Phenolaldehydharz - Google Patents

Verfahren zur Blau- oder Schwarzfaerbung der Oberflaeche von gehaertetem Phenolaldehydharz

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DE581907C
DE581907C DER83384D DER0083384D DE581907C DE 581907 C DE581907 C DE 581907C DE R83384 D DER83384 D DE R83384D DE R0083384 D DER0083384 D DE R0083384D DE 581907 C DE581907 C DE 581907C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J7/00—Chemical treatment or coating of shaped articles made of macromolecular substances
    • C08J7/12—Chemical modification
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2361/00—Characterised by the use of condensation polymers of aldehydes or ketones; Derivatives of such polymers
    • C08J2361/04—Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only
    • C08J2361/06—Condensation polymers of aldehydes or ketones with phenols only of aldehydes with phenols

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Description

  • Verfahren zur Blau- oder Schwarzfärbung der Oberfläche von gehärtetem Phenolaldehydharz Bei den vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten, die für soggenanntes Edelkunstharz aus Phenolaldehydkondensationsprodukten bestehen, zeigt sich sehr häufig die Notwendigkeit, die Oberfläche der bereits gehärteten. Produkte noch zu färben. Es ist bekannt, mit alkoholischen Farbstofflösungen Buntfärbungen zu erzielen. Diese sind jedoch gegen äußere Einflüsse nicht unbedingt beständig. Es gelingt auf diesem Wege auch nicht, eine einwandfreie Schwarzfärbung zu erreichen. Gerade eine Schwarzfärbung ist aber vielfach erwünscht.
  • Eine solche Schwarzfärbung konnte bisher höchstens dadurch erreicht werden, daß das Material in verschiedenen Lösungen. gekocht wurde. Durch das Kochen wird die Oberfläche der in Frage stehenden Stoffe jedoch so stark angegriffen, daß diese Stücke, um sie wieder ansehnlich zu machen, erneut poliert werden mußten, wodurch aber die aufgebrachte Färbung zum größten Teil wieder verlorenging. Außerdem sind die in Frage stehenden Stoffe nicht widerstandsfähig genug, um das Kochen auszuhalten, und sie werden daher weich und verbiegen sich sehr leicht, so daß auch aus diesem Grunde die erwähnte Arbeitsweise. praktisch für das Kunstharz nicht in Frage kommt.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß sich eine widerstandsfähige, tiefschwarze Oberflächenfärbung des gehärteten Kunstharzes erreichen läßt, wenn dasselbe bei Zimmertemperatur mit einer alkalischen wäßrigen Lösung von Paraphenylendiamin behandelt wird. Hierbei tritt-eineblaugraue bis grauschwarze Färbung des Materials ein, die allmählich in Tiefschwarz übergeht. Es ist zweckmäßig, das zu färbende Material nicht zu lange in dem Bad zu lassen, sondern. es bereits nach Eintritt einer satten Blaugraufärbung herauszunehmen und nach kurzem Abspülen mit Wasser in eine r- bis z %ige Wasserstoffperoxydlösung zu bringen, wodurch die tiefschwarze Färbung nach wenigen Minuten eintritt.
  • Bei der Behandlung von durchsichtigem bzw. durchscheinendem Kunstharzmaterial auf die oben beschriebene Weise wurde die Beobachtung gemacht, daß vor Eintritt der Schwarzfärbung das Material sich blau färbt, wobei der Ton schöner wird, wenn der Paraphenylendiaminlösung eine kleine Menge eines Phenols (z. B. Brenzkatechin oder Pyrogallol) zugesetzt wird.
  • Die Oberfläche der zu färbenden Stücke wird durch die Behandlung mit der Paraphenylendiaminlösung,etwas erweicht, da eine Quellung der äußeren Schicht eintritt. Daher kann das Material kurz nach dem Färben nicht poliert werden. Nach einiger Zeit (schneller in der Wärme) geht jedoch die Quellung von selbst zurück, und die oberflächliche Härte, damit auch die Polierfähigkeit, kehrt wieder. Zweckmäßiger ist es jedoch, die Stücke vor der Färbung zu polieren. Die Politur bleibt bei nicht allzu langem Belassen in den Lösunhen erhalten. Außer zur einheitlichen Färbung der Kunstharzoberflächen ist dieses _ Verfahren aber wegen seiner einfachen Anwendungsweise besonders auch dazu geeignet, auf den genannten Stoffen Zeichen, Buchstaben, Verzierungen usw. anzubringen, die sich entweder schwarz von der Grundfläche abheben oder die umgekehrt in der Grundfarbe ausgespart werden können. Hierzu ist es nur notwendig, daß der Teil der Oberfläche, der nicht gefärbt werden soll, mittels eines gegen verdünntes, wäßriges Alkali beständigen Lackes, Fettes o. dgl. abgedeckt wird.
  • Ein besonders aussichtsreiches Verwendungsgebiet eröffnet sich hierdurch für die Herstellung von Leuchtschildern, Leuchtbuchstaben, Hausnummernschildern, Verkehrssignalen usw. Beispiel i Man bringt das :entfettete, zu färbende Phenolaldehydharzstück in eine Lösung von 2,5 bis 3 g p-Phenylendiamin in i oo ccm Wasser, der man 5 ccm i o % ige Natronlauge zugesetzt hat, und läßt es darin, bis es sich blaugrau gefärbt hat. Darauf spült man das Stück ab und bringt @es für ungefähr i o Minuten in eine etwa i %ige Lösung von Wasserstoffperoxyd. Diarauf wird das schwarz gefärbte Produkt mit Wasser gut abgewaschen undgetrocknet. Die günstigste Bädertemperatur ist etwa 2o bis 30°. Beispiel 2 Zu der Lösung des Beispiels i gibt man noch etwa o, 5 g Brenzkatechin und behandelt das Kunstharz in gleicher Weise, aber nur etwa die halbe Zeit oder noch kürzer erst mit der alkalischen Paraphenylendiaminlösung, dann, nach Abspülen, mit der Wasserstoffperoxydlösung. Es ergibt sich vor allem bei transparenten Produkten ein schönes Blau.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Blau- oder Schwarzfärbung ,der Oberfläche von gehärtetem Phenol aldehydharz, dadurch gekennzeichnet, daß dieselbe einer kalten oder mäßig ,erwärmten alkalischen, wäßrigen Lösung von Paraphenylendiarnin ausgesetzt und zweckmäßig mit Wasserstoffperoxyd nachbehandelt wird.
DER83384D 1931-11-22 1931-11-22 Verfahren zur Blau- oder Schwarzfaerbung der Oberflaeche von gehaertetem Phenolaldehydharz Expired DE581907C (de)

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