DE582019C - Verfahren zur Karburierung von Generatorgasen - Google Patents

Verfahren zur Karburierung von Generatorgasen

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DE582019C
DE582019C DEK123213D DEK0123213D DE582019C DE 582019 C DE582019 C DE 582019C DE K123213 D DEK123213 D DE K123213D DE K0123213 D DEK0123213 D DE K0123213D DE 582019 C DE582019 C DE 582019C
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Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10J—PRODUCTION OF PRODUCER GAS, WATER-GAS, SYNTHESIS GAS FROM SOLID CARBONACEOUS MATERIAL, OR MIXTURES CONTAINING THESE GASES; CARBURETTING AIR OR OTHER GASES
    • C10J1/00—Production of fuel gases by carburetting air or other gases without pyrolysis
    • C10J1/213—Carburetting by pyrolysis of solid carbonaceous material in a carburettor

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid-Phase Diffusion Into Metallic Material Surfaces (AREA)

Description

  • Verfahren zur Karburierung von Generatorgasen Ein Nachteil bei mit Koks betriebenen Gaserzeugern, besonders bei den Hochleistungsabstichgeneratoren, besteht in dem durch die hohe Gaseigenwärme verursachten niedrigen Wirkungsgrad und seinem geringen Wärmewert. Wenn man auch durch Ausnutzung der Gaswärme in Abhitzekesseln oder zur Windvorwärmung den Wirkungsgrad verbessern konnte, so befriedigte diese Lösung doch keineswegs. Hier bleibt als weiterer Nachteil die Tatsache bestehen, daß die an brennbaren Bestandteilen fast nur aus C O bestehenden Heizgase mangels eines nennenswerten Gehaltes an Wasserstoff oder Kohlenwasserstoffen für viele Zwecke nicht genügen.
  • Das vorliegende Verfahren will diese Mängel beheben durch Karburieren der Generatorgase unter Nutzbarmachung der hohen Gaseigenwärme. Mit den von der Wassergaserzeugung her bekannten verschiedenen Methoden konnte man hier nicht zum Ziel kommen, da bei den mit erheblichen Mengen Staub beladenen Generatorgasen ein Erfolg von vornherein in Frage gestellt wurde. Zudem sind diese Verfahren abgestellt auf die besonderen Verhältnisse, die sich zwangsläufig aus dem periodischen Betrieb dieser Generatoren ergeben. Es ist auch ein Verfahren bekanntgeworden, bei welchem durch Einspritzen von Öl in den Generator oberhalb der Brennstoffschicht ein hochwertiges Gas hergestellt werden soll. Da bei dieser Betriebsweise die Staubteile des Generatorgases sich mit den Flüssigkeitsteilchen verbinden werden, sind Betriebsstörungen hierdurch unausbleiblich; zudem ist der Grad der Karburierung nach dieser primitiven Methode sehr begrenzt. Andere Verfahren sehen vor, die Karburiermittel in die Brennstoffschicht einzuführen. Auch diese Versuche konnten bisher nicht befriedigen.
  • Erfindungsgemäß wird eine einwandfreie Karburierung der Generatorgase, insbesondere auch bei Abstichgeneratoren, erreicht durch die Zerlegung des Karburiermittels durch die Gaseigenwärme in höher siedende und niedriger siedende Anteile und Einführung der niedriger siedenden Anteile in Dampfform allein oder im Gemisch mit Wasserdampf über in den Gasraum des Generators hineinragende, das Karburiermittel stark erhitzende Einführungsstutzen. Die höher siedenden Anteile dagegen werden durch geeignete Maßnahmen hocherhitzt in den Verbrennungsraum des Gaserzeugers eingeführt. In Anwendung dieses Verfahrens geschieht die Karburierung in folgender Weise, wobei auf die beigefügte Zeichnung verwiesen wird.
  • Es gelangen die etwa goo° C heißen Generato-rgase zunächst zur Abscheidung des gröberen Staubes zu einem gegen Wärmeverluste isolierten Staubabscheider b, in dessen Zuleitung ein öldampfüberhitzer a, der aus einer bekannten Bauart bestehen kann, eingebaut ist. Nach der Vorreinigung vom Staub passieren die Gase nacheinander einen Dampfüberhitzer c des Abwärmedampfkessels d sowie einen Ölerhitzer e, um schließlich heruntergekühlt auf etwa ioo° C in einem Skrubber f auf Betriebstemperatur gekühlt und gereinigt den Verbrauchstellen zugeleitet zu werden. Das gesamte Wärmegefälle von doo bis ioo° C wird auf diese Weise nutzbringend für die Karburierung verwertet.
  • In dem Ölerhitzer e wird das zur Karburierung dienende Mittel hoch vorgewärmt und gelangt dann in einen Ölverdampfer g, der mittels der heißen Generatorgase oder des im Abhitzekessel erzeugten hocherhitzten 'Wasserdampfes das Karburiermittel, wie Schwelteere, Teeröle, Gasöle u. dgl., verdampft. Die Öldämpfe durchströmen, wenn es wünschenswert erscheint, alsdann allein oder in Vermischung mit Wasserdampf den Öldampferhitzer a und werden durch Düsen in den Generatorschacht zur Karburierung des Gases in besonderer Weise eingeblasen. Diese Einführung der Öldämpfe in den Gasraum geschieht durch eingesetzte, sich nach unten er- weiternde Rohrstutzen (Abb. i). Die Mantelflächen dieser Rohrstutzen sind außen mit Rippen versehen zur Erzielung einer möglichst großen Oberfläche; anderseits ist durch die Form der Rippen einem. Versetzen durch Staub vorgebeugt. In den glühenden Einführungsstutzen erfolgt ein sofortiges Umsetzen der eingeblasenen hocherhitzten Öldämpfe in permanente Gase, bevor etwaige kleinste Flüssigkeitsteilchen des Karburiermittels mit den .Staubpartikeln der Generatorgase in Verbindung kommen können. Auf diese Weise wird mit Sicherheit verhütet, einmal, daß die Karburiermittel unvollkommen ausgenutzt werden, ferner, daß Flüssigkeitsteilchen den unvermeidlichen Staubkörnern der Generatorgase anhaften können, so daß Störungen durch Ansätze und Verstopfungen in der anschließenden Apparatur verhütet werden.
  • Der höher siedende Rückstand des Karburiermittels, der im Ölverdampfer nicht als Dampf abgetrieben wird, kann mittels Luft oder Dampfzerstäuber in an sich bekannter Weise in die Oxydationszone des Gaserzeugers eingeblasen werden, so daß eine restlose Ausnutzung des Karburiermittels gegeben ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Karburierung von Generatorgasen,dadurch gekennzeichnet, daß das Karburiermittel in einer durch die Eigenwärme des Generatorgases beheizten Einrichtung in seine höher siedenden und niedriger siedenden Anteile getrennt wird, und die niedriger siedenden Anteile allein oder im Gemisch mit Wasserdampf über in den Gasraum des Gaserzeugers hineinragende, das Karburiermittel stark erhitzende Einführungsstutzen in den Gasraum eingeführt werden, wogegen die höher siedenden Anteile in an sich bekannter Weise hocherhitzt der Glutschicht des Gaserzeugers zugeführt werden.
DEK123213D 1931-08-27 1931-08-27 Verfahren zur Karburierung von Generatorgasen Expired DE582019C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2595252A (en) * 1948-06-03 1952-05-06 United Eng & Constructors Inc Method of and apparatus for manufacture of carbureted water gas

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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