DE582120C - Einrichtung zur Verhuetung des Pendelns bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiss- und Haltemagnete mechanisch verbunden ist - Google Patents
Einrichtung zur Verhuetung des Pendelns bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiss- und Haltemagnete mechanisch verbunden istInfo
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Description
Bei Schaltern, deren beweglicher Schalt- * kontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender
Halte- und Abreißmagnete mechanisch, verbunden ist, kann unter Umständen
ein Pendeln eintreten, falls die Halte- bzw. Einschaltspule konstant erregt ist und der
Hauptstrom den Schalter zum Öffnen bringt, indem mit dem Verschwinden' des Hauptstromes
der Schalter sofort wieder schließt und das Spiel von neuem anfängt.
Diese Schwierigkeit kann behoben werden durch Anordnung von Kontakten, welche
beim Öffnungsbeginn des Schalters die Haltespule unterbrechen, oder durch Anordnung
eines magnetischen Nebenschlusses, welcher nach Öffnung des Schalters den Kraftlinienfluß
des Haltemagneten sich zu schließen erlaubt, ohne durch den Halteanker gehen zu müssen.
Eine in dem zuletzt erwähnten Sinn wirkende Anordnung sieht zwischen dem Haltemagneten
und dem Halteanker einen mit dem letzteren nicht verbundenen Hilfskern vor, welcher so angeordnet ist, daß der totale
Kraftfluß des Magneten, welcher im Hilfskern eintritt, zum Teil durch den Halteanker
und zum Teil durch einen- Nebenschluß sich schließen kann, wobei der Nebenschluß so
bemessen ist, daß bei geöffnetem Schalter der gesamte Kraftfluß durch denselben verläuft
und dabei die Kraftwirkung auf den Anker unterbunden wird.
Dieser Konstruktion haftet aber der Nachteil an, daß beim Schließen des Schalters
ein wesentlicher Teil des Kraftflusses durch den Nebenschluß verläuft und dadurch die
zwischen Hilfskern und Halteanker wirkende Kraft unter Umständen.' so vermindert wird,
daß der Halteanker vom Hilfskern abfällt, bevor der Einschaltvorgang beendigt ist.
Diese Schwierigkeit tritt insbesondere beim Einschalten auf Belastung auf, indem die
Kontakte des Schalters sich berühren und dadurch die Hauptstromspule erregt wird,
bevor der Anker in die Endstellung gelangt +5 .und seine volle Haltekraft entwickeln kann.
Erfindungsgemäß kann dies dadurch verhütet werden, daß der Halteanker gegenüber
dem Pol des Einschalt- und Haltemagneten auf eine Tiefe größer als der Hub des Ankers
ausgespart wird. In diese Aussparung wird ein gegenüber dem Anker und Haltemagneten
bewegliches, magnetisierbares Stück derart eingelegt, 'daß es beim Einschalten· des
Schalters infolge des Kraftlinienverlaufes am Anker angezogen bleibt und als Teil von diesem
die Einschaltbewegung mitmacht, während es beim Abreißen des Ankers vom Haltemagneten bei Überstrom am Pol des
Haltemagneten angezogen bleibt und eine magnetische Überbrückung des durch die Ausschaltung
entstandenen Luftspaltes zwischen Anker und Pol bildet und damit die Kraftwirkung
zwischen Pol und Anker unterbin-
det. Infolgedessen erfolgt auch beim Verschwinden der Auslösekraft und bestehender
Erregung des Haltemagneten eine Wiedereinschaltung nicht sofort^ sondern ist- erst
nach Abschalten des Haltemagneten und Zurückfallen des Einlagestückes im Anker möglich.
Da der vom Hilfskern gebildete magnetische
Nebenschluß erst nach erfolgter Einschaltung zustande kommt, wird die ganze Kraft des Einschalt- bzw. Haltemagneten- für
den Einschaltvorgang verwendet, wodurch auch eine Einschaltung auf Belastung ermöglicht
wird.
Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel
des Erfindungsgegenstandes. | ι bezeichnet den Einschalt- und Haltema- !
gneten des Schalters, 2 den vom Hauptstrom j durchflossenen Ausschaltmagneten. 3 und 4
sind die Anker dieser Magnete; sie bestehen aus einem zylindrischen Stück. Der obere
Teil des Ankers 4 ist bis auf etwa die Hälfte des Querschnittes des gegenüberliegenden Poles
verjüngt; hierdurch entsteht der Absatz 6 beim Übergang vom vollen auf den kleineren
Querschnitt. Um den verjüngten Teil des Ankers 4 ist eine nichtmagnetische Zwischenlage
7 gelegt und darüber eine bewegliche, zylindrische Hülse 5 angeordnet.
Die Wirkung der gezeigten Einrichtung ist folgende:
Wird der Magnet 1 ausgeschaltet, so fällt sowohl der Anker 4 wie auch die Hülse 5 vom
Magnet 1 ab (Fig. 2). Beim Einschalten bleibt die Hülse 5 auf dem Anker 4 liegen und
nimmt an der Einschaltungsbewegung teil wie ein Stück vom Anker 4 (Fig. 3), da die
Kraftwirkung zwischen den Teilen S und 4
größer ist als die Kraftwirkung von 1 auf 5. Im angezogenen Zustand des Ankers 4 ändert
sich dies, weil die Kraftwirkung zwischen 1 und 5 größer ist als zwischen 5 und 4, dahin,
daß beim Abreißen des Ankers 4 von 1 bei Überlast die Hülse 5 an 1 angezogen bleibt.
Die Hülse 5 bildet nun eine magnetische Überbrückung des beim Öffnen zwischen den
Teilen 4 und 1 entstandenen Luftspaltes, welche den Kraftlinien erlauben, von 1 auf 4
überzutreten, ohne eine Kraftwirkung in der Bewegungsrichtung auszuüben. Hierdurch
wird eine rasche Ausschaltung und eine Verhinderung des Pendeins des Schalters, falls
die Erregung des Magneten 1 eingeschaltet bleibt, erreicht. Erst wenn die Erregung des
Magneten 1 ausgeschaltet wird, fällt die Hülse 5 von 1 ab, wonach eine Wiedereinschaltung
ermöglicht wird.
Die Vorteile dieser Einrichtung liegen einerseits darin, daß in einfachster Weise das
Übel des Pendeins, das bisher dieser Schalterbauart anhaftete, beseitigt und gleichzeitig
die Ausschaltbewegung durch das sofortige Verschwinden der Haltekraft beschleunigt
wird, ohne daß die obenerwähnten Schwierigkeiten während des Einschaltvorganges auftreten,
so daß auch eine Einschaltung unter Belastung möglich ist.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Verhütung des Pendeins bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiß- und Haltemagnete mechanisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, - daß der Halteanker (4) an seiner an den Pol des Einschalt- und Haltemagneten (r) anstoßenden Seite auf eine Tiefe größer als der Hub des Halteankers (4) ausgespart ist und daß in diese Aussparung ein gegenüber dem Halteanker (4) und Haltemagneten (1) bewegliches, magnetisierbar es Stück (5) derart eingelegt ist, daß es beim Einschalten des Schalters infolge «85 des Kraftlinienverlaufes am Halteanker (4) angezogen bleibt und als Teil von diesem die EinJchaltbewegung mitmacht, während es beim Abreißen des Halteankers (4) vom Haltemagneten (1) bei Überstrom am Pol des Haltemagneten (1) angezogen bleibt und so eine magnetische Überbrückung des durch die Ausschaltung entstandenen Luftspaltes zwischen Halteankeor (4) und Pol des Haltemagneten (1) bildet.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, bei Solenoidmagneten- mit zylindrischem Kern und Anker, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung durch Verminderung des Durchmessers des Halteankers (4) erzielt wird und die Einlage aus einer auf diesem Teil beweglichen Hülse (5) besteht.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (S) gegenüber dem Halteanker (4) durch eine nichtmetallische Zwischenlage (7) getrennt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM117838D DE582120C (de) | 1931-12-01 | 1931-12-01 | Einrichtung zur Verhuetung des Pendelns bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiss- und Haltemagnete mechanisch verbunden ist |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEM117838D DE582120C (de) | 1931-12-01 | 1931-12-01 | Einrichtung zur Verhuetung des Pendelns bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiss- und Haltemagnete mechanisch verbunden ist |
Publications (1)
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|---|---|
| DE582120C true DE582120C (de) | 1933-08-11 |
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ID=7328890
Family Applications (1)
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| DEM117838D Expired DE582120C (de) | 1931-12-01 | 1931-12-01 | Einrichtung zur Verhuetung des Pendelns bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiss- und Haltemagnete mechanisch verbunden ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE582120C (de) |
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1931
- 1931-12-01 DE DEM117838D patent/DE582120C/de not_active Expired
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