DE582120C - Einrichtung zur Verhuetung des Pendelns bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiss- und Haltemagnete mechanisch verbunden ist - Google Patents

Einrichtung zur Verhuetung des Pendelns bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiss- und Haltemagnete mechanisch verbunden ist

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DE582120C
DE582120C DEM117838D DEM0117838D DE582120C DE 582120 C DE582120 C DE 582120C DE M117838 D DEM117838 D DE M117838D DE M0117838 D DEM0117838 D DE M0117838D DE 582120 C DE582120 C DE 582120C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/24Electromagnetic mechanisms
    • H01H71/26Electromagnetic mechanisms with windings acting in opposition

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Description

Bei Schaltern, deren beweglicher Schalt- * kontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Halte- und Abreißmagnete mechanisch, verbunden ist, kann unter Umständen ein Pendeln eintreten, falls die Halte- bzw. Einschaltspule konstant erregt ist und der Hauptstrom den Schalter zum Öffnen bringt, indem mit dem Verschwinden' des Hauptstromes der Schalter sofort wieder schließt und das Spiel von neuem anfängt.
Diese Schwierigkeit kann behoben werden durch Anordnung von Kontakten, welche beim Öffnungsbeginn des Schalters die Haltespule unterbrechen, oder durch Anordnung eines magnetischen Nebenschlusses, welcher nach Öffnung des Schalters den Kraftlinienfluß des Haltemagneten sich zu schließen erlaubt, ohne durch den Halteanker gehen zu müssen.
Eine in dem zuletzt erwähnten Sinn wirkende Anordnung sieht zwischen dem Haltemagneten und dem Halteanker einen mit dem letzteren nicht verbundenen Hilfskern vor, welcher so angeordnet ist, daß der totale Kraftfluß des Magneten, welcher im Hilfskern eintritt, zum Teil durch den Halteanker und zum Teil durch einen- Nebenschluß sich schließen kann, wobei der Nebenschluß so bemessen ist, daß bei geöffnetem Schalter der gesamte Kraftfluß durch denselben verläuft und dabei die Kraftwirkung auf den Anker unterbunden wird.
Dieser Konstruktion haftet aber der Nachteil an, daß beim Schließen des Schalters ein wesentlicher Teil des Kraftflusses durch den Nebenschluß verläuft und dadurch die zwischen Hilfskern und Halteanker wirkende Kraft unter Umständen.' so vermindert wird, daß der Halteanker vom Hilfskern abfällt, bevor der Einschaltvorgang beendigt ist. Diese Schwierigkeit tritt insbesondere beim Einschalten auf Belastung auf, indem die Kontakte des Schalters sich berühren und dadurch die Hauptstromspule erregt wird, bevor der Anker in die Endstellung gelangt +5 .und seine volle Haltekraft entwickeln kann.
Erfindungsgemäß kann dies dadurch verhütet werden, daß der Halteanker gegenüber dem Pol des Einschalt- und Haltemagneten auf eine Tiefe größer als der Hub des Ankers ausgespart wird. In diese Aussparung wird ein gegenüber dem Anker und Haltemagneten bewegliches, magnetisierbares Stück derart eingelegt, 'daß es beim Einschalten· des Schalters infolge des Kraftlinienverlaufes am Anker angezogen bleibt und als Teil von diesem die Einschaltbewegung mitmacht, während es beim Abreißen des Ankers vom Haltemagneten bei Überstrom am Pol des Haltemagneten angezogen bleibt und eine magnetische Überbrückung des durch die Ausschaltung entstandenen Luftspaltes zwischen Anker und Pol bildet und damit die Kraftwirkung zwischen Pol und Anker unterbin-
det. Infolgedessen erfolgt auch beim Verschwinden der Auslösekraft und bestehender Erregung des Haltemagneten eine Wiedereinschaltung nicht sofort^ sondern ist- erst nach Abschalten des Haltemagneten und Zurückfallen des Einlagestückes im Anker möglich.
Da der vom Hilfskern gebildete magnetische Nebenschluß erst nach erfolgter Einschaltung zustande kommt, wird die ganze Kraft des Einschalt- bzw. Haltemagneten- für den Einschaltvorgang verwendet, wodurch auch eine Einschaltung auf Belastung ermöglicht wird.
Die Zeichnung zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes. | ι bezeichnet den Einschalt- und Haltema- ! gneten des Schalters, 2 den vom Hauptstrom j durchflossenen Ausschaltmagneten. 3 und 4 sind die Anker dieser Magnete; sie bestehen aus einem zylindrischen Stück. Der obere Teil des Ankers 4 ist bis auf etwa die Hälfte des Querschnittes des gegenüberliegenden Poles verjüngt; hierdurch entsteht der Absatz 6 beim Übergang vom vollen auf den kleineren Querschnitt. Um den verjüngten Teil des Ankers 4 ist eine nichtmagnetische Zwischenlage 7 gelegt und darüber eine bewegliche, zylindrische Hülse 5 angeordnet. Die Wirkung der gezeigten Einrichtung ist folgende:
Wird der Magnet 1 ausgeschaltet, so fällt sowohl der Anker 4 wie auch die Hülse 5 vom Magnet 1 ab (Fig. 2). Beim Einschalten bleibt die Hülse 5 auf dem Anker 4 liegen und nimmt an der Einschaltungsbewegung teil wie ein Stück vom Anker 4 (Fig. 3), da die Kraftwirkung zwischen den Teilen S und 4 größer ist als die Kraftwirkung von 1 auf 5. Im angezogenen Zustand des Ankers 4 ändert sich dies, weil die Kraftwirkung zwischen 1 und 5 größer ist als zwischen 5 und 4, dahin, daß beim Abreißen des Ankers 4 von 1 bei Überlast die Hülse 5 an 1 angezogen bleibt. Die Hülse 5 bildet nun eine magnetische Überbrückung des beim Öffnen zwischen den Teilen 4 und 1 entstandenen Luftspaltes, welche den Kraftlinien erlauben, von 1 auf 4 überzutreten, ohne eine Kraftwirkung in der Bewegungsrichtung auszuüben. Hierdurch wird eine rasche Ausschaltung und eine Verhinderung des Pendeins des Schalters, falls die Erregung des Magneten 1 eingeschaltet bleibt, erreicht. Erst wenn die Erregung des Magneten 1 ausgeschaltet wird, fällt die Hülse 5 von 1 ab, wonach eine Wiedereinschaltung ermöglicht wird.
Die Vorteile dieser Einrichtung liegen einerseits darin, daß in einfachster Weise das Übel des Pendeins, das bisher dieser Schalterbauart anhaftete, beseitigt und gleichzeitig die Ausschaltbewegung durch das sofortige Verschwinden der Haltekraft beschleunigt wird, ohne daß die obenerwähnten Schwierigkeiten während des Einschaltvorganges auftreten, so daß auch eine Einschaltung unter Belastung möglich ist.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    i. Einrichtung zur Verhütung des Pendeins bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiß- und Haltemagnete mechanisch verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, - daß der Halteanker (4) an seiner an den Pol des Einschalt- und Haltemagneten (r) anstoßenden Seite auf eine Tiefe größer als der Hub des Halteankers (4) ausgespart ist und daß in diese Aussparung ein gegenüber dem Halteanker (4) und Haltemagneten (1) bewegliches, magnetisierbar es Stück (5) derart eingelegt ist, daß es beim Einschalten des Schalters infolge «85 des Kraftlinienverlaufes am Halteanker (4) angezogen bleibt und als Teil von diesem die EinJchaltbewegung mitmacht, während es beim Abreißen des Halteankers (4) vom Haltemagneten (1) bei Überstrom am Pol des Haltemagneten (1) angezogen bleibt und so eine magnetische Überbrückung des durch die Ausschaltung entstandenen Luftspaltes zwischen Halteankeor (4) und Pol des Haltemagneten (1) bildet.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, bei Solenoidmagneten- mit zylindrischem Kern und Anker, dadurch gekennzeichnet, daß die Aussparung durch Verminderung des Durchmessers des Halteankers (4) erzielt wird und die Einlage aus einer auf diesem Teil beweglichen Hülse (5) besteht.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse (S) gegenüber dem Halteanker (4) durch eine nichtmetallische Zwischenlage (7) getrennt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEM117838D 1931-12-01 1931-12-01 Einrichtung zur Verhuetung des Pendelns bei Schaltern, deren beweglicher Schaltkontakt mit den Ankern einander entgegenwirkender Abreiss- und Haltemagnete mechanisch verbunden ist Expired DE582120C (de)

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