DE582155C - Vorrichtung zum Erhitzen von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten - Google Patents

Vorrichtung zum Erhitzen von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten

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DE582155C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23BPRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
    • A23B11/00Preservation of milk or dairy products
    • A23B11/10Preservation of milk or milk preparations
    • A23B11/12Preservation of milk or milk preparations by heating
    • A23B11/13Preservation of milk or milk preparations by heating the materials being loose unpacked
    • A23B11/1303Apparatus through which the material is transported non progressively; Temperature-maintaining holding tanks or vats with discontinuous filling or discharge

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Description

  • Vorrichtung zum Erhitzen von Milch und ähnlichen Flüssigkeiten Sofern Milch, Rahm u. dgl. zwecks Abtötung von Keimen erhitzt werden soll, muß die Erhitzung mit größter Aufmerksamkeit erfolgen, damit nicht einzelne Milchteilchen überhitzt werden und die Milch in ihrem Geschmack, Nährwert und sonstigen Eigenschaften geschädigt wird. Das bezieht sich auf alle Milcharten, z. B. Vollmilch, Magermilch, Milcli für Käsereiztvecke, Rahm.
  • Bei Verarbeitung von Milch hat man bereits vorgeschlagen, die Erhitzung von Milch mit niedriggespanntem Dampf (Vakuumdampf) vorzunehmen. Diese Maßnahme soll nun erfindungsgemäß auch auf gewöhnliche Milcherhitzer, wie man sie in praktischen Betrieben allgemein benutzt, übertragen werden. Dabei wird im Dampfraum des Erhitzers der Druck so niedrig gehalten, daß die dem Druck entsprechende Dampftemperatur um wenige Grade höher ist als die Höchsttemperatur der Milch. Da auch die Temperatur der Heizfläche niedrig liegt, ist die Gefahr beseitigt, daß einzelne Milchteilchen überhitzt werden. Gemäß der Erfindung wird im Dampfmantel mit Hilfe einer Pumpenanordnung ein Druck aufrechterhalten, der dem Druck von gesättigtem Wasserdampf bei der Temperatur, die man im Dampfmantel wünscht, entspricht. Die Pumpe saugt dabei das Kondenswasser, das- sich bei der Berührung des Dampfes mit der Trennungswand zwischen Dampf und Milch bildet, und auch die aus dem Dampf frei gewordene Luft sowie den Dampf ab, der vom Kondenswasser verdunstet. Wenn die Leistung der Pumpe größer als erforderlich sein sollte, wird das Unterschreiten des obenerwälmten Druckes selbsttätig durch Einlassen von Luft verhindert.
  • Ein Apparat zum Erhitzen der Milch wird im Schnitt in der beiliegenden Zeichnung gezeigt. Der Apparat besteht zur Hauptsache aus einem zylindrischen Gefäß i aus Kupfer oder aus anderem zweckentsprechenden Material und ist mit einem Dampfmantel 2 versehen, der zusammen mit dem Gefäß den Dampfraum 20 bildet. Der Dampfraum 20 hat einen Einlauf 3 und einen Auslauf q.. Der Zylinder i hat einen Boden 5, der ein Lager 6 für das Rührwerk 7 und dessen Antriebswelle 8 mit Riemenscheiben g trägt. Das Gefäß i wird oben durch einen Deckel io, in dem sich der Milcheinlauf z i befindet, verschlossen. An dem Boden 5 ist ein Konsol 12, das eine Vakuumpumpe, bestehend aus Zylinder 13, Kolben 1q., Kolbenstange 15, Exzenter 16, Saugventil 17 und Druckventil 18, trägt, befestigt. Die Pumpe ist durch eine Rohrleitung ig mit dem Dampfraum 20 verbunden: 21 ist ein Ventil von solcher Konstruktion, daß die Luft selbsttätig eingelassen wird, wenn ein gewisser, im voraus bestimmter Druck im Dampfraum des Apparates unterschritten wird. 22 ist ein Milchaustritt und 23 das Gestell des Apparates.
  • Die Erhitzung der Milch erfolgt bei diesem Apparat in derselben- Weise wie bei Apparaten, die mit ioogrädigem Dampf arbeiten. Da aber der Temperaturunterschied zwischen Dampf und Milch viel kleiner als bei den üblichen Verfahren ist, wird eine kleinere Wärmemenge in derselben Zeitspanne der Milch zugeführt. Dies bietet den großen Vorteil, daß ein Anbrennen der Milch auf der Heizfläche nicht erfolgt, und begünstigt den Wärmeübergang durch die Wand. Übrigens kann der Wärmeübergang durch das Gefäß i durch Anbringen von Tropfringen 24, die das Kondenswasser ableiten, verbessert werden. Bei der Benutzung solcher Tropfringe bei Apparaten, die mit ioo° C im Dampfraum arbeiten, hat es sich gezeigt, daß sie leicht ein starkes Anbrennen der Milch auf der Wärmefläche eben wegen des schnelleren Wärmeüberganges verursachen. Wenn aber die Erhitzung mittels Dampfes von niedrigerer Temperatur erfolgt, wird der Vorteil dieser Tropfringe infolge gesteigerter Wirkung der Heizfläche voll ausgenutzt, ohne daß Nachteile durch Anbrennen auftreten. Außerdem wird der Wärmeübergang bei dem neuen Apparat in hohem Maße dadurch begünstigt, daß die mit dem Dampf eintretende Luft, die bei anderen Apparaten für die Kondensation des Dampfes sehr hinderlich ist, bei dieser Vorrichtung durch die Vakuumpumpe fortgeschafft wird.
  • Außer dem obenenvähnten Vorteil der verminderten Gefahr für das Anbrennen der Milch auf der Heizfläche, wodurch der Wärmeübergang während einer längeren Zeit gleichmäßig gehalten werden kann, hat auch die Erhitzung mit Unterdruckdampf den Vorteil, eine große Leistungsreserve zu haben. Wenn nämlich die Milch in säuerlichem Zustande in den Erhitzer gelangt, so entsteht zweifellos ein Anbrennen von Kasein auf der Heizfläche, wodurch das Leistungsvermögen in so hohem Maße heräbgesetzt wird, daß die Einhaltung der Temperatur mit beibehaltenem Temperaturunterschied zwischen Milch und Dampf unmöglich wird. Wenn aber die Erhitzung mittels des hier vorgeschlagenen Apparates bei niedrigem Dampfdruck ausgeführt wird, so kann, die verminderte Wärmeleitung der -Heizfläche ohne weiteres durch eine Erhöhung der Temperatur ausgeglichen werden, so daß immer noch dieselbe Wärmemenge durch die Heizfläche zu der Milch übergeleitet wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum Erhitzen von Milch und ähnlichen Flüssigkeiten, insbesondere zur Keimfreimachung, in doppelwandigen Apparaten mittels Vakuumdampfes, dadurch gekennzeichnet, daß an den Erhitzungsbehälter Pumpen, Ejektoren o. dgl. angeschlossen sind, mit deren Hilfe im Dampfmantelraum (2o) ein Unterdruck aufrechterhalten wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Erhitzungsbehälter ein an sich bekanntes Regulierventil (2i) vorgesehen ist, das bei Bedarf selbsttätig die Luft. in den Dampfraum (2o) bzw. in die Leitung (i9) zur Pumpe einläßt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Erhitzungsbehälter angeschlossene Vakuumpumpe mit Antriebswelle (8), Exzenter (i6) und Kurbelstange (i5) verbunden ist.
DE1930582155D 1930-03-01 1930-07-27 Vorrichtung zum Erhitzen von Milch und aehnlichen Fluessigkeiten Expired DE582155C (de)

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