DE583580C - Verfahren zum UEberlagerungsempfang gewobbelter elektromagnetischer Wellen - Google Patents

Verfahren zum UEberlagerungsempfang gewobbelter elektromagnetischer Wellen

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DE583580C
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    • H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03D—DEMODULATION OR TRANSFERENCE OF MODULATION FROM ONE CARRIER TO ANOTHER
    • H03D3/00—Demodulation of angle-, frequency- or phase- modulated oscillations
    • H—ELECTRICITY
    • H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04J—MULTIPLEX COMMUNICATION
    • H04J1/00—Frequency-division multiplex systems
    • H04J1/20—Frequency-division multiplex systems in which at least one carrier is angle-modulated

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Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Empfang frequenzmodulierter Hochfrequenzwellen. Bei telephonischef Signalübermittlung, bei welcher die Sendewellen in ihrer Frequenz moduliert sind, wird der Empfänger gewöhnlich auf eine der Grenzfrequenzen des Variationsbereiches abgestimmt, derart, daß er in dem Maße, wie die Sendefrequenz hin und her schwankt, mehr oder weniger in seiner Resonanzfrequenz erregt wird. Ein solches Verfahren hat gewisse Nachteile.
Beim Empfang frequenzmodulierter Signalwellen werden die Schwundbedingungen nicht gut überwunden, was wahrscheinlich davon herrührt, daß im wesentlichen nur das eine Seitenband ausgenutzt wird.
Es ist ferner schwierig, Überlagerungsempfang
für frequenzmodulierte Wellen zubewerkstelligen.
DieErfindungbeschreibt ein Verfahren, welches
überaus günstig ist für Überlagerungsempfang. Es braucht dabei nicht zwischen der Frequenz und der Phase der Oszillatoren des Senders und des Empfängers Übereinstimmung aufrechterhalten werden. Des weiteren eignet sich das erfindungsgemäße Verfahren zweckmäßig für Multiplexsenden und -empfangen und hat ferner den Vorteil, daß die nachteiligen Wirkungen des Schwundes im wesentlichen überwunden oder vermieden werden.
Erfindungsgemäß ist empfangsseitig ein Oszillator vorgesehen, der mit einer von der Wobbelperiodizität des Senders verschiedenen Frequenz, aber mit wesentlich gleichem Wobbeihub gewobbelt wird. Es wird die durch Gleichrichtung erhaltene Schwebungswelle in einem Zwischenfrequenzverstärker von einer im Verhältnis zum Wobbeihub scharfen Selektion verstärkt und im Ausgangskreis eines weiteren Gleichrichters die Differenz der Wobbeifrequenzen der senderseitig und empfangsseitig vorgesehenen Oszillatoren nutzbar gemacht.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in einer Abbildung dargestellt.
Diese Abbildung zeigt schematisch die Gesamtanordnung.
Es werde angenommen, daß eine Dreißigmeterwelle oder eine Frequenz von 10 000 kHz zur Verwendung kommen soll. Die Frequenz des Senders 1, der einen örtlichen Oszillator enthält, der die 10 000-kHz-Frequenz erzeugen soll, schwankt um diese Grundfrequenz um einen gewünschten Betrag hin und her, beispielsweise um einen Betrag von 450 Perioden, so daß die Sendefrequenz ein Band von o.ooPerioden Breite durchstreift (Wobbeihub). Dieses Wobbein kann durch einen Wobbler 3 mit einer Frequenz von 40 kHz erfolgen. Der gewobbelte Träger kann dann von einer Antenne 5 ausgesandt und als gewöhnliche Hochfrequenzwelle durch den Äther geschickt werden.
An der Empfangsstelle wird der gewobbelte Träger durch eine Antenne 7 aufgenommen.
Das Aufnahmesystem kann beispielsweise auf eine Frequenz von io ooo kHz abgestimmt und mit einer oder zwei Hochfrequenzverstärkerstufen versehen werden, wie durch das Abstimm- und Verstärkersystem 9 in der Zeichnung angedeutet ist.
Zur Gleichrichtung wird ein Gleichrichter 15 verwendet, der mit einem örtlichen Oszillator 11 kombiniert ist, der mit einer gegenüber der einkommenden Signalenergie etwas verschiedenen Frequenz gewobbelt wird, und zwar kann er etwa durch einen Wobbler 13 mit einer Wobbelfrequenz von 45 kHz gewobbelt werden. Angenommen, die Frequenz des örtlichen Oszillators 11 sei auf 9800 kHz gewählt, dann erzeugt diese, wenn weder die ankommende Signalenergie noch der örtliche Oszillator von 9800 kHz gewobbelt wird, als Ausgang des Gleichrichters 15 eine Zwischenfrequenz von 200 kHz. Die Ab-Stimmung des Systems in diesem Falle erfolgt auf 200 kHz.
Angenommen jedoch, daß die Sendesignalwellen durch den 40-kHz-Wobbler 3 variiert werden und bleibt die 200-kHz-Abstimmung der Zwischenfrequenz erhalten, während die Sendefrequenz innerhalb 900 Hz hin und her schwankt, so hat es sich gezeigt, daß die gewobbelte Frequenz nur schwach durchkommt. Es werde nun aber angenommen, daß der örtliche Oszillator 11, der eine Frequenz von 9800 kHz erzeugt, ebenfalls innerhalb eines Bandes von 900 Perioden Breite gewobbelt wird, aber mit einer Frequenz, die etwas verschieden ist von der Wobbeifrequenz der ankommenden Signalenergie, beispielsweise mit 45 kHz. Die örtlich gewobbelteÜberlagerungsfrequenz wird daher gegenüber der eintreffenden Signalenergie sooomal pro Sekunde in bzw. aus dem Takt fallen. Wenn die örtliche Frequenz mit der aufgenommenen gewobbelten Energie im Takt ist, wird die resultierende Schwebung in der Zwischenfrequenz genau 200 kHz sein, und es ist deshalb der Zwischenfrequenzverstärker 17 gerade genau auf diese 200 kHz abgestimmt. Wenn dagegen die örtliche Frequenz außer Phase mit der ankommenden ist, resultiert erne Zwischenfrequenz von 40 kHz, und es verhindert dann die Abstimmung den Zwischenfrequenzverstärker daran, Energie in merkbarem Maße aufzunehmen. Es ist in diesem Falle die Aufnahme beträchtlich geringer, als wenn beide gewobbelten Frequenzen im Takt sind, so daß das schließliche Ergebnis das ist, daß die Zwischenfrequenzverstärkung m wirksamsten mehrere Male pro Sekunde ansprechend wirkt, entsprechend der Frequenzdifferenz in den beiden Wobblern, die in diesem Falle auf 5000 Perioden angenommen war. Die Gleichrichtung dieser Zwischenfrequenz erfolgt in dem zweiten Gleichrichter 19 und ergibt daher eine Frequenz von 5000, auf welche der Ausgang wieder abgestimmt werden kann, um die Möglichkeit zu einer weiteren Selektion zu geben.
Will man mehrere Zeichen gleichzeitig auf der gleichen Welle übersenden, so muß man diese mehrmals mit verschiedener Wobbelfrequenz wobbeln. Diese Wobbeifrequenzen haben dann verschiedene Differenz gegenüber der am Empfänger, beispielsweise 1000, 3000, 5000 Hz, unddurchVerwendungmehrererniederfrequenter Siebketten sind die einzelnen Zeichen zu trennen. Eswerden also bei diesem angenommenen Zahlenbeispiel die endgültigen Ausgänge des zweiten Gleichrichters 29, die in dem Kreis 21 erscheinen, 5000, 3000 und 1000 Perioden sein.
Um gleichzeitig auf zwei vollständig verschiedenen Wellenlängen senden zu können und dann wirksamer den Schwundwirkungen entgegentreten zu können, kann man bei Verwendung von zwei oder mehr getrennten und unabhängigen Sendern eine vollständige Verdopplung der Wirkungsweise hervorrufen. Dieses bedeutet, daß, wenn ein Signal ausgesendet werden soll, die Sendefrequenz jedes der getrennten Sender durch dieselbe Wobbierregelung gewobbelt wird, so daß die Wobblungen genau gleichphasig sind. Dieses kann man sehr leicht durch einen einzigen-Wobbler erhalten, so daß man gleichzeitig mehrere Sendestationen wobbehi kann. An der Empfangsseite wird eine entsprechende Anzahl von Empfängern aufgestellt und in gleicherweise wie an der Sendeseite derselbe Wobbler zur Frequenzänderung der verschiedenen örtlichen Oszillatoren benutzt, so daß diese alle genau gleichphasig sind..

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zum Überlagerungsempfang gewobbelter elektromagnetischer Wellen, dadurch gekennzeichnet, daß empfangsseitig ein Oszillator vorgesehen ist, der mit einer Von der Wobbelperiodizität des Senders verschiedenen Frequenz, aber mit wesentlich gleichem Wobbeihub gewobbelt wird, und daß die durch Gleichrichtung erhaltene Schwebungswelle in einemZwischenfrequenzverstärker von einer im Verhältnis zum Wobbeihub scharfen Selektion verstärkt und im Ausgangskreis eines weiteren Gleichrichters die Differenz der Wobbeifrequenzen der senderseitigundempfangsseitigvorgesehenen Oszillatoren nutzbar gemacht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die dem zweiten Gleichrichter entnommenen Ströme weiteren Selektionsmitteln zugeführt werden. ·
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930583580D 1929-03-22 1930-03-20 Verfahren zum UEberlagerungsempfang gewobbelter elektromagnetischer Wellen Expired DE583580C (de)

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