DE585111C - Brems- und Steuerklappen an Seitenwaenden von Flugzeugschwimmkoerpern - Google Patents

Brems- und Steuerklappen an Seitenwaenden von Flugzeugschwimmkoerpern

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DE585111C
DE585111C DEF73466D DEF0073466D DE585111C DE 585111 C DE585111 C DE 585111C DE F73466 D DEF73466 D DE F73466D DE F0073466 D DEF0073466 D DE F0073466D DE 585111 C DE585111 C DE 585111C
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DE
Germany
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flaps
brake
side walls
control
control flaps
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Expired
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DEF73466D
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H M & D Farman Soc
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H M & D Farman Soc
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C35/00Flying-boats; Seaplanes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Catching Or Destruction (AREA)

Description

Flugboote, an deren Seitenwänden Brems- und Steuerklappen angeordnet sind, sind bekannt. Im Gegensatz hierzu bezieht sich die vorliegende Erfindung auf ein Flugzeug mit zwei nebeneinanderliegenden Schwimmern. Das kennzeichnende Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß auf der Innen- und Außenseite der beiden nebeneinanderliegenden Schwimmer Brems- und
ίο Steuerklappen angeordnet sind, von denen die Steuerbord- und Bäckbordklappen paarweise durch den gleichen Steuerhebel, der von einer im Seeflugzeug sitzenden Person gelegt wird, ausgeschwenkt werden. Beim Bremsen werden die Klappen auf allen vier Schwimmerseiten zum Ausschwenken gebracht, während zum Steuern immer nur die auf der Steuerbord- oder auf der Backbordseite befindlichen Klappen ausgeschwenkt werden.
Durch die Anordnung von Brems- und Steuerklappen auf der Innen- und Außenseite zweier nebeneinanderliegender Schwimmer von Seeflugzeugen wird erreicht, daß bei der Außenschwenkung dieser Klappen sehr große und wirksame Steuer- oder Bremsflächen zur Verfügung stehen, während andererseits die Stromlinienform der Schwimmer in keiner Weise beeinträchtigt wird, wenn die Brerns- und Steuerklappen an die Seitenwandungen der Schwimmer herangelegt und daher als Brems- oder Steuerklappen unwirksam sind. Die Anordnung der Klappen an den Seitenwänden hat speziell für die Wirkung der Klappen als Steuerklappen den weiteren Vorteil, daß diese Steuerklappen einen großen und daher sehr wirksamen Hebelarm haben.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht, und zwar zeigen die
Fig. ι und 2 in Ansicht von der Seite und im Grundriß ein mit zwei Schwimmern versehenes Seeflugzeug gemäß der Erfindung.
Fig. 3 stellt in einem Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 1 eines der erfindungsgemäß an den Schwimmern angeordneten Brems- und Lenkelemente dar.
Fig. 4 zeigt perspektivisch das hintere Ende des Schwimmers eines Seeflugzeuges, welches gemäß einer abgeänderten Ausführungsform ausgebildet ist.
In der Zeichnung ist ein Seeflugzeug dargestellt, dessen beide nebeneinanderliegenden Schwimmer b erfindungsgemäß innen und außen mit Brems- und Steuerklappen α versehen sind. Diese Teile α überdecken entweder die Seitenwände b des Schwimmers oder gleichzeitig auch noch einen Teil des hinteren Endes der Deckwand des Schwimmers.
Die in Rede stehenden Klappen sind beispielsweise als Schaufeln aus Leichtmetall-
blech gebildet. Diese Klappen umfassen eine Wandung, deren Form der Form der Wandung b des Schwimmers entspricht, und einen überstehenden Rand a1, der den oberen Teil der Klappen bildet, und" dessen Form der Form der Deckwand c des Schwimmers entspricht. Gegebenenfalls kann auch noch am unteren Teil der Klappen ein kleiner überstehender Rand Φ vorgesehen sein, der vorzugsweise zur Erhöhung der Starrheit des Ganzen dient.
Die genannten Klappen können auf die verschiedenste Weise beweglich angeordnet werden. Besonders zweckmäßig ist es, die Klappen derart anzuordnen, daß sie durch eine Drehbewegung um eine Achse aus ihrer Schließstellung in die Öffnungsstellung gebracht werden. Man befestigt dann die Klappen mit Hilfe von Scharnieren an den Seitenwandungen des Schwimmers. Die Richtung der Scharnierachse wird der Lage der Klappen angepaßt, welche diese bei ihrer Öffnungsstellung einnehmen sollen.
Bei Schwimmern, die sich an ihrem hin-
«5 teren Ende nach unten verjüngen (s. Fig. 1 und 2) und deren Deckwand daher eine Krümmung nach unten aufweist, bewirkt diese Form der Schwimmer bekanntlich leicht ein Untertauchen des hinteren Schwimmerteiles, wenn das auf dem Wasser ruhende Seeflugzeug durch einen Gegenwind nach rückwärts getrieben wird. Bei Schwimmern der genannten Art wird nun zweckmäßigerweise die Gelenkachse der Klappen derart angebracht, daß sie eine Neigung von oben nach unten und von hinten nach vorn aufweist. Der Winkel, welchen die Scharnierachse mit der Schwimmebene einnimmt, kann beispielsweise 60 ° betragen. Bei einer solchen Anordnung weisen auch die Klappen, wenn sie geöffnet sind, eine Neigung von oben nach unten und von hinten nach vorn. auf. In diesem Fall ergeben die Klappen, falls das Seeflugzeug durch Gegenwind rückwärts getrieben wird, nicht nur eine Bremswirkung, die sich der Rückwärtsbewegung entgegensetzt, sondern gleichzeitig auch noch eine senkrechte Reaktion, welche bestrebt ist, den hinteren Teil der Schwimmer anzuheben und sich der oben beschriebenen Wirkung, durch welche ein Umwerfen des Flugzeuges herbeigeführt werden kann, entgegenzustemmen.
Bei Schwimmern, deren hinteres Ende in einer senkrechten Kante ausläuft, kann die Achse, in der die Klappen am Schwimmerkörper angelenkt sind, ebenfalls senkrecht zur Längsachse des Schwimmers stehen.
Die Klappen werden zweckmäßigerweise vom Führerstand aus verstellt. Gemäß der Zeichnung sind zwei Steuerhebel d1, d2 vorgesehen, von denen jeder an zwei Kabel e1 und angeschlossen ist. Die Kabel münden an den beiden Klappen rechts und links der Schwimmer. Die Kabel sind durch geeignete Führungen hindurchgeführt und mit ihren freien Enden an Armen / befestigt, die mit je einer Klappe α verbunden sind, indem sie beispielsweise auf dem oberen Rand a1 aufgenietet sind. Damit die Klappen gewöhnlich unter Spannung gegen die Wandungen der Schwimmer gelegt werden, finden Federn oder sonstige elastische Körper g· Anwendung, die mit Hilfe von Kabeln h auf die Ränder ß1 der Klappen α einwirken.
Wenn man nun die beiden rechten oder die beiden linken Klappen öffnen will, so muß der entsprechende rechte oder linke Steuerhebel gelegt werden. Zur Öffnung aller vier Klappen muß man gleichzeitig auf beide Steuerhebel einwirken.
An Stelle der beiden Steuerhebel kann man auch einen einzigen Steuerhebel anordnen, der in folgender Weise arbeitet. Bei einer Bewegung des Steuerhebels von links nach •rechts oder von rechts nach links wird die gleichzeitige Öffnung der beiden linken oder der beiden rechten Klappen herbeigeführt. Bei einer Bewegung des gleichen Steuerhebels von hinten nach vorn wird die gleichzeitige Öffnung aller vier Klappen herbeigeführt.
Die Steuerhebel brauchen mit den Klappen nicht durch Kabel verbunden zu werden, vielmehr können hierzu auch hydraulische, pneumatische oder sonstige Kraftübertragungen einrichtungen verwandt werden.
Durch die vorstehend beschriebene Einrichtung können die Klappen als Bremsklappen wirken, wenn sie sämtlich ausgeschwenkt werden. Die Bremswirkung kann sowohl in der Luft als auch nach der Landung auf dem Wasser ausgeübt werden. Die Bremswirkung nach dem Landen auf dem Wasser ist dann besonders wirkungsvoll, wenn die Achsen, in denen die Klappen am Schwimmkörper angelenkt sind, in der beschriebenen Weise geneigt sind. Beim Auftreffen auf das Wasser haben dann die geöffneten Klappen noch die weitere Wirkung, daß sie eine nach unten gerichtete Reaktionskraft erzeugen, durch welche das Seeflugzeug auf dem Wasser gehalten und am Abprallen vom Wasser gehindert wird.
Die Klappen dienen ferner zum Wenden des Flugzeugs, und zwar insbesondere dann, wenn das Flugzeug auf dem Wasser niedergegangen ist. Die Klappen spielen dann die Rolle eines Steuerruders. Es ist zwar bekannt, Steuerruder an den Schwimmern anzubringen; aber gegenüber den bekannten Steuerrudern besitzt die Erfindung den Vorteil, daß die Stromlinienform der Schwimmer nicht beeinträchtigt wird.
Die Einrichtung kann auch derart getroffen
werden, daß sich die Klappen selbsttätig öffnen, wenn das Flugzeug eine Rückwärtsbewegung beginnt und dadurch das Wasser das Bestreben hat, zwischen die Klappenwandung und die Schwimmerwandung einzudringen.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die dargestellten Ausführungsformen und Anwendungsarten; vielmehr sind zahlreiche Abänderungen möglich, ohne daß hiervon die Erfindung in ihrem Kern berührt wird. Beispielsweise können die beweglichen Teile ganz anders ausgebildet werden. Wenn es sich beispielsweise um Schwimmer handelt, deren Hinterkante im wesentlichen in einer Senkrechtebene liegt, so kann man statt der beweglichen Klappen einzelne Teile des Schwimmers selbst beweglich machen. Zu diesem Zweck trennt man das hintere Ende des.
Schwimmers von dem vorderen Teil und teilt das hintere Ende der Länge nach in zwei dicht geschlossene Kästen, die man scharnierartig * an den vorderen Teil des Schwimmers anlenkt, wobei die Anlenkachsen auf den Außenwandungen liegen. Wenn die beiden Kästen sich in ihrer Schließstellung befinden, besitzt der Schwimmer seine übliche Form. Wenn sich jedoch die Kästen öffnen, so entfernen sie sich voneinander, so daß der Schwimmer ein im Grundriß gegabeltes hinteres Ende erhält.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Brems- und Steuerklappen an Seitenwänden von Flugzeugschwimmkörpern, dadurch gekennzeichnet, daß bei zwei nebeneinander liegenden Schwimmern innen und außen Brems- und Steuerklappen angeordnet sind, von denen die S teuerbor d- und Backbordklappen paarweise durch den gleichen Steuerhebel ausgeschwenkt werden.
2. Brems- und Steuerklappen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Form der Klappen der Seitenwandung anpaßt.
3. Brems- und Steuerklappen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die ausklappbaren Flächen (α) derart ausgebildet sind, daß sie in ihrer Ruhestellung die Oberseite der Schwimmer teilweise überdecken.
4. Brems- und Steuerklappen an Seitenwänden von Flugzeugschwimmern nach Anspruch 1, die an ihrem hinteren Ende in eine waagerechte Schneide auslaufen, dadurch gekennzeichnet, daß die Scharnierachsen der ausklappbaren Seitenflächen schräg geneigt sind, derart, daß das obere Ende der Scharnierachse nach hinten und das untere Ende mehr nach vorn zu liegt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEF73466D 1932-04-28 1932-05-29 Brems- und Steuerklappen an Seitenwaenden von Flugzeugschwimmkoerpern Expired DE585111C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
BE585111X 1932-04-28

Publications (1)

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DE585111C true DE585111C (de) 1933-09-29

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ID=3873599

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DEF73466D Expired DE585111C (de) 1932-04-28 1932-05-29 Brems- und Steuerklappen an Seitenwaenden von Flugzeugschwimmkoerpern

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DE (1) DE585111C (de)

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