DE585672C - Einrichtung zur Synchronisierung der umlaufenden Welle von Drucktelegraphen unter Benutzung des Polaritaetswechsels der Telegraphierimpulse - Google Patents
Einrichtung zur Synchronisierung der umlaufenden Welle von Drucktelegraphen unter Benutzung des Polaritaetswechsels der TelegraphierimpulseInfo
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- DE585672C DE585672C DES97749D DES0097749D DE585672C DE 585672 C DE585672 C DE 585672C DE S97749 D DES97749 D DE S97749D DE S0097749 D DES0097749 D DE S0097749D DE 585672 C DE585672 C DE 585672C
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- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 27
- 239000003990 capacitor Substances 0.000 claims description 10
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 13
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- 230000035945 sensitivity Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H04—ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
- H04L—TRANSMISSION OF DIGITAL INFORMATION, e.g. TELEGRAPHIC COMMUNICATION
- H04L7/00—Arrangements for synchronising receiver with transmitter
- H04L7/0095—Arrangements for synchronising receiver with transmitter with mechanical means
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- Motor And Converter Starters (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
13. OKTOBER 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 585 KLASSE 21a1 GRUPPE 13 os
Siemens & Halske Akt.-Ges. in Beriin-Siemensstadt*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. April 1931 ab
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung zur Synchronisierung der umlaufenden
Wellen von Drucktelegraphen o. dgl. unter Benutzung des Polwechsels der übermittelten
Telegraphierzeichen als Leitimpulse für den Empfänger, bei der der Polwechsel nach beiden
Stromrichtungen zur Leitimpulsgabe benutzt wird.
Es sind ähnliche Einrichtungen bekannt, die zur Synchronisierung des Empfangsapparates zwei polarisierte Relais mit gleicher
Empfindlichkeit und gleicher Einstellung verwenden. Hierbei, steuern deren Anker ein
die Umdrehungszahl des Empfängermotors beeinflussendes Relais, daß es nur bei übereinstimmender
Stellung der Anker dieser polarisierten Relais zum Ansprechen kommt. Die Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung
derartiger Einrichtungen, die dadurch erzielt wird, daß an Stelle der beiden gleich empfindlich und gleich eingestellten
Relais, die bisher erforderlich waren, gemäß· der Erfindung nur ein polarisiertes Relais
verwendet wird. Durch dieses Relais wird bei jedem Polaritätswechsel.der Telegraphierimpulse
eine Abweichung vom Synchronis- ■ mus durch direkte Beeinflussung des Motorstromkreises,
z. B. Einschaltung eines Widerstandes, oder durch Beeinflussung eines die Drehzahl des Empfängermotors regelnden
Relais ausgeglichen.
Die weiteren Einzelheiten der Erfindung gehen aus dem nachfolgend angegebenen Ausführungsbeispiel
hervor, das an Hand einer in der Figur dargestellten möglichen Ausführungsform erläutert wird.
Das Regulierrelais zur Aufrechterhaltung des Synchronismus zwischen Sender und
Empfänger wird in der' Figur durch das Relais
RR dargestellt. Dieses Relais besitzt vier Wicklungen ο bis d, von denen je zwei, wie
die Figur zeigt, verbunden sind. Jede Voreilung und Nacheilung des Empfängers ist
für das polarisierte Relais durch eine bestimmte Stromrichtung bzw. durch Stromdurchfluß
durch eine bestimmte dieser vier Wicklungen gekennzeichnet. Der Stromimpuls zur Steuerung des Relais wird entsprechend
durch Ladung bzw. Entladung des Kondensators C hervorgerufen. Das eine Wicklungspaar, in dem Beispiel die beiden
Wicklungen α -und b, wird nur bei Polaritätswechsel von — nach + beeinflußt, während
das andere Wicklungspaar c, d bei umgekehrtem Polwechsel wirksam wird. Diese vier
Wicklungen des Regulierrelais werden über
*} Von dem Palentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dipl.-Ing. Horst Rassow in Berlin-Friedenau.
die Kontakte KZ1, KV1 bzw. die Kontakte
KZ2, KV2 gesteuert. Diese Kontakte stehen
unter dem Einfluß der Nockenscheiben JV1, JV2 bzw. JV1', N2, die von der Achse des zu
regelnden Motors angetrieben werden und Nocken tragen, deren Länge zusammen mit
der Nockenlücke jeweils der Länge eines Telegraphierimpulses entspricht. Die Nockenscheiben
JV1' und JV2' zur Betätigung der Kontakte
KZ2 und KV2 sind identisch mit den
Nockenscheiben JV1 und JV2 und nur der
besseren Übersicht wegen nochmals besonders dargestellt. Die Nocken beider Scheiben
sind gegeneinander um eine Nockenlänge versetzt. In der Figur sind die Nockenscheiben
abgewickelt dargestellt.
Durch den Kontakt rr des Regulierrelais wird der Reguliermagnet AM je nach bestehender
Vor- oder Nacheilung des Empfängers aus- oder eingeschaltet. Dieser Reguliermagnet
RM dient dazu, die Umdrehungszahl des Empfängermotors entweder unmittelbar,
z. B. durch Ein- oder Ausschalten eines im Ankerstromkreis des Motors liegenden Widerstandes, oder durch Einwirkung auf
einen Fliehkraftregler, der auf der Achse des zu regelnden Motors angebracht ist, zu beeinflussen.
Da die Figur lediglich die zum Verständnis der Erfindung notwendigen Teile eines
Drucktelegraphen enthält, sind die eigentlichen Empfangsorgane, die etwa aus parallel
zum Kondensator C geschalteten Relais bestehen können, über die die ankommenden
3·> Telegraphierimpulse zu einem Verteiler und
zum Druckmechanismus weitergeführt werden, nicht zur Darstellung gebracht.
Die in der Figur veranschaulichte Einrichtung wirkt folgendermaßen:
Die ankommenden Telegraphierimpulse werden durch das Linienrelais LR aufgenommen.
Unter ihrem Einfluß legt sich der Anker Ir entsprechend an seinen rechten oder
linken Kontakt. In der Empfangsstellung II des Schalters ,S1 kann sich der Kondensator
C, wie dargestellt, über den linken Kontakt + des Ankers Ir, über die Wicklung
a, Kontakt KVx. bzw. über die Wicklung
b, Kontakt KZ1 entladen, je nachdem, ob der Empfänger voreilt oder zurückgeblieben
ist. Der Stromkreis für den Reguliermagneten RM ist nur dann geschlossen, wenn
der Empfänger nacheilt, wenn also die Wicklung b stromführend ist, und bleibt so lange
geschlossen, bis durch Erregung der Wicklung α bei Voreilung der Kontakt rr wieder
geöffnet wird. Die Kontaktgabe durch die rotierenden Nockenscheiben kommt dadurch
zustande, daß einer der Nocken der Scheiben den durch ihn betätigten Kontakt noch geschlossen
hält oder schon geschlossen hat, bevor die Umlegung des Ankers bei Polaritätswechsel
stattgefunden hat. Bei Voreilung ist also z. B. der Kontakt KV1 schon geschlossen,
bevor sich der Anker Ir von + nach — umgelegt hat. Dadurch ist für den
Kondensator C der vorstehend angegebene Entladestromkreis hergestellt, der über die
Wicklung α des Regulierrelais verläuft. Entsprechend einer Voreilung des Empfängers
wird der Reguliermagnet durch den Kontakt rr abgeschaltet. Bei einer Nacheilung
wäre der Kontakt KZ1 bei Polaritätswechsel noch geschlossen gewesen, so daß die Entladung
des Kondensators über die Wicklung b stattgefunden hätte, wodurch der Stromkreis
des Reguliermagneten durch den Kontakt rr zur Beschleunigung des Empfängermotors
geschlossen worden wäre.
Bei Polaritätswechsel von + nach —- werden die Wicklungen c und d des Regulierrelais
wirksam. Der Kondensator C bringt durch seinen Aufladestrom, der bei Voreilung
über den KontaktKV2 und die Wicklunge
und bei Nacheilung über den Kontakt KZ2 und die Wicklung d verläuft, das Regulierrelais
genau so zum Ansprechen, wie es vorher für die Wicklungen α und b beschrieben
wurde, so daß auch bei Voreilung der Reguliermagnet abgeschaltet und bei Nacheilung
eingeschaltet wird.
Um bei Aufnahme des Empfangsbetriebes den Gleichlauf und die richtige Phasenstellung
herzustellen, wird der Umschalter 51 in die
Stellung I gebracht, so daß die Entladung des Kondensators in der linken Lage des Linienrelaisankers
direkt über den linken Kontakt des Schalters 5" erfolgt. Die Aufladung des
Kondensators findet über den geschlossenen Kontakt Kg der Nockenscheibe JV3, die für
den Gleichlauf vorgesehen ist, statt. Bei geöffnetem Kontakt Kg erfolgt nach dem Umschlag
des Ankers Ir von + nach — die Aufladung
des Kondensators während des Gleichlaufimpulses, z. B. des vierten Impulses, bei Nacheilung über den Kontakt KZ2 und
die Wicklung d bzw. bei Voreilung über den Kontakt KV2 und die Wicklung c, so daß auf
diese Weise der Gleichlauf in der richtigen Phase hergestellt wird.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Synchronisierung der umlaufenden Welle von Drucktelegraphen unter Benutzung des Polaritätswechseis der -übermittelten Telegraphierimpulse als Leitimpulse für den Empfänger, dadurch gekennzeichnet, daß außer dem Linienrelais nur ein polarisiertes Relais (RR) vorgesehen ist, das bei jedem Polaritätsweehsel der Telegraphierimpulse eine Abweichung vom Synchronismusdurch Beeinflussung entweder des Empfängermotors unmittelbar oder eines die Umdrehungszahl des Empfängermotors erregenden Relais (RM) ausgleicht.
- 2. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß' sich die Voreilung und die Nacheilung des Empfängers für das polarisierte Relais als bestimmte Stromrichtung bzw. als Stromzufluß durch eine bestimmte Wicklung des Relais auswirkt.
- 3. Einrichtung, nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das polarisierte Relais (RR) steuernde Stromimpuls durch die Ladung oder Entladung eines Kondensators hervorgerufen wird.
- 4. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das polarisierte Relais vier Wicklungen trägt, von denen je zwei miteinander verbunden sind.
- S- Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Wicklungspaar des polarisierten Relais bei Polaritätswechsel von -f- nach —, das andere bei Polaritätswechsel von — nach + zur Regulierung dient.
- 6. Einrichtung nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei Voreilung die eine Wicklung des Wicklungspaares, bei Nacheilung die andere Wicklung des Wicklungspaares erregt wird.
- 7. Einrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklungen des polarisierten Relais über die Kontakte beeinflußt werden, die, gesteuert durch Nockenscheiben mit gegeneinander versetzten Nocken, jeweils beim Polaritätswechsel entsprechend einer Vor- oder Nacheilung geschlossen oder geöffnet werden.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES97749D DE585672C (de) | 1931-04-01 | 1931-04-01 | Einrichtung zur Synchronisierung der umlaufenden Welle von Drucktelegraphen unter Benutzung des Polaritaetswechsels der Telegraphierimpulse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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Publications (1)
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|---|---|
| DE585672C true DE585672C (de) | 1933-10-13 |
Family
ID=7520954
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES97749D Expired DE585672C (de) | 1931-04-01 | 1931-04-01 | Einrichtung zur Synchronisierung der umlaufenden Welle von Drucktelegraphen unter Benutzung des Polaritaetswechsels der Telegraphierimpulse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE585672C (de) |
-
1931
- 1931-04-01 DE DES97749D patent/DE585672C/de not_active Expired
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