DE588280C - Schleuder zum Abscheiden von Quecksilber und Metallen, die schwerer als Quecksilber sind, aus einer Truebe - Google Patents

Schleuder zum Abscheiden von Quecksilber und Metallen, die schwerer als Quecksilber sind, aus einer Truebe

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DE588280C
DE588280C DEN34024D DEN0034024D DE588280C DE 588280 C DE588280 C DE 588280C DE N34024 D DEN34024 D DE N34024D DE N0034024 D DEN0034024 D DE N0034024D DE 588280 C DE588280 C DE 588280C
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DEN34024D
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Description

■ Die Erfindung richtet sich auf eine Schleudervorrichtung für eine Trübe zum Abscheiden von Quecksilber und Bestandteilen, die schwerer als Quecksilber sind, also meist Edelmetallen, aus der Trübe.
Bei vorliegender Erfindung handelt es sich im wesentlichen darum, aus einer Trübe, die bereits auf Ausscheidung von Edelmetallen in Amalgamiervorrichtungen, z. B. Schleudern, vorbehandelt ist, etwaige noch in ihr verbliebene Reste von Edelmetallen, zu gewinnen sowie das bei dieser Vorbehandlung von ihr aufgenommene Quecksilber wiederzuerlangen.
Amalgamiertrommeln und Amalgamierschleudern an sich sind bekannt, doch besteht bei ihnen immer die Gefahr des Abschwimmens von Quecksilber mit dem Trübestrom. Diesen Nachteil sucht die amerikanische Patentschrift Nr. ι 235 945 zu verhindern, und es ist danach bei Amalgamierschleudern eine Einrichtung bekannt, um ein Übertreten des Quecksilbers des Trommelfutters in die abgehende Trübe zu verhindern und das durch die im Futter aufgenommenen Teile nach innen zu verdrängte Quecksilber gesondert abzuziehen und zu sammeln. Doch bedingt diese Anordnung bisher komplizierte Konstruktionen, deren innere Teile schwer zugänglich sind und in denen leicht Anschwemmungen verursacht werden, die die Aufnahme von Schwermetall in das Quecksilber hindern und die Amalgamierschleuder verstopfen.
Die vorliegende Erfindung sucht diese Nachteile zu vermeiden, indem sie die zu behandelnde Trübe in einer Fangschleuder durch einen U-förmig gebogenen Kanal treten läßt, dessen von der Schleuderachse wegführender Einlaufschenkel länger ist als der gegen die Achse hin gerichtete Auslauf Schenkel, wobei von dem Scheitel des Kanals eine zum Auffangen des Quecksilbers nebst den schwereren Metallen dienende Fangrinne mit Ableitungen für das Quecksilber abzweigt. Die Fangschleuder kann auch einheitlich mit der Vorschleuder verbunden sein.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung schematisch in zwei Ausführungsformen beispielsweise veranschaulicht.
Bei der Ausführungsform der Fig. 1 ist 1 der Einlauf für die Trübe, 2 die W:elle, 3 ein ringförmiger Außenkörper, der einen ringförmigen Innenkörper 4 umschließt. Zwischen den Körpern 3 und 4 bleibt ein U-förmig gebogener Kanal 5 frei. Von dem Scheitel dieses Kanals, also von derjenigen Stelle, welche am weitesten von der Drehachse 2 entfernt ist, zweigt in dem Körper 3 eine Fangrinne 6 ab, die zur Aufnahme von Quecksilber bestimmt ist und an die sich ein ringförmiger Ableitungsschlitz 7 für das Quecksilber anschließt. Die durch den Schlitz 7 geschiedenen Teile des Körpers 3 werden durch die Schrauben 8 zusammengehalten. An der Welle 2 sitzende Arme 9 tragen den mit dem Körper 4 vereinigten Ver^teilerkegel 10 für die
Trübe. Auswechselbare Scheiben il ermöglichen, die Stellung des Kegels 9 zu regeln, damit auch die Lage des inneren Ringkörpers 4 im Verhältnis zu dem äußeren Ringkörper 3. Die Ausführungsform der Fig. 2 zeigt die Fangschleuder im Verein mit einer Vorschleuder an sich bekannter Art. Die in den Fig. 1 und 2 mit demselben Bezugszeichen versehenen Teile sind wesensgleich.
Statt des Ringspaltes 7 der ersten Ausführungsform findet gemäß der Fig. 2 der Auslaß aus der Fangrinne 6 durch Quecksilberableitung aus der Fangrinne 6 durch Ouecksilberableitungskanäle 7 statt, die von durchbohrten, verstellbaren Schraubnippeln 12 abgeschlossen werden. Die Schrauben 13 halten den Ringkörper 4 an den Ringkörper 3 so, daß die Weite des U-förmig gebogenen Kanals 5 regelbar ist. An den Boden der Vorschleuder schließt sich mit ao einer Kurve 14 der Kranz 15 innerhalb der Gefäßwand 16, die oben eine nach einwärts vorspringende Abtragskante 17 aufweist. Zwischen dieser Abtragskante 17 und dem Kranz 15 bildet sich das Quecksilberfutter 18 beim Schleudern. Das aus den Schraubnippeln 12 kommende Quecksilber wird in der Rinne ig aufgefangen, die über den Ring 3 strömende, von Quecksilber und schwereren Metallen befreite Trübe in der Rinne 20. Die Rinnen und der Einlauf 1 stehen fest. ,
Die Fangschleuder der Fig. 1 wirkt folgendermaßen :
Vor dem Andrehen wird die Schleuder mit einer Quecksilbermenge beschickt, die mehr als ausreicht, um die Fangrinne 6 und den Schlitz 7 mit Quecksilber zu füllen. Bei der Drehung der Schleuder tritt das Quecksilber nach dem Umfang hin und füllt die Fangrinne 6 und den Schlitz 7 aus. Da die Mündung des Schlitzes 7, also der Austragskante der Ouecksilberableitung, der Drehachse näher liegt als die Öffnung der Fangrinne 6, so füllt das Quecksilber auch einen Teil des Kanals 5, bevor dieser von der Trübe " erfüllt wird. Nun läßt man die Trübe durch den Einlauf 1 ein; sie fließt zwischen dem Verteilerkegel 10 und dem Ringkörper 3 in den Kanal 5, dort aufwärts und wieder einwärts. Die Trübe preßt dabei das Quecksilber in die ■ Fangrinne 6. Die Mündung des Auslaßschlitzes 7 muß der Drehachse so viel näher liegen als die Öffnung der Fangrinne 6, daß der Schlitz mit Quecksilber gefüllt bleibt. Der nach außen führende Einlaßschenkel des Kanals 5 ist langer als der nach innen führende Auslaßschenkel dieses Kanals. Infolgedessen entsteht ein höherer Druck der Trübe am Einlaß, infolgedessen eine Strömung in dem Kanal 5, wodurch die Trübe zu ihrem Auslaß hin befördert wird. Die Strömung ist stark genug, um zu verhindern, daß sich feste Teilchen der Trübe an der Mündung der Rinne 6 oder an einer anderen Stelle innerhalb des Kanals 5 festsetzen, aber das Quecksilber und die Metalle, die schwerer sind als Quecksilber, werden in das Quecksilber der Rinne 6 durch Schleuderkraft gedrängt. Die aus der Trübe ausgeschiedenen Metall- oder Quecksilberteile, die in die Rinne 6 dringen, lassen eine entsprechende Quecksilbermenge aus dem Schlitz 7 austreten, von wo das Quecksilber in einem besonderen Quedcsilberwäscher aufgefangen werden kann. Die Trübe fließt durch den Auslaß des Kanals 5, von Quecksilber und schwereren Metallen befreit, einer beliebigen Stelle zu.
Die Vereinigung von Vorschleuder und Fangschleuder der Fig. 2 wirkt wie folgt:
Vor dem Andrehen wird die Maschine mit so viel Quecksilber beschickt, daß die von den Vorsprüngen des Kranzes 15', der Abtragskante 17 und der Trommelwand 16 gebildete Zarge wie auch die Fangrinne 6 und die Quecksilberableitungskanälchen 7 gefüllt werden können. Beim Laufen der Maschine werden diese Räume durch das Quecksilber gefüllt, und überschüssiges Quecksilber wird durch die Mündungen 12 in die Quecksilberablaufrinne ig entleert.
Nun wird die Trübe durch den Einlauf 1 eingelassen. Sie wird zwischen Trommelboden 14 und Verteilerkegel 10 mitgedreht, läuft unter dem unteren Rande des Verteilerkegels 10 hindurch, wird durch die Kurve 14 dem in der Zarge gebildeten Quecksilberzylinder (Paraboloid) 18 parallel gerichtet und fließt in dünner Schicht über das. Quecksilber. Alle Teile mit höherem spezifischem Gewicht als Quecksilber, wie Gold und Platinmetalle, werden in das Quecksilberfutter 18 gedrängt, während die leichteren, tauben Gesteinskörnchen der Trübe über das Quecksilber gleiten, bis sie über die obere Abtragskante 17 hinweggespült werden. Die Trübe fließt in den Kanal 5, durchfließt ihn und wird über den oberen Rand des Ringes 3 hinweg nach unten in die Ablaufrinne 20 befördert.
Von den in das Quecksilberfutter 18 der Zarge geschleuderten Edelmetallen wird dauernd Quecksilber verdrängt und gelangt mit der wertlosen Trübe in den Kanal 5. Der von der Drehachse fortführende Schenkel des Kanals 5 ist langer als der zur Achse führende Schenkel no des Kanals. Infolgedessen entsteht in ihm ein Überdruck, der eine Strömung im Kanal 5 hervorruft. Durch diese Strömung werden die festen Bestandteile der Trübe, Sand und Schlamm, hinausgeschwemmt, während sie sich ohne diese Strömung auf dem in der Fangrinne 6 befindlichen Quecksilber und auf dem inneren Umfange des Ringes 3 absetzen wurden, wodurch der Kanal 5 verstopft würde.
Durch den Druck der im Kanal 5 befindlichen Trübe wird das Quecksilber, das auch den Kanal etwas füllte, zurückgedrängt, und es ist Vorzugs-
weise so einzurichten, daß das Quecksilber gerade die Fangrinne 6 ausfüllt. Zu diesem Zwecke sind die Mündungen der Kanälchen 7 weiter einwärts verlegt und zweckmäßig mit den verstellbaren Nippeln 12 versehen.
Während die Sande und Schlämme der Trübe durch den Kanal 5 hindurchgespült werden, werden Quecksilbertröpfchen oder auch Edelmetallteilchen durch die Schleuderkraft in die to Fangrinne 6 gedrängt; eine entsprechende Menge Quecksilber wird durch die Quecksilberableitungen 7 ausgeleitet und in der Ouecksilberablaufrinne 19 aufgefangen.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Schleuder zum Abscheiden von Quecksilber und Metallen, die schwerer als Quecksilber sind, aus einer Trübe, gekennzeichnet durch einen U-förmigen Kanal (5) zur Führung der Trübe, dessen von der Schleuderachse wegführender Einlaufschenkel langer
    ist als der gegen die Achse (2) hin gerichtete Auslaufschenkel, in Verbindung mit einer von dem Scheitel dieses Kanals abzweigenden, zum Auffangen des Quecksilbers und der schwereren Metalle dienenden Fangrinne (6) mit Ableitung (7).
  2. 2. Schleudernach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragskante der Quecksilberableitung (7) weiter einwärts gelegen ist als die Fangrinne (6).
  3. 3. Schleuder nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Einstellbarkeit der Austragskante oderAustragskanten in ihrer Entfernung von der Schleuderachse.
  4. 4. Fangschleuder nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ihren Zusammenbau mit einer vorbehandelnden Trommelschleuder mit Quecksilberfutter zu einem einheitlichen Schleuderapparat, in der Weise, daß sich der gebogene Kanal (5) an die Abtragskante (17) der Trommel anschließt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEN34024D 1932-07-29 1932-07-29 Schleuder zum Abscheiden von Quecksilber und Metallen, die schwerer als Quecksilber sind, aus einer Truebe Expired DE588280C (de)

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