DE588465C - Fluegelmechanik mit Vorrichtung fuer das Pianospiel - Google Patents

Fluegelmechanik mit Vorrichtung fuer das Pianospiel

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DE588465C
DE588465C DEF73532D DEF0073532D DE588465C DE 588465 C DE588465 C DE 588465C DE F73532 D DEF73532 D DE F73532D DE F0073532 D DEF0073532 D DE F0073532D DE 588465 C DE588465 C DE 588465C
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    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C3/00Details or accessories
    • G10C3/16Actions
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    • G10C3/18Hammers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

  • Flügelmechanik mit Vorrichtung für das Pianospiel Es ist bekannt, das Pianospiel durch geringe Verschwenkung des Mechaniklagers herbeizuführen. Die unstarre Lagerung des Mechanikbalkens macht jedoch den erforderlichen genauen Ausgleich der beim Zusammenbau der Einzelteile unvermeidlichen Ungleichheiten unmöglich und führt außerdem zur Entstehung von Klopfgeräuschen. Es ist im Klavierbau bekannt, daß jede drehbare Welle ein Geräusch erzeugt, ähnlich dem Schreibmaschinengeräusch, sobald sie einen Schlag senkrecht zu ihrer Achse erhält. Diese Nachteile sind bei der bekannten Flügelmechanik nicht vorhanden, deren Pianospieleinrichtung aus zwischen den Tasten und den Hebegliedern angeordneten Zwischengliedern besteht. Bei der einen Ausführungsform dieser Flügelmechanik reitet die auf den Hebegliedsattel einwirkende Abstrakte auf einem Zwischenhebel; dessen rückwärtiges Ende auf der Taste gelagert ist. Das vordere Ende des Zwi= schenhebels ist an einer durch die Taste hindurchgeführten Stange angelenkt, welche auf der Pedalschiene aufruht. Hierbei wird die Taste ständig belastet, wodurch das Spiel gegenüber der normalen Mechanik erschwert wird. Außerdem muß jede Taste mit einer durchgehenden Bohrung für die Stoßstange -des Zwischenhebels versehen sein. Schließlich besitzt diese Mechanik drei Gelenke mehr als die normale Mechanik, wodurch nicht nur die Zahl der Störungsquellen erhöht, sondern auch die Reibung vergrößert wird, zumal im Klavierbau alle Achsenlager mit Tuch ausgefüttert werden. Diese Nachteile sind in noch höherem Maß bei der zweiten Ausführungsform der bekannten Flügelmechanik vorhanden, bei der ein obenliegendes Hebeglied durch eine Abstrakte mit einem unteren Hebeglied verbunden ist, dessen Sattel auf der Pilote aufruht. Das rückwärtige Ende dieses unteren Hebegliedes ist an einem hängenden Zwischenhebel angelenkt, der durch das Pedal nach rückwärts verschwenkt werden kann. Diese Mechanik arbeitet mit einer noch größeren Zahl von zusätzlichen Gelenken und Teilen als die vorerwähnte Flügelmechanik, und sie läßt sich auch nur bei Pianos anwenden, da der erforderliche Hub lediglich durch eine verhältnismäßig große Länge der Abstrakte erzielbar ist. Die hierfür notwendige Höhe steht bei einer Flügelmechanik jedoch nicht zur Verfügung. Bei einer anderen Pianomechanik besteht die Vorrichtung für das Pianospiel aus keilförmigen Zwischengliedern, die ständig zwischen der Pilote und der an dem Hebegliedsattel angelenkten Abstrakte angeordnet sind, wobei sämtliche Zwischenglieder an den Armen einer schwenkbaren Welle angelenkt sind, die gleichzeitig auch die Hammerleiste so bewegt, daß die Hammerstiele in jeder Höhenstellung der Mechanikglieder eine Auflage finden.
  • Diese Anordnung ist zwar im Aufbau sehr einfach, besitzt aber eine sehr große Reibung, weil das keilförmige Zwischenglied mit Leder und Stoff bespannt werden muß und zwei Reibungsflächen vorhanden sind, nämlich die untere Fläche, mit welcher die Pilote zusammenwirkt, und die obere Fläche, auf welcher der Fuß der Abstrakte aufruht.
  • Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine Flügelmechanik mit Vorrichtung für Pianospiel zu schaffen, welche mit einer möglichst kleinen Zahl von Teilen und Achsen arbeitet sowie nach Möglichkeit eine Reibung und Belastung der Taste herbeiführt, die nicht höher ist als bei der gewöhnlichen Mechanik.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe bedient sich die Erfindung ebenfalls einfacher Zwischenglieder, welche an den Armen einer schwenkbaren Welle angelenkt und geeignet sind, die Bewegung der Taste auf das Hebeglied der Mechanik zu übertragen.
  • Das Neue der Erfindung besteht darin, daß diese Zwischenglieder bei gewöhnlichem Spiel außer Tätigkeit sind und nur beim Pianospiel, also bei Bewegung des entsprechenden Pedals, in Tätigkeit treten. Auf diese Weise ist es möglich, die Belastung der Taste und die Reibungsverluste in der Nähe der Werte zu halten, die bei der gewöhnlichen Mechanik ohne eine Vorrichtung für Pianospiel der -beschriebenen Art auftreten..
  • Ein weiterer Vorteil der Erfindung besteht darin, daß es möglich ist, die Hebellänge der Kraftübertragung zwischen Taste und Hebeglied beim Einschalten der Zwischenglieder in günstiger Weise zu ändern. Man kann nämlich die Köpfe der Zwischenglieder zwischen der Pilote und demWaagepunkt derTaste anordnen, während, wie üblich, der Drehpunkt des über der Taste liegenden Hebegliedes zwischen der Pilote und dem Ende der Taste liegt. Beim Einschalten der Zwischenglieder in die Stellung, in welcher sie die Taste mit dem Hebeglied verbinden, wird der Abstand des Berührungspunktes zwischen -dem Hebeglied und dem Zwischenglied vom Drehpunkt des Zwischengliedes vergrößert und gleichzeitig der Abstand des Berührungspunktes des Hebegliedes mit der Taste von dem Waagepunkt der Taste entsprechend verkürzt. Auf diese Weise ist es möglich, .trotz der verhältnismäßig kleinen Verschiebung der Zwischenglieder zu erreichen, daß bei eingeschalteter Pianospielvorrichtung die auf die Taste ausgeübten Kräfte in wesentlich geringerem Maße auf die Hämmer übertragen werden als bei gewöhnlichem Spiel.
  • Gemäß der weiteren Erfindung wird jedes Zwischenglied mit einer Pilote versehen, wodurch es möglich ist, die Mechanik so einzustellen, daß sämtliche Hämmer auch bei eingeschalteter Pianospielvorrichtung in der gleichen Ebene liegen.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Flügelmechanik gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt Fig. z einen Aufriß der Flügelmechanik in der Stellung, welche die einzelnen Teile bei normalem Spiel einnehmen.
  • Fig.2 stellt die gleiche Mechanik dar nach Einschalten der Pianospielvorrichtung.
  • a ist die Taste mit der Pilote b, auf welcher der Sattel c des Hebegliedes d aufruht. Der Drehpunkt des Hebegliedes d liegt bei c. f ist der Hammer, g die Hammerleiste. Die Teile, welche die Bewegung des Zwischengliedes d auf den Hammer f übertragen, besitzen die übliche Bauart, so daß von ihrer Beschreibung Abstand genommen werden kann. Das vordere Ende da des Hebegliedsattels c ist als Keil ausgebildet. An dem Mechanikbalken i ist eine Welle y drehbar gelagert, welche durch den Arm k mit der durch das nicht dargestellte Pedal hebbaren Stange l verbunden ist. Die Welle y ist mit Armen m versehen, die eine Schiene n tragen. An dieser Schiene sind ebenso viele Zwischenglieder o bei o1 angelenkt, als Tasten vorhanden sind. Die hinteren Enden o der Zwischenglieder ruhen auf den Tasten auf und tragen Piloten p.
  • Die Schiene n ist ferner durch Arme q mit einem Klotz y verbunden, welcher an den Armen t der schwenkbaren Hammerleiste g angeschraubt ist. Die für diese Verbindung benutzten Schrauben s sind durch Schlitze der Arme t hindurchgeführt.
  • Die Verbindung der Teile q und r erfolgt durch Körper u, welche bei u, drehbar mit den Klötzen r verbunden sind und eine Bohrung zur Aufnahme der Stange q besitzen. v ist eine Madenschraube, welche es ermöglicht, die Stange q mit dem Teil as in der richtigen Stellung fest zu verbinden.
  • Bei normalem Spiel nehmen sämtliche Teile die in Fig. z dargestellte Lage ein. In diesem Falle wird die Bewegung der Taste durch die Pilote b unmittelbax auf den Sattel c des Hebegliedes d übertragen.
  • Sobald aber das Pedal zur Einschaltung der Pianospieleinrichtung bedient wird, erfolgt unter Vermittlung der Stange L und der Anne k eine solche Drehung der Welle j, daß sämtliche Zwischenhebel o nach hinten verschoben werden, so daß sie die in Fig. 2 dargestellte Lage einnehmen.
  • Bei dieser Verschiebung laufen die Pilote der Zwischenhebel o auf die Keilflächen h der Hebegliedsättel c auf, wodurch ein Anheben der gesamten Mechanik erfolgt. Hierdurch wird nicht nur der Hammerhub vermindert, weil die Hämmer näher an die Saiten herangeführt werden, sondern es werden auch die Hebellängen des Kraftübertragungssystems zwischen Taste und Hebeglied in günstiger Weise verändert. Der Abstand x zwischen dem Drehpunkt c des Hebegliedes und dem Punkt, an welchem die von der Taste zu übertragende Kraft angreift (also der Hebelarm des Zwischengliedes), wird größer. Der Abstand y, d. h. die Entfernung zwischen dem Waagepunkt der-Taste und dem Punkt, an welchem die Tastenbewegung auf die Hebegliedsättel übertragen wird, also der Hebelarm der Taste, wird entsprechend kleiner.
  • Es wäre denkbar, die Zwischenglieder so anzuordnen, daß sie sich beim Einschalten der Pianospieleinrichtung nicht nach rückwärts, also gegen das Ende der Tasten zu, sondern nach vorwärts bewegen. In diesem Falle muß die Keilfläche der Hebegliedsättel gerade in umgekehrter Richtung verlaufen.
  • Durch die Lagerung der Schaltwelle j am Mechanikbalken i ist es möglich, bei niedriger Bauart die für die Einschaltung der Zwischenglieder erforderliche Bewegung zu erreichen, ohne daß die Drehpunkte der Zwischenglieder eine merkliche Aufwärtsbewegung vollführen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Flügelmechanik mit Vorrichtung für das Pianospiel, bestehend aus verschiebbaren Zwischengliedern zwischen Taste und Hebeglied, welche durch Anheben der Mechanik den Hammerhub verringern,- dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenglieder (o) unabhängig von der Mechanik angeordnet sind und nur bei eingeschalteter Pianospieleinrichtung die Bewegung der Tasten auf die Hebeglieder übertragen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil der Hebegliedsättel (e) keilförmig ausgebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die hinteren Enden der Zwischenglieder (o) mit.Piloten (p) versehen sind. q.. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopf jedes Zwischengliedes zwischen der Tastenpilote (b) und dem Waagepunkt der Taste (a) liegt, während, wie üblich, der Drehpunkt (e) des über der Taste angeordneten Hebegliedes (d) zwischen dieser Pilote (b) und dem Ende der Taste angeordnet ist. 5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltwelle (y), deren Arme (m) mit den Zwischengliedern (o) in an sich bekannter Weise verbunden sind, am Mechanikbalken (i) drehbar gelagert ist.
DEF73532D 1932-06-09 1932-06-09 Fluegelmechanik mit Vorrichtung fuer das Pianospiel Expired DE588465C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4117453A1 (de) * 1990-05-28 1992-04-16 Yamaha Corp Daempfungsvorrichtung fuer einen fluegel
EP2210250A4 (de) * 2007-06-14 2013-03-20 Bruce E Clark Zusammengesetzte flügelmechanik für konzertflügel

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4117453A1 (de) * 1990-05-28 1992-04-16 Yamaha Corp Daempfungsvorrichtung fuer einen fluegel
US5239907A (en) * 1990-05-28 1993-08-31 Yamaha Corporation Muting device of grand piano
EP2210250A4 (de) * 2007-06-14 2013-03-20 Bruce E Clark Zusammengesetzte flügelmechanik für konzertflügel

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