DE589670C - Verfahren zur Verbesserung der Waermebehandlung von Schmelzen, z. B. von Eisen - Google Patents
Verfahren zur Verbesserung der Waermebehandlung von Schmelzen, z. B. von EisenInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21C—PROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
- C21C1/00—Refining of pig-iron; Cast iron
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Description
- Verfahren zur Verbesserung der Wärmebehandlung von Schmelzen, z. B. von Eisen Zur Wärmebehandlung und Raffination von Metallschmelzen, wie z. B. Eisenschmelzen, «-erden neuerdings drehbare und mit Kohlenstaub befeuerte Trommelöfen benutzt, die den bisherigen Öfen in mehrfacher Beziehung überlegen sind. Das in diesen Öfen erzeugte Schmelzgut ist jedoch nicht in wünschenswertem Maße frei von Verunreinigungen, insbesondere von Schwefel, weil die Schmelze aus den in erheblichem Maße schwefelhaltigen Heizgasen der Stein- oder BraunkohlenstaubflammeSchwefel und andere schädliche Stoffe aufnimmt, was durch die Bewegung der Schmelze infolge der Drehung der Trommel begünstigt wird- Zudem findet noch eine Anreicherung der Schmelze an schädlichen Stoffen durch die Kohlenstaubasche statt, falls die Kohlenstaubflamme nicht vorher aschefrei gemacht wird. Letzteres erfordert bei Steinkohle oder Braunkohle die Anordnung einer besonderen Vorkammer und bringt damit eine ungünstige Wärmeausnutzung und andere \achteile mit sich. Auch die Zuführung der Verbrennungsluft unter einem derartig hohen Druck, daß die Achse durch den Ofen geblasen wird, bietet nicht genügend Schutz, weil die Übertragung von Schwefel und anderen Verunreinigungen aus den Heizgasen dadurch nicht verhindert wird. Bei empfindlichen Stoffen, wie z. B. Glasflüsseii. ist dies \-on großer Bedeutung.
- In vielen Fällen ist man daher bemüht, die durch die Beheizung der Schmelze in diese hineingekommenen Verunreinigungen durch besondere 'Maßnahmen wieder zu beseitigen, was Kosten und Zeitverluste verursacht. Auch bereitet dieses Verfahren Schwierigkeiten, weil bei der weiteren Wäruiebehandlung oder Raffination mit den Heiznasen und der Asche des Brennstoffs immer wieder neue Verunreinigungen in die Schmelze hineingebracht werden. Daher hat man versucht, den letzten Teil der Wärmebehandlung nicht durch Befeuerung mit Kohlenstaub, sondern durch zusätzliche Ölbrenner durchzuführen. Die Beschaffung schwefelfreien Öles verursacht jedoch ebenfalls große Kosten.
- Die sonst sehr vorteilhafte Anwendung drehbarer Trommelöen kann bei diesen bekannten Verfahren sogar eine Vergrößerung der Schwierigkeiten bewirken. da die Schmelze infolge der Bewegung der Trommel oft an den Wänden über das Bad hinaus mitgenommen wird, was die Aufnahme von Verunreinigungen noch begünstigt. Die großen Vorteile, die die Verwendung des drehbaren Trommelofens sonst mit sich bringt, «erden durch diese Umstände beeinträchtigt, was vor allein darin ins Gewicht fiillt, wenn es sich um empfindliche Stoffe handelt.
- Es ist auch bekannt, zur Beheizung von drehbaren Schmelzöfen aschenarmen Kohlenstaub mit nicht über io bis 15 % Asche zu verwenden. Aber auch die Verwendung eines Kohlenstaubes, welcher nur einen geringen Prozentsatz an Asche aufweist, genügt noch nicht, um die beschriebenen Mängel der Wärmebehandlungsdauer und Verschlechterung des Erzeugnisses zu beheben.
- Ihre Beseitigung gelingt vielmehr erfindungsgemäß erst dann vollkommen, wenn (las Bad in dem an sich bekannten sich drehenden Trommelofen mittels eines schwefelfreien, staubförmigen Brennstoffes, beispielsweise durch Holzkohlenstaub, beheizt wird. Die Heizgase und die Asche der Holzkohle besitzen keine schädlichen Verunreinigungen und sind praktisch fast schwefelfrei. ist auch die Aschenmenge sehr gering.
- Die Schmelze wird daher auch ohne besondere Vorkehrungen, Vorkammern u. dgl., sehr rein und bedarf keiner besonderen Behandlung, wie sie bei der Befeuerung des Ofens mit Stein- oller Braunkohlenstaub meistens erforderlich ist. Bei Verwendung des Verfahrens ist es auch unter Umständen möglich, ohne Schlakkendecke zu schmelzen.
- Durch die bei diesem Verfahren ermöglichte Schnelligkeit der Durchführung werden nicht nur wärme- und betriebstechnische Vorteile erreicht, sondern auch ein sehr hochwertiges Erzeugnis.
Claims (1)
- PATEXITAYSPRUCI3: Verfahren zur Verbesserung und Abkürzung der Wärmebehandlung von Schmelzen, z. B. von Eisen, in einem finit aschenarmem l,7,olilenstaub beheizten Trommelofen, dadurch gekennzeichnet, daß zur Beheizung des Ofens Holzkohlenstaub benutzt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM118999D DE589670C (de) | 1932-03-04 | 1932-03-04 | Verfahren zur Verbesserung der Waermebehandlung von Schmelzen, z. B. von Eisen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEM118999D DE589670C (de) | 1932-03-04 | 1932-03-04 | Verfahren zur Verbesserung der Waermebehandlung von Schmelzen, z. B. von Eisen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE589670C true DE589670C (de) | 1934-06-20 |
Family
ID=7329198
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEM118999D Expired DE589670C (de) | 1932-03-04 | 1932-03-04 | Verfahren zur Verbesserung der Waermebehandlung von Schmelzen, z. B. von Eisen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE589670C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1129976B (de) * | 1953-10-14 | 1962-05-24 | Mannesmann Meer Ag | Verfahren zur Erzeugung einer Eisen-Kohlenstoff-Legierung fuer die Herstellung von Eisenpulver |
-
1932
- 1932-03-04 DE DEM118999D patent/DE589670C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1129976B (de) * | 1953-10-14 | 1962-05-24 | Mannesmann Meer Ag | Verfahren zur Erzeugung einer Eisen-Kohlenstoff-Legierung fuer die Herstellung von Eisenpulver |
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