DE590077C - Verfahren und Vorrichtung zum Ablegen von unvulkanisierten Kautschukfaeden o. dgl. in grosser Laenge - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Ablegen von unvulkanisierten Kautschukfaeden o. dgl. in grosser LaengeInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zum Ablegen von =vulkanisierten Kautschukfäden o. dgl. in großer Länge Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Ablegen unvulkanisierter Kaütschukfäden und ähnlicher Erzeugnisse, wie Schläuche, in großer Länge in einer Ablegepfanne. Eine drehbare Ablegepfanne ist an sich bekannt.
- Das Stapeln oder Ablegen von aus Kautschukdispersionen gewonnenen Kautschukfäden zwecks weiterer Bearbeitung, beispielsweise Vulkanisierung, wird häufig in der Weise durchgeführt, daß die Fäden strangweise in aufeinanderfolgenden Schichten auf eine Trommel gewunden werden. Die Fäden haben aber im =vulkanisierten Zustand die Neigung, beim Aufwickeln auf die Trommel, ihre Form zu verändern und aneinanderzukleben;' dies rührt von den verhältnismäßig großen Berührungsflächen zwischen den Windungsschichten und von der natürlichen Klebrigkeit des =vulkanisierten Kautschuks her.
- Demgegenüber bezweckt die Erfindung eine Ablage der Fäden o. dgl. unter möglichst geringer Spannung und unter gleichmäßiger Verteilung über den ganzen Flächenraum der Ablegepfanne zu einem wabenartigen Stapel, welcher die Hitze bei dem späteren Trocknen oder Vulkanisieren leicht durchläßt. Zu diesem Zweck werden die =vulkanisierten Kautschukfäden o. dgl. in von Schicht zu Schicht sich kreuzenden elliptischen Windungsfiguren dadurch abgelegt, daß die Drehgeschwindigkeit der Ablegepfanne in bezug auf die Geschwindigkeiten der zugeführten Fäden geändert wird. Die Änderungen der Drehgeschwindigkeiten der Ablegepfanne erfolgen in unregelmäßigen Perioden, so daß die in gleicher Richtung liegenden Windungsfiguren von Schicht zu Schicht gegeneinander versetzt oder verlagert sind.
- Die Ablegevorrichtung hat das Merkmal, daß der Antrieb für die Ablegepfanne durch ein Reibrad erfolgt, das auf einer Welle sitzt. Letztere wird in an sich bekannter Weise durch eine endlose Schraubennut mit sich kreuzenden Gewindegängen hin und her bewegt.
- Es ist bereits vorgeschlagen worden, eine Schraubenspindel mit einer endlosen Schraubennut aus -sich kreuzenden Gewindegängen bei Getrieben zur Umwandlung einer Drehbewegung in eine Hinundherbewegung zu verwenden.
- In der Zeichnung ist beispielsweise eine gemäß der Erfindung ausgeführte Vorrichtung zur Ablage von Kautschukfäden zwecks späterer Vulkanisierung dargestellt.
- Fig. i ist eine Seitenansicht, teilweise ein Schnitt der Vorrichtung.
- Fig. 2 ist eine Draufsicht auf die Vorrichtung und zeigt die Bildung der Anfangsschichten der Fäden in der Ablegepfanne.
- Die Fäden i werden nach vorangehender Formgebung durch einen Förderer oder sonstwie einer Walze 2 zugeführt, die so hoch über einer Ablegepfanne i2 angeordnet ist, daß die Enden der Fäden durch Bewegen der Ablegepfanne ausschwingen können, ohne daß sich die Fäden an den Ablaufstellen der Walze 2 übermäßig verschieben.
- Würde dieAblegepfanne 12 sich mit gleichbleibender Geschwindigkeit entsprechend der Geschwindigkeit des fallenden Fadens drehen, dann fielen die Fäden i in der in Fig. i voll ausgezogenen Senkrechten abwärts und stapelten sich in aufeinanderliegenden Ringen, die in Fig.2 durch voll ausgezogene Kreise angedeutet sind. Beim Wachsen des Stapels würden die Fäden der Unterschichten zwischen den benachbarten Fäden zusammengepreßt werden und aneinanderkleben. Auch würden die Fäden, wenn -sie zum weiteren Bearbeiten später vom Stapel abgewickelt würden, unnötig beansprucht und verzerrt.
- Deshalb erhält erfindungsgemäß die Ablegepfannc 12 durch ein an ihrer Unterseite 14 angreifendes Reibrad 3 (Fig. i) eine veränderliche Drehgeschwindigkeit. Das Reibrad 3 sitzt am Ende einer Welle q., die sich in zwei Lagern 5 und 6 drehen und gleichzeitig axial quer zu der Ablegepfanne hin und her bewegen kann. Zu diesem Zweck ist zwischen den Lagern 5 und 6 eine Antriebsscheibe 7 auf der Welle 4 durch einen in eine Längsnut 8 der Welle eingreifenden Keil oder Bolzen 9 angebracht. Der Bolzen 9 ist zweckmäßig mit dem Lager 5 vereinigt, geht durch dessen Außenseite und greift in eine in der Welle q. sitzende endlose Schraubennut io mit sich kreuzenden Gewindegängen.
- Wenn das Reibrad 3 sich zur Mitte der Ablegepfanne 1.2 bewegt, dreht sich diese mit größerer Geschwindigkeit, als wenn das Reibrad am Umfang der Ablegepfanne anliegt. Dreht sich die Ablegepfanne mit ihrer geringsten Geschwindigkeit, so fallen die Fäden in der voll ausgezogenen Senkrechten in die Ablegepfanne. In den Zeiträumen. aber, in denen die Drehgeschwindigkeit der Ablegepfanne zunimmt, werden die Fäden für einen Augenblick aus der senkrechten Fallrichtung nach der Mitte der Pfanne zu verschwenkt. Die Fäden werden also während des schnelleren Umlaufs der Pfanne auf einem kleineren Radius gestapelt, als wenn die Pfanne ihre niedrigste Umlaufgeschwindigkeit hat.
- Der zwangsläufige Reibungsantrieb der Ablegepfanne 12 wird zeitweilig aufgehoben und ein gewisses Gleiten zwischen dem Reibrad und der Ablegepfanne hervorgerufen, damit die von den Fäden gebildeten, im Achskreuz liegenden elliptischen Windungsfiguren nicht zu genau derselben Zeit, sondern mit bestimmter Bewegungsverzögerung wiederkehren und daher in der Schichtung gleicher Achsrichtung gegeneinander versetzt oder verlagert werden.
- Das Gleiten zwischen Reibrad und Ablegepfanne kann auch dadurch erzielt werden, daß das Moment aus dem Gewicht der Ablegepfanne den Reibungsantrieb übertrifft, oder kann zweckmäßiger dadurch eingestellt oder geregelt werden, daß die Gestalt der Unterseite 1q. der Ablegepfanne geändert wird, beispielsweise durch eine Nut i5, die das Reibrad 3 für eine Zeit außer Berührung mit der Pfannenunterseite 14 bringt.
- Die Antriebseinrichtung kann jedoch auch eine Gleitkupplung enthalten, durch die der Antrieb periodisch ausgeschaltet und die Ablegepfanne zum Schnellerlaufen für die Zeitdauer gebracht wird, die zur Verlagerung oder Formänderung der elliptischen Windungsfiguren notwendig ist.
- Der einzelne Faden i bewegt sich zunächst nach der Mitte der Pfanne zu und beschreibt eine elliptische Figur i i, deren Scheitel sich dein Rand der Pfanne 12 nähert, und bildet dann eine zweite elliptische Figur 13, die quez zur vorhergehenden elliptischen Figur ii liegt. Das Spiel wiederholt sich, und auf diese Weise entstehen zwei sich kreuzende Gruppen elliptischer Windungsfiguren, die aber in jeder Gruppe eine ständige Verlagerung von Schicht zu Schicht aufweisen. Auf diese Weise entsteht durch die Fadenablage ein Gefüge, das einer Honigwabe ähnelt und aus leicht trennbaren und sich gegenseitig abstützenden Windungsschichten besteht.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Ablegen von unvulkanisierten Kautschukfäden o. dgl. in großer Länge in einer Ablegepfanne, dadurch gekennzeichnet, daß die Fäden in von Schicht zu Schicht sich kreuzenden, gegeneinander verlagerten elliptischen Figuren dadurch abgelegt werden, daß die Drehgeschwindigkeit der Ablegepfanne in bezug auf die Geschwindigkeiten der zugeführten Fäden in unregelmä13igen Perioden geändert wird.
- 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb für die Ablegepfanne (i2) durch ein Reibrad (3) erfolgt, das auf einer Welle (q.) sitzt, die in an sich bekannter Weise durch eine endlose Schraubennut (io) mit sich kreuzenden Gewindegängen hin und her bewegt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB590077X | 1931-01-01 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE590077C true DE590077C (de) | 1933-12-22 |
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ID=10482873
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED62419D Expired DE590077C (de) | 1931-01-01 | 1931-11-27 | Verfahren und Vorrichtung zum Ablegen von unvulkanisierten Kautschukfaeden o. dgl. in grosser Laenge |
Country Status (1)
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|---|---|
| DE (1) | DE590077C (de) |
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1931
- 1931-11-27 DE DED62419D patent/DE590077C/de not_active Expired
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