DE5928C - Neuerungen an Strickmaschinen - Google Patents

Neuerungen an Strickmaschinen

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DE5928C
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Germany
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rails
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DENDAT5928D
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English (en)
Original Assignee
M. Ulbricht und die Sächsische Stickmaschinenfabrik, in Kappel bei Chemnitz
Publication of DE5928C publication Critical patent/DE5928C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

1878.
Klasse 25.
MAX ULBRICHT und die SÄCHSISCHE STICKMASCHINEN-FABRIK
zu KAPPEL bei CHEMNITZ.
Neuerungen an Strickmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juni 1878 ab.
Unsere Strickmaschinen mit zusammengesetzten, einfachen oder auch doppelten, dreifachen etc. Nadelbetten dienen in erster Linie dazu, reguläre glatte Strümpfe auf ein und derselben Maschine von Anfang bis Ende fertig zu stricken, ohne ein Absprengen und Wiederaufstofsen des Längens vor Beginn der Ferse nöthig zu haben.
Es wird dies dadurch ermöglicht, dafs die Nadelbetten in der im Reichspatent No. 611 beschriebenen Weise der Breite nach aus mehreren Theilen zusammengesetzt sind und dafs einige dieser Theile oder auch ganze zusammenhängende Partien derselben mittelst Versenken zeitweilig aufser Betrieb gesetzt werden können, ohne deshalb die Waarenmaschen aus den betreffenden Nadeln aushängen (Waare absprengen) zu müssen, dafs ferner die meisten dieser Theile des Nadelbettes, ebenfalls ohne die Maschen auszuhängen, an andere Stellen, beziehentlich von der vorderen Seite nach der hinteren und umgekehrt, versetzt, bezw. dafs ihre Plätze gegenseitig vertauscht werden können und dafs endlich ein entweder selbsttätiger oder mittelst Fufstritt zu bewegender, doppelter Wechsel jederzeit sofortiges Offenrundstricken ermöglicht.
Die nähere Einrichtung dieser, auf beiliegender Zeichnung dargestellten Maschine ist nun folgende: .
Fig. ι ist ein theilweiser Aufrifs und Durchschnitt,
Fig. 2 ein theilweiser Grundrifs, und
Fig. 3 eine theilweise Ansicht in Richtung von ^4.
Die Schlofsführung ist durch einen Rahmen oder Schlitten a, im Querschnitt nach innen prismatisch, nach aufsen hohl erscheinend, vermittelt, welcher vermöge dieses Querschnittes den Vortheil grofser Stabilität mit grofser Leichtigkeit verbindet und unterhalb der Nadelbetten gelagert ist. Den unteren Theil der Lagerstellen bilden nachstellbare Winkel b, den oberen schräge Flächen am Maschinenkörper, in welche für den Fall etwaiger Abnutzung noch kleine Platten b", welche mittelst Stellschrauben nachgestellt werden können, Fig. 4, eingesetzt sind. Die Lagerung unterhalb der Nadelbetten bietet den Vortheil, dafs eine Verunreinigung der letzteren durch von den Lagerungen abfliefsende Schmiere hierbei gänzlich ausgeschlossen ist, und dafs auch die Nadelbetten für das Auswechseln der einzelnen Theile zugänglich sind.
Die Theile, welche die Nadelbetten bilden, hier c1 bis c8, sind auf jeder Seite durch einen der Breite nach hindurchgehenden langen Stift d verbunden und in der Regel auch einige davon, hier die Endstücke c1 und c4 wie c5 und <r8, auf dem Maschinenkörper ζ befestigt, während andere, hier c'1, c3, c° und c~', zum Auswechseln, beziehentlich auch Versenken eingerichtet sind.
Zum Auswechseln ist nur nöthig, die Stifte d soweit herauszuziehen, dafs gedachte Theile davon frei werden, worauf man sie ohne weiteres herausnehmen und ihre Standorte beliebig wechseln kann. Zum Versenken dagegen ist es erforderlich, die Nasen der Excenter e und e', welche für gewöhnlich betreffende Theile, hier c2 und c°, behufs deren Mitwirkung beim Stricken, in Frontstellung mit den übrigen erhalten, nach der Seite zu drehen. Fragliche Nadelbetttheile fallen dann sofort mit ihren unteren Enden soweit nach abwärts, dafs die daraus hervorgehenden Nadelfüfse von dem Schlosse (den Excentern) nicht weiter berührt, die Nadeln also aufser Thätigkeit gesetzt werden.
Die Einrichtung der Schlösser ist in der Hauptsache die der bekannten Lamb'sehen, neueren Systems, mit je zwei übereinanderliegenden Schlofshebern g und h, welche nach unten je einen Ansatz vortreten lassen und, indem sie mit letzterem an Riegel i und u, welche an den Seiten der Maschine angebracht sind, anstofsen und mittelst schräglaufender Schlitzlöcher verschoben werden, die abwechselnde Auf- und Niederstellung des Mittelexcenters, Oefifnen und Schliefsen des Schlosses bewirken.
Die Herstellungsweise eines Strumpfes ist nun folgende:
Ist die Strumpflänge bis zur Ferse fertig gestrickt, so werden die Nadelbetttheile c% und versenkt (aufser Thätigkeit gesetzt) und auf c3 und c~ die Ferse offen rund weiter gestrickt. Dieses Offenrundstricken wird ermöglicht durch wechselnden Anstofs der an jedem Schlosse befindlichen beiden Schlofsheber g und h am doppelten Wechselriegel i, welch letzterer entweder mittelst Winkelhebels k und Fufstritt, wie einer Feder, letztere in Richtung der Pfeile

Claims (3)

wirkend, oder auch selbstthätig vor- und zurückgestellt werden kann. Das selbstthätige Vor- und Zurückstellen geschieht, Fig. 4 (Aufrifs) und Fig. 5 (Grundrifs), in folgender Weise: An der Kurbelwelle /, welche bei Anwendung dieses Mechanismus niemals ganze, sondern nur halbe (i8o°) Umdrehungen machen darf, sitzt verschiebbar ein kleines Stirnrad m, vorn und hinten mit je einer Nabe versehen. Die vordere (linke) Nabe besitzt eine Einkerbung zur Aufnahme eines in der Welle steckenden Mitnehmerstiftes «; in die hintere (rechte) Nabe ist eine Nuth eingedreht, bestimmt, in dem Falle, wenn das Stirnrad aus der senkrechten Zahnstange / ausgerückt ist, eine Falle 0 aufzunehmen, um durch diese in ausgerückter Lage erhalten zu werden. Die Zahnstange p, welche somit beim Betriebe abwechselnd auf- und niedersteigt, verbreitert sich oben zu einer Platte p' mit einem nach abwärts sich in zwei Arme theilenden Curvengange, in welchem die am doppelten Wechsel i mittelst Zapfen beweglich befestigte Nase q (Parallelogramm mit verschnittenen Spitzen) derart gleitet, dafs sie durch einen Nieder- und Aufgang von ρ aus dem einen Curvenarme, in welchem sie sich vorher befand, in den anderen gelangen und den Doppelwechsel somit abwechselnd in seine äufserste Stellung nach vorn oder hinten drängen mufs. Richtig, d. h. dem hier angenommenen Stande des Wechsels und der Zahnstange entsprechend gezeichnet ist nur q, während ql, q~ und q3 diejenigen Lagen und seitlichen Stellungen von q bezeichnen- sollen (die Höhe des Drehungspunktes bleibt natürlich stets unverändert), welche q bei einmaligem Nieder- und Wiederaufgange von p der Reihe nach einzunehmen genöthigt wird. Ist so durch Offenrundstricken die Ferse beendet, so zieht man die Scharnierstifte d heraus, wechselt die Lage der Theile c~, c3, c° und ir7 derart, dafs c3 an Stelle von c1, c6 aber an Stelle von c2, c2 an Stelle von c3, c1 aber an Stelle von c" kommt, und strickt den Strumpf, nachdem man die beiden offenen Fersenseiten wieder auf c3 und c~' aufgehängt hat, vollends fertig. In zweite!- Linie dient unsere eingangs bezeichnete Maschine zur Herstellung von Faconwaaren, als z. B. Taillen, Damenwesten, Mieder, Jacken u. s. w. Dergleichen Waaren werden bisher in der Weise hergestellt, dafs man sie aus mehreren, je einzeln gestrickten oder gewirkten Theilen, welche sämmtlich oder auch nur zum Theil infolge Minderns und Zunehmens krumme Randlinien zeigen, zusammensetzt (näht) und so das Fagon des Stückes erzeugt. Durch die aus Fig. 7 bis 9 ersichtliche Einrichtung unserer Strickmaschine mit zusammengesetzten Nadelbetten ist es möglich geworden, das Vollkommenste dieser Art mit Leichtigkeit in einem Stücke ohne Zusammenfügen einzelner Theile herzustellen. Es besteht dieselbe in folgendem: Das ganze vordere oder auch beide Nadelbetten sind ihrer Breite nach aus einer Menge kleiner Stücke zusammengesetzt. Unter diesen liegen mehrere Schienen, hier deren 7, nämlich Sx, SxO., S.,, S2 a, S3 S3a und Sit jede für sich oder auch je zwei und zwei mit einander verbunden. Auf diesen Schienen sind entweder sämmtliche oder auch nur ein Theil der Nadelbetttheile befestigt, während die übrigen entweder sämmtlich lose, blos in geeigneter Weise vor Längenverschiebung gesichert, zwischen jenen liegen, oder auch zum Theil auf dem Maschinenkörper z' leicht befestigt sind. Sämmtliche Theile können jedoch jederzeit leicht gelöst, versetzt und auch ganz weggenommen werden. Durch solches nach und nach ausgeführte Herausnehmen einzelner Theile des Nadelbettes wird es möglich, Waaren rund oder auch doppelfiächig zu stricken, welche sich verengern bezw. schmäler werden und, wenn man wieder Nadelbetttheile einsetzt, sich auch wieder erweitern bezw. wieder breiter werden, z. B. Mieder, Taillenjacken, Damenwesten, Fufsspitzen etc. Die Schienen bezw. Schienenpaare sind aber durch kleine Zugstangen r r' mit Hebeln, hier deren zwei, ί und i1, verbunden und können mittelst letzteren in dem Falle, wenn sämmtliche Zugstangen entweder nur über oder unter dem Drehpunkte je eines Hebelscharnieres beliebig hin- und hergezogen werden, wobei selbstredend sämmtliche Nadelbetttheile (das ganze Nadelbett) die Bewegung theilen müssen. Bringt man jedoch die Zugstangen in entsprechender Vertheilung unter und über dem Drehpunkte des Hebels in Verbindung mit letzteren, so können, sobald man zwischenliegende Nadelbetttheile in genügender Anzahl entfernt, die auf den vom oberen Scharnierpunkte regierten Schienen befestigten Nadelbetttheile mittelst des Hebels bequem denen vom unteren Scharnierpunkte regierten genähert wie auch wieder von demselben entfernt werden. Die durch Herausnehmen von Nadelbetttheilen entstandenen Lücken werden durch ersteres wieder geschlossen, während durch letzteres Raum geschaffen wird, diese Theile wieder einzusetzen. Patenτ-AnSprüche:
1. Die dargestellte Anordnung zum Versenken der patentirten Roscher'schen Nadelbett-Platten (s. Patent No. 611).
2. Der selbstthätige oder mittelst Fufstritt zu bewegende Wechselmechanismus zum Offenrundstricken.
3. Die eigenartige, geringes Gewicht mit grofser Stabilität verbindende Querschnittsform des unterhalb der Nadelbetten liegenden Schlittens.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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