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Vorrichtung zur Geradführung von Billardstöcken Das Bedürfnis, die
für das exakte Billardspiel unerläßliche, absolut geradlinige Stoßführung durch
Anwendung geeigneter Hilfsmittel zu unterstützen, ist ebenso bekanntgeworden wie
die vielen Bestrebungen, die zur Erreichung dieses Zieles bisher unternommen wurden,
die aber über das Versuchsstadium nicht hinausgekommen sind und eine praktische
Anwendung niemals gefunden haben, somit auch keine allgemeine gewerbliche Verwertung.
Abgesehen von den zahlreichen, durch in Gleitbahnen geführte Spannorgane, Federn,
Schnüre usw. selbsttätig wirkenden Billardstöcken, die die jeweils erforderlichen,
nur gefühlsmäßig erreichbaren Stoßstärken und Stoßelastizität, technisch ausgedrückt
das Tempo, vollständig ausschalteten und schon aus diesem Grunde zu verwerfen, waren,
hat man bei anderen Versuchen zwar der Stoßwirkung durch die Hand Rechnung getragen,
und die gerädlinige Stoßführung durch an sich schon bekannte Führungsbüchsen und
ähnliche Führungsorgane vermittelt, wobei aber ausnahmslos die Ausbildung des Billardstockes
mit zylindrischem Schaft Vorausbedingung war. Daß aber auch solche Anordnungen in
der Praxis keine Verwendung finden konnten, ist vom Standpunkt der technischen Beurteilung
ohne weiteres erklärlich, wenn man erwägt, daß nur durch die konische Querschnittsgestaltung
des Billardstockes diejenige über seine Gesamtlänge sich erstreckende richtige Gewichtsverteilung
erreicht wird, wie sie für eine exakte und nachhaltige Stoßwirkung unbedingtes Erfordernis
ist. Dieser Erkenntnis ist es auch zuzuschreiben, daß in der praktischen Ausführung
des Billardspieles heute nur Billardstöcke mit ausschließlich konischem Schaft benutzt
werden, für die aber Führungsorgane der bekannten Art nicht ohne weiteres verwendbar
sind.
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Die gegenwärtige Erfndung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur zwangsläufigen
Geradführung von Billardstöcken mit konischem Schaft. Ihr Merkmal besteht darin,
daß ein an sich bekanntes Gleitorgan von geeigneter Ouerschnittsform und in einer
der in der Praxis vorkommenden größten Stoßbahn entsprechenden Gleitlänge durch
bekannte Befestigungsmittel derart mit dem Billardstock fest oder lösbar verbunden
wird, daß durch ein oder mehrere zwischen ihm und dem letzteren eingeschaltete Zwischenorgane
die Konizität des Billardstockes ausgeglichen wird, so daß die Mittelachse dieses
Gleitorgans mit der des letzteren entweder zusammenfällt oder mit ihr parallel verläuft,
und daß dieses Gleitorgan in einem seiner Form entsprechenden Gleitlager geführt
wird.
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Auf der Zeichnung sind in den Fig. r und 3 zwei Ausführungsbeispiele
im Längenschnitt, in den korrespondierenden Fig. a und 4. - in vergrößertem Maßstabe
- in den Seitenschnitten
dargestellt, während die Fig. 5 bis ;
Einzelheiten betreffen.
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Die Fig. i und 2 zeigen ein Ausführungsbeispiel, in welchem eine entsprechend
profilierte Gleitschiene a. mit dem Billardstock b mittels Schrauben c befestigt
ist. nachdem vorher zwischen die vorgenannten Teile a und b, die sich nur im Punkt
r unmittelbar berühren. in bestimmten Abständen Zwischenorgane in Gestalt von Beilagplatten
d eingeschaltet wurden, deren verschiedenartige Stärken so gewählt sind, daß die
Gleitebene A-B der Schiene a zur Mittelachse C-D des Stockes b
in genaue parallele
Richtung gebracht -worden sind. Eine der Profilform der Gleitschiene a angepaßte
Führungsbüchse e, die im übrigen so zweckmäßig gestaltet ist, daß sie in der Hand
des Spielers einen absolut sicheren Hilfsbock für die Stoßrichtung bildet, verinittelt,
beide Teile ineinandergeschoben, ein exaktes, absolut geradliniges Gleiten des einen
gegen den anderen Teil, somit eine ebenso exakte, von der Richtung seiner :Mittelachse
nicht abweichende Führung des Billardstockes.
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Um die Auflage des letzteren b auf dein Gleitorgan a (Feg. i und -2)
bzw. den Zwischenorganen d durch Erweiterung der Berührungsflächen zu sichern, können
diese Teile mit beiderseits winklig abgebogenen Seitenflächen g, also rinnenförmig,
ausgebildet sein, wie in der Seitenschnittfigur 5 als Beispiel dargestellt.
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In den Fig. 3 und 4 wird ein Beispiel gezeigt, bei welchem die Mittelachse
des Gleitorgans a mit der des Billardstockes b zusaminenfallen. Zu diesem Zwecke
ist das Gleitorgan a zu einem rohrartigen Hohlkörper von prismatischem oder, wie
dargestellt, zvlindrischem Querschnitt ausgebildet, dergestalt, daß es, über den
Billardstock b geschoben, an einem bestimmten Punkt h. des letzteren, der ungefähr
in der Mitte seiner Gesamtlänge gelegen ist, mit seinem unteren Ende auf den Schaft
des Billardstockes aufzuliegen kommt, während sein oberes, den verjüngten Teil des
letzteren umfassendes Ende bei i das dessen Konizität ausgleichende Zwischenorgan
d trägt, das als zentrisch spannendes Ringfutter oder in sonst geeigneter Form ausgebildet
sein kann. Hinsichtlich der Führungsbüchse c gilt hier das gleiche, wie oben zu
Fig. i und 2 näher ausgeführt. Um den Billardstock gegen eine radiale Verschiebung
zu sichern, kann, wie in Fig. q. punktiert angedeutet, auf dem Gleitorgan a, in
seiner Längenrichtung i erlaufend, eine Feder zt angeordnet sein, die in einer Nut
f der Führungsbüchse .e geführt wird. Das Führungsorgan c wird, um
das Gewicht des Billardstockes b nicht wesent-Jich zu beschweren, zweckmäßig aus
Leichtnietall hergestellt und aus gleichen Gründen, besonders in der Ausführung
der Fig. 3, mit Aussparungen versehen sein.
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Die Verbindung des Gleitorgans a mit dein Billardstock b kann anstatt
durch Schrauben c oder ähnliche Verbindungsmittel, um Beschädigungen oder Deformationen
des Billardstockes zu vermeiden, auch durch Kleininung erreicht werden. Fig. C zeigt
beispielsweise eine solche auf dem Billardschaft in Punkt la (s. auch Fig. 3) vermittels
einer auf dem unteren, durch Aussparungen I federnd ausgebildeten Abschluß des Gleitorgans
a sitzenden Außenkleminscliraube i, wirkende Kleminvorricbtung und Fig. ; eine solche,
auf den Billardschaft im Punkt i wirkend, wobei eine Innenmutter in, die gleichzeitig
das die Konizität des Billardstockes ausgleichende Zwischenorgan einen zentrisch
spannenden Klemmring o trägt, mittels diesem die Festkleinmung dieser Teile vermittelt,
indem sie mit einem geeigneten, in der Zeichnung punktiert dargestellten Schraubenschlüssel
p betätigt wird.
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Die beschriebene Vorrichtung kann aber auch ohne Benutzung der Führungsbüchse
e praktisch angewendet werden, denn bei jedem der gezeigten Ausführungsbeispiele
tritt das Merkmal einer gleichmäßig verlaufenden, zentrisch angeordneten Ausführungsforen
des Gleitorgans e augenfällig in Erscheinung, die sich dem von der blanken Hand
gebildeten Führungsbock (hei Ausschaltung der Führungsbüchse e) viel zügiger und
exakter anschmiegt als bei bloßer Verwendung des (also ohne Gleitorgan ausgerüsteten)
seine Ouerschnittsform und damit die Horizontallage seiner Mittelachse beständig
verändernden konischen Billardstockes.