-
Verfahren und Vorrichtung zum Verschließen des oberen Endes von Filtersäcken
Die Erfindung bezieht sich auf das Verschließen und die Abdichtung von Filtersäcken
zum Bekleiden der Versteifungselemente in sogenannten Hochdruck- oder Niederdrucksackfiltern.
-
Bei den üblichen Sackfiltern, bei denen das Filtrat oben und seitlich
austritt, können bekanntlich oben offene Filtersäcke zum Bekleiden derVersteifungselementebenutzt
werden; die Abdichtung des Filtersackes wird hierbei durch Abbinden mit Schnüren
oder mittels Gummiringes oder Klemmen erreicht. Insbesondere ist zur Abdichtung
des oberen Filtersackrandes die Verwendung einer dreiarmigen Klemme vorgeschlagen
worden, deren mittlerer Arm um ein Scharnier drehbar und nach dem Einklemmen des
Filtersackrandes in Klemmstellung verriegelbar ist. Die Anwendung dieser Klemme
ist jedoch, abgesehen von ihrem verhältnismäßig hohen Herstellungspreis, im Großbetrieb
deshalb unvorteilhaft, weil ihre Befestigung am Filtersack umständlich und zeitraubend
ist und beispielsweise beim Auswechseln der Filterelemente unerwünscht lange aufhält.
Arbeitet man mit schlammigen Flüssigkeiten, so kommt nochhinzu, daß der Schlamm
eineVerschmutzung des Scharniers verursacht. Es kann schließlich, besonders nach
längerem Gebrauch der Klemme, vorkommen, daß der zum dichten Abschluß des Filtersacks
erforderliche Klemmdruck nur noch an den beiden Enden der Klemme vorhanden ist,
während er in der Mitte der Klemme nachläßt, so daß hier eine Undichtigkeit entsteht.
-
Man hat auch schon vorgeschlagen, Filtersäcke, deren über den Rand
des Filterelementes hinausragen des offenes Ende umgeschlagen wird, mittels einer
Metallstange zu schließen. Hierbei wird das obere Ende des Filtersackes nach drei
parallelen Linien derart umgefaltet, daß eine größere Anzahl an den Filtersack angenähter
Schlaufen nebeneinander auf eine gerade Linie zu liegen kommen. Durch die Schlaufen
wird dann eine Metallstange hindurchgesteckt.
-
Diese Verschluß art, die ebenfalls recht zeitraubend ist, hat noch
den weiteren Nachteil, daß der Filtersack eine der Größe des Versteifungselementes
genau angepaßte Größe besitzen muß, da andernfalls über dem oberen Ende des Versteifungselementes
ein freier Raum bleibt, der ein dichtes Abschließen des Filtersackes unmöglich macht.
-
Die vorliegende Erfindung bezieht sich nun auf eine Abdichtung der
Filtersäcke mit unten angeordnetem Ausflußstutzen, die diese Nachteile vermeidet
und eine erhebliche Vereinfachung und Arbeitsersparnis beim Auswechseln der Filtersäcke
ermöglicht. Zu diesem Zweck werden die mit einer « Öffnung für den Ausflußstutzen
versehenen, oben offenen Filtersäcke in kannter Weise über das Versteifungselement
gezogen, so daß der offene Teil des Filtersackes über das Element hinausragt. Das
Schließen des Filtersackes findet nun erfindungsgemäß dadurch. statt, daß die eine
Seite des freien Teiles derart umgeschlagen wird, daß tsie zwischen das Versteifungselement
und die andere Seite des Filtersackes zu liegen kommt, worauf die
andere
Seite des Filtersackes über den an dem oberen Rand des Versteifungselementes anliegenden
Teil umgeschlagen und in geeigneter Weise unter Verzicht auf besondere Abdichtungsmaßnahmen
beschwert wird. Zweckmäßig wird dazu der Rand 9 der betreffenden Seite des Filtersackes
derart angefertigt, z. B. schlaufenartig umgenäht, daß ein Stab, vorzugsweise aus
einem gegen die zu filtrierende Flüssigkeit widerstandsfähigen Metall, eingeschoben
werden kann.
-
Es hat sich herausgestellt, daß durch diese sehr einfache Maßnahme
im Betrieb eine vollkommene Dichtung erzielt wird. Durch die Beschwerung des freien
Endes wird das Aufspülen desselben beim Füllen des Behälters verhindert, während
es durch den Druckunterschied innerhalb und außerhalb des Filterelementes an den
Filterkörper angedrückt wird.
-
Bei der Abdichtung nach der vorliegenden Erfindung fällt auch die
Notwendigkeit der genauen Abstimmung der Größen von Versteifungselement und Filtersack
aufeinander fort.
-
Eine Ausführungsform der Erfindung ist in den Zeichnungen beispielsweise
abgebildet.
-
In den Behälter I können die Versteifungselemente 2 derart eingesetzt
werden, daß sie mittels der Abflußstutzen 3 mit der Leitung 4 inVerbin dung stehen.
Die VersteiIungselemente 2 werden mit den oben offenen und unten mit einer Öffnung
für den Ausflußstutzen 3 versehenen Filtersäcken 5 bekieidet, die keine seitlichen
Einschnitte erhalten. Innerhalb des Versteifungselementes können noch Spiralen o.
dgl. angeordnet sein, die in der Zeichnung nicht angegeben sind. Die beiden Seiten
6 und 7 des offenen Endes des Filtersackes werden nun nacheinander über den oberen
Rand des Filterelementes umgeschlagen, derart, daß der Teil 6 sich zwischen dem
Versteifungselement und der gegenüberliegenden Seite des Filtersackes befindet (Fig.
3 bis 5) und der Teil 7 nach der anderen Seite frei herabhängt. Der Teil 7 ist am
Rand 9 schlaufenartig ausgebildet, so daß ein Beschwerungsstab 8 eingeschoben werden
kann, wodurch ein vollständig dichter Verschluß des Filtersackes erreicht wird.
-
Bei der dargestellten Ausführungsform wird ein Stab zur Beschwerung
des freien Endes des Filtersackes benutzt; natürlich kann die Beschwerung dieses
Teiles auch in anderer Weise stattfinden.
-
P. NTENTANSPRÜCIIE : I. Verfahren zum Verschließen des oberen Endes
von Filtersäcken, die mit inneren Versteifungselementen ausgestattet sind, durch
Umschlagen des über den Rand der Versteifungselementehinausragenden offenen Endes
des Beutels und Sichern des umgeschlagenen Teiles durch eine Stange gegen etwaiges
Wiederhochheben, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Seiten (6, 7) des offenen
Endes des Filtersackes (5) nacheiuander nach beiden Seiten über den oberen Rand
des Versteifungselement s (2) umgeschlagen werden und daß die obenliegende Seite
(7) des Filtersackes (5! beschwert wird.