DE595393C - Verfahren zur Herstellung indirekt beheizter Kathoden fuer Elektronenroehren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung indirekt beheizter Kathoden fuer Elektronenroehren

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DE595393C
DE595393C DE1930595393D DE595393DD DE595393C DE 595393 C DE595393 C DE 595393C DE 1930595393 D DE1930595393 D DE 1930595393D DE 595393D D DE595393D D DE 595393DD DE 595393 C DE595393 C DE 595393C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01JELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
    • H01J9/00Apparatus or processes specially adapted for the manufacture, installation, removal, maintenance of electric discharge tubes, discharge lamps, or parts thereof; Recovery of material from discharge tubes or lamps
    • H01J9/02Manufacture of electrodes or electrode systems
    • H01J9/04Manufacture of electrodes or electrode systems of thermionic cathodes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Manufacture Of Electron Tubes, Discharge Lamp Vessels, Lead-In Wires, And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung indirekt beheizter Kathoden für Elektronenröhren Die Verfahren' zur Herstellung indirekt beheizter Kathoden für Elektronenröhren stimmen darin überein, däß ein Heizkörper irgendeiner@Form-auf irgendeine Weise, z. B. durch Auftragen einer Suspension des Isoliermaterials, mit einer Isolierschicht umgeben oder in einen isolierenden Körper eingebracht und dann die eigentliche Kathode in Form eines Röhrchens mit aufgelegter emittierender Schicht' darübergeschoben wird oder auf den fertigen Isolierkörper (z. B. Quärz oder Porzellanröhrchen) eine leitende Schicht aufgetragen und auf dieser wieder die emittierende Substanz aufgebracht wird. Isolierröhrchen, beispielsweise aus Quarz, haben einerseits den: Nachteil, daßi sie teuerer sind, andererseits kann mit dem Durchmesser nicht unter ein bestimmtes Maß heruntergegangen werden, so daß größere Oberflächen und damit größere Heizleistungen in-K-aufgenommen werden müssen.
  • Bei den Verfahren, die die Isolierschicht unmittelbar auf den Heizfaden aufbringen, geht man in der Weise vor, daß die Isolation noch vor der Montage des Fadens auf irgendeine Weise festgelegt wird und dann der so isolierte Faden in das Kathodenröhrchen eingeführt wird..
  • Aber gerade durch das Einführen des vorher isolierten Heizfadens in das Kathodenröhrchen werden sehr leicht Beschädigungen der Isolierschicht hervorgerufen. Solche Be-Schädigungen sind aber außerordentlich nachteilig, denn nicht nur wird an solchen Stellen die Wärme schlechter abgeführt (da ja an Stelle des Isoliermaterials Vakuum getreten ist, das die Wärme schlechter leitet), sondern es tritt auch eine Elektronenemission zwischen Heizfaden und Kathode im Takte des Heizwechselstromes auf, durch die der von der Kathode zur Anode fließende Elektronenstrom zusätzlich, gesteuert wird (Wechselstromton im Hörer). Außerdem kann an diesen Stellen sehr leicht direkter Kurzschluß mit der emittierenden Kathode auftreten. Besonders leicht treten diese Erscheinungen dann auf, wenn das Isoliermaterial vor dem Einbringen in das Kathodenröhrchen auf dem Heizfaden festgebrannt oder festgesintert wird, denn in diesem Zustand ist das Material bekanntlich sehr spröde und zeigt daher -Neigung, vom Heizfaden abzuplatzen.
  • Diese Nachteile hat man dadurch zu vermeiden gesucht, daß man das Festbrennen und Festsintern des Isoliermaterials nach Einbringen des vorbereiteten Heizfadens in das Kathodenröhrchen vornahm. Da man bei diesem Verfahren die notwendigen Sinterungstemperaturen jedoch mit Rücksicht auf die Gefährdung des Heizfadens nicht erreichen kann, ist ein einwandfreies Festlegen der Isolierschicht nicht möglich. Man hat des4alb auch bereits vorgeschlagen, den Sinterprozeß im Vakuum durchzuführen. Dieses Verfahren wird nach vorliegender Erfindung dadurch verbilligt und vereinfacht, daß der Verbrennungs- und Sinterungsprozeß erst nach Einbau der Elektroden in die Röhre unter der Pumpe nach fortgeschrittener Entgasung der Röhre vorgenommen wird. Auf diese Weise wird ein Arbeitsvorgang vollständig eingespart und damit der Fertigungsprozeß abgekürzt, so daß eine Senkung der Gestehungskosten erzielt wird.
  • Das Verfahren sei an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben. Es wird zunächst in bekannter Weise eine Suspension eines erst bei hoher Temperatur schmelzenden Isoliermittels, z. B. Zirkonoxyd; in einer viskosen Lösung, beispielsweise Celluloid in Aceton oder Kollodium in Ätheralkohol, also eines organischen Bindemittels und eines oder mehrerer leicht flüchtiger Lösungsmittel, auf den Faden aufgebracht. Um einen elektrostatisch neutral wirkenden Heizkörper zu erhalten, wird das in entsprechender Länge zugeschnittene, mit obigem Lack vorbereitete Fadenstück bifilar zusammengelegt und in das bereits mit der emittierenden Schicht versehene, die eigentliche Kathode bildende Röhrchen geschoben. Nach. Abisolieren der Fadenenden wird die Kathode am Glasfuß gehaltert und die Heizfadenanschlüsse durch Punktschweißung hergestellt, dann die übrigen Elektroden angebracht und das Ganze in das Glasgefäß eingebaut. Hierauf wird der Pumpprozeß angeschlossen. Beim Ausheizen der Glaskolben verbrennt das Celluloid fast vollständig intramolekular. Der durch die dunkle Färbung erkennbare Rückstand an Kohle kann die Isolationsfähigkeit etwas beeinträchtigen, und es ist daher zweckmäßig, sie zu entfernen. Das geschieht durch Zuführen von Luft, jedoch in so geringer Menge, daß der für den Heizfaden meist verwendete Wolfram:draht nicht wesentlich oxydiert wird. Dann verbrennt diese Restkohle zu Kohlenclio#:vd, das bei Fortsetzung des Entgasungsprozesses mit aus der Röhre entfernt wird.
  • Es ist für den Erfindungsgedanken vollkommen gleichgültig, in welcher Form das Isoliermittel aufgebracht wird. Es genügt, daß nach Aufbringen ein Wärmeprozeß zu dessen Festlegung notwendig ist.

Claims (6)

  1. PATENTANSPRÜCHE i. Verfahren zur Herstellung indirekt beheizter Kathoden für Elektronenröhren, die aus einem Heizkörper, einer durch Auftragen des Isoliermaterials mittels eines Bindemittels hergestellten Isolierschicht auf dem Heizkörper und einem Träger der Emissionsschicht bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß, die Entfernung des zur Aufbringung des Isoliermittels verwendeten Bindemittels und dessen Lösemittels sowie das Festbrennen und Festsintern der Isolationsschicht nach vollständiger Montage der Elektroden in der Röhre im Vakuum erfolgt.
  2. 2. Ausführungsbeispiel nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß ein organisches Bindemittel verwendet wird.
  3. 3. Ausführungsbeispiel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Celluloidlösung verwendet wird. d..
  4. Ausführungsbeispiel nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Lösung von Kollodium in Ätheralkohol verwendet wird.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbrennungsrückstand des Bindemittels durch Zugabe von Luft oxydiert wird.
  6. 6. Ausführungsbeispiel nach Anspruch i und einem oder mehreren der obigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß als Isoliermaterial Zirkonoxyd verwendet wird.
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