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Maximumzähler Unter den heutigen Stromtarifen ist der KW-Stundenpreis
bei gleichmäßiger Abnahme des Fremdstromes am billigsten. Eine kleine Überschreitung
des Maximums verursacht eine hohe Zusatzgebühr für den Stromabnehmer, deshalb muß
eine Überschreitung des Maximums unter allen Umständen vermieden werden, ohne den
Betrieb des Stromabnehmers so wenig als möglich zu stören. Es muß bei reinem Fremdstrombezug
ein Teil der Verbraucher in der Anlage des Stromabnehmers . abgeschaltet werden,
oder bei Parallelarbeiten mit der eigenen Zentrale muß eine rechtzeitige Leistungsübernahme
auf die eigenen Maschinen stattfinden. Derartige notgedrungene Schaltungen bedeuten
immer einen Arbeitsverlust. Diese Schaltungen dürfen daher nur im Notfalle erfolgen,
wobei aber die -volle Sicherheit, das Maximum nicht zu überschreiten, gewährleistet
sein muß. Die bisherigen Apparate: Maximumzähler mit Signaleinrichtung, Kontaktkilowattmeter
oder Thomaregler entsprechen höchst unvollkommen den gewünschten Anforderungen,
denn infolge des ungleichen Betriebes in einem Werk würden diese Apparate ständig
ansprechen und Abschaltungen wie auch Betriebsstörungen ergeben; bei solchen Apparaten
mit Verzögerungseinrichtung würde ein Überschreiten des Maximums öfters eintreten,
ohne den Zweck zu erreichen. Da jedoch immer nur das viertel- oder halbstündige
Maximum verrechnet wird, so wird in dieser Zeitspanne das Maximum meistens nicht
erreicht oder überschritten.
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Die Erfindung behebt diese Übelstände. Sie besteht in einem Maximumzähler,
der normal gebaut ist und eine Isolierscheibe a besitzt, die elektrisch oder mechanisch
durch ein Lehrwerk angetrieben wird. Ihre Geschwindigkeit kann reguliert werden.
Die Wirkungsweise dieser Scheibe ist dieselbe wie die des Mitnehmers des Maximumzeigers
bei den jetzigen Maximumzählern, jedoch mit dem Unterschied, daß sich die Scheibe
immer konstant bis an das eingestellte höchste Maximum dreht, um dann nach jeder
viertel oder halben Stunde mit dem Mitnehmer des Maximumzeigers gleichzeitig in
die ursprüngliche Stellung zurückzuschnellen. Der Anfang der Isolierzone muß immer
mit der Endstellung des Maximums am Ende der eingestellten Zeit zusammenfallen.
Dadurch, daß die Scheibe a in der eingestellten Zeit gleichmäßige Drehungen vornimmt,
der Mitnehmer des Maximumzeigers aber je nach der
Belastung sich
schneller oder langsamer dreht, entsteht eine Differenz in der Länge des zurückgelegten
Weges, die zum Anzeigen der Über- oder Unterschreitung des Maximums benutzt wird.
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Wie die Fig. i schematisch zeigt, besitzt die Scheibe a einen Stromzuführungsring
h, auf denen Schleifkontakte c schleifen und Verbindungen herstellen. Der Ring b
wird derart unterteilt, daß etwa io bis 20 °/o Über- oder Unterschreitungen des
Maximums nebstbei gemeldet werden, wie beispielsweise vermittels des eingebauten
Widerstandes d und der Glocke e, die zunächst leise ertönt. Der Maximumzeiger erhält
hierzu -einen Schleifkontakt cx, an den die Stromzuführung angeschlossen ist, während
der andere Schleifkontakt den Strom wieder ableitet und die Glocke ein Relais oder
einen Automaten i (Abb. 2) betätigt.
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Bei größerer Über- oder Unterschreitung wird der Widerstand d überbrückt,
so daß dann die Glocke schrill ertönt. Außerdem ist ein verstellbarer Drehschalter
f angebracht, der durch einen Anschlag g der Scheibe a ein-oder ausgeschaltet wird
und einige Minuten vor Erreichung des Maximums den Widerstand la kurzschließt. Während
der Zeit, in der der Widerstand 1a kurzgeschlossen ist, läutet die Glocke dann schrill.
Bei Fremdstrombezug ist eine Änderung des Strombezuges nur bei schrillem Ertönen
der Glocke vorzunehmen, mit anderen Worten: der Automat schaltet nur dann aus, wenn
entweder der Widerstand d oder h überbrückt ist, nicht aber, wenn beide Widerstände
hintereinandergeschaltet sind. Die Wiedereinschaltung kann dann automatisch oder
von Hand aus erfolgen.
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Das Schema gemäß Fig. z gilt für den Fall, daß der Fremdstrom mit
der eigenen Zentrale parallel arbeitet. Wenn dabei bei Überschreitung oder Unterschreitung
des Maximums die Teilleistung aufgenommen oder abgegeben werden soll, so ist je
eine besondere Umsteuerung notwendig. Zu diesem Zweck ist auf dem Stromring b ein
zweiter b1 aufgebracht; beide sind zwar gleich ausgeführt, ihre Anfangsstellungen
sind jedoch um einen gewissen Winkel versetzt. Der Kontakt cl schleift auf b1 und
c auf b (s. Fig. 2a), Kontakt c" schleift sowohl auf dem oberen als auch auf dem
unteren Ring. Gleichzeitig schleift der eine Teil von cx auf b1, der andere Teil
von c. auf der Isolation des Ringes b. Der Strom wird jetzt über ein Relais i geführt,
durch welches infolge Öffnens oder Schließens der Leitung k eine Übernahme oder
Abgabe der Leistung der eigenen Zentrale durchgeführt wird.
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Sollten mehrere Stufen erwünscht sein, so werden die Stromzuführungsringe
L auf der Scheibe a verteilt, wie es die Fig. 3 schematisch darstellt. Die Schleifkontakte
stehen dann senkrecht zur Scheibe, wobei auf der unterer. Seite der Scheibe zwecks
Anbringung der Kontakte die Stromringe aus einem geschlossenen Ring bestehen (s.
Fig. 3). Arbeitet bei dieser Anordnung z. B. eine Umformeranlage mit einer Gleichstromzentrale
parallel, so darf die erste Stufe erst wirken, wenn der bei dieser Anordnung nicht
mit dargestellte Drehschalter f den Widerstand lt kurzgeschlossen hat. Ist
jedoch die Über-oder Unterschreitung des Maximums in dieser Zeit eine größere, so
wird von den Schleifkontakten die zweite Stufe erreicht, und trotz ausgeschaltetem
Drehschalter erfolgt schon die Einregulierung. Es wird dann z. B. bei Maximumüberschreitung
das Kurzschließen eines kleinen Teiles des vorgeschalteten Feldwiderstandes des
Generators eintreten. je mehr Stufen vorhanden sind, desto mehr Zu-und Abschaltungen
können vorgenommen werden. Bei Unterschreitung des Maximums dagegen wird ein kleiner
Widerstand vor das Feld des Generators vorgeschaltet. Alle diese Zu- und Abschaltungen
gehen über das Relais i, das dann je nach der Stufenzahl auch aus mehreren Relais
zusammengesetzt sein kann. Da der Maximumzeiger sowie die Isolierscheibe dauernd
sichtbar sind, so kann jederzeit das Maß der Über- oder Unterschreitungen abgelesen
und der Apparat kontrolliert werden.