DE598268C - Elektrischer Lichtbogenschweissapparat - Google Patents
Elektrischer LichtbogenschweissapparatInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B23—MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- B23K—SOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Lichtbogenschweißapparat. Es sind derartige
Apparate bekannt, bei denen die Schweißelektrode ununterbrochen gedreht wird, während sie der zu schweißenden Linie
entlanggeführt wird. Es ist andererseits bei elektrischen Lichtbogenschweißapparaten bekannt,
die Lichtbogenlänge selbsttätig zu ändern.
Nach der Erfindung soll die Einrichtung eines elektrischen Lichtbogenschweißapparates,
bei dem die Schweißelektrode ununterbrochen gedreht wird, während sie der zu schweißenden Linie entlanggeführt wird, und
bei dem eine Vorrichtung zur selbsttätigen Änderung der Lichtbogenlänge vorgesehen
ist, derart ausgeführt werden, daß die Drehbewegung eines Motors über ein Vorgelege
und eine Muffe, die den Elektrodenhalter umso schließt, auf letzteren übertragen wird, und
daß beim Ändern der Lichtbogenspannung durch Vermittlung eines Relais eins der auf
der Muffe angeordneten Kegelräder gebremst wird, so daß durch die verschiedene Geschwindigkeit
der beiden Kegelräder ein mit beiden Kegelrädern in Eingriff stehendes Kegelrad sich dreht und über ein Vorgelege
die Höhenverstellung des Elektrodenhalters und damit die Änderung der Lichtbogenlänge
bewirkt.
, Hierbei erfolgt zweckmäßig die Abführung
des Schweiß stromes nahe dem Arbeitsende der Elektrode am Kühlrohr für die Elektrode.
Soll in bekannter "Wieise ein Streifen brennbaren
Materials zwecks Bildung einer Schutzgashülle in die Lichtbogenzone eingeführt werden, so erfolgt nach der Erfindung der
Nachschub des brennbaren Materials selbsttätig durch ein von dem zur Drehung der
Elektrode und Änderung der Lichtbogenlänge dienenden Motor über ein Vorgelege angetriebenes
Rollenpaar.
Die Zeichnungen stellen eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes beispielsweise
dar, und zwar zeigt Abb. ι den Apparat in Seitenansicht,
Abb. 2 denselben im Grundriß.
Abb. 3 zeigt den Apparat in vergrößertem Maßstab in Vorderansicht, teilweise im
Schnitt.
Abb. 4 zeigt die Vorrichtung zum Zuführen der Elektrode in Seitenansicht.
Abb. S zeigt dieselbe im Grundriß.
Abb. 6 ist ein Querschnitt nach Linie 6-6 der Abb. 3.
Abb. 7 ist ein Schnitt nach Linie 7-7 der Abb. i.
Abb. 8 ist ein Schnitt nach Linie 8-8 der Abb. i.
Der in Abb. 1 veranschaulichte Apparat weist eine Schweißelektrode 1 auf, die zweckmäßig
nicht schmelzbar ist und aus Kohle oder ähnlichem Stoff bestehen kann. Sie bildet mit dem Werkstück 2, das auf einem ge-
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eigneten Tisch 3 ruht, den Lichtbogen. Die Elektrode kann mit Bezug auf das Werkstück
axial verschoben werden, während sie ununterbrochen nach einer Richtung hin umläuft.
Die Elektrode 1 wird von einem Elektrodenhalter 4 mittels einer Kupplung 5 getragen
(Abb. 3). Die Elektrode 1 und der Halter 4 werden von einem magnetischen Kern 6
umschlossen, der seinerseits von einer Hülse 7 umschlossen wird. Auf dem Boden der
Hülse 7 und des magnetischen Kernes 6 ist ein Kontaktstück 8 befestigt, der mit einer
sich axial erstreckenden Öffnung versehen ist, durch welche die Elektrode 1 hindurchragt
und die einen solchen Durchmesser besitzt, daß sie die Elektrode fest umfaßt. In dem
Raum zwischen dem magnetischen Kern 6 und der Hülse 7 ist eine Spirale 9 vorgesehen,
die vorteilhaft aus einem Rohr aus elektrisch leitendem Material besteht. Diese Rohrspirale 9 ist in feuerfestem Material 10
eingebettet. Die Rohrspirale 9 ist mit Endteilen 11 und 12 versehen, die sich seitlich
durch die Hülse 7 hindurch erstrecken und mit Leitungen 13 und 14 in Verbindung
stehen, mittels deren ein Kühlmittel durch die Rohrspirale 9 hindurchgeschickt wird. An
einem oder beiden Endstücken 11, 12 kann
ein elektrischer Leiter 15 befestigt sein, um den Schweißstrom von dem Apparat abzuführen.
Der gesamte Schweißstrom, der von dem Werkstück 2 aufwärts durch den Lichtbogen und die Elektrode 1 hindurchgeht,
wird durch das Kontaktglied 8 und die Rohrspirale 9 hindurchfließen und von dort durch
die Leitung 15 nach außen abgeleitet werden. Die Leitungen 15 können vom Apparat aus
durch eine biegsame Führung 16 hindurchgeführt werden, die auch die Leitungen ent-4.0
hält, welche zu den unten beschriebenen Antriebsvorrichtungen führen.
Der röhrenförmige magnetische Kern 6 und die Hülse 7 sind an ihrem oberen Ende
an einem Abschlußstück 17 befestigt, welches seinerseits mittels Bolzen 18 an dem Gehäuse
19 befestigt ist, das die Antriebsvorrichtung für die Elektrode enthält. Zwischen dem Gehäuse
19 und dem Abschlußglied 17 ist Isoliermaterial 20 angeordnet, um die Sicherheit
zu geben, daß der gesamte Schweißstrom durch die Leitungen 15 zum Generator zurückgeführt
wird.
Zur Drehung der Elektrode und zur selbsttätigen Änderung der Lichtbogenlänge dient
die folgende Vorrichtung:
Als Kraftquelle dient ein Elektromotor 21
üblicher Bauart. Wie insbesondere aus Abb. 8 ersichtlich ist, trägt die Ankerwelle 22 des
Motors 21 an ihrem Ende ein Antriebszahnrad 23, welches mit einem Zahnrad 24 in Eingriff
steht, das auf einer Welle 25 aufgekeilt ist, welche in dem Gehäuse 2,6 liegt. Auf der
Welle 25 ist noch ein Zahnrad 27 aufgekeilt, welches mit" einem Stirnrad 28 in Eingriff
steht, das auf dem einen Ende einer Antriebswelle 29 aufgekeilt ist. Die Welle 29 ruht in
Lagern 30 des Gehäuses 26 und ist mit einer Schnecke 31 versehen, die in ein Schneckenrad
32 eingreift. Das Schneckenrad 32 ist, wie insbesondere aus Abb. 3 ersichtlich ist,
auf eine- Muffe33 aufgekeilt, welche den Elektrodenbehälter 4 umschließt.
Auf dem äußeren Umfang der Muffe 33 sind durch Muttern 34 und 35 Lager befestigt,
die die Muffe drehbar in dem den Apparat einschließenden Gehäuse tragen. Auf
der Muffe 33 sind drehbar Kegelräder 36 und 37 angeordnet, die an einer Axialbewegung
dadurch verhindert werden, daß sie sich gegen das Schneckenrad 32 und das obere
Traglager für die Muffe sowie gegen Ansätze legen, die vorteilhaft aus einem Stück mit
der Muffe 33 bestehen und sich radial vom äußeren Umfang dieser Muffe aus erstrecken.
Die Muffe 33 trägt, wie insbesondere aus Abb. 3 und 6 ersichtlich ist, eine kurze Welle
38, die, außerdem von einem Bügel 39 getragen wird, der auswechselbar an der Muffe 33
befestigt ist. Auf der Welle 38 sitzt drehbar ein Kegelrad 40, das mit den beiden Kegelrädern
36, 37 in Eingriff steht. An dem Kegelrad4o
ist ein sich mit diesem drehendes Zahnrad 41 befestigt, welches in ein Zahnrad
42 eingreift, das auf einer Welle 43 aufgekeilt
ist, die drehbar in der Muffe 33 getragen wird und ein Antriebsrad 44 trägt, welches
mit einem Bogen 45 in Eingriff steht, der auf der Außenfläche des Elektrodenhalters 4 gebildet
ist.
Jedes der Kegelräder 36 und 27 >st mit
einem Ring 46 versehen, welcher mit Bremsschuhen 47 und 48 in Eingriff treten kann
(Abb. 5).
Die Bremsschuhe 47 und 48 werden von Armen 49 und 50 getragen, die an ihren
gegenüberliegenden Enden mit einem Anker 51 und einem Elektromagneten 52 versehen
sind. Die Erregung des Elektromagneten 52 wird den Anker 51 anziehen und infolgedessen
ein Bremsen des Zahnrades 36 oder 37 herbeiführen. Die schwingbaren Arme 49 für die besonderen Bremsen für die Kegelräder
und 37 können beweglich auf einer Spindel 53 sitzen, die von dem den Apparat einschließenden
Gehäuse getragen wird. Die die Bremsschuhe tragenden Arme 49 und 50 sind
mit Bezug auf die Kegelräder 36 und 37 und mit Bezug aufeinander durch Schrauben 54
und 55 einstellbar.
Die Antriebswelle 29 ist, wie insbesondere aus Abb. 7 hervorgeht, mit einer Antriebsbacke 56 versehen, die in eine Welle 57 ein-
greift, welche eine nicht veranschaulichte Schnecke trägt, die mit einem Schneckenrad
58 in Eingriff steht. Das Schneckenrad 58 ist auf eine drehbare Welle 59 aufgekeilt, die an
ihrem Ende ein Antriebszahnrad 60 trägt, welches mit einem anzutreibenden Zahnrad 61
in Eingriff steht. Das Zahnrad 61 ist auf eine drehbare Welle 62 aufgekeilt, die an ihrem
Ende eine Rolle 63 trägt. Auf dem Hilfsgehäuse04, das durch Bolzen 65 am Hauptgehäuse
19 des Apparates befestigt ist, ist ein Glied 66 angeordnet, welches eine kurze Welle
67 trägt. Diese Welle 67 trägt drehbar eine Rolle 68, welche mittels eines unter der Einwirkung
einer Feder 70 stehenden Kolbens gegen die Rolle 63 gepreßt wird. An dem
Gehäuse 64 ist ein Rohr 71 befestigt, welches bis in die Nähe des Lichtbogens geführt wird
und einen Streifen brennbaren Materials 72 hält, welcher dem Lichtbogen mittels der
Rollen 63 und 68 zugeführt wird.
Der oben beschriebene Apparat zum Tragen und zum Antreiben der Schweißelektrode
wird von einem Bügel 88 getragen. Dieser Bügel 88 sitzt schwingbar auf einer senkrechten
Welle 89 und kann mittels einer Handschraube 90 mit Bezug auf die Welle eingestellt werden. Die Handschraube 90
trägt einen Block 91, der mit einem Teil 92 der Tragvorrichtung des Apparates in Eingriff
steht. Es kann eine Spannfeder 93 verwendet werden, um zu verhindern, daß ein Vibrieren des Schweißapparates erfolgt. Die
Welle 89, die den gesamten Schweißmechanismus schwingbar trägt, wird ihrerseits von
einem Bügel 94 getragen, der mittels Schrauben 96 an irgendeinem Tragrahmen befestigt
werden kann, der in Abb. 2 bei 97 schematisch angedeutet ist.
Die Arbeitsweise der A^orrichtung ist folgende:
In Verbindung mit dem Schweißstromkreis, in welchen die Schweißelektrode eingeschaltet ist, kommt ein Relais zur Verwendung,
welches so eingestellt werden kann, daß es der einen oder der anderen der elek-■
tromagnetischen Bremsen, die mit den Kegelrädern 36 und 37 verbunden sind, Strom zuführt,
wenn die Lichtbogenspannung um einen vorher bestimmten Wert nach einer Seite hin abweicht. Die Ankerwelle 22 des
Motors 21 läuft ununterbrochen nach einer Richtung hin um, und zwar vorteilhaft mit
gleichförmiger Geschwindigkeit. Diese Drehung des Motors bewirkt über das Vorgelege
22 bis 32 eine Drehung der Elektrode 1 und der Kegelräder 36 und 37. Ändert sich nun
die Lichtbogenspannung infolge einer Abweichung in der Länge des Lichtbogens von
einem vorher bestimmten Wert, so führt das Relais der einen oder anderen der mit den
Kegelrädern 36 und 37 verbundenen elektromagnetischen Bremsen Strom zu, so daß eines der Kegelräder in seiner Drehung gebremst
wird.
In diesem Fall bewirkt die Drehung der Muffe eine Drehung des Kegelrades 40, welches
das Zahnrad 44 in Umdrehung versetzt und dadurch den Elektrodenhalter 4 axial entweder zum Werkstück hin oder von demselben
weg bewegt. Diese Bewegung des Elektrodenhalters wird fortgesetzt, bis die unausgeglichene Bedingung, die eine Erregung
einer der Bremsen durch das Relais herbeigeführt hatte, wieder ausgeglichen ist,
worauf die betreffende Bremse nicht weiter erregt wird und der Lichtbogen in der geeigneten
Länge gehalten wird, bis eine weitere Änderung in der Lichtbogenlänge auftritt,
die durch das Relais durch Bremsen eines der Kegelräder 35 und 37 bewirkt wird. Die
Drehrichtung des Kegelrades 40 hängt davon * ab, welches der Kegelräder 36 und 37 gebremst
wird. Demgemäß wird die Elektrode axial entweder zum Werkstück hin- oder von ihm weggeführt, so daß die Lichtbogenlänge
konstant gehalten wird.
Die Drehung der Antriebswelle 29, welche ihrerseits durch das oben beschriebene Zahnrädergetriebe
die Rolle 63 in Umdrehung versetzt, bewirkt, daß ein Streifen brennbaren Materials 72 in die Nähe des Lichtbogens
geführt wird, um dort eine Schutzhülle über der Masse des geschmolzenen Metalls zu bilden.
Claims (3)
1. Elektrischer Lichtbogenschweißapparat, bei dem die Schweißelektrode ununterbrochen
gedreht wird, während sie der zu schweißenden Linie entlanggeführt wird, und bei dem eine Vorrichtung zur
selbsttätigen Änderung der Lichtbogenlänge vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung derart ausgeführt ist, daß die Drehbewegung eines Motors (21) über ein Vorgelege (22 bis
32) urrd eine Muffe (33), die den Elektrodenhalter (4) umschließt, auf letzteren
übertragen wird, und daß beim Ändern der Lichtbogenspannung durch Vermittlung eines Relais eins der auf der Muffe
(33) angeordneten Kegelräder (36, 37) gebremst wird, so daß durch die verschiedene
Geschwindigkeit der beiden Kegelräder ein mit beiden Kegelrädern (36, 37) in Eingriff stehendes Kegelrad (40) sich
dreht und über ein Vorgelege (41 bis 44) die Höhenverstellung des Elektrodenhalters
und damifdie Änderung der Lichtbogenlänge bewirkt. .
2. Lichtbogenschweißapparat nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die
Abführung des Schweißstromes nahe dem Arbeitsende der Elektrode am Kühlrohr
(9, 11) für die Elektrode erfolgt.
3. Lichtbogenschweißapparat nach Anspruch i, bei dem ein Streifen brennbaren
Materials zwecks Bildung einer Schutzgashülle in die Lichtbogenzone eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Nachschub des brennbaren Materials selbsttätig durch ein von dem zur Drehung der Elektrode und Änderung der
Lichtbogenlänge dienenden Motor (21) über ein Vorgelege (22 bis 30, 56 bis 62)
angetriebenes Rollenpaar (63, 68) erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL79513D DE598268C (de) | 1931-10-04 | 1931-10-04 | Elektrischer Lichtbogenschweissapparat |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL79513D DE598268C (de) | 1931-10-04 | 1931-10-04 | Elektrischer Lichtbogenschweissapparat |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE598268C true DE598268C (de) | 1934-06-08 |
Family
ID=7284631
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL79513D Expired DE598268C (de) | 1931-10-04 | 1931-10-04 | Elektrischer Lichtbogenschweissapparat |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE598268C (de) |
-
1931
- 1931-10-04 DE DEL79513D patent/DE598268C/de not_active Expired
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