DE598376C - Befestigung der Elektroden in Entladeroehren fuer Hochspannung - Google Patents

Befestigung der Elektroden in Entladeroehren fuer Hochspannung

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DE598376C
DE598376C DE1930598376D DE598376DD DE598376C DE 598376 C DE598376 C DE 598376C DE 1930598376 D DE1930598376 D DE 1930598376D DE 598376D D DE598376D D DE 598376DD DE 598376 C DE598376 C DE 598376C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Befestigung der Elektroden in Entladeröhren für Hochspannung. Bei Röhren kleiner Abmessungen für niedrige Spannungen, etwa wie sie als Verstärkerröhren beim Rundfunkempfang gebräuchlich sind, bereitet die Befestigung der Elektroden keine besonderen Schwierigkeiten. Man kann in diesen Fällen in einem Glasansatz Drähte einschmelzen, welche den gleichen Wärmeausdehnungskoeffizienten wie das Glas haben, und befestigt an ihren Enden unmittelbar die Elektroden. Schwierigkeiten hinsichtlich der Befestigung der Elektroden treten jedoch bei größeren Röhren für Hochspannung auf. Bei solchen Röhren befestigt man die Elektroden üblicherweise mittels Schellen an Glasfortsätzen im. Innenraum der Röhre, eine Befestigungsart, wie sie in Fig. 1 bei einer Ventil-
ao röhre dargestellt ist und die u. a. auch den Nachteil hat, unstabil zu sein.
Gemäß Fig. 1 wird die Anode 1 von einem Bolzen 2 getragen, der an der Schelle 3 befestigt ist, die sich, um den Glasansatz 4 legt und mittels einer Schraube 5 an ihm festgezogen ist. In die Querscheidewand 6 des Rohres 7 sind feine Drähtchen eingeschmolzen, die mit den starken Kupferdrähten 8, 9 verbunden sind, zwischen deren Enden der schraubenförmig verlaufende Glühfaden 10 gespannt ist. Die Schelle 11 ist mittels der Schraube 12 an dem Rohr 7 befestigt und trägt den starken Kupferdraht 13, der einerseits den Mittelteil des Glühfadens abstützt und andererseits die die Drahte 8, 9 haltende Brücke mit Glimmerisolation 15 trägt.
Gemäß der Erfindung sind die die Elektroden frei tragenden, zweckmäßig aus Molybdän bestehenden, an einem Glaszapfen angebrachten und ihn in Richtung seiner Längsachse verlängernden Tragdrähte unter Vermeidung schellenartiger Befestigungsmittel und ohne in Glas eingeschmolzen zu sein dadurch am Glaszapfen unverschiebbar festgehalten, daß sie mehrere Windungen aufweisen, mit denen sie sich an besonderen, an dem Glaszapfen vorgesehenen, vorzugsweise warzenf örmigen Abstützflächen verankern. Das Verankern von Elektrodenbefestigungsdrähten an Abstützflächen von Glaszapfen ist an sich nicht neu, doch hat man in dieser Weise bisher nur die dünnen Verspannungsdrähte von Glühfäden befestigt, nicht aber die die Elektroden frei tragenden Drähte. Für solche Drähte ist bisher keine Befestigungsart angewandt worden, welche die Vorteile des Erfindungsgegenstandes hat.
Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung. Die Anode 1 wird von dem Draht 15 frei getragen, der spiralförmig um den spitz zulaufenden, gläsernen Tragzapfen 4 geschlungen ist. Das Rohr 7 mit den in seine Querscheidewand 6 eingeschmolzenen Durchführungsdrähten ist durch die beiden spitz zulaufenden Glaszapfen 16, 17 gabelförmig gestaltet. Um diese beiden Zapfen sind die Tragdrähte 8, 9 geschlungen, zwischen deren Enden der Glühfaden 10 gespannt ist. Die
Zapfen 4, 16 und 17 weisen warzenartige Ansätze 19 auf, die zum Festhalten der Drähte 15 und 8, 9 dienen.
Die Befestigung gemäß der Erfindung zeichnet sich nicht nur durch ihre große Stabilität, sondern neben großer Billigkeit und Einfachheit auch durch die Kleinheit der erforderlichen Metallmassen aus, was zur Folge hat, daß die Entgasung derselben sich wesentlich vereinfacht. Außer Anode und Kathode enthält eine gemäß der Erfindung hergestellte Röhre lediglich Tragdrähte. Letztere können schon vor ihrem Einbringen in die Röhre entgast werden, so daß nur eine geringe nachts trägliche Entgasung erforderlich ist, um die an der Draht oberfläche gelösten Gase zu entfernen.
Fig. 3 veranschaulicht ein Beispiel der Befestigung der Antikathode von Röntgenröhren gemäß der Erfindung.
Die Tragdrähte 15«, 156, 15C, ι ζα, welche die plattenförmig ausgebildete Antikathode 1 tragen, sind in dem gemeinsamen Punkt 18 mechanisch miteinander verbunden und von ihm aus zu den vier sie abstützenden Glaszapfen 4a, 4Ö, 4C, 4^ am gläsernen Anodentragrohr 4 geführt, so daß sie eine Doppelpyramide bilden. Zwischen dem Verbindungspunkt 18 und den Abstützzapfen 4°, 4δ, if, e^ der Tragdrähte 15°, 156, 15«, 15^ ist eine an sich bekannte Elektronenauffangplatte 20 vorgesehen. Die Tragdrähte ι ζα, ι 50, 1 sc, 1 $d sind in der Ebene der Platte 20, welche das Auftreffen von Elektronen auf die Glasteile 4, 4ö, 4*, äf, äp verhindert, geknickt und halten infolgedessen die Platte ohne zusätzliche Befestigungsmittel unverschiebbar fest. Die Platte 20 besteht beispielsweise aus Molybdän.

Claims (4)

  1. Patentansprüche:
    i. Befestigung einer Elektrode in einer Entladeröhre für Hochspannung mit Hilfe eines sie frei tragenden Tragdrahtes, der an einem Glaszapfen angebracht ist und ihn in Richtung seiner Längsachse verlängert, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragdraht, unter Vermeidung schellenartiger Befestigungsmittel und ohne in Glas eingeschmolzen zu sein, dadurch am Glaszapfen unverschiebbar festgehalten ist, daß er mehrere Windungen aufweist, mit denen er sich an besonderen, an dem Glaszapfen vorgeselienen, vorzugsweise warzenförmigen Abstützflächen verankert.
  2. 2. Befestigung der Antikathode von Röntgenröhren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drähte, welche die plattenförmig ausgebildete Antikathode tragen, in einem gemeinsamen Punkt mechanisch miteinander verbunden und von ihm aus zu dem sie abstützenden Glasträger geführt sind, so daß sie eine Doppelpyramide bilden.
  3. 3. Befestigung der Antikathode von Röntgenröhren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Verbindungspunkt und dem Glasträger der Tragdrähte eine an sich bekannte, mit den Trägdrähten befestigte Elektronenauffangplatte vorgesehen ist.
  4. 4. Befestigung der Antikathode von Röntgenröhren nach Anspruch. 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragdrähte in der Ebene der Elektronenauffangplatte geknickt sind, so daß die Platte ohne zusätzliche Befestigungsmittel unverschiebbar festgehalten wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930598376D 1930-12-05 1930-12-05 Befestigung der Elektroden in Entladeroehren fuer Hochspannung Expired DE598376C (de)

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