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Elektrolytisches Gefäß Die Erfindung betrifft ein elektrolytisches
Gefäß, das durch einen Metalldeckel mit Öffnungen für die Elektroden verschlossen
und mit-einer Isolierung des Deckels und seiner Öffnungen versehen ist.
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Bei bekannten elektrolytischen Gefäßen ist nur "die Oberseite des
metallischen Deckels mit einer Isolierplatte versehen, die einen zentralen, durch
den Deckel hindurchragenden Kern besitzt, an welchem das obere Ende der einen Elektrode
befestigt ist. Die Unterseite des Deckels bei diesen bekannten Gefäßen ist dagegen
unisoliert. Ein hermetischer Verschluß zwischen Isolierung und Deckel ist daher-
nicht möglich, und Undichtigkeiten sind infölgedesseri unvermeidbar. Außerdem ist
die Herstellung des Verschlusses bei den bekannten Gefäßen teuer, denn es muß ein
vollkommener Paßsitz zwischen dem Isolierstück und der Deckelöffnung erzielt werden.
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Die Erfindung bezweckt, diese INTachteile zu beseitigen.
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Dies geschieht dadurch, daß der Isolierstoff in einer Form auf beide
Seiten des Metalldeckels so aufgebracht ist, daß die Isolierung der beiden Deckelseiten
und die der öffnungen ein zusammenhängendes, den Deckel einschließendes Ganzes bildet.
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Die Vorteile der Bauart des Verschlusses gemäß der Erfindung gegenüber
den bekannten- Einrichtungen liegen in einer vollständigeren und besseren Isolierung
der Elektroden und einem unbedingt sicheren Verschluß des elektrolytischen Gefäßes
gegen Undichtigkeiten: Außerdem ist die Herstellung des Deckels und seiner Isolierung
leichter und billiger, denn es erübrigt sich eine genaue Bearbeitung und ein genaues
Einpassen des Deckels und der Isolierung. Ein vollständig hermetischer Abschluß
des Gefäßes wird durch das Aufschrumpfen des Isolierstoffs auf den Deckel beim Festwerden
und Abkühlen erreicht.
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Fig. i zeigt das Gefäß im Längsschnitt und Fig. z den Deckel in oberer
Ansicht, und Fig.3 zeigt einen Schnitt einer Form zur Herstellung des Deckels.
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Elektrolytische Gefäße werden vielfach in Radioempfangsapparaten verwendet.
Bei der Herstellung derartiger Kondensatoren haben sich Schwierigkeiten gezeigt
bezüglich des dichten Abschlusses des Deckels für derartige Behälter. In den meisten
Fällen war es möglich, daß der Elektrolyt an den Polen sowie an undichten Stellen
des Deckels ausfließen konnte. Diese Mängel werden nach der Erfindung behoben.
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In dem in Fig. i gezeigten Behälter i für den Elektrolyr des Kondensators
werden auch die Elektroden untergebracht, die in der
Zeichnung nicht
dargestellt sind, aber als Fortsetzung der Pole-- und 3 zu betrachten sind.
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Der Behälter i kann aus einem einzigen Stück geeigneten Metalls gefertigt
werden, um einen mit ihm zusammenhängenden Boden zu bilden; jedoch kann der Boden
auch getrennt von der Wandung hergestellt werden, wie bei der gezeigten Ausführungsform
angenommen ist. In letzterem Falle wird der Behälter aus einem Stück Metall gefertigt,
das zylindrisch zusammengerollt ist und eine Seitennaht besitzt. Dazu wird der Boden
ausgestanzt und in dem unteren Teil des Behälters eingepreßt, worauf der Boden angelötet
oder angeschweißt wird, um einen wasserdichten Verschluß zu erzielen. Der Deckel
des Behälters wird in ähnlicher Weise hergestellt; hierbei werden Öffnungen für
die Durchführungen der Elektroden und der Füllkappe vorgesehen, wie in Fig. 2 punktiert
angedeutet ist, Der Deckel wird dann in eine geeignete Form eingelegt, wie in Fig.3
zur Darstellung gebracht ist, wobei die durchlochte Deckelscheibe 4 zwischen zwei
Hälften 5 und 6 der Form eingelegt wird. Zwei kolbenartige Körper 7- und 8 werden
dann benutzt, um eine Kautschukmasse oder ähnliches Material gegen die Deckelscheibe
zu drücken, wobei an dem kolbenartigen Körper 8 Stifte g, io und I I befestigt sind
zur Herstellung der Löcher 12 und 13 für die Pole und das Einfülloch 14, wie in
Fig.2 in vollen Linien gezeigt ist. Die Stifte 9, zo und r i passen in entsprechende
Öffnungen des oberen kolbenartigen Körpers 7. Gegen die Kolben 7 und 8 wird alsdann
ein Druck ausgeübt, um das pulverförmige Material zu einem festen Körper zusammenzudrücken
und in die Löcher der Platten einzutreiben, die in punktierten Linien in Fig. 2
dargestellt sind. Wenn das pulverförmige Material vollkommen zusammengepreßt ist,
kann es vulkanisiert werden, entweder in der Form selbst oder getrennt von dieser,
falls es sich um Kautschuk handelt; oder das Material kann irgendeine andere geeignete
Behandlung erfahren, wenn es sich um ein anderes Material handelt.
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Nachdem das Material auf der Deckelplätte geformt und vulkanisiert
ist oder eine dem Material entsprechende Behandlung erfahren hat, hat es die Gestalt
15 (Fig. z) angenommen.
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Die Elektroden 2 und 3 werden durch die Öffnungen 12 und 13 hindurchgeführt
und ragen in Form von Stiften oder Schraubenstiften heraus, auf welche die Muttern
18 und i g aufgezogen werden, wodurch die zwischengeschalteten Dichtungsscheiben
2o und 21 fest gegen das geformte Material gedrückt wird, um eine vollkommene Dichtigkeit
zu erzielen und somit ein Lecken zu verhindern. In das Loch 14 des geformten Materials
kann eine Füllkappe 22 eingeschraubt werden, und auch hier wird ein vollkommen dichter
Verschluß durch eine Dichtungsscheibe 23 erzielt. Falls es sich als erforderlich
erweist, können Entlüftungsöffnungen in dieser Kappe vorgesehen werden, jedoch in
einer solchen Art, daß ein Verschütten von Flüssigkeit verhindert wird.
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Nachdem die Deckelplatte 4 in die richtige Lage gebracht worden ist,
kann sie mit ihren Kanten an dem zylindrischen Teil r angelötet oder angeschweißt
werden.
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Ein elektrolytischer Kondensator, wie oben beschrieben, bildet einen
ausgezeichneten Behälter für den Elektrolyt. Er ist vollkommen dicht und kann in
Radioapparaten verwendet werden, ohne daß der Elektrolyt vers-hüttet wird oder irgendwie
nach außen dringt.