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Waage für Aufschnittschneidmaschinen nüt horizontal liegendem Schneidmesser
Es sind bereits Aufschnittschneidmaschinen in Verbindung mit einer Waage bekannt,
bei denen das geschnittene Wiegegut unmittelbar auf die Lastschale der Waage fällt.
Besitzt eine derartige Vorrichtung ein horizontal liegendes Schneidmesser, so ergeben
sich gewisse Schwierigkeiten beim -Fortnehmen des geschnittenen und abgewogenen
Gutes von derLastschale. Bei einer bekannten Ausführung einer solchen Vorrichtung
hat man daher die gesamte Wägeeinrichtung gegenüber der Schneidvorrichtung verschiebbar
angeordnet. Das Verschieben der Waage stößt aber leicht auf Schwierigkeiten, weil
dabei oft ein Eckenin den Führungenundmitunter auch Steckenbleibeninfolge desrecht
großen Gewichtes und der Abmessungen der Waage eintritt. Meist ist noch ein besonderes
Steuergestänge für den Verschiebemechanismus erforderlich, wodurch eine derartige
Aufschnittschneidmaschine mit verschiebbarer Wägevorrichtung in der Herstellung
wesentlich verteuert wird.
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Die Erfindung bezweckt, die angedeuteten Übelstände zu beheben und
eine Vorrichtung zu schaffen, die gleichzeitig geeignet ist, den zahlreich noch
in Gebrauch befindlichen Aufschnittschneidmaschinen ohne Wägeeinrichtung leicht
nachträglich angefügt zu werden.
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Bei derartigen alten Aufschnittschneidmaschinen fällt die geschnittene
Ware vom Messer in eine darunter befindliche Schublade o. dgl., aus der nach Beendigung
des Schneidens die Ware entnommen und alsdann auf einer Waage gewogen wird. Die
Ware wird also erst zugeschnitten, darauf aus der Schneidmaschine herausgenommen
und dann auf einer Waage verwogen. Bis die Ware vom Verkäufer für den Käufer eingewickelt
werden kann, müssen drei verschiedene getrennte Handgriffe ausgeführt werden, was
für den Verkauf einen nicht unerheblichen Zeitverlust bedeutet.
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Diesen Mißstand will die Erfindung beseitigen, indem sie es ermöglicht,
an jeder bereits vorhandenen Aufschnittschneidmaschine mit horizontal angeordnetem
Schneidmesser eine Waage nachträglich hinzuzufügen. Auf diese Weise kann jede vorhandene
Schneidmaschine ohne besondere Umbauten und Kostenaufwand in ihrem Gebrauchswert
verbessert und der Warenverkauf beschleunigt werden. Jede Schneidmaschine der alten
Art hat einen besonderen Kasten, Schublade oder Teller, auf den die geschnittene
Ware fällt. Dieser Teller wird nun entfernt und die Waage gemäß der Erfindung mit
ihrer Waageschale so zum Schneidmesser gestellt, daß die Schale unter dem Schneidmesser
zu stehen kommt, damit die geschnittene Ware unmittelbar auf die Waageschale fällt
und so das Gewicht auf eine Gewichtsanzeigevorrichtung, z. B. Schnellwaage, übertragen
wird. Damit nun im Gegensatz zu der bekannten Vorrichtung beim Abnehmen der Ware
von der Schale der gesamte Waagenkörper ruhig stehenbleiben kann, ist erfindungsgemäß
die Waageschale verschiebbar oder verschwenkbar auf dem Waagebalken angeordnet.
Im ersten Falle besitzt die Lastschalenseite des Waagebalkens eine mit einem Anschlag
versehene Verlängerung, auf
der die Verschiebung der Lastschale
erfolgt, während im zweiten Falle ein am Waagebalken angeordnetes Gelenk eine Verschwenkung
der Lastschale ermöglicht. Ein besonderer Vorzug der Erfindung ist darin zu sehen,
daß nunmehr alte Aufschnittmaschinen leicht und billig den modernen Aufschnittschneidmaschinen
gleichwertig gemacht werden können.
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In der Zeichnung ist die Erfindung schematisch und beispielsweise
dargestellt.
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Fig. i zeigt den Gegenstand in Vorderansicht, während Fig. 2 eine
Seitenansicht, teilweise geschnitten, darstellt, Fig. 3 läßt eine weitere Ausbildungsform
der Schale erkennen.
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Die von dem Messer i der gesamten Schneidmaschine 2 geschnittene Ware
fällt auf die darunter befindliche Schale oder Platte 3, die auf dem Hebel 4 mit
ihren Lagern 5 verschiebbar angeordnet ist. Das freie Ende des Hebels 4 ist mit
einer Verlängerung 6 mit dem Anschlag 7 versehen. Auf dieser Verlängerung kann die
Platte 3 in der Pfeilrichtung 8 aus der Schneidmaschine 2 herausgeschoben werden,
um von ihr bequem die Ware abnehmen zu können. Der Hebel 4 ist ein Wagehebel, der
zu irgendeiner beliebigen bekannten Wiegevorrichtung g führt. Als solche kann z.
B. eine Schnellwaage benutzt werden. Mittels des Zeigers io kann man dann unmittelbar
während des Schneidens an der Skala ii das geschnittene Gewicht der Ware ablesen.
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Statt die Platte ,3 auf dem Hebel 4 zu verschieben, kann sie auch
schwenkbar an ihm angeordnet sein, wie es in Fig. 3 angedeutet ist. In diesem Falle
müßte natürlich der rechte Teil der Vorrichtung 2 fehlen. Die Schale wird dann um
das Gelenk x2 in Richtung des Pfeiles 13 . in die Senkrechte 14, zu dem Hebel
4 gedreht, wodurch sie aus dem Bereich des Messers i kommt. Es ist ersichtlich,
daß eine derartig ausgebildete Vorrichtung mit Leichtigkeit an vorhandene ältere
Schneidmaschinen angebracht werden kann.
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Die Schneidvorrichtung kann von Hand als auch auf elektrischem Wege
betrieben werden. Im letzteren Falle könnte in bekannter Weise noch eine Schaltvorrichtung
vorgesehen sein, mittels deren die Schneidvorrichtung stillgesetzt wird sowie die
vorher eingestellte Gewichtsmenge erreicht ist, so daß die Vorrichtung ganz selbsttätig
die gewünschte Warenmenge liefert.