DE598630C - Verfahren zur Herstellung von Changeantglaesern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Changeantglaesern

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DE598630C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03C—CHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00—Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
14.JUNI1934
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
M 598630 KLASSE 32 b GRUPPE
32b G 27.
Glashüttenwerke vorm. J. Schreiber & Neffen in Reitendorf a.T., Tschechoslowakische Republik
Verfahren zur Herstellung von Changeantgläsern
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Juli 1930 ab
ist in Anspruch genommen.
Gegenstand der Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Changeantgläsern. Für diesen Zweck hat man bisher fast ausschließlich Gläser mit Zusätzen verwendet, die, wie beispielsweise die Oxyde des Urans, Neodyms und Praseodyms, fluoreszierend wirken bzw. Dichroismus hervorrufen. Der hindurchtretende Lichtstrahl ist nicht oder nur schwach gefärbt, während das ausgestrahlte
ίο Licht (Fluoreszenzlicht) intensiv gefärbt ist. Farbige Überfanggläser, die optisch inhomogen wirken, sind an sich bekannt. Es ist auch bekannt, zur Erzielung der optischen Inhomogenität den Überfang so auszuführen, daß die Schichten an verschiedenen Stellen verschiedene Stärke haben, z. B. durch ent ■ gegengesetzt keilförmiges Überfangen sowie durch Anbringung von Rippen u. dgl. Das Verfahren gemäß der Erfindung besteht darin, daß mit Fluoreszenzfarben gefärbte durchscheinende, zweckmäßig Klargläser bzw. Glasschichten und anders gefärbte, zweckmäßig intensiv gefärbte durchscheinende, zweckmäßig Klargläser bzw. Glasschichten einander überfangen, wobei Glasschichten solcher Farben miteinander kombiniert werden, daß die äußere Glasschicht für die Farbe der inneren Glasschicht ganz oder teilweise durchlässig ist und das zwei- oder mehrschichtige Glas so ausgebildet wird, daß es optisch inhomogen bzw. für verschiedene Blickrichtungen optisch inhomogen wirkt. Dadurch wird die Wirkung erzielt, daß an allen Stellen normaler Farbensubtraktion die Überfangfarbe fast ausschließlich sichtbar ist, dagegen an reflektierenden oder optischen Stellen des Glaskörpers infolge des Überwiegens der Fluoreszenzfarbe ausschließlich diese Farbe erscheint.
Reflektierende und optische Stellen sind alle solche Stellen des Glaskörpers, die sich in der glatten bzw. planen Glasfläche abheben, wie z. B. Einpressungen, geschliffene Flächen, vorspringende Flächen, Rippen usf., ferner Ränder bzw. optische Kanten, Übergangsfiächen, Durchdringungsflächen usf., wie es bei Hohlgläsern, Servicegläsern, massiven Glasgegenständen u. dgl. zumeist der Fall ist.
Ein z. B. urangrün gefärbter sog. optischer Glaskelch, der rubinrot überfangen ist, zeigt eine mattrote Färbung mit grünem Kelchrand, grünen optischen Streifen und grünem Eis (das ist die Bezeichnung für den unteren Teil des Kelchbechers, der am Stiele sitzt).
Durch entsprechende Schichtstärke der einander überfangenden Gläser, wie z. B. durch Bildung verschieden starker Schichten, durch
entsprechende Intensität für die Farbtöne der sich überfangenden Glasschichten usf., kann der Changeanteffekt entsprechend beeinflußt werden.
Man kann auch von einer Ausführungsform Gebrauch machen, bei welcher die sich überfangenden Glasschichten entgegengesetzt keilförmig übereinanderliegen bzw. gegeneinander verlaufen, so daß die Schichtstärke der einander überfangenden Glasschichten in jedem Querschnitt bzw. an verschiedenen Stellen verschieden groß ist, wobei am besten eine Trennungslinie konkaver oder konvexer Form wirkt.
Bei mehr als zweischichtigen Gläsern kann auch von farblosen Glasschichten Gebrauch gemacht werden.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Changeantgläsern, dadurch gekennzeichnet, daß mit Fluoreszenz bzw. Dichroismus hervorrufenden Mitteln gefärbte, durchscheinende Gläser mit in anderem Farbton gefärbten Gläsern überfangen werden, wobei Glasschichten solcher Farben miteinander kombiniert werden, daß die äußere Glasschicht für die Farbe der inneren Glasschicht ganz oder teilweise durchlässig ist und daß das zwei- oder mehrschichtige Glas so ausgebildet wird, daß es optisch inhomogen bzw. für verschiedene Blickrichtungen optisch inhomogen wirkt.
DE1930598630D 1929-08-07 1930-07-04 Verfahren zur Herstellung von Changeantglaesern Expired DE598630C (de)

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