DE598773C - Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Ammonsulfat aus verdampfendem, fluessigem Ammoniak und Schwefelsaeure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Ammonsulfat aus verdampfendem, fluessigem Ammoniak und Schwefelsaeure

Info

Publication number
DE598773C
DE598773C DEG83351D DEG0083351D DE598773C DE 598773 C DE598773 C DE 598773C DE G83351 D DEG83351 D DE G83351D DE G0083351 D DEG0083351 D DE G0083351D DE 598773 C DE598773 C DE 598773C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coarse
sulfuric acid
saturator
production
ammonium sulphate
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG83351D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Wilhelm Riese
Otto Teilken
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
GEWERKSCHAFT DES STEINKOHLENBE
Original Assignee
GEWERKSCHAFT DES STEINKOHLENBE
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by GEWERKSCHAFT DES STEINKOHLENBE filed Critical GEWERKSCHAFT DES STEINKOHLENBE
Priority to DEG83351D priority Critical patent/DE598773C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE598773C publication Critical patent/DE598773C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C1/00Ammonia; Compounds thereof
    • C01C1/24Sulfates of ammonium
    • C01C1/242Preparation from ammonia and sulfuric acid or sulfur trioxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von grobkörnigem Ammonsulfat aus verdampfendem, flüssigem Ammoniak und Schwefelsäure Die im folgenden beschriebene Erfindung verfolgt den Zweck, unverdünntes Ammoniakgas, wie es z. B. bei der Verdampfung von flüssigem, einer technischen Synthese entstammendem Ammoniak gewonnen wird, im sauer betriebenen Sättiger mittels Schwefelsäure auf grobkörniges Ammonsulfat zu verarbeiten.
  • Zur Erzielung gut ausgebildeter Kristalle bei Verarbeitung mit Luft oder anderen Gasen verdünnten synthetischen Ammoniaks ist es bereits vorgeschlagen worden, die in der Badflüssigkeit vorhandenen höheren Metalloxyde durch Zusatz geeigneter Reduktionsmittel in die niedrigste Oxydationsstufe überzuführen.
  • Nach einem bekannten Verfahren wird z. B. das Sättigerbad durch Lufteinblasen kräftig aufgewirbelt, und es werden zugleich reduzierende Mittel zugesetzt. Es ist einleuchtend, daß bei einem solchen Vorgehen die Wirkung der Reduktionsmittel durch die oxydierende Wirkung der gleichzeitig eingeblasenen Luft beeinflußt werden muß, so daß dem Verfahren chemische und wirtschaftliche Mängel anhaften. Bei Ausübung dieses Verfahrens ist ein Ammonsulfatprodukt mit 5 bis r o % Anteilen größerer Abmessung als o, 5 mm und mit 6o bis 65 oio Anteilen größerer Abmessung als o,2 mm erhalten worden. Ein solches Produkt zeigt zwar gegenüber dem ohne jegliche Hilfsmaßnahme aus einem unverdünnten Ammoniakgas und Schwefelsäure allein erhältlichen Mehl schon Vorteile. Es ist indessen nicht mit dem nach neueren Verfahren aus Kokereigas erhältlichen Ammonsulfat hinsichtlich der Grobkörnigkeit vergleichbar. Das vorliegende Verfahren bezweckt demnach die Herstellung eines Ammonsulfatprodukts erheblich gröberer Körnung.
  • Bei einem anderen bekannten Verfahren wird das bei der Ammoniaksynthese gewonnene flüssige Ammoniak nach vorheriger Vermischung mit dem ammoniak-, schwefelwasserstoff-, cyanwasserstoffhaltigen und immer auch teerigölige Stoffe enthaltenden Schwaden eines üblichen Abtreibers für Kokereikondensat in das Sättigerbad eingeleitet. Offensichtlich kann ein auf diese Weise gewonnenes Salz sich leicht verfärben, und es wird ihm stets ein gewisser teerartiger Geruch anhaften. Von dem aus synthetischem Ammoniak gewonnenen Ammonsulfat verlangt man aber gerade Reinheit in der Färbung und Freiheit von Fremdgerüchen. Über die durchschnittliche Korngröße der bei diesem Verfahren anfallenden Ammonsulfatkristalle sind nähere Angaben nicht gemacht. Da aber ein wirksames in der Schwebehalten der primär gebildeten Kristallkeime durch die angegebenen Maßnahmen nicht gewährleistet erscheint, ist die Annahme zulässig, daß dabei gleichfalls ein Ammonsulfatprodukt anfällt, das nur zu etwa 6o % aus Körnern größerer Abmessung als 0,2 mm besteht.
  • Die Nachteile der vorstehend erwähnten Verfahren lassen sich vermeiden bei Benutzung der vorliegenden Erfindung, die somit einen erheblichen technischen Fortschritt bedeutet, da sie es ermöglicht, bei der Verarbeitung von einer Verdünnung des Ammoniakgases abzusehen und im sauer betriebenen Sättiger dennoch so grobe Ammonsulfatkristalle zu erhalten, wie sie bei der Verarbeitung von verdünntem Ammoniak, z. B. dem im Kokereigas enthaltenen Ammoniak, nach neueren Verfahren erhalten wird.
  • Die Arbeitsweise ist dabei wie folgt: In das Bad eines mit Kristallaustragsvorrichtung versehenen Sättigers werden Schwefelsäure und in möglichst feiner Verteilung unverdünntes Ammoniakgas, wie üblich, eingebracht. Durch ein kräftig wirkendes Rührwerk wird der gesamte Sättigerinhalt in Wallung versetzt, und gleichzeitig werden Reduktionsmittel, vorzugsweise Schwefelwasserstoff, in Form von beispielsweise Schwefelwasserstoffgas, Schwefelwasserstoffwasser oder Schwefelammonlösung zugegeben, und zwar in solcher Menge, daß. dreiwertiges Eisen durch die Rhodanreaktion in der Badflüssigkeit nicht oder nur noch in sehr geringen Spuren nachzuweisen ist, und daß Diphenylamin keine Oxydationsmittel mehr anzeigt. Bei dieser Arbeitsweise läßt sich im Dauerbetriebe ein Ammonsulfatprodukt erhalten, dessen Kristalle 45 bis 65 0!o größere Abmessungen als o,5 mm und zu 95 % größere Abmessungen als o,2 mm aufweisen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von - grobkörnigem Ammonsulfat aus reinem, durch Verdampfen von flüssigem Ammoniak gewonnenem Ammoniakgas und Schwefelsäure im Sättiger, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Sättigerbad reduzierende Mittel, wie Schwefelwasserstoff oder Sulfide, in einer zur vollständigen oder so gut wie vollständigen Reduktion vorhandener, oxydierend wirkender Stoffe ausreichenden Menge zusetzt und das Sättigerbad gleichzeitig mit Hilfe eines mechanischen, zur Durchwirbelung des -Sättigerinhalts geeigneten Rührwerks in Bewegung hält.
DEG83351D 1932-08-10 1932-08-10 Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Ammonsulfat aus verdampfendem, fluessigem Ammoniak und Schwefelsaeure Expired DE598773C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG83351D DE598773C (de) 1932-08-10 1932-08-10 Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Ammonsulfat aus verdampfendem, fluessigem Ammoniak und Schwefelsaeure

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG83351D DE598773C (de) 1932-08-10 1932-08-10 Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Ammonsulfat aus verdampfendem, fluessigem Ammoniak und Schwefelsaeure

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE598773C true DE598773C (de) 1934-06-18

Family

ID=7137766

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG83351D Expired DE598773C (de) 1932-08-10 1932-08-10 Verfahren zur Herstellung von grobkoernigem Ammonsulfat aus verdampfendem, fluessigem Ammoniak und Schwefelsaeure

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE598773C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2415772A (en) * 1937-06-09 1947-02-11 Directie Van De Staatsmijnen D Production of ammonium sulfate
DE1011406B (de) * 1955-01-21 1957-07-04 Gelsenkirchener Bergwerks Ag Verfahren zur Herstellung eines technischen, weissen, farb- und lagerbestaendigen Ammoniumsulfats

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2415772A (en) * 1937-06-09 1947-02-11 Directie Van De Staatsmijnen D Production of ammonium sulfate
DE1011406B (de) * 1955-01-21 1957-07-04 Gelsenkirchener Bergwerks Ag Verfahren zur Herstellung eines technischen, weissen, farb- und lagerbestaendigen Ammoniumsulfats

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3224260A1 (de) Behandlungszusammensetzungen, ihre herstellung und ihre verwendung
DE69415566T2 (de) Verfahren zur Herstellung von synthetischem Rutil
DE2428380A1 (de) Verfahren zum abbeizen von nickel von gegenstaenden und dabei verwendete zusammensetzung
DE2604440B2 (de) Verfahren zur schwefelsaeureauslaugung von zinksilikaterzen
DE2952571A1 (de) Verfahren zur reinigung von chemischem gips
DE2807380A1 (de) Verfahren zum konzentrieren von waessrigen schwefelsaeureloesungen
DE2407203C3 (de) Verfahren zur Herstellung von rieselfähigem EisenOQ-sulfat-Heptahydrat
DE490600C (de) Verfahren zum Aufschliessen von Titanerzen mit verduennter Schwefelsaeure
DE639158C (de) Verfahren zur Herstellung von Kupfercyanuer
DE1091590B (de) Verfahren zum Raffinieren von Ferro-Silizium und Silizium
DE3907910A1 (de) Verfahren zur herstellung von eisenoxidgelb-pigmenten
AT235438B (de) Verfahren zur Stabilisierung von Zinksulfid-Pigmenten
DE506542C (de) Herstellung von Stickoxydul aus Ammoniumnitrat
DE390043C (de) Verfahren zur Herstellung von Mangansuperoxyd
DE2841048C3 (de) Verfahren zur Herstellung von elektrochemisch aktivem Blei(IV)-Oxid
DE1067793B (de) Verfahren zur Herstellung von reiner konzentrierter Schwefelsaeure nach dem Kontaktverfahren aus Roestgasen, die durch organische Stoffe verunreinigt sind
DE662525C (de) Verfahren zur Herstellung eisenfreier starker Zinkchloridloesungen
DE2308467A1 (de) Verfahren zur herstellung von eisen-iii-sulfat
DE307601C (de)
DE1031974B (de) Verfahren zur Herstellung von Titan
DE2119119C3 (de) Verfahren zum Entfernen von Cyanidionen aus Abwässern
DE646192C (de) Verfahren zum Auswaschen von Schwefelwasserstoff aus Gasen
DE496833C (de) Verfahren zur Verbesserung der Haltbarkeit von Diazoverbindungen in Gegenwart von Eisen
DE96497C (de)
AT148126B (de) Verfahren zur Herstellung von fein verteilten Metallverbindungen in bestimmter Korngröße.