DE599330C - Verfahren zur Herstellung vulkanisierter Kautschukloesungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung vulkanisierter Kautschukloesungen

Info

Publication number
DE599330C
DE599330C DED65268D DED0065268D DE599330C DE 599330 C DE599330 C DE 599330C DE D65268 D DED65268 D DE D65268D DE D0065268 D DED0065268 D DE D0065268D DE 599330 C DE599330 C DE 599330C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rubber
sulfur
production
vulcanized rubber
xylene
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DED65268D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Oelfabrik Dr Grandel & Co Deut
Original Assignee
Oelfabrik Dr Grandel & Co Deut
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Oelfabrik Dr Grandel & Co Deut filed Critical Oelfabrik Dr Grandel & Co Deut
Priority to DED65268D priority Critical patent/DE599330C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE599330C publication Critical patent/DE599330C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J11/00—Recovery or working-up of waste materials
    • C08J11/04—Recovery or working-up of waste materials of polymers
    • C08J11/10—Recovery or working-up of waste materials of polymers by chemically breaking down the molecular chains of polymers or breaking of crosslinks, e.g. devulcanisation
    • C08J11/12—Recovery or working-up of waste materials of polymers by chemically breaking down the molecular chains of polymers or breaking of crosslinks, e.g. devulcanisation by dry-heat treatment only
    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08J—WORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2321/00—Characterised by the use of unspecified rubbers
    • Y—GENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02—TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02W—CLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00—Technologies for solid waste management
    • Y02W30/50—Reuse, recycling or recovery technologies
    • Y02W30/62—Plastics recycling; Rubber recycling

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Sustainable Development (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Processes Of Treating Macromolecular Substances (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung vulkanisierter K'liutschuklösungen Mit Schwefel oder Chlorschwefel vulkanisierter Kautschuk läßt sich in den gebräuchlichen Lösungsmitteln nicht lösen. Behandelt man Kautschuk, der z. B. in Mineralöl oder Schwerbenzin gelöst ist, mit Schwefel oder Chlorschwefel, so gelingt es. nicht, wesentliche Mengen des vulkanisierten Kautschuks in Lösung zu bringen; er scheidet sich vielmehr fast ausschließlich in Stücken- oder Pulverform aus.
  • Wie gefunden wurde, verhält sich Kautschuk wesentlich anders, wenn man ihn zunächst durch Erhitzen depolymerisiert, dann in bestimmten Lösungsmitteln löst, beispielsweise in Xylol, Toluol, Benzol, Amylacetat, und im Anschluß hieran mit Schwefel auf Vulkanisationstemperatur erhitzt, und zwar entweder auf den Siedepunkt des Lösungsmittels oder unter erhöhtem Druck. Statt Schwefel kann auch Chlorschwefel ohne Anwendung von Hitze und Druck zum Vulkanisieren des Kautschuks benutzt werden. Man erhält dann, beispielsweise wenn eine Lösung von Kautschuk in Xylol längere Zeit bei dem bei 140' liegenden Siedepunkt des Xylols unter gleichzeitiger Zufügung von Schwefel, gegebenenfalls unter Zusatz eines Vulkanis@ationsbeschleunigers, erhitzt .wird, eine Schwefel-Kautschuk-Verbindung, die sich nicht aus der Lösung ausscheidet. Nach dem Verdunsten des Lösungsmittels verbleibt ein trokkener Körper, der in dünner Schicht einen lackartigen, elastischen, auf biegsamer Unterlage nicht brechenden Überzug bildet. Diese Schwefel - Kautschuk -Verbindung löst sich jedoch, werm sie einmal aus der Lösung ausgeschieden ist, nicht wieder in ihrem Lösungsmittel auf ..und zeigt alle wertvollen Eigenschaften ven vulkanisiertem Kautschuk, nämlich Bestän@3igkeit gegen atmosphärische Einflüsse, verdünnte Säuren und Alkalien, Wasserabweisur: g, Biegsamkeit und Elastizität.
  • Solche Oberzüge lassen sich so herstellen, daß sie kei"ien freien Schwefel enthalten. Da sie sauerstcfffrei sind und an Metallen gut haften, bilden sie einen Korrosionsschutz von nicht zu üb#l:rtreffender Vollkommenheit. Eine weitere An#vendung der ,auf die beschriebene Weise gewannenen Kautschukvulkanisatlösung, bei welcher die Härte des geschwefelten Kautschuks dui ch verschiedene Dosierung des Schwefelzuslatzes bis zu Hartkautschuk geregelt werc.en kann, ist die Imprägnierung von Fasern; Geweben und Papier. Während bisher gummierte Gewebe nach der Imprägnierung reit Kautschuk vulkanisiert werden mußten, urr.' ihnen die Klebrigkeit zu nehmen und sie gegen Lösungsmittel beständig zu machen, sf'id die mit den überzugsmassen gemäß dieser Erfindung getränkten Gewebe klebfrei und benzinfest, dä. der anhaftende Kautschuk Jereits vulkanisiert ist. Mit Kautschukvulkarisat überzogene Fasern können zu Geweben, die beständig gegen Feuchtigkeit sind, verar geitet werden. Papier, das mit Kautschukv-rlkanisat getränkt ist, gewinnt wertvolle Eigenschaften, wie z. B. Wasserdichtigkeit, -Bind zeigt gute elektrische Isolation. Es ist bereits vorgeschlagen worden, Kautschuk io Stunden lang auf 12o° zu erhitzen, den so vorbehandelten Kautschuk, der in Nitrobenzol aufgelöst ist, mit Schwefel zu versetzen und durch weiteres Erhitzen auf 150' zu vulkanisieren. Auf diesem Wege wird ausschließlich eine schwach trübe, freien Schwefel enthaltende dunkle Flüssigkeit erhalten, die als tlberzugslack gänzlich ungeeignet ist.
  • Die Kautschukvulkanisatlösung gemäß der Erfindung läßt sich im Gegensatz hierzu in jedem Verhältnis mit Firnis, Ölen und Lakken für Imprägnierungen, Anstriche oder Tauchlacke mischen. Man kann diesen somit auf einfache Weise Kautschuk einverleiben, ohne daß sie klebrig werden. Ihre Elastizität und Beständigkeit gegen Feuchtigkeit wird hierdurch erhöht.
  • Versetzt man eine Xylollösung des depolymerisierten Kautschuks mit Chlorschwefel, so bildet sich eine Chlorschwefel-Kautschuk-Verbindung, die aus der Xylollösung nicht ausfällt, aber, gegebenenfalls unter Zusatz eines Trockenstoffes, nach Abdunsten des Xylols als ein trockener, lackartiger Überzug zurückbleibt, wenn man genügend Chlorschwefel verwendet hat. Diese Chlorschwefel-Kautschuk-Lösung zeigt ähnliche Eigenschaften wie die mit Schwefel gewonnene; sie kann für die gleichen Zwecke benutzt werden, soweit nicht der Gehalt an Chlor unerwünscht ist.
  • Die Erfindung sei an Hand nachstehender Beispiele erläutert.
  • i. ioo g Kautschuk werden so lange auf Zoo bis 25o° erhitzt, bis sie eine Sirupkonsistenz ,angenommen haben, dann in goo g Xylol gelöst und mit 16 g Schwefel 16 bis 20 Stunden erhitzt. Wenn eine Probe anzeigt, daß sich Schwefel nicht mehr ausscheidet und nach. dem Verdunsten des Xylols ein trockener Rückstand bleibt, ist die Umsetzung beendet.
  • 2. ioo g nach Beispiel i depolymerisierter Kautschuk werden in goo g Xylol gelöst und mit i 5 g Chlorschwefel versetzt, wobei sogleich die Bindung des- Chlorschwefels an den Kautschuk unter schwacher Erwärmung eintritt: In die nach den Beispielen hergestellten Lösungen werden Metallkörper, Baumwollfasern, Gewebe oder Papier getaucht und an der Luft oder bei mäßiger Wärme bei etwa ioo° getrocknet, bis der Überzug klebfrei ist. Statt die Gegenstände zu tauchen, kann man sie auch mit der Lösung bestreichen oder bespritzen.

Claims (1)

  1. PATRNTANSPRUCII Verfahren zur Herstellung vulkanisierter Kautschuklösungen, dadurch gekennzeichnet, daß Kautschuk durch Erhitzen auf 200 bis 25o° in Abwesenheit von Lösungsmitteln depolymerisiert und in. bekannter Weise mit Schwefel bei der Vulkani.sationstemperatur des Kautschuks, gegebenenfalls unter Druck, in solchen Lösungsmitteln erhitzt oder mit Chlorschwefel in solchen Lösungsmitteln behandelt wird, wie Xylol, Toluol, Benzol, Amylacetat, aus denen das gebildete Kautschukvulkanisat nicht ausfällt.
DED65268D 1933-02-06 1933-02-07 Verfahren zur Herstellung vulkanisierter Kautschukloesungen Expired DE599330C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DED65268D DE599330C (de) 1933-02-06 1933-02-07 Verfahren zur Herstellung vulkanisierter Kautschukloesungen

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2019207X 1933-02-06
DED65268D DE599330C (de) 1933-02-06 1933-02-07 Verfahren zur Herstellung vulkanisierter Kautschukloesungen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE599330C true DE599330C (de) 1934-06-29

Family

ID=25972703

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DED65268D Expired DE599330C (de) 1933-02-06 1933-02-07 Verfahren zur Herstellung vulkanisierter Kautschukloesungen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE599330C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1418521B2 (de)
DE975736C (de) Verfahren zum Hydrophobieren und Wasserdichtmachen von Geweben
DE852882C (de) Verfahren zur Herstellung von trocknenden Bindemitteln
DE752714C (de) Verankerung von Lackschichten auf wasserquellbaren Folien
DE643193C (de) Stromleitende UEberzuege bildender Lack
DE589012C (de) Wasserdichte Gewebe, insbesondere fuer Eisenbahnwagenbedachung
DE518273C (de) Verfahren zur Herstellung von Kohlenpapier
DE502864C (de) Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen aus Emulsionen
DE804017C (de) Nitrocelluloselack und -Auftragsmasse
DE651665C (de) Verfahren zur Herstellung von elektrolytischen Zellen, insbesondere von Elektrolytkondensatoren
DE910677C (de) Elektrischer Isolierstoff
DE2540878C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Überzügen
DE919361C (de) Korrosionsschutzmittel fuer metallische Werkstoffe
DE212695C (de)
AT230527B (de) Verfahren zur Verhinderung des Nachdunkelns von imprägnierten Ledern
DE747627C (de) Verfahren zum UEberziehen von Cellulosehydratfolien mit hydrophoben Schichten
DE517349C (de) Verfahren zur Herstellung von Firnissen, Lacken usw.
DE1915482C (de) Verfahren zum Imprägnieren von Leder mit Organopolysiloxanen
DE2651354C2 (de) Haftvermittler-Ansatz für glasfaserverstärkte Epoxyharze
DE931057C (de) Verfahren zur Verringerung bzw. Beseitigung des Wassergehaltes und zur Vergroesserung der wasserabstossenden Wirkung bei Fest-stoffen, insbesondere Isolationsstoffen in der Elektrotechnik
DE435700C (de) Verfahren zur Vereinigung von Leder und Gummi
DE366153C (de) Verfahren zur Vorbereitung von Flaechen fuer die Aufbringung von Farb- und Lackanstrichen
DE584876C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Gebilden aus Viscose
DE1418521C (de) Hydrophob und oleophobmachende Ober flachenbehandlung von hydrophilen Stoffen
DE567774C (de) Verfahren zur Herstellung von Anstrich- und Impraegnierungsmitteln